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Die Störche haben Untermieter

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Während das Weibchen dem Männchen mit dem Schnabel vorsichtig den Kopf krault, nähern sich die ersten Untermieter dem Storchennest. Offenbar hat ein Paar Haussperlinge in der Zwischenzeit im Storchennest selber ein Nest errichtet – und sie tragen schon Nestmaterial in ihr Nest ein. Im Storchennest finden sich genügend Hohlräume, welches sich für die Sperlinge ideal zum Nestbau eignen.Das Kraulen geht weiter, was dem Männchen anscheinend gut gefällt.Auch die Haussperlinge machen gerade eine kleine Pause. Das Männchen ruht sich auf einem Zweig aus, während sich das Weibchen noch im Inneren des Storchennestes an der eigenen Unterkunft zu schaffen macht. Dann fliegt das Männchen wieder weg.Soeben ist auch das Weibchen wieder da und wartet offenbar auf neues Nistmaterial, welches das Männchen bringen soll.Das Weibchen kann man an dem hellen Augenstreif erkennen.  Es ist viel unauffälliger gefärbt als das Männchen.Das Männchen ist erschienen, hat aber kein Nistmaterial mitgebracht.  Jedenfalls ist das ein idealer Ort für ein Sperlingsnest. Wenn alles gut geht, sollten auch bald einige Jungvögel zu sehen sein ….

 

Gelbes Windröschen

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Wenn in den Wäldern im Kraichtal die Buschwindröschen blühen, kann man an einigen Stellen entlang von verschiedenen Gewässern das Gelbe Windröschen entdecken. Es gehört wie das Buschwindröschen, das jetzt die Waldböden in weiße Blütenteppiche  verwandelt, zur Familie der Hahnenfußgewächse. Tatsächlich ist das Gelbe Windröschen aber viel seltener zu finden als das Buschwindröschen. Bei uns findet man es nicht im Wald, sondern vor allem in der Nähe von Gewässern. Dort kann es große Bestände bilden.Wie dies bei vielen Hahnenfußgewächsen der Fall ist, sind alle Pflanzenteile giftig! Typisch sind die 5 gelben Blütenblätter und die zahlreichen Staubblätter. Im Gegensatz zum Buschwindröschen kann das Gelbe Windröschen 1 bis 3 Blüten pro Pflanze haben. Die auffallenden Blüten werden von zahlreichen Insektenarten besucht.Dieses Vorkommen befindet sich entlang eines Grabens, der zur Kraich fließt. Das Gelbe Windröschen ist ein typischer Frühjahrsblüher und blüht im Kraichtal von April-Mai.  Dies ist ein typischer Wuchsort bei uns im Kraichtal. Das Gelbe Windröschen hat hier entlang eines Grabens einen dichten Bestand gebildet, der sich über etliche Meter erstreckt. Der feuchte Lehmböden bildet für die Pflanze einen idealen Untergrund.

Im Storchennest wird schon wieder gebrütet

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Direkt beim Bahnhof Gochsheim hat das Storchenpaar, das seit 2016 hier Junge aufzieht, wieder das alte Nest auf einem Leitungsmast bezogen. Nachdem vom Paar inzwischen einige Ausbesserungen am Nest vorgenommen wurden,  hat das Weibchen offensichtlich auch schon Eier gelegt.  Man darf gespannt sein, wie viele Jungstörche in diesem Jahr großgezogen werden. Es ist später Nachmittag. Während das Männchen gerade in den großen Wiesen entlang der Kraich auf Nahrungssuche geht, bebrütet das Weibchen bereits das Gelege.  Aber auch das Männchen beteiligt sich beim Ausbrüten des Geleges, wie das bei den Weißstörchen üblich ist. Es ist ziemlich kalt und es regnet schon seit einiger Zeit. Das Männchen ist tropfnass und macht in der inzwischen grünen Wiese Jagd auf Regenwürmer und andere Kleintiere. Gerade hat es wieder einen Regenwurm erbeutet.Geschickt wirft es den Wurm in die Luft und fängt ihn dann wieder auf. Trotz Kälte ist das Männchen sehr erfolgreich. Es hat schon einige Würmer, aber auch Schnecken im Kropf. Denn: Störche verzehren eigentlich alles, was ihnen vor den Schnabel kommt: Würmer, Schnecken, Mäuse, Reptilien, Frösche, aber auch Insekten. Aber auch das Weibchen bekommt Zeit für die Futtersuche:Das Weibchen war bereits am Morgen in der Umgebung aktiv. Offensichtlich geht es lieber auf frisch bearbeiteten Feldern auf Nahrungssuche. Im Gegensatz zum Männchen fliegt es andere Felder und Wiesenflächen an. Während der Nahrungssuche des Weibchens bebrütet das Männchen das Gelege.Und auch sie ist recht erfolgreich. Immer wieder kann man sie bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Doch, wenn man im Kraichtal bei Regenwetter auf frisch bearbeiteten Feldern unterwegs ist, holt man sich einfach „dreckige Füße“. Das scheint das Weibchen aber nicht zu stören. Auch scheint die Familienplanung bei dem Storchenpaar noch nicht abgeschlossen, wie die Lehmspuren auf dem Rücken und dem Hals des Weibchens andeuten …. Man wird sehen, wie es weitergeht …….

Wenn „ER“ wieder fliegt, ist es Frühling: Der Zitronenfalter

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Die Winter können in Deutschland sehr kalt werden. Deswegen gibt es nur ganz wenige Schmetterlingsarten, welche als voll entwickelte Falter bei uns überwintern. Der Zitronenfalter gehört dazu. Was ihn aber von den anderen Arten unterscheidet, ist die Art der Überwinterung. Während der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge oder der C-Falter zur Überwinterung frostgeschützte Orte wie Dachböden, Scheunen, Keller oder Industrie- und Wohngebäude aufsuchen, bleibt der Zitronenfalter in der „freien Natur“. Er versteckt sich im Spätherbst lediglich im Brombegestrüpp oder unter Efeuzweigen. Manchmal sitzt er auf Zweigen oder im trockenen Laub auf dem Boden. Dann verbringt er in seinem „Versteck“ die Wintermonate

Dabei fällt er in die sogenannte „Winterstarre“. Damit er auch Frostnächte und -tage überleben kann, scheidet er alle Körperflüssigkeit, die er nicht benötigt aus – und produziert ein spezielles „Frostschutzmittel“, das vor allem aus Glycerin und anderen Stoffen besteht. Der Stoffwechsel wird stark zurückgefahren. Dadurch wird verhindert, dass seine Körperzellen durch den Frost geschädigt oder zerstört werden. So kann er – zumindest kurzfristig – problemlos Temperaturen bis -20° C. aushalten. Es macht ihm auch nichts aus, wenn er in seinem Versteck völlig mit Schnee bedeckt wird. Ab Ende März-Anfang April wird er dann wieder aktiv und beginnt sofort mit der Nahrungssuche. Dabei findet man ihn häufig auf den Taubnesseln, die schon im zeitigen Frühjahr in recht großen Beständen blühen. Und der Zitronenfalter kommt mit seinem langen Rüssel problemlos an die Nektar-Vorräte in den Lippenblüten heran. Im April und Mai geht er dann auf die Suche nach Weibchen, die ebenfalls überwintert haben. Der männliche Zitronenfalter besucht hier gerade eine Rote Taubnessel. Das Männchen ist auffallend gelb gefärbt. Ein weiteres Merkmal sind die braunroten Punkte auf den Vorder- und Hinterflügeln. Typisch sind auch die ausgezogenen Flügelspitzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingsarten sieht man ihn kaum mit ausgebreiteten Flügeln sitzen; er „sonnt“ sich nur mit zusammengeklappten Flügeln. Die überwinterten Weibchen sehen ähnlich aus wie Kohlweißlinge. Sie sind nicht gelb gefärbt sondern weißlich-grün, zeigen aber auch die typischen braunroten Punkte auf den Flügeln und die gleiche Form der Flügel. Mit Kohlweißlingen kann man sie im März/April aber nicht verwechseln, denn diese gibt es im März/Anfang April noch nicht. Zudem finden sich keine schwarzen Flecke auf den Flügeln oder an den Flügelrändern. Die Kohlweißlinge haben auch keine spitzen Flügelecken. (Das Bild zeigt ein Weibchen des Zitronenfalters im Juli an der Blüte der Wald-Platterbse)

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier ausschließlich auf die Blätter einiger Faulbaum- oder Kreuzdorn-Arten. Damit endet der Lebenszyklus der Zitronenfalter. Immerhin werden die Zitronenfalter fast ein Jahr alt, von dem sie aber einen Großteil verschlafen. Damit haben  die Zitronenfalter die höchste Lebenserwartung aller mitteleuropäischen Schmetterlinge.  2 Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Raupen und ernähren sich ausschließlich von den Futterpflanzen.  Ende Juni bis Anfang August schlüpfen die Schmetterlinge. Die neue Generation fliegt von Juni bis Juli; im August erfolgt eine „Sommer-Ruhe“. Ab September fliegen sie wieder, bis sie mit den ersten kalten Temperaturen in „Kältestarre“ den Winter über in ihrem Versteck verbringen. Im nächsten Jahr werden sie wieder für Nachwuchs sorgen.

Ackerhummel

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Die Ackerhummel gehört wie alle Hummelarten zu den Wildbienen. Hummeln sind  „staatenbildende Insekten“.Im Gegensatz zu den einzeln lebenden Wildbienen den „Solitärbienen“. Hummeln bilden einen „Sommerstaat“. Dieser wird jeweils im Frühjahr von der Königin begründet und besteht bis in den Herbst. Dann sterben alle Mitglieder des Staates. Nur die „neuen“ jungen Königinnen überleben – und bilden im nächsten Frühjahr wieder einen neuen „Sommerstaat“. Die Honigbienen dageben bilden einen „Dauerstaat“, der über mehrere Jahre hinweg bestehen bleibt.

Man erkennt die Ackerhummel am rotbraunen Rücken und dem schwarz-gelblich geringelten Hinterleib. Es gibt aber zahlreiche Farbvarianten. Insgesamt wirkt die Ackerhummel sehr „flauschig“. Bei der abgebildeten Ackerhummel handelt es sich um eine „Königin“. Denn Arbeiterinnen und Drohnen gibt es jetzt noch nicht. Die Königin hatte sich im vergangenen Herbst mit Drohnen gepaart – und dann einen geeigneten Unterschlupf zur Überwinterung gesucht. Bei geeigneter Witterung erscheint sie dann Anfang April und sucht zunächst einmal nach Futter.  Dieses findet sie gerade bei den rotblühenden Taubnesseln, der „Roten Taubnessel“, der „Stängelumfassenden Taubnessel“(sie ist im Kraichtal seltener) und der „Gefleckten Taubnessel“, von denen es Ende März Anfang April bei uns schon große Vorkommen gibt. Auch andere Pflanzen werden zur Nahrungsaufnahme aufgesucht, wobei die verschiedenen Taubnesselarten im Laufe des weiteren Jahres eine große Rolle für die Ernährung der Hummeln spielen. Mit ihrem großen Rüssel kommen die Hummeln auch bei den Taubnessel-Blüten sowohl an den Pollen als auch an den Nektar heran.Hier fliegt die Königin gerade eine Gefleckte Taubnessel an. Diese kommt auf Feldern, Äckern und Wegrändern vor – und ist – gemeinsam mit anderen Taubnesseln -ein wichtiger Pollen- und Nektar-Lieferant für die Insekten, welche schon im März/April unterwegs sind. Beim Einfliegen in die Lippenblüte streift sie an den Staubblättern der Taubnessel vorbei.Dabei füllt sie den Zwischenraum zwischen Ober- und Unterlippe der Taubnessel fast völlig aus. Beim Besuch der nächsten Blüte streift sie einen Teil des Pollens auf der Narbe der nächsten Blüte ab und bestäubt sie dadurch. Tatsächlich spielen Hummeln und andere Wildbienen-Arten eine wichtige und bedeutende Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Vor allem deswegen, weil sie bei viel widrigeren Wetterbedingungen die Pflanzen bestäuben können, als dies bei den Honigbienen der Fall ist. Wenn die die Königin ihre erste Nahrung aufgenommen hat, sucht sie einen geeigneten Platz für das Nest. Dabei werden Hohlräume im Boden oder auch in Bäumen ausgewählt. Bevorzugte Stellen sind ehemalige Mäusebauten, Vogelnester, Nistkästen, ja sogar in auf dem Boden liegenden Getränkeflaschen aus grünem oder braunem Glas wurden schon Hummelnester entdeckt. In diese Hohlräume trägt sie dann das Nistmaterial ein, das aus Moos, Gras und anderen feinen Materialien besteht. Daraus formt sie dann eine Kugel, deren Wände mit Wachs abgedichtet werden. In diese Kugel baut sie dann napfartige Vorratsbehälter mit Pollen. Darauf legt sie mehrere Eier und verschließt dann den Napf. Ein weiterer Napf wird mit Nektar gefüllt. Dieser dient dann der Königin als Nahrungsvorrat für schlechte Witterung. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven ernähren sich von den Pollen. Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die ersten voll entwickelten Junghummeln. Die Königin hat aber in der Zwischenzeit weitere napfartige Zellen gebaut und mit Eiern versehen. Die daraus später schlüpfenden Hummeln übernehmen dann den weiteren Nestbau und die Brutpflege. Jetzt kann sich die Königin auf das Eierlegen konzentrieren. Sie verlässt auch den Bau nicht mehr. Die Arbeiterinnen sind bis dahin unfruchtbar. Bis August hat das Hummelvolk mit bis zu 150 Hummeln die Maximalgröße erreicht. Erst ab August gibt es Drohnen und voll entwickelte Weibchen. Bis Ende September sterben dann alle Arbeiterinnen, die Drohnen  und die alte Königin. Die zuletzt geschlüpften  – voll entwickelten – Weibchen paaren sich mit den Drohnen und suchen einen Platz zum Überwintern. Dann gründen sie im nächsten Frühjahr ein neues Volk. Der Kreis hat sich geschlossen.

Kleines Immergrün

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Das Kleine Immergrün ist bei uns im Kraichtal sehr häufig anzutreffen. Man findet es in unseren Buchenwäldern, an Waldrändern und Wegrainen in Waldnähe. Die blauvioletten Blüten kann man bei uns von März bis Juni sehen. Das Kleine Immergrün ist eigentlich kein Kraut sondern ein immergrüner Halbstrauch, dessen Triebe mehrere Meter lang werden können. Die Triebe bleiben auf dem Boden und können an den Knoten wurzeln. Mit der Zeit entsteht dann ein dichter, bodendeckender Halbstrauch. Lichte Stellen im Wald werden vom Kleinen Immergrün besiedelt. Mit der Zeit bedecken die Pflanzen ganze Bereiche des Waldbodens. Da das Kleine Immergrün Lehmböden mag, ist sie bei uns im Kraichtal natürlich oft anzutreffen.Die Blüten tragenden Triebe stehen aufrecht, so dass die Blüten von Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, aber auch vom Wollschweber bestäubt werden können. Hier besucht gerade eine Dunkle Erdhummel die Blüten des Kleinen Immergrüns.Die auffälligen Blütenblätter sind leicht asymetrisch und sehen wie die Propeller eines Flugzeuges aus.

Das Kleine Immergrün gehört zur großen Familie der Hundsgiftgewächse. Alle Teile der Pflanze sind giftig. Dabei ist das Gift nicht nur für Hunde und Pferde gefährlich – sondern auch für den Menschen. Übrigens: Auch der Oleander – eine der giftigsten Pflanzen überhaupt – gehört zu dieser Pflanzenfamilie. Das Immergrün ist erst seit einigen Jahrhunderten bei uns in Süddeutschland nachgewiesen; man vermutet, dass es mit den Römern zu uns kam. Viele der heutigen Standorte weisen noch auf frühere Siedlungen oder Burgen hin. Wie es auch heute bei einigen Pflanzen geschieht, wurde auch das Kleine Immergrün durch Menschen verbreitet.

Stockenten auf Nistplatz-Suche

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Die Stockente ist die größte Wildente in Deutschland. Von ihr stammen auch die zahlreichen Rassen der Hausenten ab. Bei uns im Kraichtal kann man sie entlang der Kraich, an wasserführenden Gräben, in Auwäldern und Waldseen aber auch im Bereich von Teichen und Tümpeln antreffen. Manchmal kann man sie aber auch in den Klärbecken der Kläranlagen entlang der Kraich schwimmen sehen. Bei der Wahl eines Nistplatzes passen sie sich sehr an die Gegebenheiten im Brutgebiet an. So brüten sie in Hochwassergebieten meist in höhergelegenen Baumhöhlen, in verlassenen Krähennestern oder in Baumstümpfen; in sonstigen Gebieten brüten sie oft in Ufernähe im Gestrüpp, in Reisighaufen oder einfach auf dem Boden. Da die Stockente ein Kulturfolger des Menschen ist, brütet sie auch mitten in den Siedlungen, sogar manchmal auf Gebäuden. Da sie sich mit anderen Entenarten und Hausenten verpaart, gibt es viele Farbvarianten. Die Paarbildung erfolgt – anders als dies bei den Singvögeln der Fall ist – nicht im Frühling sondern bereits im Herbst.Hier ist ein Stockentenpaar im Grabensystem eines Bruchwaldes offensichtlich auf der Suche nach einem Nistplatz. Vorne schwimmt das Männchen, dahinter das Weibchen. Immer wieder verlassen sie das Wasser und suchen im Uferbereich nach einem geeigneten Nistplatz. Hier im Erlenbruchwald finden sie ideale Bedingungen, da es hier zum einen viel liegendes Totholz, aber auch jede Menge Gestrüpp und auch Reisighaufen gibt. Der Erpel ist im Prachtkleid, das er während der Brutzeit zeigt. Zwischen dem Männchen und dem Weibchen gibt es deutliche Unterschiede: Das Männchen hat einen gelben Schnabel, einen grün-metallisch gefärbten Kopf und einen weißen Halsring. Im Schwanzbereich sind die Spitzen der mittleren Schwanzfedern nach oben gerollt. Außerhalb der Brutzeit ähnelt der Erpel dem Weibchen.Nachdem das Paar das Wasser verlassen hat, suchen sie nach einem geeigneten Nistplatz. Dabei folgt das Weibchen immer dem Männchen.  Der Erpel erkundet gerade einen möglichen Platz in der Nähe eines Totholz-Haufens.Das Gefieder des Weibchens ist durchweg in verschiedenen Brauntönen gemustert. Der Schnabel ist orangefarben und der weiße Halsring fehlt. Insgesamt  bietet das Gefieder eine gute Tarnung während der Brutperiode.Offenbar haben die beiden Altvögel einen passenden Platz gefunden. Das Nest besteht eigentlich nur aus einer flachen Mulde, die das Weibchen in den Boden drückt – und anschließend mit Halmen auspolstert.Bevor sie sich niederlässt, schaut sie immer wieder nach oben, um frühzeitig Feinde aus der Luft zu entdecken. Tatsächlich haben die Stockenten, aber auch das Gelege viele Feinde zu fürchten: Bei uns sind dies vor allem Greifvögel, Fuchs und Marder. Da viele Stockenten ihr Nest auch weit entfernt vom Wasser im freien Feld errichten, kommen dort  auch die Krähenvögel als Fressfeinde ins Spiel.Mit Drehen ihres Körpers drückt sie eine Mulde in den Untergrund. Offenbar hat sie den künftigen Nistplatz gefunden. Ab März wird dann in das Nest täglich ein Ei abgelegt. Das Gelege umfasst durchschnittlich 9-12 Eier. Zunächst  wird die Sicherheit des Nestes geprüft. So werden die ersten gelegten Eier beim Verlassen des Nestes nicht abgedeckt und bleiben oft tagelang offen liegen; nur wenn das „ungetarnte“ Gelege unbehelligt bleibt, setzt das Weibchen die Eiablage fort und  deckt dann aber die Eier beim Verlassen des Nestes sorgfältig mit Federn und Nistmaterial ab. Das Männchen und das Weibchen suchen zwar gemeinsam den Nistplatz aus, beim Bebrüten des Geleges oder bei der Aufzucht der Jungen ist das Männchen nicht – oder nur am Rande beteiligt.Hinweis: Um die Brut nicht zu gefährden, wurden alle Aufnahmen aus sicherer Entfernung mit der entsprechenden Kameraoptik gemacht.  Auf Fotos des Geleges wurde bewusst verzichtet.  Mit Brutbeginn wurde die Beobachtung und Dokumentation beendet.

Wer Bärlauch sammeln will, sollte genau hinsehen …

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In den letzten Jahren hat der vor einigen Jahrzehnten schon beinahe vergessene Bärlauch eine wahres „Bärlauch-Fieber“ ausgelöst. Bärlauch wird zwar schon seit vielen Jahrhunderten vom Menschen als Gewürz- und Heilpflanze genutzt, aber seine heutige Bedeutung hat er erst in den letzten Jahren wiedererlangt, als man sich daran  erinnerte, dass er eine tolle Ergänzung des Wildkräuter-Angebots darstellen kann. Neben seiner Bedeutung als Heilpflanze  findet er heute als Pesto, in Saucen,  in Gebäck oder als Zutat in Wurst- und Fleischgerichten, aber auch in vielen anderen Speisen Verwendung. So ist es kein Wunder, dass man jedes Frühjahr immer mehr Menschen mit Plastiktüten, Sammelkörben, Scheren und Messern in den entsprechenden Gebieten antrifft, in denen der Bärlauch vorkommt. Tatsächlich ist der Bärlauch das erste Wildkraut im Laufe eines Jahres, das sich für all diese Zwecke anbietet.Bei uns im Kraichtal gibt es einige Stellen, an denen der Bärlauch regelrechte „Teppiche“ bildet. Kein Wunder also, wenn an diesen Stellen auch Sammler zu finden sind. Bärlauch wird vor allem dann gesammelt, wenn er noch keine Blütenstände gebildet hat. Deswegen kann das Sammeln leider aber auch zur großen Gefahr werden: Denn gleichzeitig mit dem Bärlauch erscheinen auch Pflanzen, die sehr giftig sind. Und leider kommt es in Deutschland jedes Jahr zu zahlreichen und schweren Vergiftungen. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, diese Vergiftungen zu vermeiden, wenn man die giftigen Pflanzen vom Bärlauch unterscheiden kann.

Deswegen sollen  in diesem Beitrag  alle Pflanzen vorgestellt werden, bei denen es oft – aus verschiedenen Gründen – zur Verwechslungen kommen kann. Dies sind vor allem die Herbstzeitlose, das Maiglöckchen – und manchmal auch der Aronstab.

Doch: Wer sich auskennt – und sich vor allem beim Sammeln Zeit lässt, dem kann eigentlich nichts geschehen:

Bärlauch-Pflanzen in einem Bruchwald.  Man kann hier die wichtigsten Merkmale des Bärlauchs erkennen. Beim Bärlauch hat jedes Blatt einen eigenen Stiel. Die Blätter sind schmal und recht dünn, die Blattnerven verlaufen parallel zueinander und sind deutlich voneinander entfernt. Das Blatt selbst verbreitert sich schnell vom dünnen Stiel auf seine volle Breite. Dabei bleibt das Blatt bis zur Spitze eben und ist am Ende auch “ nicht löffelartig“ zusammengezogen. Darüber hinaus wirkt es schlaff. Ein ganz wichtiger Unterschied ist der knoblauchartige Geruch. Wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, wird der Geruch deutlich. Allerdings kann man diesen Test nur einmal machen. Hat man einmal diese Geruchsprobe gemacht, bleibt der Geruch  an den Fingern und Werkzeugen- und alles riecht dann nach Knoblauch, selbst Maiglöckchen und geruchlose andere Pflanzen, die man auf ihren Geruch hin testen will.

Tipp: Deswegen sollte man den Bärlauch Blatt für Blatt (vielleicht mit einer Schere) ernten – und nicht büschelweise mit einem Messser – was sich vielleicht bei einem Massenvorkommen anbietet – abschneiden. Dabei kontrollieren, ob auch jedes Blatt einen langen, eigenen Stiel hat – und ob das Blatt vom dünnen Stiel schnell auf die volle Blattbreite übergeht. Erntet man mit einem Messer großflächig, so können auch unerwünschte Pflanzen im Sammelkorb landen. Denn einige der giftigen Pflanzen können mitten im Bärlauch-Teppich vorkommen.Und wer ganz sicher gehen will, der erntet den Bärlauch ein paar Tage später, nämlich erst dann, wenn er blüht. Es gibt dann zwar leichte Einbußen beim Geschmack, aber man kann sicher sein, dass es sich hier um Bärlauch handelt. Und so sieht der Blütenstand einer Bärlauch-Pflanze aus. Übrigens: Man kann Bärlauch im eigenen Garten oder im Blumenkübel anpflanzen – oder ganz einfach kaufen.

Verwechslungsgefahr Herbstzeitlose:

Die Herbstzeitlose ist hochgiftig und kann auch dort vorkommen, wo der Bärlauch wächst. Und das ist die Herbstzeitlose, die zur gleichen Zeit wie der Bärlauch erscheint. Verwechslungen können schwere gesundheitliche Schäden verursachen – oder sogar zum Tod führen. Auch für viele Weidetiere ist diese Pflanze tödlich giftig. Bei der Herbstzeitlose sieht man im Frühjahr nur die Blätter; im Herbst nur die Blüten. Sie wächst vor allem auf feuchten Wiesen, aber auch auf waldnahen Feuchtwiesen. So kann es auch bei dieser Pflanze zu Verwechslungen mit dem Bärlauch kommen, der ja auch in feuchten Wäldern und Waldrändern vorkommt. Glücklicherweise gibt es aber Merkmale, mit deren Hilfe man Bärlauch und die Herbstzeitlose sicher unterscheiden kann: Im Gegensatz zum Bärlauch hat bei der Herbstzeitlose nicht jedes Blatt einen eigenen Stiel; alle Blätter kommen aus einer „Blattrolle“. Im Gegensatz zu den Bärlauch-Blättern sind die Blätter der Herbstzeitlose dick, steif  und fleischig. Die Blattenden sind an der Spitze jeweils zusammengezogen und sehen wie der Bug eines Bootes – oder von der Seite gesehen wie die Spitze eines Löffels aus. Die Spitzen aller Blätter sind leicht nach links gedreht. Die Blätter sind geruchlos. Und was auch wichtig ist: Die Herbstzeitlose blüht im Frühjahr nicht.Herbstzeitlose an einem Wegrain am Waldrand, nur wenige Meter von einem Bärlauch-Vorkommen entferntHier sieht man die leicht verdrehten und „bootsförmig“ zusammengefassten Blattenden der Herbstzeitlose.

Verwechslungsgefahr Aronstab:

Auch er ist giftig. Der Aronstab erscheint zur gleichen Zeit oft gemeinsam dicht neben dem Bärlauch. Und meist kommt es hier zu Verwechslungen, wenn nicht Blatt für Blatt geerntet wird – sondern die Pflanzen großflächig und büschelweise mit einem Messer abgeschnitten werden und im Sammelbehälter landen. Die Gefahr besteht vor allem bei jungen Aronstab-Blättern, da sie noch nicht die Form der ausgewachsenen Blätter haben. Ein Blick auf die Blattnerven gibt aber auch hier sofort Klarheit. Verlaufen die Blattnerven nicht parallel zueinander, ist es kein Bärlauch.Hier befinden sich mehrere Exemplare des Aronstabs, umgeben von zahlreichen Bärlauch-Pflanzen. Eigentlich kann man den Aronstab nicht mit Bärlauch verwechseln, wenn man die Blätter genau betrachtet. Die Blattnerven verlaufen nicht parallel sondern verteilen sich netzartig über die gesamte Breite des Blattes.Deutlich sieht man die netzartig verlaufenden Blattnerven des Aronstabs auf einem noch jungen Blatt. Rechts ist ein älteres Blatt zu sehen.Das ätere Blatt des Aronstabs zeigt die Form einer Pfeil- oder Lanzenspitze. Auch die netzförmig verlaufenden Blattnerven sind hier deutlich zu erkennen.Im Vergleich dazu die Blätter des Bärlauchs. Die Blattnerven verlaufen deutlich parallel zueinander. Auch die Blätter haben eine ganz andere Form.

Verwechslungsgefahr Maiglöckchen:

Das Maiglöckchen erscheint zwar später als der Bärlauch, aber auch hier kann es zu Verwechslungen kommen. Denn das Maiglöckchen entwickelt ähnlich aussehende Blätter. Allerdings sind diese geruchlos und sehen – wenn man genau hinschaut – auch anders aus. Während die Blätter des Bärlauchs einen recht langen Stiel haben und schnell vom dünnen Stiel auf die volle Breite des Blattes übergehen, verläuft beim Maiglöckchen der Übergang vom Stiel zur gesamten Blattbreite allmählich. Ein weiteres Merkmal ist die glänzende Oberseite der Maiglöckchen-Blätter. Beim Bärlauch glänzt sie nicht.Zudem kommen die Blätter des Maiglöckchens aus einem gerollten Blatt. Während der Bärlauch immer viele Blätter entwickelt, finden sich beim Maiglöckchen immer nur 2-3 Blätter.Jedes Maiglöckchen hat zwei Blätter die aus einem zusammengerollten Blatt kommen. Beim Bärlauch erscheint jedes Blatt mit einem eigenen Blattstiel. Zwar erscheinen Maiglöckchen viel später im Frühjahr als der Bärlauch; trotzdem kommt es gerade zwischen diesen beiden Pflanzen häufig zu Verwechslungen, weil die Blätter ähnlich aussehen. Im Gegensatz zum Bärlauch glänzt die Oberseite der Blätter des Maiglöckchens. Die beiden Blätter des Maiglöckchens umfassen den Stängel. Zudem treten sie aus einer zusätzlichen Blattscheide aus. Diese Blattscheide kann man auf dem Bild bei zwei Pflanzen auf der rechten Seite erkennen. Also: Genau hinsehen!

Beim Bärlauch ist jedes Blatt samt dem zugehörigen Blattstiel zu sehen. Auf dem Bild erscheinen neben den einzelnen Laubblättern  auch schon die ersten Blütenstiele mit den noch von Hüllblättern umgebenen Blütenständen.  Nochmals: Jedes Blatt kommt beim Bärlauch einzeln aus dem Boden! So sammelt man Bärlauch richtig: Blatt für Blatt ernten, den Stiel beim Blatt belassen, dass man vor seiner Verwendung nochmals genau prüfen kann, ob sich auch kein anderes Blatt „eingeschlichen“ hat. Ein offenes Behältnis ist ebenfalls von Vorteil, da hier im Gegensatz zu einer Plastiktüte die Blattstruktur erhalten bleibt.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass der Bärlauch den Bestimmungen des Naturschutzgesetzes unterworfen ist. Auch beim Bärlauch gilt, dass er nur für den Eigenbedarf gesammelt werden darf. Wer dies gewerblich tut, braucht dafür eine behördliche Genehmigung.

 

Abschließend sei erwähnt, dass alle gesammelten Wildkräuter vor ihrer Verwendung gründlich gewaschen werden sollten!

 

Es ist mal wieder Frühling!

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In diesem Jahr war der Februar recht nass, kalt und stürmisch. Auch die vergangenen Tage waren nicht frühlingshaft. Trotzdem stand schon seit einigen Tagen der Frühling im Kraichtal in den Startlöchern. Und immer wieder sorgte der dringend benötigte Regen dafür, dass die Sonne sich nur recht selten zeigen konnte. Im Vergleich zum letzten Jahr wurde die Hoffnung auf frühlingshaftes Wetter auf manch harte Probe gestellt.Auch den Sträuchern und Bäumen konnte man ansehen, dass sie schon für den Frühling bereit waren. Die Knospen waren schon prall gefüllt – und bei einigen Sträuchern zeigten sich die ersten Blätter. Und in den Regen- und Windpausen war schon ab und zu der Gesang der ersten Vögel zu hören.  Und seit einigen Tagen stellte sich auch die Singdrossel wieder im Kraichtal ein – und lässt seither ihr melodisches Lied ertönen.Auch das Goldammer-Männchen trägt schon sein Frühlings-„Prachtkleid“. Obwohl es leicht regnet, markiert es mit seinem Gesang schon heftig sein künftiges Brutrevier. Und auch sein Weibchen ist immer in der Nähe. Bald werden sie mit dem Nestbau und der Brut beginnen.  Aber auch die Pflanzenwelt zeigt sich startbereit:Die Kornelkirsche war in diesem Jahr wieder die erste, die gelbe Tupfer in die Feldhecken im Kraichtal zauberte. Schon bald werden auch Kirschpflaume und Schlehe mit ihren Blüten die Landschaft im Kraichtal bereichern.Die Kirschpflaume eröffnet die weiße Blütenfülle schon einige Tage vor den Schlehen. Dazu kommen in den Dörfern und Gärten zahlreiche Kulturformen der Kirschpflaume, die fast das gesamte Farbenspektrum von Weiß nach Rot abdecken.Und da geschieht es endlich: Pünktlich zu Frühjahres-Beginn lässt sich die Sonne blicken. Und schon haben einige Schwarzdornsträucher die ersten Blüten geöffnet. Noch ein paar Tage, dann verwandeln sich die Schlehenbüsche im ganzen Kraichtal  in „weiße Wolken“ in der Landschaft. Eine unglaubliche Anzahl an Blüten überzieht die Zweige der Kirschpflaumen und Schlehen mit ihrer weißen Pracht. Und schon sind die ersten Hummeln, Bienen und Schmetterlinge zu sehen, die sich am reichen Blütenangebot mit Pollen und Nektar bedienen.Jetzt blühen sie nur vereinzelt: Doch das Scharbockskraut wird in den nächsten Tagen ganze Raine entlang der Feldhecken in gelbe Teppiche verwandeln.Der Persische Ehrenpreis ist eine der ersten Blütenpflanzen, die sich im Frühjahr oft schon in großen Mengen auf den Feldern zeigt. Die Pflanze stammt eigentlich aus Asien – und kommt bei uns vor, weil sie – wie man sagt – vor einigen Jahrzehnten aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe ausgebüxt sein soll. Inzwischen hat sie sich bei uns massenhaft verbreitet und ist inzwischen ein typischer Vertreter der heimischen Pflanzenwelt im Frühjahr.Und wie immer erscheint auch das Märzveilchen pünktlich zum Beginn des Frühjahres im Kraichtal. Ohne das Veilchen mag man sich bei uns das Frühjahr kaum vorstellen. Im Kraichtal gibt es zahlreiche Veilchen-Arten. Das Märzveilchen erscheint aber besonders früh – je nach Witterung – Ende Februar/Mitte März im Kraichtal. Man kann es auch am typischen Veilchen-Geruch erkennen, wie seinem zweiten Namen „Wohlriechendes Veilchen“ zu entnehmen ist.

Auch Buntspechte müssen immer auf der Hut sein

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Im Erlenbruchwald hat sich ein Buntspecht-Pärchen hinter zahlreichen Büschen auf die ausladenden Äste einer alten, teilweise morschen Weide zurückgezogen. In der Nähe befindet sich ihre Nisthöhle, an der sie gerade gearbeitet haben. Jetzt, Mitte März, bereiten sie sich schon intensiv auf die Brutzeit vor. Der Frühling naht, obwohl der Winter ab und zu noch seine Muskeln spielen lässt. Der Schwarze Holunder im Vordergrund treibt schon zaghaft die ersten Blättchen aus. Und die beiden Altvögel scheinen sich gerade auszuruhen. Auf dem oberen Ast sitzt das Männchen, erkennbar an dem roten Streifen im Genick. Ein Stockwerk tiefer befindet sich das Weibchen. Man kann es daran erkennen, dass der rote Streifen am Kopf fehlt.So geht das eine ganze Weile. Die Beiden scheinen völlig entspannt auf der alten Weide die Ruhe in ihrem Versteck zu genießen.Das Weibchen schmiegt sich an den mit Moos bedeckten Ast. Auch das Männchen scheint völlig ruhig zu sein.Dann läuft das Weibchen auf dem Ast nach oben. Wie bei den Buntspechten üblich erfolgt die Fortbewegung „ruckweise“, immer unterbrochen von prüfenden Blicken in die Umgebung.Oben angekommen, schaut sich das Weibchen um. Hier hat sie ein größeres Blickfeld in die Umgebung.Und dann geschieht es: Plötzlich duckt sich das Weibchen und drückt sich an den Ast.In dieser Stellung verharrt sie einige Sekunden völlig regungslos.Aber sie bleibt fluchtbereit. Die Beinstellung verrät, dass sie jederzeit aufspringen und flüchten könnte. Noch verharrt sie in dieser Stellung. Dann springt sie nach links dem Ast entlang, hüpft auf einen anderen Ast und versteckt sich dort. Und bevor sie sich endgültig hinter dem Ast versteckt, schaut sie sich nocheinmal um.Jetzt scheint sie in Sicherheit und außer Sicht.  Sie behält aber die Umgebung im Auge. Und das Männchen? Es hat natürlich die Reaktion des Weibchens registriert. Noch fühlt es sich auf seinem Ast sicher. Doch ein prüfender Blick nach oben zeigt ihm, dass auch er aufpassen muss. Über dem Wäldchen kreist ein Rotmilan. Also geht auch er in Deckung. Wie das Weibchen zuvor duckt er sich an den Ast und bewegt sich nicht.Nach einer Weile schaut er sich wieder um. Die Gefahr scheint vorbei. Der Rotmilan ist mittlerweile abgezogen.

Glück gehabt! Der Rotmilan zog jetzt an anderer Stelle seine Kreise in der Luft. Tatsächlich müsssen die Buntspechte vor allem auf Feinde in der Luft achten (Habicht, Sperber), aber auch Marder können während der Brutzeit für das Gelege oder die Nestlinge zur Gefahr werden.