Autor:teddy

Wie man sie leicht unterscheiden kann: Aaskrähe, Saatkrähe und Dohle

Aaskrähe, Saatkrähe und Dohle sind drei  heimische Vertreter aus der Vogelfamilie der Krähenverwandten. Was viele nicht wissen: Diese drei Arten gehören zu den Singvögeln.  Alle haben alle ein metallisch schimmerndes Gefieder, das sich je nach Lichteinfall im Aussehen verändern kann. Aaskrähen, Saatkrähen und Dohlen sehen ähnlich aus, lassen sich aber relativ leicht unterscheiden, wenn man die Form des Schnabels und des Kopfes betrachtet Auch bei der Art ihrer Fortbewegung gibt es deutliche Unterschiede:

Aaskrähe:Kopf- und Schnabelform: Der obere Teil des Kopfes ist bei der Aaskrähe rund. Der Schnabel ist dick und vorne nach unten gebogen. Der Schnabelgrund ist befiedert, die Atemlöcher sind nicht sichtbar. Der ganze Schnabel ist schwarz.

Fortbewegung:  Aaskrähen hüpfen meist vorwärts; sie gehen manchmal bei der Futtersuche, Saatkrähen gehen. dabei zeigen sie den typisch schaukelnden Gang.

Aaskrähen kann man bei uns im Kraichtal manchmal im „Luftkampf“ mit Greifvögeln beobachten, die sie nicht in ihrem Revier dulden wollen. Dabei sind sie wegen ihrer Hartnäckigkeit oft erfolgreich. Hier sind gerade zwei Aaskrähen bei einer solchen Aktion mit einem Rotmilan zu sehen.

Aaskrähen sind etwas größer als die Saatkrähen. Aaskrähen trifft man meist paarweise,  in kleineren Gruppen oder manchmal auch einzeln an. Man sieht sie überall in der Feldflur, wo sie nach Nahrung suchen.  Aaskrähen sind Allesfresser. Bei ihrer Ernährung greifen sie jeweils auf das vorhandene Nahrungsangebot zurück. So sind im Herbst und Winter vorwiegend Feldfrüchte, aber auch Kleinsäuger und Aas sowie organischer Abfall auf ihrer Speisekarte. Mit dem Erscheinen der Insekten im Frühjahr und dem Beginn der Brutsaison bei den Singvögeln holen sie sich auch gelegentlich Eier aus den Nestern und vertilgen Insekten und deren Larven. Bei uns im Kraichtal sind sie das ganze Jahr über anzutreffen.

Saatkrähe:Kopf- und Schnabelform: Bei der Saatkrähe ist der obere Teil des Kopfes spitz und nicht rund. Der Schnabel ist lang, spitz und etwas gebogen. Die Schnabelwurzel ist weiß und die Schnabeloberseite ist nicht befiedert. Die Atemlöcher sind sichtbar. Bei Altvögeln ist der Schnabelgrund grindig weiß.Schwieriger kann es aber bei jungen Saatkrähen werden. Diese kann man anfangs durchaus mit jungen Aaskrähen verwechseln. Denn erst mit ca. 8 Monaten sehen sie wie Altvögel aus. So ist der Schnabelgrund dieser Saatkrähe noch leicht befiedert, aber an der spitzen und kaum gebogenen Schnabelform kann man sie jetzt schon von einer Aaskrähe unterscheiden. Zudem ist der obere Teil des Kopfes nicht rund sondern spitz.

Fortbewegung: Saatkrähen bewegen sich im „Schaukelgang“ gemächlich voran und hüpfen nicht.

Saatkrähen kommen meist in ganzen Schwärmen aus Norden und Osten bei uns an. Wenn man also große Ansammlungen von schwarzen Vögeln sieht, handelt es sich meist um Saatkrähen. Man kann sie bei uns im Kraichtal von November bis März in der Feldflur beobachten. Die Saatkrähen ernähren sich überwiegend von Pflanzenteilen, aber auch zu einem großen Teil von Tieren, die sie im Boden aufstöbern. Schnecken, Insekten und deren Larven, Regenwürmer und andere Kleintiere. Dadurch sind sie nützliche Vertilger von Kulturschädlingen. Allerdings richten sie, wenn sie in Massen vorkommen, auch Schäden bei den Kulturpflanzen an. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie – wie es bei den Saatkrähen üblich ist – die Felder gezielt absuchen. Saatkrähen sind etwas kleiner als die Aaskrähen. Im April fliegen die Aaskrähen wieder in ihr Sommerquartier. Wenn Saatkrähen in Städten ihr Quartier aufschlagen, können sie dort wegen ihrer Schwarmgröße ebenfalls zur Plage werden.

Dohle:Kopf- und Schnabelform: Der Schnabel der Dohle ist kurz und spitz. Der Kopf ist wie bei der Aaskrähe rund. Auffallend sind jedoch ihre Augen mit der hellen Iris. Ein weiteres Kennzeichen ist der graue Hinterkopf mit der schwarz befiederten Kopf-Vorderseite.Die Dohle ist viel kleiner als die Aaskrähe oder die Saatkrähe. Sie ist ungefähr so groß wie eine Taube. Außer einer Kolonie im Kraichtal sind die meisten Dohlen bei uns nur im Winterhalbjahr anzutreffen. Meist sind sie mit den Saatkrähen vergesellschaftet. Dohlen haben in etwa das gleiche Nahrungsspektrum wie die Aas- und Saatkrähen.

Fortbewegung: Da sie viel kompakter gebaut sind, können Dohlen sich sehr schnell fortbewegen. Mit ihren kurzen Flügen überholen sie oft die Saatkrähen bei der Futtersuche. Auch im Flug sind sie sehr wendig und geschickt. So gelingt es ihnen immer wieder, vor den großen Krähen bei der Nahrungsquelle zu sein und diese dann auch zu ergattern.

Auch Saatkrähen mögen Walnüsse

Jedes Jahr im Herbst kommen große Schwärme von Saatkrähen zu uns ins Kraichtal. Unsere Landschaft mit den zahlreichen Hecken und Streuobstwiesen, aber auch die frisch auf den Winter vorbereiteten Ackerflächen kommen ihnen zugute. In den Schwärmen fliegen oft auch zahlreiche Dohlen mit, die bei uns überwintern. Wie die Saatkrähen verschwinden sie wieder Ende März/Anfang April. Während die Saatkrähen bei uns im Kraichtal meist aus Ost- und Nordosteuropa stammen, gibt es in anderen Gegenden Deutschlands schon ganzjährige Bestände von Saatkrähen. In vielen Städten haben sich große Schwärme gebildet, die dort leicht an Nahrung kommen können. Und dort werden sie manchmal zu einer erheblichen Belästigung und Belastung für die dort lebenden Menschen. Saatkrähen kann man leicht an ihrem Schnabel erkennen. Bei erwachsenen Krähen ist der Schnabelgrund weiß und nackt; das Nasenloch ist zu sehen. Der Schnabel ist spitz und nicht so kräftig wie bei einer Aaskrähe – und er ist nicht so stark nach unten gebogen wie bei dieser.Eine Saatkrähe hat eine Walnuss gefunden und wil sie natürlich öffnen. Dazu hat sie sich einen Platz in einem alten Walnussbaum gesucht.Da die Saatkrähe kein Specht ist, hat sie Schwierigkeiten damit, gibt aber nicht auf. Immer wieder hackt sie mit ihrem spitzen Schnabel auf die Nuss ein. Offenbar ist es ihr gelungen, ein kleines Loch in die Schale zu hacken. Das hat auch eine Blaumeise bemerkt, die anfliegt und hofft, etwas von der Nuss abzubekommen. Während die Saatkrähe versucht, die Öffnung der Nuss zu erweitern, landet die Meise auf einem benachbarten Ast, um die ganze Angelegenheit weiter zu beobachten. Mit Hilfe des pinzettenartigen, spitzen Schnabels scheint ihr Vorhaben zu gelingen.Aber nun geht die Bearbeitung weiter. Inzwischen ist die Meise weggeflogen, weil die Saatkrähe offenbar keinen Erfolg hat. Immer wieder bearbeitet sie die Nuss und hackt auf sie ein.Nach einer Weile packt die Krähe die Nuss und fliegt mit ihr auf das benachbarte Zwischenfruchtfeld. Dort verschwindet sie im Pflanzengewirr ….Wahrscheinlich wird sie die Nuss dort verstecken ….

Fast so wie im Kinderlied: „Fuchs, du hast den Schwanz verloren…..“

Der Rotfuchs – oder einfach „Fuchs“, wie er bei uns genannt wird, ist im Kraichtal noch recht häufig.  Allerdings lebt er versteckt und verborgen.  Es gibt nur relativ wenige Menschen, die den Fuchs draußen in der Natur gesehen haben. Denn normalerweise braucht man viel Glück, um einen Fuchs tagsüber in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen. Füchse gehören innerhalb der Säugetiere zur Familie der Hunde. Der Rotfuchs ist demnach der größte in Europa vorkommende Wildhund. Doch manchmal kommt es zu überraschenden Begegnungen, wie dies hier der Fall war. Schon einige Wochen zuvor war mir in dem Gebiet mehrmals ein junger Fuchs aufgefallen, dem der Großteil des Schwanzes fehlte. Allerdings verschwand er jeweils so schnell, dass ich ihn nicht fotografieren konnte. Heute hatte ich wieder mal Glück: Ein junger Fuchs ging an einem Wegrain in der Feldflur auf Mäusejagd. Er hatte sich die sonnenbeschienene Feldseite ausgesucht, weil dort  nach einer recht kalten Frostnacht offenbar viele Mäuse unterwegs waren. Doch bei einem seiner Jagdsprünge konnte ich erkennen, dass es der Fuchs war, den ich schon Wochen zuvor gesehen hatte. Er hatte also schon mehrere Wochen überlebt. Über den Grund des Verlustes des langen, buschigen Schwanzes lässt sich nur spekulieren . Nun muss der junge Fuchs die Mäusejagd auch mit dem verbliebenen Schwanz lernen, da die Nager bei Füchsen ganz weit oben auf der „Speisekarte“ stehen. Verhungern dürfte der Fuchs aber nicht, da er bei der Auswahl seiner Nahrung nicht zimperlich ist – und eigentlich alles frisst, was verwertbar ist.Offenbar hat er eine Maus gehört. Er setzt zum Sprung an. Der Blick ist gespannt nach vorn gerichtet.Ein Satz, ein kurzer Ruck  – und der Kopf des jungen Fuchses verschwindet im Gras. Er hat offenbar etwas gepackt.Er dreht sich. Immer wieder verschwindet der Kopf des Fuchses im Gras. An der Art der Kopfbewegungen konnte man erahnen, dass er Beute gemacht hat.Dann – nach einer Weile tauchte er wieder auf und schleckte  sich das Maul ab. Anscheinend war er bei seiner Jagd mal wieder erfolgreich.Und schon nimmt er die nächste Maus wahr. Die Art, wie sich der Fuchs bewegte, sein offenbar guter Ernährungszustand und sein gepflegtes Fell lassen darauf schließen, dass es ihm derzeit ganz gut geht.Bleibt zu hoffen, dass er den kommenden Winter und die nächsten Jahre gut übersteht …… Tatsächlich wird entscheidend sein, ob er den Verlust seines Schwanzes irgendwie ausgleichen kann. Denn der lange, buschige Schwanz hat beim Fuchs eine sehr große Bedeutung: Er hilft dem Fuchs, in schwierigem Gelände das Gleichgewicht zu bewahren, beim Jagdsprung die Richtung einzuhalten, mit seinen Artgenossen zu kommunizieren, seine Duftstoffe zu verteilen, aber auch als Kälteschutz im Winter, wenn Füchse sich normalerweise beim Schlafen einrollen und dabei ihre Schnauze und Gesicht mit dem Schwanz bedecken – und dadurch sowohl eine Vorwärmung der Atemluft erreichen als auch eine allzu starke Auskühlung vermeiden können.

Es gibt einen weiteren Beitrag zum  Fuchs  in diesem Blog.

 

Soll man die Vögel jetzt schon füttern? Ein Kleiber an der Futterstelle

Es ist ein alter Streit unter Vogelliebhabern: Soll man Vögel füttern – oder nicht? Der weithin anerkannte Vogelkundler und Verhaltensforscher Prof. Dr. Peter Berthold, der sich schon seit vielen Jahren mit diesem Thema befasst, hat in seinem Buch „Vögel fütttern – aber richtig!“ viele Fakten zu diesem Thema zusammengetragen. Und schon der Titel gibt das Fazit wieder: „Vögel fütttern – aber richtig!“ Er spricht sich darin – schon wegen der deutlich veränderten Umwelt-Situation eindeutig für die Ganzjahres-Fütterung von Vögeln aus. Und er findet dafür immer mehr Zustimmung in der Fachwelt.  Allerdings, die Vögel müssen richtig gefüttert werden. Das bedeutet: Notwendige Hygiene, Schutz vor Nässe, artgerechte Futterwahl und – wenn die Fütterung einmal begonnen hat – eine dauerhafte Verfügbarkeit des Futterangebotes.Wie das geht, zeigt dieses tolle Beispiel, das man bei der Sternwarte in Kraichtal Oberöwisheim bewundern kann. Dieses selbstgebaute Futtersilo erfüllt meiner Meinung nach  alle Vorgaben, welche eine Futterstelle haben muss. Dieses Silo ist offenbar eine Weiterentwicklung der bisherigen Futterbehälter,  die ebenfalls ein Eigenbau waren, Futtersilo 2.0, gewissermaßen. Hier können sich verschiedene Vogelarten am bereitgestellten Futter bedienen. Das Silo ist so konstruiert, dass Verschmutzungen und Nässe vermieden werden können. Das Futter kann nur mit dem Schnabel erreicht werden. Die Vögel können den abgetrennten Futterbehälter nicht betreten,  also auch das Futter nicht mit  Schmutz oder  Kot verunreinigen. Zudem finden sie durch die beiden schlitzförmigen Wasserablauf-Rinnen einen festen Halt im Einflugbereich. Je nach der Zusammensetzung der Futtermischung kann an viele Vogelarten ein breites Angebot gegeben werden. Wenn zum Beispiel Haferflocken, Fettfutter und ähnliches in der Futtermischung enthalten sind, bleiben auch Insektenfresser nicht außen vor. Was auf den Boden unterhalb der Futteranlage fällt, wird zum Beispiel vom Eichelhäher oder von Amseln eingesammelt. Und falls sich nachts Mäuse an den unten liegenden Futterresten bedienen, haben auch Eulen etwas davon. Bei einer solchen Futterstelle, wie sie bei der Sternwarte am Waldrand steht, ist dies durchaus denkbar. Aber auch Rotkehlchen stellen sich bei der Futterstelle ein. Darüber hinaus erfordert die Futteranlage wegen der relativ großen Kapazität von mehreren Kilogramm Futter kein häufiges Nachbefüllen – und gewährt somit die Verfügbarkeit über einen längeren Zeitraum. Tägliches Befüllen kann also entfallen; eine Entlastung  –  vor allem für den fütternden Vogelfreund! Und hier ein Beispiel, wie sich ein Kleiber am Futterangebot bedient:Hier hat sich ein Kleiber gerade einen Sonnenblumenkern geholt. Allerdings will er sich den Kern noch zurechtlegenDabei gleitet ihm der Sonnenblumenkern aus dem Schnabel.Doch, schon hat er ihn wieder. Und jetzt liegt der Sonnenblumenkern richtig im Schnabel. Der Kleiber ist ein ausgesprochen guter Flieger.Und jetzt fliegt er mit seiner „Beute“ an einen Platz, wo er den Kern entweder frisst – oder in einem geeigneten Versteck deponiert, wie dies bei Kleibern häufig vorkommt. Denn, wenn er viel Futter findet, legt er sich verschiedene Nahrungsverstecke für Notzeiten an.Und schon ist er wieder da, um sich erneut am reichhaltigen Futterangebot zu bedienen. Übrigens, während der Aufnahmen kamen auch zahlreiche Kohl- und Blaumeisen und 2 Sumpfmeisen an die Futterstelle. Am Boden holte sich ein Eichelhäher die dort befindlichen Futterreste.Das Bild zeigt, dass die Futterstelle von den Vögeln gut angenommen wird. Tatsächlich stellen sich  Kohl-und Blaumeisen, Grünfinken, Kleiber, Stare, aber auch Spechte regelmäßig ein.

TIPP: Es gibt schon einen Beitrag zu diesem Thema im Blog: Vogelfütterung

Und hier ein tolles Angebot vom Erfinder und Konstrukteur des Silos: Wer das Futtersilo nachbauen möchte, der findet   hier   eine ausführliche und sehr gut bebilderte Bauanleitung mit Material-Liste! Besser geht’s nicht !!!

 

Er ist bei uns nicht sehr häufig zu finden: Specht-Tintling

Der Specht-Tintling gehört innerhalb der Pilze zur Familie der Mürblingsverwandten und kommt in unseren Wäldern vereinzelt vor, weil er kalkhaltige Böden mag. Der Hut ist gerieft und anfangs noch ganz weiß. Mit dem Ausbreiten des Hutes bricht auch  die Pilzhaut auf – und der Pilz bekommt dadurch sein charakteristisches Aussehen. Die weiß-cremefarbenen  Reste der Huthaut bleiben auf dem dunkelbraunen Hut kleben. Weil der Pilzhut mit diesen Hautresten dann ähnlich  wie ein Spechtgefieder aussieht, bekam er auch seinen Namen. In manchen Gegenden heißt er wegen dieser Musterung  auch „Elster-Tintling“.Bei uns ist er in den typischen Buchenwäldern zu finden. Er mag Lehmböden und gilt als Kalkzeiger. Hier steht der Specht-Tintling am Rande eines Grabens entlang eines Waldweges in einem Buchenbestand. Ein Blick von oben auf den Specht-Tintling. Deutlich ist der weiß-beflockte dunkelbraune Hut sichtbar, an dem man auch noch die Riefen erkennen kann. Später löst sich der Hut vom Rand her schwarz tropfend auf. Daher auch der Name „Tintling“. Übrigens: Der Specht-Tintling ist ungenießbar.Das Gefieder des Mittelspechtes zeigt ein ähnliches Muster wie man es beim Hut eines Specht-Tintlings vorfindet.

 

Auch die Grasfrösche bereiten sich auf den Winter vor

Der Grasfrosch gehört zu den Braunfröschen. Wie viele Froscharten verbringt der Grasfrosch die überwiegende Zeit des Jahres an Land. Lediglich in der Paarungszeit und der Zeit der Eiablage bleiben sie in Gewässernähe. Dabei findet man sie an allen Arten langsam fließender oder stehender Gewässer. Meistens stellen sie sich aber an kleinen Teichen und Weihern ein. Diese sollten von der Sonne beschienen werden, aber trotzdem  nicht oder nur ganz selten trocken fallen. Nach der Paarungszeit und Eiablage wandern sie oft in umliegende Flächen ein oder bleiben in der Nähe der Gewässer. Gegen Herbstende suchen sich die Grasfrösche ein frostsicheres Versteck zum Überwintern. Oft wandern sie dann schon in Richtung ihres Laichgewässers, dem sie treu bleiben. Deswegen sind sie oft die ersten Lurche, die sich im Frühjahr an ihrem Laichgewässer einfinden. Tatsächlich entstanden die Fotos in der Nähe eines Kleingewässers, in welchem im Frühjahr einige Laichballen des Grasfrosches zu finden waren. Leider ist das Gewässer aber im Laufe des Sommers ausgetrocknet. Ob die darin befindichen Froschlarven noch rechtzeitig ihre Entwicklung vollenden konnten, ist unklar.Dieser Grasfrosch lebt im Laubmischwald. Man kann ihn auch an der relativ kurzen und stumpfen Schnauze erkennen, welche bei anderen Braunfröschen spitz verläuft. Die Färbung der Grasfrösche kann stark variieren. Die Oberseite ist manchmal gelb, rot, olivbraun oder dunkelbraun gefärbt. Ein Erkennungmerkmal sind die sich im Schulterbereich nähernden Rückenleisten, die dann fast wie ein Dreieck aussehen. Weitere Merkmale der Braunfrösche sind die beidseitigen  dreieckigenSchläfenflecke mit dem darin befindlichen Trommelfell  – und die Querstreifung der Hinterbeine.In diesem Waldteich, der in diesem Sommer allerdings völlig austrocknete, fanden sich im Frühjahr eine Menge Laichballen. Inzwischen führt er wieder etwas Wasser.

 

Es gibt im BLOG einen weiteren Beitrag zum Grasfrosch

Er ist der Pilz des Jahres 2019: Grüner Knollenblätterpilz

Er ist zwar Pilz des Jahres 2019, doch er ist hochgiftig. Sein Verzehr kann schon in geringen Mengen zum Tod führen. Trotzdem gehört er zur Pilzflora im Kraichtal. Jeder, der hier bei uns Pilze sammeln geht, sollte deswegen diesen Pilz unbedingt kennen, zumal es immer wieder zu Verwechslungen mit anderen Pilzen kommen kann. Bei uns erscheinen die Fruchtkörper von Ende Juli bis Ende Oktober/Anfang November.Der Hut ist bis zu 15 cm breit. Die Haut ist glatt und glänzt leicht. Die Färbung reicht von gelbgrün bis braunoliv. Dabei ist der Hutrand heller gefärbt als die Hutmitte.Die Lamellen sind weiß. Der Stiel wird ca. 15 cm hoch und zeigt ein olivgrünes Muster. Man sagt, der Stiel ist „genattert“. Damit meint man das zickzackförmige rund um den Stil verlaufende Muster. Die Stielbasis bildet eine Knolle, welche in einer häutigen Scheide steckt.Hier sieht man die dunklere Hutfärbung in der Mitte des Hutes.  Auf keinen Fall ist Entwarnung gegeben, wenn ein Pilz – wie es hier der Fall ist – Fraßspuren von Schnecken aufweist. Dies ist kein Indiz für die Gefährlichkeit eines PilzesDie weißen Lamellen des Knollenblätterpilzes sind ein weiteres Unterscheidungsmerkmal gegenüber einigen Champignon-Arten. Trotzdem sollte man keine jungen Champignons, bei denen der Hut noch geschlossen ist, sammeln, weil auch diese noch keine gefärbten – oder nur schwach gefärbte Lamellen aufweisen.Die Stielknolle steckt in einer häutigen Scheide. Hier wird auch deutlich, weswegen man beim Sammeln immer den ganzen Pilz entnehmen sollte, damit man erkennen kann, ob eine Stielknolle in einer häutigen Scheide steckt.

Wie schon gesagt genügen kleinste Mengen für eine tödliche Wirkung. Problematisch ist, dass die Vergiftungssymptome erst nach Stunden auftreten, wenn die Wirkstoffe schon ins Blut gelangt sind. Wenn nicht sofort intensiv-medizinische Maßnahmen erfolgen, kommt es zum Leber- und dadurch bedingtem Multi-Organ-Versagen.  Deswegen gilt als oberste Vorsichtsmaßnahme: NUR PILZE SAMMELN, DIE MAN  GANZ GENAU KENNT!!!

Hier finden Sie zum Thema weitere BLOG-Beiträge:

Was man beim Sammeln von Pilzen beachten sollte

Grüner Knollenblätterpilz

Gelber Knollenblätterpilz, weiße Form

Der Gelbe Knollenblätterpilz gehört zur Pilzfamilie der Wulstlingsverwandten. In der Farbe variiert er von zitronengelb bis blass-weißlich. Kennzeichen sind die weißen Reste der Pilzhülle auf dem Hut. Die Lamellen sind weiß. Bei uns im Kraichtal ist er in diesem Jahr sehr häufig zu finden. Je nach Witterung erscheinen die Fruchtkörper von Juni bis in den Winter hinein in den Wäldern. Kennzeichen sind die weißen Reste der Pilzhülle auf dem Hut. Die Lamellen sind weiß. Der Hautring am Stiel ist gleichmäßig geformt. Bei der weißen Form des Gelben Knollenblätterpilzes fehlt der gelbe Farbstoff. Deswegen hat diese Farbvariante einen blass-weißen Hut und auch einen blassweißen Stiel.Die Stielbasis ist knollig. Der Stiel steckt fest in der Scheide, die deutlich vom Stiel abgesetzt ist. Im Gegensatz zum Grünen Knollenblätterpilz ist der Gelbe Knollenblätterpilz nur in rohem Zustand giftig, weil dessen Gift durch das Erhitzen unschädlich wird. Wegen der hohen Verwechslungsgefahr mit den anderen Knollenblätterpilz Arten – und weil er  ohnehin nicht gut schmeckt – sollte man ihn weder sammeln noch essen.

Tipps: Was man beim Sammeln von Pilzen beachten sollte

Spitzschuppiger Stachel-Schirmling

Der Spitzschuppige Stachel-Schirmling ist mit dem Riesen-Schirmpilz verwandt und gehört  zur Familie der Champignonverwandten. Im Kraichtal ist er derzeit sehr häufig in den Wäldern zu finden, wo er entlang der Wegränder oft in größeren Gruppen steht. Er ist kleiner als der Riesen-Schirmpilz. Er ist kein Speisepilz; wenn er verzehrt wird, kann er in Verbindung mit Alkohol Vergiftungen hervorrufen. Man kann ihn an mehreren Merkmalen vom Riesenschirmpilz unterscheiden. Er wird nur ungefähr 10 cm hoch und der Hut erreicht einen Durchmesser bis ca. 15 cm. Der Hut ist mit bräunlichen, spitzen kleinen Schuppen bedeckt, die wie kleine Stacheln aussehen. Beim Riesenschirmpilz sind sie eher flockig.Hier sind die spitzen, über den gesamten Hut verteilten spitzen Schuppen zu sehen.Auf der Unterseite des Pilzes kann man die zahlreichen, dicht stehenden weißen Lamellen sehen. Am unteren Rand des Hautrings sieht man die braunen Schuppen. Oberhalb des Hautringes ist der Stiel cremefarbig, unterhalb entspricht die Stielfarbe der des Hutes. Tatsächlich kann man bei jungen Exemplaren den Pilz mit dem Riesenschirmpilz verwechseln, doch kann man beim Riesenschirmling den Hautring verschieben, was beim Stachel-Schirmling nicht möglich ist. Auch im Geruch unterscheiden sie sich deutlich. Der Riesenschirmpilz riecht angenehm, während das weiße Fleisch des Stachelschirmlings unangenehm riecht. Je nach Witterung kann man den Stachel-Schirmpilz bei uns bis in den Winter hinein finden.

 

Tipps: Was man beim Sammeln von Pilzen beachten sollte

Schön – aber auch ganz schön giftig: Satanspilz oder Satansröhrling

Der Satansröhrling kommt im Kraichtal gelegentlich vor. Er gehört innerhalb der Pilze zur Familie der Dickröhrlingsverwandten und wächst in Laubwäldern, wo es kalkhaltige Böden gibt. Es ist ein schöner Pilz.  Aber: Er ist giftig! Es gibt einige Arten, die dem Satanspilz ähneln; diese entwickeln aber Fruchtkörper mit braunen Hüten oder anders gefärbte Stiele.  Bisher sind keine tödlichen Vergiftungen durch den Pilz aufgetreten. Dennoch verursacht das Gift schwere Magen- und Darmprobleme. Deswegen: Nur Pilze  sammeln und  verzehren, die man wirklich kennt!Bei jüngeren Exemplaren sieht der Hut noch wie eine Halbkugel aus. Später breitet er sich aus und kann sehr groß werden. Die Poren sind anfangs noch gelb, später verfärben sie sich rotDer Stiel ist gelb und ist von einem roten Netz überzogen. Bei alten Satanspilzen ist der Stiel blutrot gefärbt. Allmählich beginnt sich auch hier der Stiel rot zu färben.In jungem Zustand sieht der Hut des Satanspilzes wie ein Schotterstein aus. Die Röhren an der Unterseite des Hutes sind anfangs gelb, später werden sie rot. Hier kann man die Röhren sehen, die am Rand noch gelb sind. Später wird die gesamte Hut-Unterseite blutrot gefärbt sein. Diese Aufnahme wurde 4 Tage später gemacht als die übrigen Bilder. Man sieht schon deutliche Unterschiede in der Intensität der Stiel-Färbung.14 Tage später: Der Hut hat sich ausgebreitet und ist jetzt hellgrau-braun-grünlich gefärbt. Teilweise zeigt er auch schon rote Verfärbungen auf der Hutoberfläche. Auf der Unterseite des Hutes sind gerade einige Schnecken am Werk. Auch der Stiel ist jetzt fast ganz rot.

Tipps: Was man beim Sammeln von Pilzen beachten sollte

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