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Nutria

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Die Nutria (oder Biberratte) ist ein Neuankömmling aus Südamerika und inzwischen bei uns eingebürgert. Im Gegensatz zu der aus Nordamerika eingeführten Bisamratte ist sie wesentlich größer und hat einen runden Schwanz. Der Schwanz der Bisamratte ist seitlich abeflacht. Das Vorkommen der Nutrias in Deutschland geht auf entflohene Tiere aus Pelztierfarmen oder bewusste Auswilderung einzelner Tiere zurück. Nutrias können Schäden in der Landwirtschaft und im Wasserbau verursachen; allerdings scheinen sie die noch gefährlicheren Bisamratten zu verdrängen. Nutrias gelten als invasive Art. Deswegen ist die Einfuhr und die Zucht verboten. In der Nähe von Ortschaften zeigen sie sich sehr zutraulich, vor allem, wenn sie gefüttert werden. Die Bilder entstanden am Kraichbach.

Die gelben Zähne sind ein weiteres Merkmal der Nutrias. Diese kommt von Eisenablagerungen, welche die Zähne härter machen. Nutrias sind Nagetiere.

 

Ihre Vorderbeine können sie wie Hände einsetzen.

Auch der runde Schwanz ist ein Merkmal der Nutrias. Bisamratten haben einen seitlich abgeflachten Schwanz, der Schwanz der Biber ist total flach.

Blütenpflanzen und Insekten

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Es ist kein Zufall, dass auf dem Bild der Blütenstand des Wiesensalbeis und eine Wildbiene zu sehen sind. Blütenpflanzen haben sich erst entwickelt, seit es Insekten gibt. Im Laufe der Entwicklung haben sich hochspezialisierte Beziehungen zwischen Pflanzen und den Insekten entwickelt; gerade der Wiesensalbei ist ein Paradebeispiel dafür. Im Kraichtal kann man viele Pflanzenarten entdecken, die alle eine wichtige Rolle im jeweiligen Öko-System haben. Es gibt nicht nur Pflanzen, die zur Fortpflanzung Insekten brauchen. Viele Pflanzen nutzen den Wind als Bestäuber. So kann jeder, der sich mit den Pflanzen beschäftigt, spannende Entdeckungen machen. Wegen der strukturierten Landschaft des Kraichgaus gibt es bei uns auch Pflanzenarten, die anderswo nicht mehr zu finden sind, darunter einige botanische Kostbarkeiten.

Schöne Aussichten

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Das Kraichtal ist Teil einer Landschaft, die manchmal als “ die Toskana Badens  “ bezeichnet wird. Wegen des fruchtbaren Lößbodens wird hier  intensiv Landwirtschaft betrieben; auch wächst hier ein sehr guter Wein. Daneben gibt es aber auch viele Bereiche, die nur extensiv genutzt werden. Viele sanfte Hügel mit zahlreichen Terrassen, Hohlwegen, Hecken, Streuobstwiesen, Weinbergen und Wäldern prägen das Gebiet. In den Bach- und Flussniederungen trifft man auf zahlreiche Feuchtgebiete, Auwälder, Teiche und kleine Seen mit einer ganz speziellen Tier- und Pflanzenwelt. Weil diese Landschaft so reich strukturiert ist, finden sich hier auch Tier- und Pflanzenarten, die man sonst nur selten entdecken kann. Und dann trägt auch noch das milde Klima dazu bei, daß hier eine großartige Landschaft voller Leben entstanden ist.

Nicht nur bei schönem Wetter und blauem Himmel bietet das Kraichtal atemberaubende Ausblicke ….

 

 

 

Blauflügelige Ödlandschrecke

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Die Blauflügelige Ödlandschrecke kommt auf warmen, kargen Vegetationsflächen  vor. In Deutschland gilt sie als bedrohte Art und steht deswegen auf der Roten Liste. Die Ödlandschrecke meidet geschlossene Pflanzendecken. Deswegen findet man sie auf dem Boden in Kies- und Sandgruben, aber auch auf steinigen Böden mit wenig Pflanzenbewuchs. Sie klettern selten auf Pflanzen. Ihren Namen hat sie, weil sie beim Auffliegen auf der Flucht ihre blauen Flügel zeigt. Das Weibchen ist größer als das Männchen. Beide sind jedoch durch ihre Färbung ideal an die verschiedensten Böden angepasst. Besonders auffallend ist ihr Fluchtverhalten. Die Fluchtdistanz ist äußerst gering; erst in „letzter Sekunde“ springt sie auf und kann mit Hilfe ihrer Flügel bis zu 10 m weit fliegen. Dann landet sie wieder auf einer freien Bodenfläche. Im Laufe ihrer Entwicklung kann sie auch noch ihre Farbe ändern; selbst erwachsene Tiere können dies noch tun. Deswegen treten viele verschiedene Farbmuster auf. Meist sind aber einzelne Teile des Körpers und der Gliedmaßen blau oder bläulich.

Ödlandschrecken bei der Paarung

Weibchen vorne, Männchen hinten

 

Mittelspecht

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Der Mittelspecht brütet meist  in alten Laubwäldern. Er ist kleiner als der Buntspecht. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt. Beim Männchen reicht der rote Scheitel etwas weiter nach hinten als beim Weibchen. Der Mittelspecht hat eine weiße Stirn und weiße Kopfseiten, der schwarze Wangenstreif fehlt. Der Hinterleib ist nicht rot sondern rosa gefärbt, der Bauch ist gestrichelt. In den letzten Jahren hat der Bestand des Mittelspechts bei uns wieder etwas zugenommen. Bei uns im Kraichtal kamen in den letzten Jahren vermehrt Bruten in den Streuobstwiesen vor.

Die Bilder zeigen Mittelspechte in einem alten Apfelbaum am Rande einer Streuobstwiese. Dass der Baum schon seit mehreren Jahren von Vögeln als Brutstätte genutzt wird, zeigen zahlreiche Nisthöhlen im Stamm und in den Ästen des Baums. Die jungen Mittelspechte sind fast flügge. Zwischen den Fütterungen durch die Altvögel schauen sie immer wieder aus der Nishöhle heraus. Die Brut verlief in diesem Fall erfolgreich. Schon eine Woche später war die Nisthöhle durch Stare belegt, die dort ebenfalls Junge aufzogen.