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Anis-Champignon

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Der Anis-Champignon unterscheidet sich vom Wiesenchampignon vor allem durch seinen anisartigen, würzigen Geruch. Darüber hinaus zeigt er oft gelbliche Verfärbungen auf dem Hut. Im Gegensatz zum Giftchampignon riecht er aber nicht nach Medizin oder Tinte –  oder sonst unangenehm.  Seine Lamellen sind hell- bis schokoladenbraun. Der Stiel weist am Ende eine knollenartige Verdickung auf, aber die Knolle steckt nicht in einer häutigen Hülle. Somit ist bei geöffnetem Hut kaum eine Verwechslung mit den Knollenblätterpilzen möglich. Dieser Pilz ist geradezu  ein Paradebeispiel dafür, dass es notwendig ist, gerade bei Champignons eine Geruchsprobe zu machen um Verwechslungen zu vermeiden.  Der Anischampignon wurde im Wald im Bereich eines Waldweges fotografiert. Laub- Nadel- und Mischwälder, aber auch Weiden sind mögliche Standorte des Pilzes. Er ist ein guter Speisepilz.

Um Verwechslungen und Vergiftungen zu vermeiden: Nur Pilze sammeln, die man genau kennt! Im Zweifel eine Pilzberatungsstelle aufsuchen! – Oder noch besser: unbekannte Pilze stehen lassen!

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Uhu

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Der Uhu ist die größte einheimische Eule.  Er teilte das Schicksal aller Greifvögel. Jahrhunderte lange rigorose Jagd auf alle „Krummschnäbel“ brachte viele Greifvögel und Eulen an den Rand der Ausrottung. Um 1950 war der Uhu aus Baden-Württemberg als regelmäßiger Brutvogel so gut wie verschwunden. Lange Zeit gab es ihn nur noch  ganz sporadisch in den Felsregionen der Schwäbischen Alb und an der oberen Donau. Mit neuen und wirksamen Naturschutzgesetzen in den 1930er Jahren begann das Umdenken. Erste Wiedereibürgerungsversuche mißlangen aber. Mit der Umweltbewegung in den 60er und 70er Jahren  kam neuer Schwung in die Bemühungen. Und es scheint Erfolg zu bringen: Nach intensiven Schutzmaßnahmen hat der Uhu in den letzten Jahren  auch wieder im Flachland Fuß gefasst. Nun kann man ihn auch bei uns wieder hören.

Der abgebildete Uhu ist kein Volierenvogel. Er war in der Nacht in einen Hühnerstall am Ortsrand eingeflogen und wollte dort offensichtlich Ratten jagen, denn die Hühner befanden sich  im Stall – unerreichbar für den Uhu.  Am Morgen konnte er wegen der installierten Greifvogel-Schutznetze über dem Gehege den Ausgang nicht mehr finden. Zum Glück gelang es, den Uhu sanft aus dem Gehege hinauszubegleiten. Kaum in Freiheit flog er sofort in Richtung seines Ruheplatzes davon.  Seither hat er das Gehege nicht mehr aufgesucht, ist aber – so wie es derzeit aussieht – im Gebiet geblieben. Beeindruckend bei dem mächtigen Vogel sind seine Augen und die kräftigen Fänge mit den langen Krallen. Er jagt kleine bis mittelgroße Säugetiere und Vögel. Igel, Ratten, Kaninchen, Feldhasen, Rabenvögel, Tauben und Enten.

Schwefel-Porling

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Der Schwefelporling fällt zunächst durch seine schwefelgelbe Färbung auf. Er ist eigentlich ein Pilz, der vor allem an den Laubbäumen entlang von Straßen, Streuobstwiesen, aber auch in Wäldern vorkommt. Dabei dringt er durch Wunden in den Baum ein und ruft dort die Braunfäule hervor. Befallen werden vor allem überalterte, geschwächte und geschädigte Bäume. Diese werden durch den Pilz anfällig für Windbruch. Trotzdem ist der Pilz  – wenn er noch jung und saftig ist – ein guter Speisepilz, der nach der Zubereitung nach Hähnchen schmecken soll … Deswegen hat er den englischen Namen „chicken of the woods“. Allerdings wird beschrieben, dass Schwefelporlinge, die auf Eiben oder Robinien gewachsen sind, bei empfindlichen Menschen Durchfälle und Erbrechen hervorrufen können …

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Kornweihe

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Die Kornweihe gehört zur Gruppe der Greifvögel. Im Kraichtal kann man sie allerdings meist nur während der Wintermonate beobachten. Das Weibchen ist unauffällig gefärbt. Lediglich der ausgeprägte weiße Fleck auf dem Rücken vor dem Schwanz ist zunächst ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Vor allem das Männchen fällt durch sein Gefieder und seine Flugweise auf. Auf den ersten Blick glaubt man, dass da eine große schwarz-weiße Möwe fliegt. Der schaukelnde Flug knapp über den Boden mit überraschenden Wendungen lässt dann allerdings in Richtung eines Greifvogels denken. Tatsächlich fliegt die Kornweihe knapp über dem Boden – und mit einer plötzlichen Beschleunigung macht sie aus kurzer Distanz Beute. Vor allem Kleinsäuger oder Vögel werden von ihr gejagt. Die Kornweihe steht auf der Roten Liste der bedrohten Brutvögel in Deutschland. Die Bilder zeigen ein Männchen auf der Jagd im Januar 2017 in einem Feld mit Blühmischung. Das dokumentiert nochmals die Bedeutung solcher Feldflächen. Ein hohes Lob an die Landwirte, welche diese Flächen während der Wintermonate sich selbst überlassen.

 

Eisvogel

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Der Eisvogel ist im Kraichtal recht häufig zu beobachten. Entlang der Kraich, an Bächen,  Gräben und Fischzuchtanlagen ist er regelmäßig zu sehen. Er braucht klare, langsam oder schnell fließende Gewässer mit geeigneten Sitzwarten. Er jagt kleine Fische, Insekten, Kaulquappen und kleine Froschlurche. Seine Jungen zieht er in Bruthöhlen auf, die er  im Uferbereich der Gewässer gebaut hat. In strengen Wintern ist er auf freie Stellen im Wasser angewiesen; er weicht dann oft auf benachbarte Biotope, wo er geeignete Gelegenheiten findet,  aus.

Von Bäumen oder Büschen aus geht er auf Jagd. Beeindruckend sind die leuchtenden Farben und der hellblau-türkisfarbene Rückenstreif. Hier allerdings im Regenwetter bei schlechtem Licht aufgenommen.

Schopf-Tintling

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Der Schopftintling ist ein häufig vorkommender Pilz, der vom Frühjahr bis in den November hinein gesammelt werden kann. Junge Pilze sind essbar, ältere Pilze lösen sich auf und zerfließen in einer schwarzen tintenartigen Flüssigkeit. Verwechslungsgefahr besteht kaum.

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Herbstlorchel

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Die Herbstlorchel ist vom Spätsommer an zu finden. Im Wald steht sie meist an den Rändern der Waldwege. Sie wird bis zu 25 cm hoch und entwickelt unterschiedliche Formen. Wegen ihrer Farbe und Form gibt es auch keine Verwechslungsmöglichkeiten. Sie ist essbar, allerdings sollte sie zur Vermeidung von Bauchbeschwerden vor dem Verzehr gekocht werden.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Grüner Knollenblätterpilz

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Wer bei uns im Kraichtal im Wald Pilze sammeln will, sollte den Knollenblätterpilz unbedingt kennen. Denn er kommt im Kraichtal in den chrarakteristischen Buchen-Mischwäldern recht häufig vor. Er wird oft mit Champignons verwechselt. Dabei zeigt er deutliche Unterschiede zu den Champignon-Arten: Der Knollenblätterpilz hat keine  braunen Lamellen, sie sind weiß. Zudem ist der Stiel des Knollenblätterpilzes zur Basis hin knollenartig verdickt. Darüber hinaus steckt die knollige Stielbasis noch in den Resten der Pilzhaut. All dies ist beim Champignon nicht der Fall. Leider können schon kleinste Mengen des Pilzes zu tödlichen Vergiftungen führen. Wenn nach dem Verzehr die ersten Vergiftungssymptome auftreten, ist es meist schon zu spät. Auch deswegen sollte beim Sammeln der Pilz vorsichtig herausgedreht werden; nur so wird deutlich, ob eine Knolle vorliegt oder nicht!

 

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

 

Douglasie, Douglasfichte

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Die Douglasie oder Douglasfichte gehört zu den Kieferngewächsen und stammt aus Nordamerika. Sie wird bei uns als forstwirtschaftliche Pflanze genutzt und  kann Wuchshöhen von ca. 60 m erreichen. Sie wächst sehr schnell, was sie für die Forstwirtschaft interessant macht. Bei uns im Kraichtal ist sie ebenfalls recht häufig. Leicht erkennen kann man sie an ihren Zapfen, die wie bei der Fichte nach unten hängen. Die dreizipfeligen Deckschuppen ragen aber über die Samenschuppen hinaus. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind die weichen Nadeln, welche direkt auf dem Zweig aufsitzen und sich leicht abziehen lassen. Dazu kommt noch ein zitrusartiger Geruch, wenn man die Nadeln zerreibt.

 

 

 

 

Weißstorch

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Dank intensiver Schutzmaßnahmen gehört der Weißstorch inzwischen wieder zur Vogelwelt im  Kraichtal. Zwar verschmähte er die angebotene Nisthilfe in den Talwiesen, aber das Storchenpaar baute in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes in Gochsheim sein Nest, das inzwischen wiederholt als Brutstätte diente. Die Altvögel suchen in einem großen Gebiet rund ums Nest Futter für die Jungstörche. Dies lässt sich anhand der Ringnummern belegen. Jungvögel kann man vor allem daran erkennen, dass der Schnabel und die Beine noch schwarz sind. In den letzten Jahren lässt sich verstärkt beobachten, dass Weißstörche nicht mehr auf jeden Fall die traditionellen Flugrouten nutzen. Vielmehr sind einige zu Teilziehern geworden, die in den nächst erreichbaren milden Klimabereichen überwintern (Iberische Halbinsel, Nordafrika).