Sie sind wieder im Land: Rotmilane

Sie sind wieder im Land: Rotmilane

Seit einigen Tagen sind die Rotmilane wieder im Kraichtal zurück. Wie schon in den vergangenen Wintern kamen die ersten Rotmilane Mitte Februar wieder aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Bei uns im Kraichtal finden sie wegen der Geländestruktur mit zahlreichen Hügeln, kleinen Wäldchen und Feldgehölzen , aber auch Bächen, Gräben und Gewässern ideale Brut- und Lebensräume. Rotmilane sind größer als Mäusebussarde und sind sehr geschickte Jäger. Wegen ihres gegabelten Schwanzes werden sie auch „Gabelweihe“ genannt. Zudem sind sie hervorragende Flieger, die in der Paarungszeit beeindruckende Flüge vorführen.  Nach den warmen Sommern der vergangenen Jahre haben sie sich  sicher durch die  Reduzierung der Feldmäuse sehr nützlich gemacht.. Bei uns im Kraichtal ernähren sie sich vor allem von Vögeln und kleinen Säugetieren, aber auch von Aas. Auch kranke oder verletzte Kleintiere und Vögel werden von ihnen geschlagen; sie sind dadurch – neben den Mäusebussarden – auch als „Gesundheitspolizei“ von großer Bedeutung.

Rotmilane sind zwar hervorragende Jäger und Flugkünstler; bei der Auswahl ihrer Nahrung sind sie aber nicht wählerisch. Neben vielen Vogelarten wie Tauben, Krähen, Stare oder Amseln geben sie sich auch mit Aas oder Abfällen zufrieden.  Auch Tiere, welche dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen sind, werden nicht verschmäht. Manchmal jagen sie auch anderen Vögeln ihre Beute ab. So auch dieser Rotmilan. Er hat einen Vogel in den Krallen.  Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Taube. Ob der Milan selbst die Taube geschlagen – oder als Kadaver erbeutet hat, ist nicht  zu erkennen. Jedenfalls bringt er seine Beute an einen sicheren Ort, wo er sie in Ruhe fressen kann. Die folgenden Bilder zeigen einige Flugbilder des Rotmilans mit seiner Beute.

Die Beute in Sicherheit zu bringen und dann auch in Ruhe fressen zu können, wird nicht ganz einfach werden. Aaskrähen  können ihm dabei recht  große Schwierigkeiten machen. Wenn Aaskrähen nämlich einen Greifvogel entdecken, dann gehen sie oft gemeinsam gegen ihn vor. Da es recht viele Aaskrähen bei uns gibt, kann es sein, dass er noch all seine Flugkünste brauchen wird, bis er sich mit seiner Beute beschäftigen kann.

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