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Sie hat ein schwarz-gelb-weißes Streifenmuster: Wespenspinne

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Die Wespenspinne gehört zu den auffälligsten Spinnenarten bei uns im Kraichtal. Sie ist wunderschön gefärbt, und man braucht wohl nicht zu erklären, warum diese Spinne „Wespenspinne“ „Tigerspinne“ oder „Zebraspinne“ genannt wird. In den letzten Jahren ist sie im Kraichtal häufiger anzutreffen. Dies mag wohl an den warmen Sommern und frostfreien Frühlingsmonaten liegen, die wir derzeit haben. Die Wespenspinne gehört zur Famile der Echten Radnetzspinnen.Das Foto zeigt eine weibliche Wespenspinne im Radnetz hängend von oben. Deutlich sieht man die zickzackförmigen bandartig gewobenen Spinnfäden in der Netzmitte. Die männlichen Wespenspinnen sind wesentlich kleiner als die Weibchen und sind auch anders gefärbt. Wenn sie nicht gestört werden, halten sich die Wespenspinnen immer im Zentrum des Netzes auf.So sieht die Wespenspinne auf der Bauchseite aus. Die Wespenspinne ist in Lauerstellung. Bei uns im Kraichtal ist sie häufig an den Rändern von Gräben und Teichen, aber auch auf trockenen Wiesen zu finden.Das Weibchen hat soeben eine Beute gemacht. Irgend ein kleines Insekt hat sich im Netz verfangen. Wespenspinnen ernähren sich von vielen Insekten: Wespen, Bienen, aber auch Heuschrecken, Schmetterlinge und sogar Libellen fallen ihr zum Opfer.Eifrig bewegen sich die Mundwerkzeuge.Ein Blick von der Bauchseite her macht es klar: Ein Beutetier wird gerade dicht eingesponnen Sobald sich eine Beute im Netz befindet, wird sie eingesponnen und dann getötet. Das Gift verflüssigt dann die inneren Organe. Wenn dies geschehen ist, wird das Beutetier ausgesaugt. Das Gift der Wespenspinne ist für den Menschen nicht gefährlich. Die Giftklauen der Wespenspinne sind zu kurz um die menschliche Haut zu durchdringen.

 

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Er glänzt in vielen Farben: Moschusbock

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Der Moschusbock gehört zur artenreichen Familie der Bockkäfer. Weil er aus seinen Drüsen eine nach Moschus riechende Flüssigkeit aussondern kann, hat er seinen Namen erhalten. Er wird knapp 4 cm lang und fällt durch seine langen Fühler und vor allem durch seine Färbung auf.Wenn sich der Käfer nicht bewegt, wird er trotz seiner Färbung oft übersehen.Die Käfer glänzen metallisch. Dabei kann die Färbung von kupfer- bis bronzefarbig, grünlich oder blauviolett variieren.  Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Länge der Fühler. Die Larven des Moschusbocks brauchen zwei bis drei Jahre für ihre Entwicklung. Sie ernähren sich von Totholz, vor allem in Kopfweiden, Pappeln oder auch Erlen. Deswegen sind neben den Weidenbeständen auch Auwälder mit Erlen und Pappeln gute Entwicklungsorte für die Moschusbock-Larven.Beim Männchen sind die Fühler länger als der Körper, beim Weibchen höchstens körperlang oder kürzer. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Baumsäften. Man findet sie in totholzreichen Wäldern, aber auch in Gärten und Parkanlagen. Bei ihren Blütenbesuchen bevorzugen sie große Blütenstände, wie sie zum Beispiel beim Schwarzen Holunder oder beim Bärenklau vorkommen.Je nach Lichteinfall glänzen die Moschuskäfer von bronzefarben und hellgrün bis blaugrün.

 

Hier sitzt ein Moschusbock auf der Rinde eines alten Birnbaums in der Nähe einer stark befahrenen Straße. Es ist gegen Mittag; Sonne und Wolken wechseln sich ab; ein leichter Wind geht, der manchmal etwas stärker wird. Die wechselnden Lichtverhältnisse sind am Farbenspiel des Käfers zu erkennen. Während Kopf und Flügeldecken gold-bronzefarben und grün glänzen, sind  die Fühler violett.

Übrigens: Weil Lebensräume wie totholzreiche Wälder und Auwälder zunehmend verschwinden, ist auch der Moschusbock in seinem Bestand gefährdet. Deswegen ist er bei uns  „besonders geschützt“. Die erwachsenen Käfer leben nur wenige Wochen. Man findet sie bei uns von Juni bis Ende August.

Eine hoch gefährliche Pflanze: Gewöhnlicher Stechapfel

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Der Gewöhnliche oder Weiße Stechapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Er stammt eigentlich aus Nord- und Mittelamerike und wurde in Europa eingeschleppt. Manche Wissenschaftler vermuten seine eigentliche Herkunft aus Asien (Indien).  Tatsächlich gibt es in Europa mehrere Stechapfel-Arten. Bei uns im Kraichtal kommt der „Gewöhnliche Stechapfel“ vor und man kann ihn von Juni bis weit in den Herbst hinein blühend antreffen. Er kann sowohl inmitten von Kulturpflanzen auftreten, aber auch in Unkrautfluren und Ödland. Manchmal erscheint er auch in Gärten, wohin er meist mit verunreinigter Gartenerde gelangen kann. Die Pflanze hat eine lange Vergangenheit als Heilpflanze, aber auch als Rauschdroge, welche oft bei rituellen Handlungen verwendet wurde. Als Heilpflanze hat sie bei uns ihre Bedeutung verloren, weil ihre Heilwirkung umstritten – und ihre Giftigkeit zu gefährlich ist.Er wurde lange wegen seiner schönen Blüten als Zierpflanze in Gärten gepflegt; wegen seiner enormen Giftigkeit der Pflanze geschieht dies heute kaum noch. Tatsächlich ist der Stechapfel in all seinen Teilen hoch giftig! Einen besonders hohen Giftgehalt weisen die Wurzeln und Samen auf. Bereits Mengen ab 0,3 g können schwere Giftwirkungen hervorrufen. Deswegen sollte die Pflanze auf keinen Fall in Gärten gepflegt werden, wo Kinder unterwegs sind. Denn für Kinder reichen schon sehr geringe Mengen, um eine schwere und lebensbedrohende Vergiftung hervorzurufen!!!Die Blüte sieht von hinten wie eine Schiffsschraube aus. Tatsächlich ist sie morgens noch geschlossen. Gegen Mittag beginnt sie sich dann zu öffnen. Nachts ist sie geöffnet und verströmt einen süßlichen Duft, der Nachtschmetterlinge anlockt. Diese bestäuben dann den Stechapfel. Morgens schließt sie sich dann wieder.Wenn nach der Bestäubung der Blüte die Blütenblätter abfallen, zeigt sich schon der Ansatz der Kapselfrucht. Eine Stechapfelpflanze kann bis zu 2m hoch werden. Dann bildet sie viele Fruchtkapseln aus, von denen jede mehrere Hundert Samen enthalten kann.  Bei dieser Fruchtkapsel ist schon eine der Nähte sichtbar, wo sich die Kapsel öffnen wird.Eine noch unreife stachelige Kapselfrucht des Stechapfels. Bei der Reife platzt die Fruchtkapsel an einer Naht auf und die schwarzen Samen werden sichtbar. Diese Kapsel ist schon weiter geöffnet – und die schwarzen Samen sind sichtbar. Wie man erkennen kann, hat sich auch die zweite Naht, die Quernat in der Mitte der Kapsel geöffnet Wenn sich beide Nähte weiter öffnen, werden die Samen bei jeder Bewegung ausgestreut. Diese sind – wie schon erwähnt -wie die Wurzel hoch giftig! Ihr Genuss kann Sinnestäuschungen, Bewusstseinstrübungen, Übelkeit, hohen Puls, Sehstörungen und Atemlähmungen hervorrufen. Der Verzehr kann lebensbedrohlich sein! Bei Vergiftungen sollte schnellstmöglichst ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden!Es hat sich gezeigt, dass bei der Einnahme der verschiedensten Pflanzenteile schwere Halluzinationen, z.B. „Horror-Trips“und „Angstzustände“ auftreten können, die aber im Gegensatz zu manchen synthetischen Drogen oft sehr lange andauern. Schon deswegen sollte sich das „Ausprobieren“ eigentlich verbieten. Gleiches gilt für die Engelstrompete, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehört und ebenfalls hoch giftig ist!

Übrigens: Beim Entfernen der Pflanze sollte man Handschuhe tragen, da schon die Berührung Allergien auslösen kann!

Ein Bienenvolk auf Abwegen

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Es ist Mitte August. In dem großen Birnbaum tut sich was. Offenbar ist einem Imker ein Bienenschwarm  „ausgebüxt“  und hat in dem dicken Stamm eine neue Bleibe gefunden. Tatsächlich schwärmen die Bienen heftig ein und aus. Und zu holen gibt es ja was in der Nähe. Keine 100 m entfernt befindet sich ein mehrere Hektar großes Feld mit Sonnenblumen; aber auch Felder mit Luzerne und Zwischenfrucht-Felder mit vielen Blütenpflanzen wie Sonnenblumen, Büschelschön (Phacelia), Buchweizen und verschiedenen Kleearten sind in Flugweite.Das Einflugloch befindet sich Richtung Südost – und der Baum scheint mit seinem dicken Stamm eine Menge Platz zu bieten. Jedenfalls verteilen sich einige Einfluglöcher ehemaliger Nisthöhlen über mehrere Etagen im Baum, die wahrscheinlich miteinander verbunden sind. Denn auch bei den oberen Öffnungen kann man Bienen ein- und ausfliegen sehen. Hier ist das Haupt-Flugloch, an welchem die meisten Flugbewegungen stattfinden. Interessant ist aber auch, dass auch Wildbienen in die  kleineren Öffnungen im Bereich des Einflugloches Pollen eintragen.Hier im Einflugbereich sieht man die „Wächterbienen“ welche die zurückkehrenden Sammelbienen auf ihre Zugehörigkeit zum Volk überprüfen. Links in den kleinen Löchern ist gerade eine kleine Wildbiene mit Pollen eingeflogen. Ebenso sieht man eine Sammelbiene, die gerade Pollen einträgt. Dies ist in der Mitte des Bildes als gelblicher Pollenklumpen zu sehen.Jedenfalls geht es im alten Birnbaum lebhaft zu. Einen kleinen Eindruck davon soll das kleine Video-Beispiel bieten. Wie alle Videos im Blog können sie das Video im Vollbild-Modus ansehen. Klicken Sie dazu auf das viereckige Symbol ganz rechts unten. So können Sie  auch am Ende wieder in den Normal-Modus zurückkehren.

 

Leider sind die Aussichten dieses Volkes, den Winter zu überleben nur sehr gering. Selbst wenn der Birnbaum für die Vorräte und Bienenbrut genügend Platz bietet, sind die Überlebens-Chancen für das neue Volk düster. Es ist in der heutigen Zeit kaum noch möglich, dass Bienenvölker ohne die Hilfe eines erfahrenen Imkers oder Fachmanns in der freien Natur längere Zeit überleben können. Dies liegt vor allem an den weit verbreiteten Brutparasiten der Honigbienen wie zum Beispiel die Varroa-Milbe, welche das Bienenvolk befallen und die gesamte Brut vernichten können. Zudem werden mit diesen Milben auch Krankheitserreger eingeschleppt. Unterbleibt also eine wirksame Bekämpfung der Milben wird das Bienenvolk im Birnbaum leider keine Chance haben.

 

Auch das Jagen muss geübt werden

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Auch hier ist es ein junger Bussard, der auf einem abgeernteten Rapsfeld gelandet ist und im Boden nach Nahrung sucht. Offenbar hat er etwas entdeckt. Vielleicht eine Maus oder ein anderer Kleinsäuger? Jedenfalls stochert er intensiv im nachwachsenden Grün.Immer wieder taucht er seinen Schnabel in den Bewuchs. Doch offenbar ist seine „Beute“ nicht mehr da. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach. Tatsächlich ist nicht jeder Jagdflug mit Erfolg gekrönt. Er verharrt nun auf dem Feld und beginnt sich umzuschauen.Dann versucht er es immer wieder an der gleichen Stelle.  Doch er findet nichts. Jetzt erst fixiert er die Umgebung genauer. Er bemerkt nicht, dass er beobachtet wird.Er scheint sich zu beruhigen. Es werden keine Versuche mehr unternommen, der eben noch verfolgten Spur nachzugehen. Nachdem er einige Minuten in dieser Position sitzen blieb, flog er auf und suchte sich eine Sitzwarte in einem nahegelegenen großen Birnbaum.  Aber auch er wird noch lernen, wie das Jagen in Bodennähe funktioniert.

 

 

Gewöhnlicher Froschlöffel

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Der Gewöhnliche Froschlöffel kommt im Kraichtal recht selten vor. Er gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse. In Feuchtgebieten ist die Pflanze allerdings weit verbreitet. Der Froschlöffel kann fast einen Meter hoch werden und einen kräftigen Stängel entwickeln. Dabei kann er sowohl untergetaucht als auch vollständig Land wachsen.Wächst er im Wasser, dann bildet er Blätter unterhalb und oberhalb der Wasseroberfläche aus. Die Blattarten  unterscheiden sich im Aussehen. Untergetauchte Blätter sind oft schmal und bandartig, die „Luftblätter haben dagegen  eine breite Blattspreite.Die „Luftblätter“, das sind die Blätter, welche aus dem Wasser ragen, haben eine löffelartige Form. Die Pflanze wächst da, wo es auch Frösche hat. Und schon ist der Name der „Froschlöffel“ erklärt. Innerhalb der Familie der Froschlöffelgewächse gibt es mehrere Arten und Mischformen.Der kräftige Stiel, welcher die pyramidenförmig angeordneten Blütenstände trägt, ist blattlos und zeigt lediglich jeweils kurze Tragblätter unter den Blütenständen. Die Blüten öffnen sich meist  erst am Nachmittag. Die Blüten sind weißlich bis rosafarben. Der Gemeine Froschlöffel wächst an Ufern, in Gräben, Sümpfem und in Teichen. Er ist für den Menschen nur schwach giftig, für Weidetiere kann er aber tödlich giftig sein.

Sie rüsten sich schon zum Flug nach Süden: Turteltauben

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Die Turteltaube ist die kleinste Taubenart in Deutschland. In Gebieten mit viel Wald, in den Mittel- oder Hochgebirgen ist sie nur sehr selten zu beobachten. Im Kraichtal kann man ihr schönes Gefieder nur von Mitte Mai bis Anfang September bewundern. Dann macht sie sich wieder auf die lange Reise in ihr Winterquartier, das sich im Mittelmeerraum oder südlich der Sahara befindet.Man findet sie bei uns, weil es bei uns warm ist. Sie besiedelt lichte Wälder, Feldhecken und -gehölze, Auwälder, aber auch Weinberge.   Typische Kennzeichen sind die braun schwarz gemusterten Flügel und die schwarzweißen Querbinden an den Halsseiten. Wegen ihres Rufes „tur tur“ hat sie ihren Namen erhalten. Männchen und Weibchen sind nur schwer zu unterscheiden.Die Turteltaube ist ein wunderschöner Vogel, der allerdings sehr scheu ist. Turteltauben haben bei uns eine Brut pro Jahr. In den letzten Jahren ist ihr Bestand vielerorts stark zurückgegangen. Sie steht bei uns unter Naturschutz; in anderen Ländern wird sie aber bejagt. So werden auf ihrem Zug nach Süden mehrere Millionen dieser Vogelart legal geschossen oder gefangen – aber auch illegal erlegt.Turteltauben suchen ihre Nahrung ausschließlich auf dem Boden. Diese besteht aus Samen aller Art. Dazu kommen Beeren, Pilze, Knospen, Klee und Raps. Natürlich werden auch Insekten oder kleine Schnecken gefressen.  Jetzt im August, wo die Felder abgeerntet  – und viele Wegraine gemäht sind, sieht man die Turteltauben sehr oft auf den Feldern oder an Straßenrändern nach Nahrung suchen.Entlang der befestigten Wirtschaftswege ist die Chance auf Nahrung besonders hoch, weil es hier oft Abfälle gibt, die aus den Erntemaschinen oder den Erntefahrzeugen der Landwirte gefallen sind. Bleibt zu hoffen, dass diese Taube im nächsten Jahr wieder bei uns im Kraichtal brüten kann.

Sichelblättriges Hasenohr

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Das Sichelblättrige Hasenohr kommt im Kraichtal nur an wenigen Standorten vor. Es ist bei uns recht selten. Den Namen hat es wegen seinen gebogenen „sichelförmigen“ Blättern, die tatsächlich in ihrer Form an Hasenohren erinnern, erhalten. Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütengewächse. Sie kann mehr als einen Meter hoch werden. Die Blüten sind goldgelb gefärbt. Deutlich sind hier die sichelförmig gebogenen Blätter zu sehen, die an „Hasenohren“ erinnern.Die Blüten werden von zahlreichen Insekten wie Bienen, Fliegen, Wespen  und Käfern bestäubt. Im Kraichtal kann man sie von Juli bis in den Oktober hinein blühen sehen. Es wächst an Hecken-, Busch- und Waldrändern und liebt kalkreiche Lehm- oder Lößboden.Ein „typischer“ Standort: Der Rand einer Hecke entlang eines Weges bei einer Streuobstwiese im Kraichtal.Das Sichelförmige Hasenohr bildet hier mit zahlreichen anderen Pflanzen ein dichtes Pflanzengewirr.

Sie ist dort unterwegs, wo es feucht ist: Ringelnatter

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Die Ringelnatter gehört innerhalb der Gruppe der Schlangen zu den Nattern. Im Kraichtal kann man sie vor allem in der Nähe von Wasser antreffen. Das können Auwälder, kleine Seen, Gräben, aber auch Fisch- oder Gartenteiche sein. Hier wird nicht nur der Ringelnatter ein ideales Biotop angeboten: Eine naturnah gestaltete Fischzuchtanlage mit einigen Teichen im Kraichtal, die vielen Tier- und Pflanzenarten einen tollen Lebensraum bietet. Der Grund, weswegen Ringelnattern an solchen Lebensräumen beobachtet werden können, ist die Tatsache, dass sie sich überwiegend von Amphibien, das heißt von Kröten und Fröschen ernähren. Für Menschen, aber auch für Haustiere sind Ringelnattern absolut ungefährlich.Diese naturnahe Fischzuchtanlage besteht aus einem Verbundsystem mehrerer Teiche. Wie hier sichtbar wird, werden die Teiche durch Schieber verbunden, mit denen der jeweilige Wasserstand in den einzelnen Teichen reguliert werden kann.An einem solchen „Schieber“ zeigt sich plötzlich eine Ringelnatter. Wahrscheinlich handelt es sich hier um ein kleines Männchen, das bis zu 75 cm lang werden kann, während dieWeibchen eine Körperlänge von mehr als einem Meter erreichen können. Im Kraichtal wurden schon mehrere solch große Exemplare beobachtet.Ein deutliches Erkennungsmerkmal sind die gelben halbmondartigen Flecken am Hinterkopf. Bei diesem Exemplar dürfte es sich um die nur im Südwesten Deutschlands vorkommende „Barren-Ringelnatter“ handeln. Sie ist an der relativ hellen gelblichen Färbung und den blasseren Hinterkopf-Flecken und den seitlichen Mustern erkennbar.Die Ringelnatter züngelt gerade. Dies kann bei geschlossener Mundöffnung geschehen, weil für die Zunge eine kleine Lücke im Oberkiefer frei bleibt.Dadurch kann sie die Beute am Geruch erkennen. Dies ist durch ein spezielles Organ möglich, mit dem Schlangen riechen können.Hier im Fischteich gibt es eine große Anzahl an Grünfröschen (Wasser- und Teichfrösche) in allen Entwicklungsstadien, Farbvarianten und Größen. Kleine Männchen fressen vor allem junge Frösche, aber auch Molche und Kaulquappen, die es hier in diesem Teich auch noch reichlich gibt.

Leider ist der Bestand der Ringelnatter stark gefährdet. Neben dem Verlust ursprünglicher Feuchtgebiete fallen auch viele Tiere dem Straßenverkehr (Kraftfahrzeuge, aber auch Fahrräder auf Rad- und Wanderwegen) zum Opfer. Es kommt aber auch immer noch vor, dass sie aus Gründen wie Schlangenfurcht oder Hass auf Schlangen erschlagen werden.

Schutz: In Deutschland ist die Ringelnatter besonders geschützt und darf daher nicht belästigt, gefangen oder gar getötet werden.

Junger Mäusebussard auf der Jagd

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Der Mäusebussard dürfte – gemeinsam mit dem Turmfalken – die häufigste Greifvogelart im Kraichtal sein. Es gibt ihn in vielen Farbvarianten, von dunkelbraun bis fast weiß. Jetzt im August kann man den Mäusebussard häufig auf den Wiesen und Feldern antreffen, weil sie jetzt gemäht und größtenteils abgeerntet sind – und so dem Bussard und anderen Greifvögeln freie Sicht auf mögliche Beutetiere bieten. Lediglich Mais-, Soja- und Zwischenfruchtfelder – sowie einige Blühstreifen und Zuckerrübenfelder bieten den Kleinsäugern, Vögeln und anderen Beutetieren noch etwas Schutz. Auch Hecken und andere Feldgehölze, aber auch Weinberge bieten Versteckmöglichkeiten und Deckung.Der Mäusebussard hat gerade gejagt und war offenbar erfolgreich. Nachdem er aus einer großen Wiese, wo er etwas gefressen hatte, aufgestiegen war, flog er zu einem Dunghaufen auf dem benachbarten Feld. Bis der Dunghaufen untergearbeitet wird,  bietet er einen guten Ansitzplatz, von dem aus der Mäusebussard seinen nächsten Jagdflug starten kann. Dass er gerade in der noch taufrischen Wiese war, kann man an seinem nassen Bürzelgefieder erkennen.Er bleibt eine Weile auf dem Dunghaufen sitzen und schaut in alle Richtungen nach Beute.Doch dann beginnt er, die Überreste der letzten Jagd als „Gewölle“ auszuwürgen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Knochen, Haare oder Federn der Beutetiere, die er nicht verdauen konnte. Offenbar hat er beim Auswürgen noch Probleme …. Das Würgen geht weiter … bis er schließlich mit dem Auswürgen aufhört.Er wird sicher bald einen neuen Versuch staren, das „Gewölle“ auszuwürgen. Doch jetzt will er weg. Denn es nähert sich ein Mann, der seinen Hund ausführt.Er muss sich jetzt einen neuen Ansitzplatz suchen …. In der Umgebung hat er zahlreiche Möglichkeiten. Und schon ist er unterwegs. Tatsächlich verschwindet er in einem kleinen Wäldchen, wo er einen guten Ausblick auf die umliegenden Wiesen und Felder haben wird.