Ein Neuanfang im Kraichtal: Erfolgreiche Brut beim Steinkauz

Ein Neuanfang im Kraichtal: Erfolgreiche Brut beim Steinkauz

Nachdem es viele Jahre lang nur vage Hoffnungen gab, konnten in diesem Jahr wieder „Wildbruten“ des Steinkauzes im Kraichtal beobachtet werden. Es handelt sich um „Wildbruten“, wenn  die Vögel in natürlichen Nisthöhlen erfolgreich Junge aufziehen.  Und das ist – wegen der zahlreichen Feinde des Steinkauzes – selten geworden. Darüber hinaus gibt es bei uns in der Flur mardersichere künstliche Nisthilfen. Solche Niströhren werden auch bei uns im Kraichtal den Steinkäuzen an verschiedenen Stellen  von engagierten Vogelfreunden angeboten. Auch hier gab es in diesem Jahr Bruten. Im vorliegenden Fall ist es aber ein alter Apfelbaum, der in weiten Teilen seiner Äste und im Stammbereich hohl ist. Er ist nur noch teilweise belaubt und trägt nur ganz wenige Äpfel. Hier hat ein Steinkauzpaar drei Jungvögel aufgezogen. Und tatsächlich sind alle drei Jungvögel erfolgreich ausgeflogen. Wie es mit ihnen weitergeht, wird die Zukunft zeigen.

Die obige Bildergalerie zeigt die drei Jungkäuze mit einem Altvogel auf dem alten Apfelbaum. Deutlich sieht man die zahlreichen Löcher und Hohlräume des Baumes, in welchen sich die Bruthöhle befindet und wohin sich die Steinkäuze bei Gefahr zurückziehen können.

Die jungen Steinkäuze sind es bisher gewohnt, von den Eltern gefüttert zu werden. Diese Zeit ist jetzt aber vorbei. Das Video-Beispiel zeigt es: Der Altvogel wird zwar von den Jungen bedrängt, doch er füttert sie nicht mehr. Jetzt müssen die Jungkäuze das Nest verlassen und sich ein eigenes Revier suchen. Glücklicherweise gibt es im Kraichtal durch die zahlreichen Streuobstwiesen mit alten Bäumen noch genügend Möglichkeiten, ein eigenes Revier zu finden. Unterstützung finden sie dabei auch zunehmend von den Besitzern vieler Grundstücke, die mehr und mehr bereit sind, auch alte Obstbäume stehen zu lassen, auch wenn diese keine großen Obsternten mehr versprechen.

Beitrag vorher Zur Zeit kann man sie bei uns recht häufig beobachten: Wespenspinnen
Beitrag nachher Heute vor 4 Jahren: Ein äußerst seltener Irrgast aus der Polar-Region bei uns im Kraichtal: Odinshühnchen

Schreiben Sie einen Kommentar