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Großer Blaupfeil

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Der Große Blaupfeil ist eine der größten und auffälligsten Libellenarten in Deutschland. Man findet ihn vor allem an kleineren Seen oder auch Fischteichen. Er ist bei uns von Juni bis zum September zu beobachten. Der Blaupfeil hat eine Flügelspannweite bis zu 10 cm und eine Körperlänge von 5 cm. Der Hinterleib des Männchens ist blau gefärbt, die letzten drei Segmente zeigen eine schwarze Färbung. Das Männchen sitzt meist gut getarnt auf einer Warte, von der aus er jagt oder Rivalen vertreibt. Sogar größere Libellenarten werden aggressiv aus dem Revier vertrieben.

Feldgrille

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Bei uns im Kraichtal sind die Feldgrillen auf den Wiesen und Feldern die Stimme des Sommers. Je wärmer es ist, desto häufiger kann  man das Zirpern hören, denn Grillen lieben warme und trockene Wiesen, in denen sie ihre bis zu 20 cm tiefen Röhren graben. Die zu den Heuschrecken zählenden Insekten sind Allesfresser, ernähren sich aber vorwiegend von pflanzlicher Nahrung, aber auch kleine Bodentiere oder Aas  wird verzehrt. Im Gegensatz zu den meisten einheimischen Heuschrecken können sie nicht fliegen. Die zirpenden Laute werden nur von den Männchen erzeugt. Dabei werden die Geräusche mit den Flügeln erzeugt. Die abgebildete Grille ist ein Männchen. Das Männchen singt mit dem Kopf in Richtung Höhleneingang. Damit lockt es Weibchen an und zeigt, dass es paarungsbereit ist. Treffen Rivalen aufeinander kann es zu schweren Kämpfen kommen, die sogar tödlich enden können.  Weibchen kann man an der langen Legeröhre erkennen, mit denen sie  im Sommer die Eier im Boden ablegt. Die Grillen sind nach dem Schlüpfen noch ohne Flügel und machen mehr als  10 Häutungen durch, bis sie erwachsen und geschlechtsreif sind. Im Herbst vergraben sie sich und kommen im nächsten Frühjahr als erwachsene und geschlechtsreife Tiere zum Vorschein.

Bei uns im Kraichtal kann man sie noch hören; in vielen Gegenden ist sie aber selten geworden oder gar verschwunden, weil ihre Lebensräume schwinden. In Deutschland war die Feldgrille Insekt des Jahres 2003.

Hirschkäfer

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Der Hirschkäfer ist die größte einheimische Käferart. Männchen werden bis zu 8 cm groß, die Weibchen sind nur halb so groß. Hirschkäfer sind Bewohner des Laubwaldes, wo sie sich vor allem durch das Lecken von Pflanzensäften – überwiegend Eichen – ernähren. Das „Geweih“ der Männchen dient nur zum Kampf mit anderen Männchen. Nur der Sieger eines solchen Kampfes, bei dem es gilt, den Konkurrenten auf den Rücken oder vom Baum zu werfen, hat die Chance, sich zu verpaaren. Erwachsene Hirschkäfer haben eine Lebenserwartung von nur wenigen Wochen. Das Weibchen legt die Eier an die Wurzeln kranker und geschwächter Bäume. Das Larvenstadium dagegen dauert drei, manchmal sogar bis zu acht Jahre. Weiterhin brauchen die Käfer viel Totholz in ihrem Lebensraum. In aufgeräumten Wirtschaftswäldern finden die Hirschkäfer schlechte Bedingungen vor. Der Hirschkäfer hat aber auch natürliche Feinde. Vor allem Wildschweine, die im Boden nach den Käferlarven graben,  Greifvögel, Eulen und Spechte, aber auch Krähen gehören dazu. Der Hirschkäfer ist bei uns geschützt!

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Und so kann es aussehen, wenn Hirschkäfer zur Beute geworden sind. In diesem Fall gibt es viele „Tatverdächtige“; der Fundort ist in Waldnähe mit einem großen Bestand an alten Eichen und Buchen.

 

Tagpfauenauge

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Das Tagpfauenauge aus der Familie der Edelfalter ist ein Beispiel für die Zusammenhänge in der Natur, die für viele verborgen bleiben. Er kommt nur dort vor, wo Brennnesseln wachsen, denn seine Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Brennnesseln. Daneben gibt es viele andere Schmetterlingsarten, welche die Brennnessel für die Ernährung der Raupen brauchen.  Tagpfauenaugen fliegen in zwei Generationen. Die erste Generation fliegt von Juni bis August, die zweite Generation fliegt von August bis Oktober. Die Überwinterung erfolgt an geschützten Orten.

 

Schillerfalter

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Der Schillerfalter ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Er war im Jahre 2011 Schmetterling des Jahres. Bei uns im Kraichtal ist er nicht sehr häufig. An Blüten kann man ihn kaum beobachten. Oft findet man ihn auf dem Boden, wo er sich vor allem von den im Aas oder Kot vorhandenen Nährstoffen ernährt. Von Juni bis August kann man ihn bei uns mit etwas Glück beobachten. Seinen Namen hat er von der schillern blau-violetten Färbung seiner Flügel, die in einem bestimmten Betrachtungswinkel zu sehen ist. Die Unterseite des Schmetterlings zeigt interessante Muster. Auffällig ist auch der gelbe Saugrüssel. Die Raupen ernähren sich vor allem von Weiden.

Blauflügelige Ödlandschrecke

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Die Blauflügelige Ödlandschrecke kommt auf warmen, kargen Vegetationsflächen  vor. In Deutschland gilt sie als bedrohte Art und steht deswegen auf der Roten Liste. Die Ödlandschrecke meidet geschlossene Pflanzendecken. Deswegen findet man sie auf dem Boden in Kies- und Sandgruben, aber auch auf steinigen Böden mit wenig Pflanzenbewuchs. Sie klettern selten auf Pflanzen. Ihren Namen hat sie, weil sie beim Auffliegen auf der Flucht ihre blauen Flügel zeigt. Das Weibchen ist größer als das Männchen. Beide sind jedoch durch ihre Färbung ideal an die verschiedensten Böden angepasst. Besonders auffallend ist ihr Fluchtverhalten. Die Fluchtdistanz ist äußerst gering; erst in „letzter Sekunde“ springt sie auf und kann mit Hilfe ihrer Flügel bis zu 10 m weit fliegen. Dann landet sie wieder auf einer freien Bodenfläche. Im Laufe ihrer Entwicklung kann sie auch noch ihre Farbe ändern; selbst erwachsene Tiere können dies noch tun. Deswegen treten viele verschiedene Farbmuster auf. Meist sind aber einzelne Teile des Körpers und der Gliedmaßen blau oder bläulich.

Ödlandschrecken bei der Paarung

Weibchen vorne, Männchen hinten