In diesem Jahr brütet er wieder bei uns: Teichrohrsänger

In diesem Jahr brütet er wieder bei uns: Teichrohrsänger

Wahrscheinlich haben viel mehr Menschen den Teichrohrsänger schon einmal gehört – als den doch recht scheuen Vogel gesehen. Sein schnarrender Gesang wird mit einer enormen Lautstärke wiederholt und dauert oft minutenlang. Deswegen hat er auch in vielen Gegenden den Namen „Rohrspatz“ erhalten. Im Kraichtal findet man ihn an verschiedenen Stellen. Bedingung ist aber ein mehr oder weniger dichter Schilfbestand. Dort baut er auch sein Nest, das er an mehreren Schilfhalmen befestigt. Zum Schutz vor Räubern wird das Nest nur dort angelegt, wo die Schilfhalme im Wasser stehen.

Der Teichrohrsänger ist etwas mehr als 10 cm groß und hat eine Flügelspannweite von über 20 cm. Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Er ist von April bis oft in den Oktober hinein bei uns. Er überwintert südlich der Sahara. Auf seinem Zug ist er nachts unterwegs. Der Teichrohrsänger ist ständig im dichten Röhricht unterwegs. Er sucht dort nach Insekten und deren Larven, Spinnen, aber auch Schnecken.

Der Teichrohrsänger hat einen braunen Rücken und eine gelblich-weiße Brust. Seine Kehle ist weiß. Der spitze Schnabel weist ihn als Insektenfresser aus. Die Beine sind braun. Vom Aussehen her kann man ihn leicht mit dem Sumpfrohrsänger verwechseln. Allerdings unterscheiden sich beide in ihrem Gesang.

Im Gegensatz zum Sumpfrohrsänger werden die Teichrohrsänger oft „Kuckucks-Eltern“. Im Gegensatz zum Sumpfrohrsänger – der fremde Eier in seinem Gelege oft entfernt – ist dieses Verhalten beim Teichrohrsänger noch nicht beobachtet worden.Teichrohrsänger können mehr als 10 Jahre alt werden. Wenn ihr jeweiliger Lebensraum erhalten bleibt, kehren sie jedes Jahr wieder dorthin zurück.

Es gibt noch einen weiteren Beitrag zum Teichrohrsänger in diesem BLOG: Mehr erfahren

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