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Rot-Eiche

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Die Rot-Eiche stammt aus Nordamerika und ist bei uns im Kraichtal meist nur in kleineren Beständen anzutreffen. Die Rot-Eiche kann mehr als 25 m hoch werden und wächst sehr schnell. Im Gegensatz zu den einheimischen Eichenarten ist die Rinde bei jungen Bäumen anfangs grau und glatt.Im Vordergrund sind drei junge Stämme der Rot-Eiche mit noch glatter Rinde zu sehen; ganz rechts im Hintergrund befindet sich ein schon älterer Stamm der Rot-Eiche, der einen Stammdurchmesser bis zu 2 m erreichen kann. Die Strukturen der Borke ähneln im Alter denen der einheimischen Eichen-Arten.Die Blätter der Rot-Eiche sind mehr als 20 cm lang und besitzen auf jeder Seite 4-5 Blattlappen auf, die mehrere Zentimeter tiefe Einbuchtungen aufweisen. Die Enden der eingelappten Teile der Blätter sind spitz.Die Fruchtbecher der Eicheln befinden sich an einem kurzen, ungefähr 1 cm langen Stiel. Der Fruchtbecher selbst ist sehr flach. Die Eicheln sind zwar  kurz, wirken aber durch ihre gedrungene Form recht groß.Die Eicheln selbst sehen wie „zusammengestauchte Eier“ aus.Hier sind Eicheln der Rot-Eiche zu sehen.Wegen der auffallenden roten Blattfärbung hat die Rot-Eiche ihren Namen erhalten. Dies ist auch ein Grund, weswegen sie in Europa angepflanzt wurde. Inzwischen haben sich in vielen Gegenden die Rot-Eichen durch Selbstverbreitung ausgebreitet. Auch Eichelhäher spielen gerade hier eine große Rolle. In manchen Gegenden spielt sie auch forstwirtschaftlich eine Rolle.

 

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

Herbstzeitlose

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Die Herbstzeitlose gehört innerhalb der Gruppe der Lilienartigen Pflanzen zu der Familie der Zeitlosengewächse und ist im Kraichtal weit verbreitet. Sie blüht bei uns ab Mitte August und ist bis in den Oktober hinein zu finden. Sie wächst auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen, an Rainen und warmen Standorten. Auch in Auwäldern kann man sie antreffen.Hier blühen mehrere Herbstzeitlose auf einer großen Wiese. Da aber eine Pflanze bis zu fünf Blüten hervorbringt, kann man die genaue Anzahl der Pflanzen hier nicht bestimmen. Leider gehört die Herbstzeitlose aber zu den giftigsten Pflanzen, die bei uns wachsen. Jedes Jahr kommen viele Vergiftungsfälle, aber auch einige Todesfälle vor. Dabei spielen die blühenden Pflanzen keine Rolle. Die krokusähnlichen Blüten kann man bei uns im Kraichtal eigentlich nicht mit anderen Blütenpflanzen verwechseln. Tatsächlich bietet die Pflanze eine Besonderheit: Blätter und Blüten sind nie gleichzeitig zu sehen. Im Frühjahr erscheinen nur die Blätter, die im Sommer wieder verschwinden und im Herbst sind die Blüten zu sehen. Leider sind es die Blätter, welche für die zahlreichen Vergiftungen verantwortlich sind, denn es werden die Blätter der Herbstzeitlose  immer wieder mit den Blättern des Bärlauchs verwechselt, wodurch es zu den schon beschriebenen Vergiftungen und Todesfällen kommt.Herbstzeitlose an einem Wegrain. Auf vielen Wiesen bei uns gibt es ein Massenvorkommen der Herbstzeitlose. Dies macht dort die Weidehaltung sehr schwierig oder sogar unmöglich, denn auch für das Weidevieh sind die Blätter der Herbstzeitlose hoch giftig! Deswegen versuchen viele Landwirte, die Pflanze mechanisch zu entfernen, was wegen der sehr tief wurzelnden Pflanzen recht schwierig ist.

Wie man die Blätter der Herbstzeitlose und die Blätter anderer giftigen Pflanzen vom Bärlauch unterscheiden kann, können Sie im Beitrag   „Wer Bärlauch sammeln will, sollte genau hinsehen …“ nachlesen.

 

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

Schwarzer Nachtschatten

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Der Schwarze Nachtschatten ist eine einjährige Pflanze, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Man findet sie oft an den Rändern von Feldern mit Mais, Kartoffeln, Sonnenblumen, Unkrautfluren, Gräben, aber auch am Rand von Weinbergen.  Je nach Lage bildet er oft dichte Bestände. Hier wächst der Schwarze Nachtschatten am Rande eines Weinbergs. Deutlich sind die weißen Blüten und die schwarzen Beeren zu erkennen. Die Blütezeit der Pflanze dauert im Kraichtal von Mitte Juni bis Ende Oktober.Der Schwarze Nachtschatten enthält viele Alkaloide. Deswegen wird er als Giftpflanze eingeschätzt. Giftig sind vor allem die unreifen Beeren. Was den Giftgehalt der reifen Beeren betrifft, hängt von vielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Klima, aber auch vom Reifegrad ab. Deswegen werden die Blätter – aber auch die reifen Beeren in manchen Ländern als Gemüse genutzt. Man hat beobachtet, dass Hühner, welche die Beeren gefressen haben, verendet sind. Deswegen hat die Pflanze auch vielerorts den volkstümlichen  Namen „Hühnertod“ erhalten.Hier kann man die noch unreifen grünen Beeren erkennen, die einen hohen Gehalt an Giftstoffen enthalten. Wegen des möglichen Giftgehaltes der Pflanze ist vom Verzehr aller Teile des  „Schwarzen Nachtschattens“  abzuraten.

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

 

 

Sie ist groß aber harmlos: Kohlschnake

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Diese große Schnake kommt im Kraichtal recht häufig vor. Sie gehört zwar innerhalb der Zweiflügler zur Familie der Schnaken, aber vor ihr braucht man sich nicht zu fürchten. Da sie – wie alle anderen Schnaken keinen Stachel besitzt – kann sie nicht stechen; und weil sie auch über keine stechenden Mundwerkzeuge verfügt, ist sie völlig harmlos. In den Sommermonaten fliegen die Kohlschnaken vor allem in den Abendstunden umher und bilden über Wiesen oft kleine Schwärme. Dies geschieht oft bis in den Oktober hinein. Manchmal geraten sie auch in unsere Wohnungen und sorgen dabei  – wegen ihrer Größe und langen Beine – oft für panische Reaktionen. Erwachsene Kohlschnaken können nur flüssige Nahrung und Nektar zu sich nehmen. Ihre Larven können aber bei Massenbefall Schäden an Kulturpflanzen (z.B. an Kohl) anrichten, deren Wurzeln sie benagen.Bei dieser Kohlschnake handelt es sich um ein Männchen. Der Hinterleib endet rund  und ist im Gegensatz zu dem des Weibchens nicht spitz ausgezogen. Interessant sind hier die beiden „Schwingkölbchen“, die sich hinter dem vorderen Flügelpaar befinden. Die hinteren Flügel sind umgewandelt und sehen wie ein Trommelschlegel aus (auf diesem Bild ist das linke Schwingkölbchen deutlich zu sehen). Die Schwingkölbchen dienen der Steuerung und Stabilisierung beim Flug.

Eine Meisterin im Umgang mit Seide: Vierfleck-Kreuzspinne

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Viele Menschen ekeln sich vor Spinnen oder haben vor Spinnen Angst. Dies liegt unter anderem daran, dass es  Arten gibt, die auch für den Menschen gefährlich werden können. Auch ihr Aussehen und die Art ihrer Jagd mag eine Rolle spielen. Doch – gäbe es die Spinnen nicht, dann hätten wir ein Problem. Denn Spinnen vertilgen weltweit immense Mengen an Schädlingen:

Laut den Schätzungen und Berechnungen von Forschern aus Deutschland, Schweden und der Schweiz liegt die Menge der von Spinnen weltweit gefressenen Insekten und Kleinsttiere bei jährlich 400 – 800 Millionen Tonnen.  Aber auch als Beute spielen die Spinnentiere im Nahrungskreislauf eine gewaltige Rolle: Mehrere Tausend Räuber und Parasiten ernähren sich ausschließlich von Spinnen – und auch bei mehreren Tausend Vogelarten stehen Spinnen auf dem Speiseplan. (Quelle: „WELT“, vom 15.03.2107)!

Doch Spinnen besitzen erstaunliche Fertigkeiten und Fähigkeiten, die auch von uns Menschen zunehmend in neuen Techniken und Verfahrensweisen nachgeahmt und in den verschiedensten Bereichen genutzt werden. Es lohnt sich also, auch einmal die tollen Fähigkeiten dieser „Seidenkünstler“ genauer zu beobachten.

Als ein Beispiel dafür soll die „Vierfleck-Kreuzspinne“ dienen. Sie gehört zu den Echten Radnetzspinnen und kommt im Kraichtal recht häufig vor, obwohl man sie selten zu Gesicht bekommt. Im Gegensatz zu anderen Radnetzspinnen sitzt sie nämlich meist nicht in der Mitte ihres Fangnetzes – sondern verbirgt sich  in einem speziellen Versteck, das sie mit Hilfe ihrer Spinnfäden gebaut hat. Man kann sie an Waldrändern, Feldgehölzen oder an Gräben finden.Hier ist ihr Versteck an der Spitze einer „Goldrute“ zu sehen. Die Blätter der Goldrute sind durch Spinnfäden so zusammengezogen, dass die Spinne verborgen bleibt. Deutlich erkennt man aber das dichte Netzgewebe ihres Verstecks und die Haltefäden des darunter liegenden Fangnetzes. Mit ihren Beinen kann sie über einen Signalfaden die leichtesten Erschütterungen wahrnehmen, die  entstehen, wenn sich ein Tier im Netz verfangen hat.Von unten fotografiert sieht man, wie die Spinne in ihrem Versteck auf Beute wartet. Die Vierfleck-Kreuzspinne gibt es in vielen Farbvarianten, von gelb über rötlich bis olivgün. Charakteristisch sind aber ihre dunkel geringelten Beine. Die namensgebenden 4 Flecken sind aber bei einigen Farbvarianten nur undeutlich zu sehen. Wenn sich ein Tier im Netz verfangen hat, verlässt sie ihr nach unten offenes Versteck und ergreift die Beute. Wie kunstvoll sie dann mit ihren Spinnfäden arbeitet, sollen die folgenden Bilder zeigen:Die Spinne hat eine Fliege ergriffen und mit ihren Mundwerkzeugen gebissen. Dadurch fließt ihr Gift in den Körper des Beutetiers, welches dadurch fast augenblicklich betäubt oder getötet wird. Und dann beginnt sie, ihre Beute einzuspinnen. Hier sieht man die Vierfleck-Kreuzspinne von unten. Am Ende des kugeligen Hinterleibs sind auch die Spinnwarzen sichtbar. Aus diesen tritt dann eine Flüssigkeit aus, die an der Luft sofort zu einem Faden aushärtet. Spinnen können Fäden mit unterschiedlichen Eigenschaften produzieren. Spinnfäden sind sehr elastisch und belastungsfähig. Nur die Fangfäden im Netz sind klebrig. Diese werden von der Spinne nicht betreten. Zunächst wird die Fliege fixiert. Man kann deutlich erkennen, dass aus zwei Spinnwarzen Fäden austreten, die mit einem Beinpaar geordnet werden. Mit den anderen Beinpaaren wird die Fliege festgehalten, gedreht – und so in die Fäden eingewickelt. Die noch abstehenden Extremitäten und Flügel werden dadurch an den Körper der Fliege gepresst.Jetzt sieht man, dass aus allen Spinnwarzen Fäden austreten, die dann mit dem hinteren Beinpaar zu einem, sehr stabilen Faden verdrillt werden.Jetzt zieht die Spinne mit ihren Beinen die einzelnen Fäden in die Breite, so dass jetzt ein „Bandgewebe“ entsteht, mit dem die Fliege eingewickelt wird.Mit diesem Bandgewebe wird nun der gesamte Körper der Fliege eingepackt, dass diese wie ein in „Spinnfolie“ gehülltes Paket aussieht. Mit dem Gift hat die Spinne auch einen Verdauungssaft in ihre Beute injiziert, welches das Beutetier von innen auflöst. Dann wird die Spinne die Beute aussaugen. Ist sie aber bereits satt, dann wird das verhüllte Insekt im Bereich ihres Verstecks als Vorrat aufgehängt.

Das kurze Video zeigt, wie die Vierfleck-Kreuzspinne ihre schon sehr weit eingesponnene Beute fertig einpackt, mit einem Aufhänge-Faden versieht und dann in ihr Blattversteck abtransportiert.

 

Im Video wird auch kurz eine weitere Fliege sichtbar, die sich unten im Netz verfangen hat. Die Spinne wird sie später holen, wenn der erste Fang im Versteck „verstaut“ ist.

Ein Spinnentier, das keine Spinne ist: Weberknecht

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Auf den ersten Blick hält man sie für Spinnen. Die langen Beine sprechen eigentlich dafür. Doch beim genauen Betrachten erkennt man dann aber deutliche Unterschiede zwischen den Echten Webspinnen und den Weberknechten, von denen es bei uns einige Arten gibt:

Obwohl der Weberknecht eigentlich aussieht wie eine Spinne, ist er doch keine. Weberknechte bildern innerhalb der Spinnentiere eine eigene Gruppe. Während bei den Webspinnen ein deutlicher Abschnitt zwischen dem Kopf-Bruststück und dem Hinterleib zu erkennen ist, besitzen Weberknechte, von denen es bei uns zahlreiche Arten gibt, einen Körper ohne Einschnitte.Bei dieser Kreuzspinne ist deutlich der Abschnitt zwischen dem Kopf-Bruststück und dem Hinterleib zu sehen.Bei den Weberknechten sind die einzelnen Abschnitte des Körpers nicht wie bei den Webspinnen in Kopf-Bruststück und Hinterleib eingeteilt. Bei ihnen sind die einzelnen Abschnitte miteinander verwachsen.

Darüber hinaus besitzen Weberknechte keine Spinndrüsen. Sie können deswegen auch keine Fäden oder Fangnetze herstellen. Weberknechte sind nützlich, weil sie auch kleine Insekten fressen. Aber auch tote Kleintiere und Pflanzenteile werden verzehrt.Die überaus langen Beine besitzen zahlreiche Gelenke und sind deswegen sehr beweglich. So können sie sich geschickt zwischen den Pflanzen fortbewegen. Bei Gefahr können Weberknechte ein übel riechendes Sekret absondern, das Fressfeinde lähmen oder sogar töten kann. Die Mundwerkzeuge sind zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringenBei Gefahr können Weberknechte auch ein Bein abwerfen, das dann weiterzuckt und Fressfeinde ablenkt, während der Weberknecht flieht.Weberknechte leben vorwiegend auf Sträuchern, Wiesen und Bäumen. Manche Arten findet man aber auch in Kellern oder Garagen. Dort jagen sie auch schädliche Kleintiere. Obwohl sich einige Menschen vor den Weberknechten ekeln, sind sie doch recht nützliche Tiere. Es gibt viele volkstümliche Namen für die Weberknechte: Schneider, Schuster, Zimmermann, Kanker, aber auch Opa Langbein

Echtes Leinkraut

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Wenn im Kraichtal die ersten Blüten des Echten Leinkrauts am Wegrand oder  am Rand von Gräben erscheinen, dann ist es Hochsommer. Die gelben Blüten sind dann bis in den Herbst hinein zu sehen. Bis Ende Oktober bieten sie dann den Insekten wie Hummeln, großen Wildbienen und einigen Schmetterlingen Nahrung. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.Wenn man die Blüten betrachtet, erklärt sich auch der volkstümlicher Name: „Kleines Löwenmaul“, den das Echte Leinkraut erhalten hat.  Die schwefelgelben Blüten besitzen einen langen Sporn. Bestäubt werden können sie nur von Hummeln und großen Wildbienen, denn die Unterlippe ist an die Oberlippe gepresst, die sich nur mit einiger Kraft öffnen lässt. Allerdings kommen auch manche Schmetterlinge mit ihrem langen und schmalen Rüssel an den Nektar.Hier fliegt gerade eine Wiesenhummel an.Nur kräftige Insekten mit langem Rüssel können das Echte Leinkraut bestäuben. Dazu muss die Unterlippe nach unten gebogen werden, was einigen Kraftaufwand bedeutet.Jetzt hat sie es geschafft und kann mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreichen, der sich im langen Sporn befindet. Weil sie dabei an den Staubblättern entlang streift, bestäubt sie – wenn sie beim nächsten Blütenbesuch an der Narbe vorbeistreicht – die Blüte. Die Fruchtkapseln werden vom Wind oder von Tieren bewegt und streuen dann die darin enthaltenen Samen aus. Die Samen sind wegen ihres Hautrandes „Segelflieger“ werden aber auch von Ameisen verbreitet.

Junge Jagdfasane sind jetzt selbstständig unterwegs

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Es ist September im Kraichtal. Nachdem die jungen Jagdfasane im Mai/Juni geschlüpft waren, wurden sie noch viele Wochen von der alten Fasanenhenne geführt, die den Jungvögeln zeigte, was man fressen und wie und wo man Deckung finden kann – und sie hat die Jungen in dieser Zeit vor Feinden beschützt.Jetzt sind die Jungen ohne die Henne unterwegs. So wie es aussieht, sind die Jungfasane noch mit ihren Geschwistern zusammen. Wäre die Henne noch dabei, würden die Jungvögel nicht so offen auf einem Wirtschaftsweg stehen. Man merkt aber, dass sie unschlüssig sind und versuchen abzuschätzen, ob ihnen gerade Gefahr droht oder nicht.Wie man sieht, befinden sich die Jungvögel in der ersten Jahresmauser. Deutlich sind sowohl das braun-beige jugendliche Dunenkleid als auch die typischen Federn des Erwachsenen-Kleides zu sehen.Das Bild zeigt einen jungen Hahn, der sich mitten in der Mauser befindet. In wenigen Tagen wird er wie ein Altvogel aussehen. Im Unterschied zu einem Altvogel wird er aber noch einen  kleinen Wangenlappen haben.Ein erwachsener Hahn mit ausgebildeten Wangenlappen.Im Vordergrund ist eine Junghenne zu sehen, die bereits weiter durchgemausert ist. Aber auch bei ihr zeigen sich am Hals und im Kopfbereich noch Reste des Dunenkleids.Hier ist eine erwachsene Henne zu sehen, die im Juni noch ihre Jungen führt.Im Juni kann man kaum sehen, welches Geschlecht die Jungvögel haben. Nach vollendeter Mauser werden  die Jungfasane mit anderen in den verschiedensten Gesellschaften den Winter verbringen, bis im Frühjahr die nächste Brutzeit beginnt.

Auch Rotmilane sind jetzt auf Regenwurm-Jagd

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Es ist September. Viele Felder sind abgeerntet und liegen jetzt offen da. Auf den frisch bearbeiteten Feldern gibt es jetzt für viele Tiere etwas zu holen. Vor allem Rabenkrähen, Mäusebussarde, aber auch Rotmilane kann man jetzt sehen, die auf den Feldflächen nach Nahrung suchen. Tatsächlich ernähren sich Rotmilane neben Vögeln und Kleinsäugern, die sie im Flug erbeuten, auch von Bodentieren wie Insekten und Regenwürmern. Diese können  – je nach Jahreszeit – einen beträchtlichen Anteil an der täglich aufgenommenen Nahrung darstellen.Ein Rotmilan auf einem frisch bearbeiteten Getreidefeld. Die Oberfläche des Feldes ist aufgebrochen; jetzt kommt er leichter an die Bodentiere  wie Käfer oder Regenwürmer heran.

Das folgende kurze Videobeispiel zeigt, wie ein junger Rotmilan auf dem Boden nach Regenwürmern und anderen Kleintieren sucht.

 

David gegen Goliath: Wer bekommt den süßen Saft …?

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Es ist Anfang September. Viele Felder sind abgeerntet, große Feldflächen liegen offen da. Lediglich Kulturen wie Sonnenblumen, Mais, Soja, Zuckerrüben, Zwischenfrucht-Kulturen oder Blühstreifen bieten noch einige Zeit Deckung und Nahrung. Und hier tut sich auch  noch einiges, obwohl alles verblüht zu sein scheint. Das Bild zeigt kein Sonnenblumenfeld sondern einen „Blühstreifen“, der viele unterschiedliche Pflanzenarten beinhaltet – und der wahrscheinlich noch bis ins nächste Frühjahr so stehen bleibt.Sonnenblumen, Phacelia, Ölrettiche, Borretsch, Buchweizen, Kornblumen und viele andere Arten sind hier aufgegangen und haben in den vergangenen Monaten ein buntes Bild an blühenden Pflanzen geboten. Als Folge davon konnte man zahlreiche Insekten, Vögel aber auch Säugetiere beobachten, die hier Nahrung oder Deckung gefunden haben.Eigentlich könnte man meinen, dass auf diesem Feld – wo fast alles verblüht ist, für Insekten und andere Kleintiere nicht mehr zu holen ist. Allenfalls für Vögel, die sich in ein paar Wochen an den Sonnenblumenkernen sattfressen werden. Weit gefehlt:  Man muss nur genau hinsehen – und dann kann man ganz tolle Beobachtungen machen. Bei dieser Sonnenblume ist zwar der große Korb mit den zahlreichen Blütenständen abgebrochen oder abgeschnitten. Wahrscheinlich wurde er dann mit nach Hause genommen, als er noch blühte. Trotzdem lebt die Pflanze noch und produziert Traubenzucker und Sauerstoff, so lange die Blätter grün sind.  Während der Sauerstoff an die Luft abgegeben wird, fließen die zuckerhaltigen Säfte in den Stiel, wo sie weitertransportiert werden. Und wegen dieses zuckerhaltigen Pflanzensaftes bleibt auch die Pflanze für viele Tiere interessant. Es ist auch hier so: Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass sich eine Hornisse am Blattstiel aufhält. Und dann sieht man noch jede Menge Ameisen, die dort geschäftig hin und her eilen – oder an einem Stängel sitzen und etwas auflecken.Der Grund ist einfach: Ameisen haben an den Verletzungen des Blattstiels den süßen Pflanzensaft entdeckt, den sie jetzt aufnehmen. Deutlich ist zu erkennen, dass die Ameise auf dem Bild so viel Saft aufgenommen hat, dass der Hinterleib vom Saft mächtig aufgequollen ist. Oben an der offenen Stelle hat aber auch eine Hornisse Gefallen am Pflanzensaft gefunden. Und dieser Saft schmeckt ihr offensichtlich. Doch die Ameisen sind nicht gewillt, die süße Quelle einfach aufzugeben und greifen die Hornisse an. Obwohl die Hornissen Jagd auf alle Arten von Insekten machen, mit denen sie dann die Larven füttern, nehmen sie zur eigenen Ernährung gerne süße Pflanzensäfte – vor allem aus Bäumen – auf.  Aber wenn es wie hier bei der Sonnenblume ebenfalls einen süßen Pflanzensaft gibt, dann sind natürlich auch bald einige Hornissen zur Stelle.Jetzt beginnt ein gemeinsamer Angriff auf die Hornisse. Diese wird von allen Seiten  bedrängt. Wie hier auf den Bildern zu sehen ist, beißt gerade eine Ameise in die Fühler der Hornisse. Diese weicht aus, wird aber von anderen Hornissen an den Beinen gepackt und reißt sich los. Der Kampf um die Saftquelle dauert mehrere Minuten. Das folgende kleine Video dokumentiert, wie verbissen die Ameisen kämpfen und wie hartnäckig aber auch die Hornisse am Saft lecken will. Der Film gibt nur einen kurzen Ausschnitt wieder, der in Wirklichkeit mehrere Minuten andauert.

Was im Video zu sehen ist: Weder die Hornisse noch die Ameisen geben freiwillig die Futterquelle auf. Gemeinsam gehen nun mehrere Ameisen auf die Hornisse los  um sie zu vertreiben. Sie beißen in Fühler und in die Beine der Hornissse. Diese schüttelt die Ameisen immer wieder ab, aber die Ameisen gehen unentwegt gegen die Hornisse vor. Endlich gibt die Hornisse nach, findet aber am Grund des Stängels eine erneute Saftquelle, während die Ameisen an der Spitze der Sonnenblume bleiben. Jetzt kann sie dort in Ruhe den Pflanzensaft aufnehmen, zumindest bis die nächsten Ameisen kommen ….