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Blauflügelige Ödlandschrecke

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Die Blauflügelige Ödlandschrecke kommt auf warmen, kargen Vegetationsflächen  vor. In Deutschland gilt sie als bedrohte Art und steht deswegen auf der Roten Liste. Die Ödlandschrecke meidet geschlossene Pflanzendecken. Deswegen findet man sie auf dem Boden in Kies- und Sandgruben, aber auch auf steinigen Böden mit wenig Pflanzenbewuchs. Sie klettern selten auf Pflanzen. Ihren Namen hat sie, weil sie beim Auffliegen auf der Flucht ihre blauen Flügel zeigt. Das Weibchen ist größer als das Männchen. Beide sind jedoch durch ihre Färbung ideal an die verschiedensten Böden angepasst. Besonders auffallend ist ihr Fluchtverhalten. Die Fluchtdistanz ist äußerst gering; erst in „letzter Sekunde“ springt sie auf und kann mit Hilfe ihrer Flügel bis zu 10 m weit fliegen. Dann landet sie wieder auf einer freien Bodenfläche. Im Laufe ihrer Entwicklung kann sie auch noch ihre Farbe ändern; selbst erwachsene Tiere können dies noch tun. Deswegen treten viele verschiedene Farbmuster auf. Meist sind aber einzelne Teile des Körpers und der Gliedmaßen blau oder bläulich.

Ödlandschrecken bei der Paarung

Weibchen vorne, Männchen hinten

 

Mittelspecht

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Der Mittelspecht brütet meist  in alten Laubwäldern. Er ist kleiner als der Buntspecht. Männchen und Weibchen sind ähnlich gefärbt. Beim Männchen reicht der rote Scheitel etwas weiter nach hinten als beim Weibchen. Der Mittelspecht hat eine weiße Stirn und weiße Kopfseiten, der schwarze Wangenstreif fehlt. Der Hinterleib ist nicht rot sondern rosa gefärbt, der Bauch ist gestrichelt. In den letzten Jahren hat der Bestand des Mittelspechts bei uns wieder etwas zugenommen. Bei uns im Kraichtal kamen in den letzten Jahren vermehrt Bruten in den Streuobstwiesen vor.

Die Bilder zeigen Mittelspechte in einem alten Apfelbaum am Rande einer Streuobstwiese. Dass der Baum schon seit mehreren Jahren von Vögeln als Brutstätte genutzt wird, zeigen zahlreiche Nisthöhlen im Stamm und in den Ästen des Baums. Die jungen Mittelspechte sind fast flügge. Zwischen den Fütterungen durch die Altvögel schauen sie immer wieder aus der Nishöhle heraus. Die Brut verlief in diesem Fall erfolgreich. Schon eine Woche später war die Nisthöhle durch Stare belegt, die dort ebenfalls Junge aufzogen.