Wie man sie leicht unterscheiden kann: Aaskrähe, Saatkrähe und Dohle

Wie man sie leicht unterscheiden kann: Aaskrähe, Saatkrähe und Dohle

Aaskrähe, Saatkrähe und Dohle sind drei  heimische Vertreter aus der Vogelfamilie der Krähenverwandten. Was viele nicht wissen: Diese drei Arten gehören zu den Singvögeln.  Alle haben alle ein metallisch schimmerndes Gefieder, das sich je nach Lichteinfall im Aussehen verändern kann. Aaskrähen, Saatkrähen und Dohlen sehen ähnlich aus, lassen sich aber relativ leicht unterscheiden, wenn man die Form des Schnabels und des Kopfes betrachtet Auch bei der Art ihrer Fortbewegung gibt es deutliche Unterschiede: Aaskrähe:Kopf- und Schnabelform: Der obere Teil des Kopfes ist bei der Aaskrähe rund. Der Schnabel ist dick und vorne nach unten gebogen. Der Schnabelgrund ist befiedert, die Atemlöcher sind nicht sichtbar. Der ganze Schnabel ist schwarz. Fortbewegung:  Aaskrähen hüpfen meist vorwärts; sie gehen manchmal bei der Futtersuche, Saatkrähen gehen. dabei zeigen sie den typisch schaukelnden Gang. Aaskrähen kann man bei uns im Kraichtal manchmal im „Luftkampf“ mit Greifvögeln beobachten, die sie nicht in ihrem Revier dulden wollen. Dabei sind sie wegen ihrer Hartnäckigkeit oft erfolgreich. Hier sind gerade zwei Aaskrähen bei einer solchen Aktion mit einem Rotmilan zu sehen. Aaskrähen sind etwas größer als die Saatkrähen. Aaskrähen trifft man meist paarweise,  in kleineren Gruppen oder manchmal auch einzeln an. Man sieht sie überall in der Feldflur, wo sie nach Nahrung suchen.  Aaskrähen sind Allesfresser. Bei ihrer Ernährung greifen sie jeweils auf das vorhandene Nahrungsangebot zurück. So sind im Herbst und Winter vorwiegend Feldfrüchte, aber auch Kleinsäuger und Aas sowie organischer Abfall auf ihrer Speisekarte. Mit dem Erscheinen der Insekten im Frühjahr und dem Beginn der Brutsaison bei den Singvögeln holen sie sich auch gelegentlich Eier aus den Nestern und vertilgen Insekten und deren Larven. Bei uns im Kraichtal sind sie das ganze Jahr über anzutreffen. Saatkrähe:Kopf- und Schnabelform: Bei der Saatkrähe ist der obere Teil des Kopfes spitz und nicht rund. Der Schnabel ist lang, spitz und etwas gebogen. Die Schnabelwurzel ist weiß und die Schnabeloberseite ist nicht befiedert. Die Atemlöcher sind sichtbar. Bei Altvögeln ist der Schnabelgrund grindig weiß.Schwieriger kann es aber bei jungen Saatkrähen werden. Diese kann man anfangs durchaus mit jungen Aaskrähen verwechseln. Denn erst mit ca. 8 Monaten sehen sie wie Altvögel aus. So ist der Schnabelgrund dieser Saatkrähe noch leicht befiedert, aber an der spitzen und kaum gebogenen Schnabelform kann man sie jetzt schon von einer Aaskrähe unterscheiden. Zudem ist der obere Teil des Kopfes nicht rund sondern spitz. Fortbewegung: Saatkrähen bewegen sich im „Schaukelgang“ gemächlich voran und hüpfen nicht. Saatkrähen kommen meist in ganzen Schwärmen aus Norden und Osten bei uns an. Wenn man also große Ansammlungen von schwarzen Vögeln sieht, handelt es sich meist um Saatkrähen. Man kann sie bei uns im Kraichtal von November bis März in der Feldflur beobachten. Die Saatkrähen ernähren sich überwiegend von Pflanzenteilen, aber auch zu einem großen Teil von Tieren, die sie im Boden aufstöbern. Schnecken, Insekten und deren Larven, Regenwürmer und andere Kleintiere. Dadurch sind sie nützliche Vertilger von Kulturschädlingen. Allerdings richten sie, wenn sie in Massen vorkommen, auch Schäden bei den Kulturpflanzen an. Das trifft vor allem dann zu, wenn sie – wie es bei den Saatkrähen üblich ist – die Felder gezielt absuchen. Saatkrähen sind etwas kleiner als die Aaskrähen. Im April fliegen die Aaskrähen wieder in ihr Sommerquartier. Wenn Saatkrähen in Städten ihr Quartier aufschlagen, können sie dort wegen ihrer Schwarmgröße ebenfalls zur Plage werden. Dohle:Kopf- und Schnabelform: Der Schnabel der Dohle ist kurz und spitz. Der Kopf ist wie bei der Aaskrähe rund. Auffallend sind jedoch ihre Augen mit der hellen Iris. Ein weiteres Kennzeichen ist der graue Hinterkopf mit der schwarz befiederten Kopf-Vorderseite.Die Dohle ist viel kleiner als die Aaskrähe oder die Saatkrähe. Sie ist ungefähr so groß wie eine Taube. Außer einer Kolonie im Kraichtal sind die meisten Dohlen bei uns nur im Winterhalbjahr anzutreffen. Meist sind sie mit den Saatkrähen vergesellschaftet. Dohlen haben in etwa das gleiche Nahrungsspektrum wie die Aas- und Saatkrähen. Fortbewegung: Da sie viel kompakter gebaut sind, können Dohlen sich sehr schnell fortbewegen. Mit ihren kurzen Flügen überholen sie oft die Saatkrähen bei der Futtersuche. Auch im Flug sind sie sehr wendig und geschickt. So gelingt es ihnen immer wieder, vor den großen Krähen bei der Nahrungsquelle zu sein und diese dann auch zu ergattern.
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