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Rot-Eiche

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Die Rot-Eiche stammt aus Nordamerika und ist bei uns im Kraichtal meist nur in kleineren Beständen anzutreffen. Die Rot-Eiche kann mehr als 25 m hoch werden und wächst sehr schnell. Im Gegensatz zu den einheimischen Eichenarten ist die Rinde bei jungen Bäumen anfangs grau und glatt.Im Vordergrund sind drei junge Stämme der Rot-Eiche mit noch glatter Rinde zu sehen; ganz rechts im Hintergrund befindet sich ein schon älterer Stamm der Rot-Eiche, der einen Stammdurchmesser bis zu 2 m erreichen kann. Die Strukturen der Borke ähneln im Alter denen der einheimischen Eichen-Arten.Die Blätter der Rot-Eiche sind mehr als 20 cm lang und besitzen auf jeder Seite 4-5 Blattlappen auf, die mehrere Zentimeter tiefe Einbuchtungen aufweisen. Die Enden der eingelappten Teile der Blätter sind spitz.Die Fruchtbecher der Eicheln befinden sich an einem kurzen, ungefähr 1 cm langen Stiel. Der Fruchtbecher selbst ist sehr flach. Die Eicheln sind zwar  kurz, wirken aber durch ihre gedrungene Form recht groß.Die Eicheln selbst sehen wie „zusammengestauchte Eier“ aus.Hier sind Eicheln der Rot-Eiche zu sehen.Wegen der auffallenden roten Blattfärbung hat die Rot-Eiche ihren Namen erhalten. Dies ist auch ein Grund, weswegen sie in Europa angepflanzt wurde. Inzwischen haben sich in vielen Gegenden die Rot-Eichen durch Selbstverbreitung ausgebreitet. Auch Eichelhäher spielen gerade hier eine große Rolle. In manchen Gegenden spielt sie auch forstwirtschaftlich eine Rolle.

 

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

Herbstzeitlose

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Die Herbstzeitlose gehört innerhalb der Gruppe der Lilienartigen Pflanzen zu der Familie der Zeitlosengewächse und ist im Kraichtal weit verbreitet. Sie blüht bei uns ab Mitte August und ist bis in den Oktober hinein zu finden. Sie wächst auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen, an Rainen und warmen Standorten. Auch in Auwäldern kann man sie antreffen.Hier blühen mehrere Herbstzeitlose auf einer großen Wiese. Da aber eine Pflanze bis zu fünf Blüten hervorbringt, kann man die genaue Anzahl der Pflanzen hier nicht bestimmen. Leider gehört die Herbstzeitlose aber zu den giftigsten Pflanzen, die bei uns wachsen. Jedes Jahr kommen viele Vergiftungsfälle, aber auch einige Todesfälle vor. Dabei spielen die blühenden Pflanzen keine Rolle. Die krokusähnlichen Blüten kann man bei uns im Kraichtal eigentlich nicht mit anderen Blütenpflanzen verwechseln. Tatsächlich bietet die Pflanze eine Besonderheit: Blätter und Blüten sind nie gleichzeitig zu sehen. Im Frühjahr erscheinen nur die Blätter, die im Sommer wieder verschwinden und im Herbst sind die Blüten zu sehen. Leider sind es die Blätter, welche für die zahlreichen Vergiftungen verantwortlich sind, denn es werden die Blätter der Herbstzeitlose  immer wieder mit den Blättern des Bärlauchs verwechselt, wodurch es zu den schon beschriebenen Vergiftungen und Todesfällen kommt.Herbstzeitlose an einem Wegrain. Auf vielen Wiesen bei uns gibt es ein Massenvorkommen der Herbstzeitlose. Dies macht dort die Weidehaltung sehr schwierig oder sogar unmöglich, denn auch für das Weidevieh sind die Blätter der Herbstzeitlose hoch giftig! Deswegen versuchen viele Landwirte, die Pflanze mechanisch zu entfernen, was wegen der sehr tief wurzelnden Pflanzen recht schwierig ist.

Wie man die Blätter der Herbstzeitlose und die Blätter anderer giftigen Pflanzen vom Bärlauch unterscheiden kann, können Sie im Beitrag   „Wer Bärlauch sammeln will, sollte genau hinsehen …“ nachlesen.

 

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

Schwarzer Nachtschatten

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Der Schwarze Nachtschatten ist eine einjährige Pflanze, die zur Familie der Nachtschattengewächse gehört. Man findet sie oft an den Rändern von Feldern mit Mais, Kartoffeln, Sonnenblumen, Unkrautfluren, Gräben, aber auch am Rand von Weinbergen.  Je nach Lage bildet er oft dichte Bestände. Hier wächst der Schwarze Nachtschatten am Rande eines Weinbergs. Deutlich sind die weißen Blüten und die schwarzen Beeren zu erkennen. Die Blütezeit der Pflanze dauert im Kraichtal von Mitte Juni bis Ende Oktober.Der Schwarze Nachtschatten enthält viele Alkaloide. Deswegen wird er als Giftpflanze eingeschätzt. Giftig sind vor allem die unreifen Beeren. Was den Giftgehalt der reifen Beeren betrifft, hängt von vielen Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Klima, aber auch vom Reifegrad ab. Deswegen werden die Blätter – aber auch die reifen Beeren in manchen Ländern als Gemüse genutzt. Man hat beobachtet, dass Hühner, welche die Beeren gefressen haben, verendet sind. Deswegen hat die Pflanze auch vielerorts den volkstümlichen  Namen „Hühnertod“ erhalten.Hier kann man die noch unreifen grünen Beeren erkennen, die einen hohen Gehalt an Giftstoffen enthalten. Wegen des möglichen Giftgehaltes der Pflanze ist vom Verzehr aller Teile des  „Schwarzen Nachtschattens“  abzuraten.

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019

 

 

Echtes Leinkraut

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Wenn im Kraichtal die ersten Blüten des Echten Leinkrauts am Wegrand oder  am Rand von Gräben erscheinen, dann ist es Hochsommer. Die gelben Blüten sind dann bis in den Herbst hinein zu sehen. Bis Ende Oktober bieten sie dann den Insekten wie Hummeln, großen Wildbienen und einigen Schmetterlingen Nahrung. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.Wenn man die Blüten betrachtet, erklärt sich auch der volkstümlicher Name: „Kleines Löwenmaul“, den das Echte Leinkraut erhalten hat.  Die schwefelgelben Blüten besitzen einen langen Sporn. Bestäubt werden können sie nur von Hummeln und großen Wildbienen, denn die Unterlippe ist an die Oberlippe gepresst, die sich nur mit einiger Kraft öffnen lässt. Allerdings kommen auch manche Schmetterlinge mit ihrem langen und schmalen Rüssel an den Nektar.Hier fliegt gerade eine Wiesenhummel an.Nur kräftige Insekten mit langem Rüssel können das Echte Leinkraut bestäuben. Dazu muss die Unterlippe nach unten gebogen werden, was einigen Kraftaufwand bedeutet.Jetzt hat sie es geschafft und kann mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreichen, der sich im langen Sporn befindet. Weil sie dabei an den Staubblättern entlang streift, bestäubt sie – wenn sie beim nächsten Blütenbesuch an der Narbe vorbeistreicht – die Blüte. Die Fruchtkapseln werden vom Wind oder von Tieren bewegt und streuen dann die darin enthaltenen Samen aus. Die Samen sind wegen ihres Hautrandes „Segelflieger“ werden aber auch von Ameisen verbreitet.

Er steht oft im Wasser: Großer Wasserfenchel

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Der Große Wasserfenchel ist recht selten, kommt aber bei uns im Kraichtal gelegentlich vor. Er gehört zur Familie der Doldenblütengewächse und kann bis zu einem Meter groß werden. Er blüht von Juni bis Ende August. Sein Stängel ist hohl und kann – wenn der Große Wasserfenchel im Wasser steht – recht dick werden.  Die untergetauchten Blätter haben eine andere Form als die Luftblätter, die sich oberhalb der Wasseroberfläche befinden.Die Doldenblüten werden von verschiedenen Insekten bestäubt.Der Große Wasserfenchel wächst in stehenden und fließenden Gewässern (Teiche, Gräben, Tümpel, aber auch in Verlandungszonen) bis zu einer Wassertiefe von 1 m. Er mag kalkreiche Gewässer, die viele Nährstoffe enthalten. Dabei verträgt er starke Schwankungen des Wasserstandes an seinem Standort. Das trifft auch für diese Pflanze zu: Der Standort dieses Wasserfenchels war monatelang trocken gefallen.Der Wasserfenchel ist in allen Teilen giftig. Beim Menschen läuft eine Vergiftung milder ab. Vor allem für Pferde, Rinder, Schweine und Ziegen kann die Vergiftung aber tödlich enden.  Der Große Wasserfenchel spielte eine Rolle in der Volksmedizin; heute beschränkt sich seine Verwendung auf die Homöopathie.Die Früchte können sich im Wasser ausbreiten, weil sie so gebaut sind, dass sie schwimmen können. Aber auch eine vegetative Vermehrung durch Ausläufer ist möglich.

Eine hoch gefährliche Pflanze: Gewöhnlicher Stechapfel

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Der Gewöhnliche oder Weiße Stechapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Er stammt eigentlich aus Nord- und Mittelamerike und wurde in Europa eingeschleppt. Manche Wissenschaftler vermuten seine eigentliche Herkunft aus Asien (Indien).  Tatsächlich gibt es in Europa mehrere Stechapfel-Arten. Bei uns im Kraichtal kommt der „Gewöhnliche Stechapfel“ vor und man kann ihn von Juni bis weit in den Herbst hinein blühend antreffen. Er kann sowohl inmitten von Kulturpflanzen auftreten, aber auch in Unkrautfluren und Ödland. Manchmal erscheint er auch in Gärten, wohin er meist mit verunreinigter Gartenerde gelangen kann. Die Pflanze hat eine lange Vergangenheit als Heilpflanze, aber auch als Rauschdroge, welche oft bei rituellen Handlungen verwendet wurde. Als Heilpflanze hat sie bei uns ihre Bedeutung verloren, weil ihre Heilwirkung umstritten – und ihre Giftigkeit zu gefährlich ist.Er wurde lange wegen seiner schönen Blüten als Zierpflanze in Gärten gepflegt; wegen seiner enormen Giftigkeit der Pflanze geschieht dies heute kaum noch. Tatsächlich ist der Stechapfel in all seinen Teilen hoch giftig! Einen besonders hohen Giftgehalt weisen die Wurzeln und Samen auf. Bereits Mengen ab 0,3 g können schwere Giftwirkungen hervorrufen. Deswegen sollte die Pflanze auf keinen Fall in Gärten gepflegt werden, wo Kinder unterwegs sind. Denn für Kinder reichen schon sehr geringe Mengen, um eine schwere und lebensbedrohende Vergiftung hervorzurufen!!!Die Blüte sieht von hinten wie eine Schiffsschraube aus. Tatsächlich ist sie morgens noch geschlossen. Gegen Mittag beginnt sie sich dann zu öffnen. Nachts ist sie geöffnet und verströmt einen süßlichen Duft, der Nachtschmetterlinge anlockt. Diese bestäuben dann den Stechapfel. Morgens schließt sie sich dann wieder.Wenn nach der Bestäubung der Blüte die Blütenblätter abfallen, zeigt sich schon der Ansatz der Kapselfrucht. Eine Stechapfelpflanze kann bis zu 2m hoch werden. Dann bildet sie viele Fruchtkapseln aus, von denen jede mehrere Hundert Samen enthalten kann.  Bei dieser Fruchtkapsel ist schon eine der Nähte sichtbar, wo sich die Kapsel öffnen wird.Eine noch unreife stachelige Kapselfrucht des Stechapfels. Bei der Reife platzt die Fruchtkapsel an einer Naht auf und die schwarzen Samen werden sichtbar. Diese Kapsel ist schon weiter geöffnet – und die schwarzen Samen sind sichtbar. Wie man erkennen kann, hat sich auch die zweite Naht, die Quernat in der Mitte der Kapsel geöffnet Wenn sich beide Nähte weiter öffnen, werden die Samen bei jeder Bewegung ausgestreut. Diese sind – wie schon erwähnt -wie die Wurzel hoch giftig! Ihr Genuss kann Sinnestäuschungen, Bewusstseinstrübungen, Übelkeit, hohen Puls, Sehstörungen und Atemlähmungen hervorrufen. Der Verzehr kann lebensbedrohlich sein! Bei Vergiftungen sollte schnellstmöglichst ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden!Es hat sich gezeigt, dass bei der Einnahme der verschiedensten Pflanzenteile schwere Halluzinationen, z.B. „Horror-Trips“und „Angstzustände“ auftreten können, die aber im Gegensatz zu manchen synthetischen Drogen oft sehr lange andauern. Schon deswegen sollte sich das „Ausprobieren“ eigentlich verbieten. Gleiches gilt für die Engelstrompete, die zur gleichen Pflanzenfamilie gehört und ebenfalls hoch giftig ist!

Übrigens: Beim Entfernen der Pflanze sollte man Handschuhe tragen, da schon die Berührung Allergien auslösen kann!

Gewöhnlicher Froschlöffel

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Der Gewöhnliche Froschlöffel kommt im Kraichtal recht selten vor. Er gehört zur Familie der Froschlöffelgewächse. In Feuchtgebieten ist die Pflanze allerdings weit verbreitet. Der Froschlöffel kann fast einen Meter hoch werden und einen kräftigen Stängel entwickeln. Dabei kann er sowohl untergetaucht als auch vollständig Land wachsen.Wächst er im Wasser, dann bildet er Blätter unterhalb und oberhalb der Wasseroberfläche aus. Die Blattarten  unterscheiden sich im Aussehen. Untergetauchte Blätter sind oft schmal und bandartig, die „Luftblätter haben dagegen  eine breite Blattspreite.Die „Luftblätter“, das sind die Blätter, welche aus dem Wasser ragen, haben eine löffelartige Form. Die Pflanze wächst da, wo es auch Frösche hat. Und schon ist der Name der „Froschlöffel“ erklärt. Innerhalb der Familie der Froschlöffelgewächse gibt es mehrere Arten und Mischformen.Der kräftige Stiel, welcher die pyramidenförmig angeordneten Blütenstände trägt, ist blattlos und zeigt lediglich jeweils kurze Tragblätter unter den Blütenständen. Die Blüten öffnen sich meist  erst am Nachmittag. Die Blüten sind weißlich bis rosafarben. Der Gemeine Froschlöffel wächst an Ufern, in Gräben, Sümpfem und in Teichen. Er ist für den Menschen nur schwach giftig, für Weidetiere kann er aber tödlich giftig sein.

Sichelblättriges Hasenohr

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Das Sichelblättrige Hasenohr kommt im Kraichtal nur an wenigen Standorten vor. Es ist bei uns recht selten. Den Namen hat es wegen seinen gebogenen „sichelförmigen“ Blättern, die tatsächlich in ihrer Form an Hasenohren erinnern, erhalten. Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütengewächse. Sie kann mehr als einen Meter hoch werden. Die Blüten sind goldgelb gefärbt. Deutlich sind hier die sichelförmig gebogenen Blätter zu sehen, die an „Hasenohren“ erinnern.Die Blüten werden von zahlreichen Insekten wie Bienen, Fliegen, Wespen  und Käfern bestäubt. Im Kraichtal kann man sie von Juli bis in den Oktober hinein blühen sehen. Es wächst an Hecken-, Busch- und Waldrändern und liebt kalkreiche Lehm- oder Lößboden.Ein „typischer“ Standort: Der Rand einer Hecke entlang eines Weges bei einer Streuobstwiese im Kraichtal.Das Sichelförmige Hasenohr bildet hier mit zahlreichen anderen Pflanzen ein dichtes Pflanzengewirr.

Rainfarn

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Er heißt zwar „Rainfarn“, ist aber keine Farnpflanze sondern er gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Den Namen hat er aber wegen seiner Blätter, die wie  Farnblätter aussehen,  erhalten . Der Rainfarn ist eine kräftige, ausdauernde Pflanze, die mehr als einen Meter hoch werden kann. Bei uns im Kraichtal ist er seit ein paar Jahren recht häufig anzutreffen. Man findet ihn an Wegrändern, an Bahndämmen, aber auch auf Schuttplätzen, Unkrautfluren und Ödflächen. Der Rainfarn hat einen Blütenstand, der aus vielen einzelnen Blütenständen – den gelben Blütenkörbchen –  besteht. Diese haben etwa einen Durchmesser von jeweils 1 cm und sind 5 bis 6 mm hoch. Wegen der knopfartigen Form dieser einzelnen Blütenstände wird er in manchen Gegenden auch  „Westenknöpfle“ genannt.Der Rainfarn ist ein ausgesprochener Sonnenspezialist. Deswegen stellt er seine Blätter im vollen Sonnenlicht senkrecht nach Süden; somit vermeidet er eine Überhitzung der Blätter. Pflanzen mit solchem Verhalten nennt man „Kompasspflanzen“, da die Blätter nur mit den Blattkanten dem vollen Sonnenlicht ausgesetzt sind, wenn die Sonne zur Mittagszeit im Süden steht.Wie bei vielen Pflanzen im Kraichtal sind alle Teile des Rainfarns giftig.  Da er viele ätherische Öle (unter anderem Campfer) enthält, hat er eine Bedeutung als Duftpflanze, aber auch in der Pflanzenheilkunde findet er Verwendung. Für manche Menschen wirkt der Geruch anziehend, viele finden ihn aber abstoßend. Die Blätter und Blüten enthalten insektenabweisende Wirkstoffe. Daneben kann Rainfarn auf der Haut Kontaktallergien auslösen. Eine weitere Verwendung findet der Rainfarn als Färbepflanze. Bei entsprechender Behandlung werden dunkelgelbe oder dunkelgrüne Farben erzeugt.

Eine typische Orchidee im Kraichtal: Breitblättrige Stendelwurz

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Die Breitblättrige Stendelwurz gibt es bei uns im Kraichtal noch an vielen Standorten, weil sie hier das findet, was sie braucht: Kalkhaltige Böden und lichte Wälder.  Denn sie liebt halbschattige Standorte, wie sie in Wäldern und Gehölzen häufig  sind. Sie dürfte die am häufigsten vorkommende Orchidee im Kraichtal sein. So wächst sie an Waldrändern, entlang von Waldwegen, auf  Lichtungen, an Heckenrändern oder auch in Hohlwegen.  Allerdings ist auch sie in den letzten Jahren im Kraichtal in ihrem Bestand seltener geworden. Obwohl sie bei uns aber noch nicht gefährdet scheint, steht sie wie alle Orchideenarten unter Naturschutz. Sie kann recht hoch und dabei manchmal sogar bis 1 m groß werden. Ihre Blätter können bis 10 cm breit werden (Name!). Je nach Witterung kann man die Triebe der Breitblättrigen Stendelwurz zwar schon im Mai sehen,aber sie blüht bei uns normalerweise erst ab Ende Juni bis Anfang August.Die wunderschönen Blüten sehen so aus, wie man sich Orchiddenblüten vorstellt.  Bei der Breitblättrigen Stendelwurz sind sie grünlich bis leicht weiß-rosa. Die Blütenfarbe kann allerdings variieren. Der Blütenstand der Orchidee öffnet sich – wie dies bei vielen Orchideenarten der Fall ist – von unten nach oben.  Wenn auch die oberste Blüte des Blütenstandes geöffnet ist, befindet sich die Orchidee in „Vollblüte“.Hier sieht man den Blütenstand der Orchidee, an welchem fast alle Blüten – nur die oberste Blüte ist noch geschlossen – geöffnet sind. Bestäubt wird die Breitblättrige Stendelwurz von verschiedenen Bienenarten und auch von Fliegen. Die meisten der bestäubenden Insekten bekommen beim Verlassen der Blüte ein Pollenpaket an den Kopf geklebt, das sie beim nächsten Besuch einer anderen Blüte wieder loswerden können. Blütenbesuchende Wespen sind nicht an der Bestäubung beteiligt.Von der Breitblättrigen Stendelwurz gibt es zahlreiche Unterarten. Hier sind nochmals deutlich ihre breiten Laubblätter zu sehen. Die Blütenfarben unterscheiden sich oft in der Farbigkeit und der Intensität der Färbung.Wenn die Blüten bestäubt sind, reifen die Kapselfrüchte heran. Sind sie getrocknet, öffnen sie sich und geben eine große Menge winziger Samenkörnchen frei (pro Fruchtkapsel bis zu 10.000 Samen). Diese werden vom Wind über große Entfernungen verblasen, wobei sogar mehrere Kilometer erreicht werden können. Hier ein typischer Standort am Rande eines befestigten Wirtschaftsweges in einem Wald.