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David gegen Goliath: Wer bekommt den süßen Saft …?

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  1. NEs ist Anfang September. Viele Felder sind abgeerntet, große Feldflächen liegen offen da. Lediglich Kulturen wie Sonnenblumen, Mais, Soja, Zuckerrüben, Zwischenfrucht-Kulturen oder Blühstreifen bieten noch einige Zeit Deckung und Nahrung. Und hier tut sich auch  noch einiges, obwohl alles verblüht zu sein scheint. Das Bild zeigt kein Sonnenblumenfeld sondern einen „Blühstreifen“, der viele unterschiedliche Pflanzenarten beinhaltet – und der wahrscheinlich noch bis ins nächste Frühjahr so stehen bleibt.Sonnenblumen, Phacelia, Ölrettiche, Borretsch, Buchweizen, Kornblumen und viele andere Arten sind hier aufgegangen und haben in den vergangenen Monaten ein buntes Bild an blühenden Pflanzen geboten. Als Folge davon konnte man zahlreiche Insekten, Vögel aber auch Säugetiere beobachten, die hier Nahrung oder Deckung gefunden haben.Eigentlich könnte man meinen, dass auf diesem Feld – wo fast alles verblüht ist, für Insekten und andere Kleintiere nicht mehr zu holen ist. Allenfalls für Vögel, die sich in ein paar Wochen an den Sonnenblumenkernen sattfressen werden. Weit gefehlt:  Man muss nur genau hinsehen – und dann kann man ganz tolle Beobachtungen machen. Bei dieser Sonnenblume ist zwar der große Korb mit den zahlreichen Blütenständen abgebrochen oder abgeschnitten. Wahrscheinlich wurde er dann mit nach Hause genommen, als er noch blühte. Trotzdem lebt die Pflanze noch und produziert Traubenzucker und Sauerstoff, so lange die Blätter grün sind.  Während der Sauerstoff an die Luft abgegeben wird, fließen die zuckerhaltigen Säfte in den Stiel, wo sie weitertransportiert werden. Und wegen dieses zuckerhaltigen Pflanzensaftes bleibt auch die Pflanze für viele Tiere interessant. Es ist auch hier so: Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass sich eine Hornisse am Blattstiel aufhält. Und dann sieht man noch jede Menge Ameisen, die dort geschäftig hin und her eilen – oder an einem Stängel sitzen und etwas auflecken.Der Grund ist einfach: Ameisen haben an den Verletzungen des Blattstiels den süßen Pflanzensaft entdeckt, den sie jetzt aufnehmen. Deutlich ist zu erkennen, dass die Ameise auf dem Bild so viel Saft aufgenommen hat, dass der Hinterleib vom Saft mächtig aufgequollen ist. Oben an der offenen Stelle hat aber auch eine Hornisse Gefallen am Pflanzensaft gefunden. Und dieser Saft schmeckt ihr offensichtlich. Doch die Ameisen sind nicht gewillt, die süße Quelle einfach aufzugeben und greifen die Hornisse an. Obwohl die Hornissen Jagd auf alle Arten von Insekten machen, mit denen sie dann die Larven füttern, nehmen sie zur eigenen Ernährung gerne süße Pflanzensäfte – vor allem aus Bäumen – auf.  Aber wenn es wie hier bei der Sonnenblume ebenfalls einen süßen Pflanzensaft gibt, dann sind natürlich auch bald einige Hornissen zur Stelle.Jetzt beginnt ein gemeinsamer Angriff auf die Hornisse. Diese wird von allen Seiten  bedrängt. Wie hier auf den Bildern zu sehen ist, beißt gerade eine Ameise in die Fühler der Hornisse. Diese weicht aus, wird aber von anderen Hornissen an den Beinen gepackt und reißt sich los. Der Kampf um die Saftquelle dauert mehrere Minuten. Das folgende kleine Video dokumentiert, wie verbissen die Ameisen kämpfen und wie hartnäckig aber auch die Hornisse am Saft lecken will. Der Film gibt nur einen kurzen Ausschnitt wieder, der in Wirklichkeit mehrere Minuten andauert.

Was im Video zu sehen ist: Weder die Hornisse noch die Ameisen geben freiwillig die Futterquelle auf. Gemeinsam gehen nun mehrere Ameisen auf die Hornisse los  um sie zu vertreiben. Sie beißen in Fühler und in die Beine der Hornissse. Diese schüttelt die Ameisen immer wieder ab, aber die Ameisen gehen unentwegt gegen die Hornisse vor. Endlich gibt die Hornisse nach, findet aber am Grund des Stängels eine erneute Saftquelle, während die Ameisen an der Spitze der Sonnenblume bleiben. Jetzt kann sie dort in Ruhe den Pflanzensaft aufnehmen, zumindest bis die nächsten Ameisen kommen ….

 

 

Ein Bienenvolk auf Abwegen

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Es ist Mitte August. In dem großen Birnbaum tut sich was. Offenbar ist einem Imker ein Bienenschwarm  „ausgebüxt“  und hat in dem dicken Stamm eine neue Bleibe gefunden. Tatsächlich schwärmen die Bienen heftig ein und aus. Und zu holen gibt es ja was in der Nähe. Keine 100 m entfernt befindet sich ein mehrere Hektar großes Feld mit Sonnenblumen; aber auch Felder mit Luzerne und Zwischenfrucht-Felder mit vielen Blütenpflanzen wie Sonnenblumen, Büschelschön (Phacelia), Buchweizen und verschiedenen Kleearten sind in Flugweite.Das Einflugloch befindet sich Richtung Südost – und der Baum scheint mit seinem dicken Stamm eine Menge Platz zu bieten. Jedenfalls verteilen sich einige Einfluglöcher ehemaliger Nisthöhlen über mehrere Etagen im Baum, die wahrscheinlich miteinander verbunden sind. Denn auch bei den oberen Öffnungen kann man Bienen ein- und ausfliegen sehen. Hier ist das Haupt-Flugloch, an welchem die meisten Flugbewegungen stattfinden. Interessant ist aber auch, dass auch Wildbienen in die  kleineren Öffnungen im Bereich des Einflugloches Pollen eintragen.Hier im Einflugbereich sieht man die „Wächterbienen“ welche die zurückkehrenden Sammelbienen auf ihre Zugehörigkeit zum Volk überprüfen. Links in den kleinen Löchern ist gerade eine kleine Wildbiene mit Pollen eingeflogen. Ebenso sieht man eine Sammelbiene, die gerade Pollen einträgt. Dies ist in der Mitte des Bildes als gelblicher Pollenklumpen zu sehen.Jedenfalls geht es im alten Birnbaum lebhaft zu. Einen kleinen Eindruck davon soll das kleine Video-Beispiel bieten. Wie alle Videos im Blog können sie das Video im Vollbild-Modus ansehen. Klicken Sie dazu auf das viereckige Symbol ganz rechts unten. So können Sie  auch am Ende wieder in den Normal-Modus zurückkehren.

 

Leider sind die Aussichten dieses Volkes, den Winter zu überleben nur sehr gering. Selbst wenn der Birnbaum für die Vorräte und Bienenbrut genügend Platz bietet, sind die Überlebens-Chancen für das neue Volk düster. Es ist in der heutigen Zeit kaum noch möglich, dass Bienenvölker ohne die Hilfe eines erfahrenen Imkers oder Fachmanns in der freien Natur längere Zeit überleben können. Dies liegt vor allem an den weit verbreiteten Brutparasiten der Honigbienen wie zum Beispiel die Varroa-Milbe, welche das Bienenvolk befallen und die gesamte Brut vernichten können. Zudem werden mit diesen Milben auch Krankheitserreger eingeschleppt. Unterbleibt also eine wirksame Bekämpfung der Milben wird das Bienenvolk im Birnbaum leider keine Chance haben.

 

13. April 2019: +3°C. im Kraichtal – und die Ackerhummel bestäubt Blüten!

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Es ist wieder mal April. Der Winter lässt nochmal kurz seine Muskeln spielen. Ein kalter Wind weht und es schneit: Schneegriesel. -Draußen ist es unangenehm und kalt. Eigentlich würde man jetzt keine Insekten vermuten, die von Blüte zu Blüte fliegen und auf der Suche nach Nektar und Pollen sind. Und doch sind Ackerhummeln und andere Wildbienen unterwegs, die genau das machen. Zunächst sind es nur Königinnen, die einen neuen Staat gründen und dazu Futter für die kommende Brut sammeln. Die Königin hat ein Nest gebaut und Eier gelegt, in denen sich bereits Larven entwickeln. Und die müssen demnächst gefüttert werden. Dazu hat sie – neben den Brutzellen – auch napfförmige Voratsbehälter für Pollen und Nektar gebaut, die jetzt von ihr gefüllt werden.  Denn schon in wenigen Tagen werden die ersten Junghummeln schlüpfen, die dann die Blütenbesuche unternehmen. Taubnesseln, Scharbockskraut, Gundermann, Obstbaumblüten, Schwarzdorn, Weiden und andere Blütenpflanzen stellen schon ein breites Angebot an Blüten zur Verfügung. Honigbienen sucht man allerdings an solchen Tagen vergeblich. Die können bei diesen Temperaturen nicht ausfliegen. So sind Wildbienen, zu denen ja die Hummeln gehören, wichtige Bestäuber vieler Kulturpflanzen, die auch dann fliegen können, wenn es für die Honigbienen noch zu kalt ist. Gerade, wenn es während der Obstbaumblüte zu Kälteeinbrüchen kommt, spielen die Wildbienen, also auch die Hummeln eine wichtige Rolle bei der Bestäubung während solcher Wetterlagen. Hummeln haben also – wie viele andere Wildbienen-Arten auch – für uns Menschen eine sehr große Bedeutung.Die Ackerhummel kriecht in die geöffnete Lippenblüte der Gefleckten Taubnessel ein. Mit ihrem langen Rüssel kommt sie gut an die Nektarvorräte, die sich im Grunde der Blütenkronröhre befinden, heran. Aber auch die Königin selbst braucht für ihre Sammelflüge Energie. Diese bekommt sie  vor allem vom Nektar.Die Staubblätter der Taubnessel befinden sich in der löffelartig gewölbten Oberlippe. Beim Eindringen der Hummel in die Blütenkronröhre streift sie an den Staubblättern entlang. Dadurch werden die Pollenkörner aus den Staubblättern auf ihren „flauschigen Pelz“ gestreut.  Auf dem Bild sieht man die vier Staubblätter mit den dunkel gefärbten Staubbeuteln am Ende.  In diesen befinden sich die Pollen. Bei den Lippenblütengewächsen gibt es bei den Taubnesseln in den Blüten normalerweise  4 Staubblätter, davon  2 lange und 2 kürzere. Die Blüten sind rings um den Stängel in den Blattachseln verteilt.Nachdem der Nektar aus der ersten Blüte geholt wurde, wird jetzt die benachbarte Blüte besucht. Mit den Pollen der ersten Blüte wird jetzt die zweite Blüte bestäubt, wenn die Pollen auf der Narbe der zweiten Blüte abgestreift werden. Damit ist die Blüte bestäubt.Auf dem Bild sieht man bei der  linken Blüte die Narbe als dünnen roten Faden zwischen den Staubblättern. Die Narbe ist Teil des Fruchtblatts der Blüte. Wenn Pollen auf die Narbe kommt, bezeichnet man diesen Vorgang als „Bestäubung“. Als Folge der Bestäubung bildet die Pflanze Früchte mit den darin enthaltenen Samen.Anschließend fliegt sie zur nächsten Blüte oder einer anderen Taubnessel. Während des Fluges dahin kämmt sie sich mit „kammartig“ geformten Strukturen an ihren Beinen den Pollen aus dem „Pelz“ und streift den Pollen an den „Sammelbeinen“ ab.Hier sieht man das orangerote Pollenpaket aus Taubnesselpollen an den Seiten der Sammelbeine kleben. Eine ganz spezielle Anordnung von nach innen gerichteten Haaren des hintersten Beinpaares bildet dann die „Pollen-Sammelvorrichtung“,  das „Körbchen“,  in welchem  der Pollen gesammelt wird.Wenn die Hummel genug Pollen gesammelt hat, sind die orangeroten Pollenpakete am letzten Hinterbeinpaar deutlich sichtbar. Man sagt, dann sie „höselt“; das heißt, es sieht aus, als ob sie farbige Hosen anhätte. Im Nest angekommen, werden die  Pollen-Pakete  dann in den dafür vorgesehenen Sammelbehältern gelagert. Tatsächlich ist der Pollen bei den Blütenpflanzen unterschiedlich gefärbt. Während der Pollen der „Gefleckten Taubnessel“  orangerot ist, hat der Gänseblümchen-Pollen eine gelbe Farbe; der Pollen der Weißen Taubnessel ist weiß. Es gibt aber auch braune, tiefrote, grüne, blaue und sogar schwarze Pollen. Wenn genügend Hummeln im neuen Staat vorhanden sind, verlässt die Königin das Nest nicht mehr und beschränkt sich auf das Eierlegen. Die weiteren Arbeiten wie die Pflege der Brut oder das Sammeln von Pollen und Nektar übernehmen dann die Arbeiterinnen, die aus den ständig neu gelegten Eiern  der Königin schlüpfen.

Ackerhummel

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Die Ackerhummel gehört wie alle Hummelarten zu den Wildbienen. Hummeln sind  „staatenbildende Insekten“.Im Gegensatz zu den einzeln lebenden Wildbienen den „Solitärbienen“. Hummeln bilden einen „Sommerstaat“. Dieser wird jeweils im Frühjahr von der Königin begründet und besteht bis in den Herbst. Dann sterben alle Mitglieder des Staates. Nur die „neuen“ jungen Königinnen überleben – und bilden im nächsten Frühjahr wieder einen neuen „Sommerstaat“. Die Honigbienen dageben bilden einen „Dauerstaat“, der über mehrere Jahre hinweg bestehen bleibt.

Man erkennt die Ackerhummel am rotbraunen Rücken und dem schwarz-gelblich geringelten Hinterleib. Es gibt aber zahlreiche Farbvarianten. Insgesamt wirkt die Ackerhummel sehr „flauschig“. Bei der abgebildeten Ackerhummel handelt es sich um eine „Königin“. Denn Arbeiterinnen und Drohnen gibt es jetzt noch nicht. Die Königin hatte sich im vergangenen Herbst mit Drohnen gepaart – und dann einen geeigneten Unterschlupf zur Überwinterung gesucht. Bei geeigneter Witterung erscheint sie dann Anfang April und sucht zunächst einmal nach Futter.  Dieses findet sie gerade bei den rotblühenden Taubnesseln, der „Roten Taubnessel“, der „Stängelumfassenden Taubnessel“(sie ist im Kraichtal seltener) und der „Gefleckten Taubnessel“, von denen es Ende März Anfang April bei uns schon große Vorkommen gibt. Auch andere Pflanzen werden zur Nahrungsaufnahme aufgesucht, wobei die verschiedenen Taubnesselarten im Laufe des weiteren Jahres eine große Rolle für die Ernährung der Hummeln spielen. Mit ihrem großen Rüssel kommen die Hummeln auch bei den Taubnessel-Blüten sowohl an den Pollen als auch an den Nektar heran.Hier fliegt die Königin gerade eine Gefleckte Taubnessel an. Diese kommt auf Feldern, Äckern und Wegrändern vor – und ist – gemeinsam mit anderen Taubnesseln -ein wichtiger Pollen- und Nektar-Lieferant für die Insekten, welche schon im März/April unterwegs sind. Beim Einfliegen in die Lippenblüte streift sie an den Staubblättern der Taubnessel vorbei.Dabei füllt sie den Zwischenraum zwischen Ober- und Unterlippe der Taubnessel fast völlig aus. Beim Besuch der nächsten Blüte streift sie einen Teil des Pollens auf der Narbe der nächsten Blüte ab und bestäubt sie dadurch. Tatsächlich spielen Hummeln und andere Wildbienen-Arten eine wichtige und bedeutende Rolle bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Vor allem deswegen, weil sie bei viel widrigeren Wetterbedingungen die Pflanzen bestäuben können, als dies bei den Honigbienen der Fall ist. Wenn die die Königin ihre erste Nahrung aufgenommen hat, sucht sie einen geeigneten Platz für das Nest. Dabei werden Hohlräume im Boden oder auch in Bäumen ausgewählt. Bevorzugte Stellen sind ehemalige Mäusebauten, Vogelnester, Nistkästen, ja sogar in auf dem Boden liegenden Getränkeflaschen aus grünem oder braunem Glas wurden schon Hummelnester entdeckt. In diese Hohlräume trägt sie dann das Nistmaterial ein, das aus Moos, Gras und anderen feinen Materialien besteht. Daraus formt sie dann eine Kugel, deren Wände mit Wachs abgedichtet werden. In diese Kugel baut sie dann napfartige Vorratsbehälter mit Pollen. Darauf legt sie mehrere Eier und verschließt dann den Napf. Ein weiterer Napf wird mit Nektar gefüllt. Dieser dient dann der Königin als Nahrungsvorrat für schlechte Witterung. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven ernähren sich von den Pollen. Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die ersten voll entwickelten Junghummeln. Die Königin hat aber in der Zwischenzeit weitere napfartige Zellen gebaut und mit Eiern versehen. Die daraus später schlüpfenden Hummeln übernehmen dann den weiteren Nestbau und die Brutpflege. Jetzt kann sich die Königin auf das Eierlegen konzentrieren. Sie verlässt auch den Bau nicht mehr. Die Arbeiterinnen sind bis dahin unfruchtbar. Bis August hat das Hummelvolk mit bis zu 150 Hummeln die Maximalgröße erreicht. Erst ab August gibt es Drohnen und voll entwickelte Weibchen. Bis Ende September sterben dann alle Arbeiterinnen, die Drohnen  und die alte Königin. Die zuletzt geschlüpften  – voll entwickelten – Weibchen paaren sich mit den Drohnen und suchen einen Platz zum Überwintern. Dann gründen sie im nächsten Frühjahr ein neues Volk. Der Kreis hat sich geschlossen.

Holzbiene

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Die Blaue Holzbiene ist die größte Bienenart bei uns in Deutschland. Sie ist wärmeliebend und ist von Mitte April bis in den August hinein bei uns im Kraichtal zu beobachten. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie ihre Eier in in Holz legt. Dabei fertigt sie die dafür notwendigen Gänge selbst an. Vor allem in Totholz oder markhaltigem Holz sind diese Gänge zu sehen. Die Biene selbst ist schon wegen ihrer Größe von knapp 3 cm  und ihrer schwarzen Färbung nicht mit anderen heimischen Bienen oder Wildbienen zu verwechseln.

Die Flügel schimmern bei entsprechendem Licht blauviolett. Da sie mit ihrem kurzen Rüssel nicht an den Nektar herankommt, beißt sie die Blütenkronröhre in Höhe der Kelchblätter an, wie man auf dem Bild sehen kann.  Dadurch wird die Blüte nicht bestäubt, weil sie an den Staubblättern vorbei den Nektar holt. Man bezeichnet diese Art der Nektar-Beschaffung als „Nektar-Raub“. Zum Größenvergleich bieten sich  2 Ameisen an, die ebenfalls auf dem Ziest nach Nahrung suchen (siehe nächstes Bild).  Überwiegend werden Schmetterlingsblütler oder Lippenblütler als Nahrungspflanzen genutzt. Bei größeren Blüten, die der Holzbiene „Zutritt gewähren“, findet der Blütenbesuch auf herkömmliche Weise  – also ohne „Nektar-Raub“ statt.

Da die Holzbiene wegen ihres kurzen Rüssels auch nicht an den Nektar herankommt, beißt sie auch hier die Blütenkronröhre am Grund an und erreicht so den Nektar.

Je nach Lichteinfall erscheinen die Flügel blauviolett oder braun.