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Sie ist groß aber harmlos: Kohlschnake

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Diese große Schnake kommt im Kraichtal recht häufig vor. Sie gehört zwar innerhalb der Zweiflügler zur Familie der Schnaken, aber vor ihr braucht man sich nicht zu fürchten. Da sie – wie alle anderen Schnaken keinen Stachel besitzt – kann sie nicht stechen; und weil sie auch über keine stechenden Mundwerkzeuge verfügt, ist sie völlig harmlos. In den Sommermonaten fliegen die Kohlschnaken vor allem in den Abendstunden umher und bilden über Wiesen oft kleine Schwärme. Dies geschieht oft bis in den Oktober hinein. Manchmal geraten sie auch in unsere Wohnungen und sorgen dabei  – wegen ihrer Größe und langen Beine – oft für panische Reaktionen. Erwachsene Kohlschnaken können nur flüssige Nahrung und Nektar zu sich nehmen. Ihre Larven können aber bei Massenbefall Schäden an Kulturpflanzen (z.B. an Kohl) anrichten, deren Wurzeln sie benagen.Bei dieser Kohlschnake handelt es sich um ein Männchen. Der Hinterleib endet rund  und ist im Gegensatz zu dem des Weibchens nicht spitz ausgezogen. Interessant sind hier die beiden „Schwingkölbchen“, die sich hinter dem vorderen Flügelpaar befinden. Die hinteren Flügel sind umgewandelt und sehen wie ein Trommelschlegel aus (auf diesem Bild ist das linke Schwingkölbchen deutlich zu sehen). Die Schwingkölbchen dienen der Steuerung und Stabilisierung beim Flug.

Ein Spinnentier, das keine Spinne ist: Weberknecht

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Auf den ersten Blick hält man sie für Spinnen. Die langen Beine sprechen eigentlich dafür. Doch beim genauen Betrachten erkennt man dann aber deutliche Unterschiede zwischen den Echten Webspinnen und den Weberknechten, von denen es bei uns einige Arten gibt:

Obwohl der Weberknecht eigentlich aussieht wie eine Spinne, ist er doch keine. Weberknechte bildern innerhalb der Spinnentiere eine eigene Gruppe. Während bei den Webspinnen ein deutlicher Abschnitt zwischen dem Kopf-Bruststück und dem Hinterleib zu erkennen ist, besitzen Weberknechte, von denen es bei uns zahlreiche Arten gibt, einen Körper ohne Einschnitte.Bei dieser Kreuzspinne ist deutlich der Abschnitt zwischen dem Kopf-Bruststück und dem Hinterleib zu sehen.Bei den Weberknechten sind die einzelnen Abschnitte des Körpers nicht wie bei den Webspinnen in Kopf-Bruststück und Hinterleib eingeteilt. Bei ihnen sind die einzelnen Abschnitte miteinander verwachsen.

Darüber hinaus besitzen Weberknechte keine Spinndrüsen. Sie können deswegen auch keine Fäden oder Fangnetze herstellen. Weberknechte sind nützlich, weil sie auch kleine Insekten fressen. Aber auch tote Kleintiere und Pflanzenteile werden verzehrt.Die überaus langen Beine besitzen zahlreiche Gelenke und sind deswegen sehr beweglich. So können sie sich geschickt zwischen den Pflanzen fortbewegen. Bei Gefahr können Weberknechte ein übel riechendes Sekret absondern, das Fressfeinde lähmen oder sogar töten kann. Die Mundwerkzeuge sind zu klein, um die menschliche Haut zu durchdringenBei Gefahr können Weberknechte auch ein Bein abwerfen, das dann weiterzuckt und Fressfeinde ablenkt, während der Weberknecht flieht.Weberknechte leben vorwiegend auf Sträuchern, Wiesen und Bäumen. Manche Arten findet man aber auch in Kellern oder Garagen. Dort jagen sie auch schädliche Kleintiere. Obwohl sich einige Menschen vor den Weberknechten ekeln, sind sie doch recht nützliche Tiere. Es gibt viele volkstümliche Namen für die Weberknechte: Schneider, Schuster, Zimmermann, Kanker, aber auch Opa Langbein

David gegen Goliath: Wer bekommt den süßen Saft …?

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Es ist Anfang September. Viele Felder sind abgeerntet, große Feldflächen liegen offen da. Lediglich Kulturen wie Sonnenblumen, Mais, Soja, Zuckerrüben, Zwischenfrucht-Kulturen oder Blühstreifen bieten noch einige Zeit Deckung und Nahrung. Und hier tut sich auch  noch einiges, obwohl alles verblüht zu sein scheint. Das Bild zeigt kein Sonnenblumenfeld sondern einen „Blühstreifen“, der viele unterschiedliche Pflanzenarten beinhaltet – und der wahrscheinlich noch bis ins nächste Frühjahr so stehen bleibt.Sonnenblumen, Phacelia, Ölrettiche, Borretsch, Buchweizen, Kornblumen und viele andere Arten sind hier aufgegangen und haben in den vergangenen Monaten ein buntes Bild an blühenden Pflanzen geboten. Als Folge davon konnte man zahlreiche Insekten, Vögel aber auch Säugetiere beobachten, die hier Nahrung oder Deckung gefunden haben.Eigentlich könnte man meinen, dass auf diesem Feld – wo fast alles verblüht ist, für Insekten und andere Kleintiere nicht mehr zu holen ist. Allenfalls für Vögel, die sich in ein paar Wochen an den Sonnenblumenkernen sattfressen werden. Weit gefehlt:  Man muss nur genau hinsehen – und dann kann man ganz tolle Beobachtungen machen. Bei dieser Sonnenblume ist zwar der große Korb mit den zahlreichen Blütenständen abgebrochen oder abgeschnitten. Wahrscheinlich wurde er dann mit nach Hause genommen, als er noch blühte. Trotzdem lebt die Pflanze noch und produziert Traubenzucker und Sauerstoff, so lange die Blätter grün sind.  Während der Sauerstoff an die Luft abgegeben wird, fließen die zuckerhaltigen Säfte in den Stiel, wo sie weitertransportiert werden. Und wegen dieses zuckerhaltigen Pflanzensaftes bleibt auch die Pflanze für viele Tiere interessant. Es ist auch hier so: Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass sich eine Hornisse am Blattstiel aufhält. Und dann sieht man noch jede Menge Ameisen, die dort geschäftig hin und her eilen – oder an einem Stängel sitzen und etwas auflecken.Der Grund ist einfach: Ameisen haben an den Verletzungen des Blattstiels den süßen Pflanzensaft entdeckt, den sie jetzt aufnehmen. Deutlich ist zu erkennen, dass die Ameise auf dem Bild so viel Saft aufgenommen hat, dass der Hinterleib vom Saft mächtig aufgequollen ist. Oben an der offenen Stelle hat aber auch eine Hornisse Gefallen am Pflanzensaft gefunden. Und dieser Saft schmeckt ihr offensichtlich. Doch die Ameisen sind nicht gewillt, die süße Quelle einfach aufzugeben und greifen die Hornisse an. Obwohl die Hornissen Jagd auf alle Arten von Insekten machen, mit denen sie dann die Larven füttern, nehmen sie zur eigenen Ernährung gerne süße Pflanzensäfte – vor allem aus Bäumen – auf.  Aber wenn es wie hier bei der Sonnenblume ebenfalls einen süßen Pflanzensaft gibt, dann sind natürlich auch bald einige Hornissen zur Stelle.Jetzt beginnt ein gemeinsamer Angriff auf die Hornisse. Diese wird von allen Seiten  bedrängt. Wie hier auf den Bildern zu sehen ist, beißt gerade eine Ameise in die Fühler der Hornisse. Diese weicht aus, wird aber von anderen Hornissen an den Beinen gepackt und reißt sich los. Der Kampf um die Saftquelle dauert mehrere Minuten. Das folgende kleine Video dokumentiert, wie verbissen die Ameisen kämpfen und wie hartnäckig aber auch die Hornisse am Saft lecken will. Der Film gibt nur einen kurzen Ausschnitt wieder, der in Wirklichkeit mehrere Minuten andauert.

Was im Video zu sehen ist: Weder die Hornisse noch die Ameisen geben freiwillig die Futterquelle auf. Gemeinsam gehen nun mehrere Ameisen auf die Hornisse los  um sie zu vertreiben. Sie beißen in Fühler und in die Beine der Hornissse. Diese schüttelt die Ameisen immer wieder ab, aber die Ameisen gehen unentwegt gegen die Hornisse vor. Endlich gibt die Hornisse nach, findet aber am Grund des Stängels eine erneute Saftquelle, während die Ameisen an der Spitze der Sonnenblume bleiben. Jetzt kann sie dort in Ruhe den Pflanzensaft aufnehmen, zumindest bis die nächsten Ameisen kommen ….

 

 

Ein geheimnisvolles Wesen im Brombeergestrüpp: Büffel-Zikade

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Die Büffelzikade wurde im letzten Jahrhundert aus den USA zunächst nach Südeuropa eingeschleppt. Inzwischen ist sie auch bei uns heimisch geworden. Da sie nur Größen zwischen 6 und 9 mm erreicht, wird sie bei uns oft übersehen, zumal sie am gesamten Körper grün ist – und sich meist auf Büschen oder Sträuchern aufhält. Man findet sie in gewässerbegleitenden Gehölzen, Sträuchern und Büschen in Gewässernähe, aber auch auf Kulturland und in Gärten.Büffelzikade von oben gesehen. Man sieht hier deutlich den nach oben gewölbten Halsschild, der an den beiden Enden bräunlich getönte Dornen und einen spitz nach hinten verlaufenden Fortsatz aufweist. Auch die Flügel sind sichtbar. Erwachsene Tiere sind bei uns im Kraichtal von Mitte Juli bis in den Oktober hinein zu beobachten.Büffelzikade von der Seite. Hier sieht man auch deutlich den mächtigen, nach hinten gezogenen Halsschild. Dieser verleiht der Zikade ein „büffelartiges“ Aussehen. Auch ein Auge ist zu sehen. Dass die Tiere hier oft auf Brombeersträuchern zu sehen sind, hat seinen Grund: Die Weibchen legen die zahlreichen Eier – vor allem bei niedrig wachsenden Rosengewächsen wie bei der Brombeere – in selbstgefertigte Rindenschlitze. Dort überwintern dann die Eier. Leider kann die Büffelzikade große Schäden anrichten, weil sie die Rinde von Reben und Obstbäumen anschneiden, um dort Pflanzensäfte aufzunehmen. Dabei sind oft Infektionen an den betroffenen Stellen die Folge, welche die befallenen Pflanzen ernsthaft schädigen und den Ertrag bei Obstbäumen oder Reben deutlich beeinträchtigen können.Tatsächlich kann man die Büffelzikade sehr leicht übersehen, obwohl sie – wie es hier der Fall ist – deutlich sichtbar auf einem Brombeerblatt sitzt. Aber auch sonst kann man sie leicht übersehen, wie man am folgenden Bild feststellen kann:Haben Sie die Zikade gefunden? Nur wenn man weiß, wie sie aussieht – und wenn man dann gezielt nach ihr sucht, kann man sie auch entdecken. In der „freien Natur“ ist dies oft Glücksache – oder einer Bewegung der Zikade geschuldet – dass man sie entdeckt.

 

Schwarzrandspanner

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Der Schwarzrandspanner ist ein tagaktiver Nachtschmetterling aus der Familie der Spanner. Er hat eine Flügelspannweite von knapp 40 mm und ist auch am Tag aktiv. Wegen seiner besonderen Flügelzeichnung kann er mit keiner anderen Schmetterlingsart verwechselt werden. Die Grundfarbe der Flügel ist weiß, das Fleckenmuster ist dunkelbraun bis schwarz und variiert innerhalb der Art sehr häufig.Bei uns im Kraichtal fliegen zwei Generationen pro Jahr. Die Raupen verpuppen sich und überwintern in der Erde. Die Futterpflanzen der Raupen sind Weide, Pappel, Birke, Hasel. Man kann sie in Bruchwäldern, Waldrändern, gewässerbegleitenden Gehölzen und Lichtungen beobachten.Die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich von Blütenpflanzen aller Art. Dieser Schmetterling saugt gerade am Blütenstand einer Kanadischen Goldrute.Der Schwarzrandspanner gilt bei uns als nicht gefährdet. Trotzdem ist er ein schöner Schmetterling, den man nicht sehr oft beobachten kann. Bei Blütenbesuchen fällt er natürlich auf.

Er glänzt in vielen Farben: Moschusbock

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Der Moschusbock gehört zur artenreichen Familie der Bockkäfer. Weil er aus seinen Drüsen eine nach Moschus riechende Flüssigkeit aussondern kann, hat er seinen Namen erhalten. Er wird knapp 4 cm lang und fällt durch seine langen Fühler und vor allem durch seine Färbung auf.Wenn sich der Käfer nicht bewegt, wird er trotz seiner Färbung oft übersehen.Die Käfer glänzen metallisch. Dabei kann die Färbung von kupfer- bis bronzefarbig, grünlich oder blauviolett variieren.  Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Länge der Fühler. Die Larven des Moschusbocks brauchen zwei bis drei Jahre für ihre Entwicklung. Sie ernähren sich von Totholz, vor allem in Kopfweiden, Pappeln oder auch Erlen. Deswegen sind neben den Weidenbeständen auch Auwälder mit Erlen und Pappeln gute Entwicklungsorte für die Moschusbock-Larven.Beim Männchen sind die Fühler länger als der Körper, beim Weibchen höchstens körperlang oder kürzer. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Baumsäften. Man findet sie in totholzreichen Wäldern, aber auch in Gärten und Parkanlagen. Bei ihren Blütenbesuchen bevorzugen sie große Blütenstände, wie sie zum Beispiel beim Schwarzen Holunder oder beim Bärenklau vorkommen.Je nach Lichteinfall glänzen die Moschuskäfer von bronzefarben und hellgrün bis blaugrün.

 

Hier sitzt ein Moschusbock auf der Rinde eines alten Birnbaums in der Nähe einer stark befahrenen Straße. Es ist gegen Mittag; Sonne und Wolken wechseln sich ab; ein leichter Wind geht, der manchmal etwas stärker wird. Die wechselnden Lichtverhältnisse sind am Farbenspiel des Käfers zu erkennen. Während Kopf und Flügeldecken gold-bronzefarben und grün glänzen, sind  die Fühler violett.

Übrigens: Weil Lebensräume wie totholzreiche Wälder und Auwälder zunehmend verschwinden, ist auch der Moschusbock in seinem Bestand gefährdet. Deswegen ist er bei uns  „besonders geschützt“. Die erwachsenen Käfer leben nur wenige Wochen. Man findet sie bei uns von Juni bis Ende August.

Ein Bienenvolk auf Abwegen

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Es ist Mitte August. In dem großen Birnbaum tut sich was. Offenbar ist einem Imker ein Bienenschwarm  „ausgebüxt“  und hat in dem dicken Stamm eine neue Bleibe gefunden. Tatsächlich schwärmen die Bienen heftig ein und aus. Und zu holen gibt es ja was in der Nähe. Keine 100 m entfernt befindet sich ein mehrere Hektar großes Feld mit Sonnenblumen; aber auch Felder mit Luzerne und Zwischenfrucht-Felder mit vielen Blütenpflanzen wie Sonnenblumen, Büschelschön (Phacelia), Buchweizen und verschiedenen Kleearten sind in Flugweite.Das Einflugloch befindet sich Richtung Südost – und der Baum scheint mit seinem dicken Stamm eine Menge Platz zu bieten. Jedenfalls verteilen sich einige Einfluglöcher ehemaliger Nisthöhlen über mehrere Etagen im Baum, die wahrscheinlich miteinander verbunden sind. Denn auch bei den oberen Öffnungen kann man Bienen ein- und ausfliegen sehen. Hier ist das Haupt-Flugloch, an welchem die meisten Flugbewegungen stattfinden. Interessant ist aber auch, dass auch Wildbienen in die  kleineren Öffnungen im Bereich des Einflugloches Pollen eintragen.Hier im Einflugbereich sieht man die „Wächterbienen“ welche die zurückkehrenden Sammelbienen auf ihre Zugehörigkeit zum Volk überprüfen. Links in den kleinen Löchern ist gerade eine kleine Wildbiene mit Pollen eingeflogen. Ebenso sieht man eine Sammelbiene, die gerade Pollen einträgt. Dies ist in der Mitte des Bildes als gelblicher Pollenklumpen zu sehen.Jedenfalls geht es im alten Birnbaum lebhaft zu. Einen kleinen Eindruck davon soll das kleine Video-Beispiel bieten. Wie alle Videos im Blog können sie das Video im Vollbild-Modus ansehen. Klicken Sie dazu auf das viereckige Symbol ganz rechts unten. So können Sie  auch am Ende wieder in den Normal-Modus zurückkehren.

 

Leider sind die Aussichten dieses Volkes, den Winter zu überleben nur sehr gering. Selbst wenn der Birnbaum für die Vorräte und Bienenbrut genügend Platz bietet, sind die Überlebens-Chancen für das neue Volk düster. Es ist in der heutigen Zeit kaum noch möglich, dass Bienenvölker ohne die Hilfe eines erfahrenen Imkers oder Fachmanns in der freien Natur längere Zeit überleben können. Dies liegt vor allem an den weit verbreiteten Brutparasiten der Honigbienen wie zum Beispiel die Varroa-Milbe, welche das Bienenvolk befallen und die gesamte Brut vernichten können. Zudem werden mit diesen Milben auch Krankheitserreger eingeschleppt. Unterbleibt also eine wirksame Bekämpfung der Milben wird das Bienenvolk im Birnbaum leider keine Chance haben.

 

Rotrandbär

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Der Rotrandbär kommt im Kraichtal gelegtlich vor und gehört innerhalb der Gruppe der Schmetterlinge zur Familie der Bärenspinner. Die Männchen sind auf der Flügeloberseite hellgelb gefärbt und haben auf jedem Flügel einen roten Fleck. Die Flügel tragen einen roten Rand. Die Flügelspannweite beträgt etwa 3 cm.Diesen Schmetterling kann man auf feuchten Wiesen, in Bruchwäldern oder an Waldrändern finden. Der Rotrandbär ist ein tag- und nachtaktiver Schmetterling. Im Kraichtal kann man sie bis Anfang August fliegen sehen. Der Rotrandbär kommt bei uns – je nach Wetterlage – in zwei Generationen vor. Die Raupen überwintern an einem geschützten Ort. Leider sind die Bestände des Rotrandbärs rückläufig. Er befindet sich deswegen auf der Vorwarnliste für bedrohte Tierarten.

Gefleckter Schmalbock

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Der Gefleckte Schmalbock gehört innerhalb der Käfer zur Familie der Bockkäfer. Er wird ungefähr 20 mm lang. Obwohl er im Kraichtal eigentlich häufig ist, wird er wegen seiner geringen Körpergröße oft übersehen. Man kann ihn in lichten Wäldern, Hecken, Feldgehölzen und blütenreichen Wiesen beobachten.Der Körper ist schwarz. Die Flügeldecken sind gelb und haben vorne  schwarze Flecken und keine durchgehenden Querbinden. Die dahinter liegenden schwarzen Querbinden sind miteinander verbunden, wobei die Verbindungslinie zwischen den Deckflügeln schmaler wird. Als weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Bockkäfern hat er Beine und Fühler, die abwechselnd gelb und schwarz gefärbt sind. Meist kann man ihn auf Doldenblüten beobachten. Hier sitzt er gerade auf den Doldenblüten des „Wiesen-Bärenklaus“. Bei uns im Kraichtal kann man den Käfer ab Ende Mai bis in den August hinein beobachten.Durch die gelb-schwarze Färbung der Flügel, die innerhalb der Art sehr unterschiedlich sein kann, ahmt der Käfer das Aussehen einerWespe nach. Während sich die erwachsenen Käfer von Pollen der verschiedensten Pflanzen ernähren, entwickeln sich die Larven in verrottenden Stümpfen und morschen Laubhölzern, von deren Holz sie sich ernähren.

Libellenhochzeit Ende Juli: Kleines Granatauge

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Das Kleine Granatauge ist eine Kleinlibelle aus der Familie der „Schlanklibellen“.  Das Männchen hat leuchtend rote Augen und ist in Teilen hellblau bis türkisblau gefärbt. Wegen der Augenfarbe der Männchen hat die Art auch ihren Namen erhalten. Im Kraichtal findet man sie an stehenden oder langsam fließenden Gewäss.ern, die einen dichten Pflanzenbewuchs aufweisen. Bei uns kann man sie von Juni bis September beobachten.  Ihre Körperlänge beträgt etwa 30 mm. Die Weibchen haben grüne Augen; ihr Körper ist neben Blautönen grünlich gefärbt. Wie andere Kleinlibellen werden sie oft übersehen. Wie die Paarung beim „Kleinen Granatauge“ abläuft, zeigen die nächsten Bilder:Das Männchen (vorn) hat das Weibchen hinter dem Kopf gepackt. In dieser Formation fliegen sie „im Tandem“ zu einer Pflanze am Gewässerrand oder auf dem Gewässer,  auf der sie sich dann niederlassen ….Dann biegt das Weibchen, das hinter dem Kopf vom Männchen festgehalten wird,  seinen Hinterleib nach vorne und presst ihn gegen die Geschlechtsöffnung des Männchens.Daraufhin gibt das Männchen seine Geschlechtszellen (Spermien) an das Weibchen ab. Dies dauert einige Minuten.Danach  löst das Weibchen seinen Hinterteil  vom Männchen ab… und  biegt ihn wieder nach hinten weg. bis der Hinterleib des Weibchens wieder gestreckt ist.  Jetzt sind sie wieder in „Tandemstellung“.  Nachdem sie sich etwas ausgeruht haben, beginnt nun die Eiablage.  Diese findet ebenbfalls im „Tandemflug“ statt. Das Männchen zieht das Weibchen im Flug hinterher. Dabei fliegen sie knapp über der Wasseroberfläche. Das Weibchen legt während des Fluges die  Eier ab. Der Hintergrund dieses Verhaltens besteht darin, dass das Männchen dadurch sichergeht, dass das Weibchen nur  die von ihm befruchteten Eier ablegt. Durch das „Tandem“ ist das Weibchen während der Eiablage unter der Kontrolle des Männchens. Die Eier werden vom Weibchen in die Blätter oder Wurzeln der oben schwimmenden Wasserpflanzen eingestochen. Die Libellenlarven schlüpfen im Juni des nächsten Jahres. Ab Juli werden sie dann fliegen.