Der „Asiatische Marienkäfer“ oder der „Harlekin-Marienkäfer“

Der "Asiatische" oder "Harlekin-Marienkäfer"

Der Asiatische Marienkäfer stammt wie sein Name schon sagt Asien (China, Japa, Korea) und wurde in den USA vor einigen Jahrzehnten aus Asien in Massen zur biologischen Schädlingsbekämpfung importiert, weil sowohl der Käfer als auch seine Larven gewaltige Mengen an Blattläusen vertilgen. Im Vergleich zu unserem einheimischen „Siebenpunkt“, der täglich etwas 50 Blattläuse verzehrt ist es bei ihm mindestens das Fünffache. Darüber hinaus sorgt er bei günstigen Witterungsbedingungen für drei bis viermal Nachwuchs, während es bei unserem Siebenpunkt bei einmal Nachwuchs im Jahr reicht. Da er auch in vielen Ländern Europas massenhaft importiert wurde ist es kein Wunder, dass er inzwischen auch weite Teile Europas erreicht hat – und in den meisten Ländern Mittel- und Südeuropas – natürlich auch in Deutschland – flächendeckend vorhanden ist. Inzwischen kann man ihn bei uns häufiger antreffen als den einheimischen „Siebenpunkt“, den er sogar zu verdrängen scheint. Nach kalten Nächten im Frühjahr oder vor dem Kälteeinbruch im Herbst finden sie sich oft in großen Schwärmen an und in Häusern oder sonstigen geschützten Stellen ein, um sich vor der Kälte zu schützen.

Man kann den Asiatischen Marienkäfer leicht an der Musterung seines Halsschildes erkennen. Von vorn betrachtet sieht man ein „W“, von hinten betrachtet ein „M“ wie Marienkäfer. Er ist in seinem Aussehen sehr variabel, was seine Färbung und auch die Art seiner Musterung betrifft.

Hier sind die Larve und eine Puppe des Marienkäfers zu sehen. Die Puppen sind meist auf der Unterseite der Blätter zu sehen. Kurz nach dem Schlüpfen beginnen sie sofort zu fressen. Im rechten Bild bewegt sich gerade eine Blattlaus auf die Puppe zu.

Bei seiner Nahrung ist er nicht wählerisch. Er frisst sogar die giftigen Holunder-Blattläuse, welche vom einheimischen „Siebenpunkt“ deswegen gemieden werden. Darüber hinaus frisst er auch Eier und Larven anderer Insekten. Im Herbst frisst er auch reife Früchte und Trauben. Wenn er in der herbstlichen Kühle in Massen in Weinbergen zwischen den Trauben Schutz sucht, kann das bei der Traubenernte und der Weingewinnung zu erheblichen Geschmacks-Beeinträchtigungen führen.

Es ist allerdings spannend mitanzusehen, was geschieht, wenn der Käfer auf eine lauernde Spinne trifft: Die folgenden Bilder werden es zeigen. Übrigens: Der gelbe Marienkäfer auf dem Brennnesselblatt ist eine der anderen sehr zahlreichen Marienkäfer-Arten. Oft werden die einzelnen Arten und Unterarten nach der Anzahl ihrer Punkte auf den Flügeldecken benannt. Während es weltweit über 6000 Arten von Marienkäfern gibt, sind es allein in Europa 250 Arten und Unterarten mit zahlreichen Farbvarianten.

Beide untersuchen sich erst einmal. Der Marienkäfer lässt sich davon aber nicht abschrecken und bewegt sich auf die Spinne zu.

Nachdem der Spinne das Interesse des Käfers offenbar zu intensiv wird, dreht sie ab – und auch der Käfer gibt seine „Untersuchung“ auf: UNENTSCHIEDEN!

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