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Auch im Storchennest wird es Frühling

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Schon seit einigen Wochen kann man das Kraichtaler Storchenpaar wieder im  Nest beim Bahnhof in Gochsheim beobachten. Dort hat das damalige Storchenpaar auf einem Stahlmast im Jahr 2015 ihr Nest gebaut. Da es damals nicht gelang, die beiden Altvögel sicher zu identifizieren, kann man erst ab 2016 nachweisen, dass das „aktuelle“  Paar seit dieser Zeit in Gochsheim brütet. Dies lässt sich anhand der  Nummern auf den Ringen, mit denen die Jungstörche als Nestlinge versehen wurden, belegen. Seit 2016 hat das Paar jedes Jahr zwischen 2 und 3 Jungvögel aufgezogen. Und wie schon in den letzten Jahren traf das Männchen auch in diesem Jahr einige Tage früher am Nest ein und begann sofort mit der Ausbesserung des Nestes. Das Weibchen kam in diesem Jahr zwei Tage später an und wurde mit ausgiebigem Schnabelklappern begrüßt.Sie sind auch in diesem Jahr wieder da: Links das Weibchen, rechts das Männchen.Und hier – auf der großen Talwiese entlang der Kraich – befindet sich eines der zahlreichen Gebiete, wo die beiden Störche auch in diesem Jahr nach Nahrung suchen werden.Und schon wenige Tage nach ihrer Ankunft zeigen die Altvögel, dass sie auch in diesem Jahr wieder Junge aufziehen wollen …In dieser Phase der Brutperiode finden zahlreiche Paarugen statt.Und nach der Paarung geht es gleich wieder auf die Wiese zur Nahrungssuche. Das Männchen links, das Weibchen rechts. Auf dem Rücken des Weibchens kann man noch die „Fußabdrücke“ erkennen, welche das Männchen bei der Paarung hinterlassen hat.Derweil sammelt das Männchen Regenwürmer. Hier hat es einen besonders großen Regenwurm erwischt.Nach einer Weile ist sein Kehlsack deutlich mit Regenwürmern gefüllt. Störche ernähren sich von Würmern, Heuschrecken und anderen Insekten, Kleinsäugern, Amphibien und anderen Kleintieren. Dabei nutzen sie jede Gelegenheit. Wenn zum Beispiel Traktoren auf der Wiese erscheinen um diese zu mähen, sind meist auch die Störche zur Stelle. Dann laufen sie ohne Scheu hinter den Traktoren her und erbeuten dabei alles, was durch die Mäharbeiten aufgeschreckt wurde. Dieses Verhalten kann man auch auf den umliegenden Feldern beobachten, wenn dort gearbeitet wird.Wieder im Nest angekommen, kommt es in dieser Phase der Brutperiode zu weiteren Paarungen. Meist beginnt diese mit vorsichtigen, fast „zärtlich anmutendem“ Verhalten. In wieweit sie erfolgreich waren,  wird sich demnächst zeigen.

„Eltern-Freizeit“ für Störche

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Es ist Ende Juli. Die Jungstörche sind ausgeflogen, der Horst ist wieder leer. Nun kann man die beiden Altvögel an ihren gewohnten Stellen bei der Futtersuche beobachten. Zumal die Wiese frisch gemäht  und auch der Graben in der Wiese ebenfalls „geputzt“ wurde, finden die beiden Störche ideale Bedingungen für ihre Jagd nach Insekten und anderen Kleintieren vor. Jetzt sind keine Jugvögel mehr zu versorgen; es beginnt wieder die „elternfreie Zeit“.

Während der eine Altvogel auf der Wiese herumstochert, …..geht der andere im Graben auf die Jagd – ,

um dann aber wieder aufzutauchen und die Suche auf der anderen Grabenseite fortzusetzen.

Dass dieser Altvogel schon seit mehreren Jahren in Gochsheim brütet, belegt zum einen

die Ringnummer (Juli 2018) …..

und die Bilder vom Mai 2017.

Und nach dem Jagdausflug ist auch noch Zeit für eine „Siesta“ im Horst:

 

 

Weißstorch

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Dank intensiver Schutzmaßnahmen gehört der Weißstorch inzwischen wieder zur Vogelwelt im  Kraichtal. Zwar verschmähte er die angebotene Nisthilfe in den Talwiesen, aber das Storchenpaar baute in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes in Gochsheim sein Nest, das inzwischen wiederholt als Brutstätte diente. Die Altvögel suchen in einem großen Gebiet rund ums Nest Futter für die Jungstörche. Dies lässt sich anhand der Ringnummern belegen. Jungvögel kann man vor allem daran erkennen, dass der Schnabel und die Beine noch schwarz sind. In den letzten Jahren lässt sich verstärkt beobachten, dass Weißstörche nicht mehr auf jeden Fall die traditionellen Flugrouten nutzen. Vielmehr sind einige zu Teilziehern geworden, die in den nächst erreichbaren milden Klimabereichen überwintern (Iberische Halbinsel, Nordafrika).