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Douglasie, Douglasfichte

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Die Douglasie oder Douglasfichte gehört zu den Kieferngewächsen und stammt aus Nordamerika. Sie wird bei uns als forstwirtschaftliche Pflanze genutzt und  kann Wuchshöhen von ca. 60 m erreichen. Sie wächst sehr schnell, was sie für die Forstwirtschaft interessant macht. Bei uns im Kraichtal ist sie ebenfalls recht häufig. Leicht erkennen kann man sie an ihren Zapfen, die wie bei der Fichte nach unten hängen. Die dreizipfeligen Deckschuppen ragen aber über die Samenschuppen hinaus. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind die weichen Nadeln, welche direkt auf dem Zweig aufsitzen und sich leicht abziehen lassen. Dazu kommt noch ein zitrusartiger Geruch, wenn man die Nadeln zerreibt.

 

 

 

 

Wiesensalbei

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Der Wiesensalbei gehört zu der großen Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Diesen Namen hat die Familie, weil fast alle Lippenblütler Blüten mit einer Ober- und Unterlippe haben, also von der Seite aussehen wie ein geöffneter Mund. Der Wiesensalbei blüht von Ende Mai bis Ende August oder September.  Dabei zeigt diese Pflanze eine ganz besondere Anpassung an die Bestäubung:

Aus der Blüte ragt die leicht nach unten gebogene, zweigeteilte Narbe (blau, fadenförmig) hervor. In der Oberlippe der rechten oberen Blüte sieht man die beiden Staubblätter mit den beiden Staubbeuteln hervorschauen. Die breitgefächerte Unterlippe dient als Landebahn für die anfliegenden Insekten. Das, was diese in der Blüte suchen, ist der Nektar, der sich ganz weit hinten, im Bereich der grünen Kelchblätter befindet. Nun werden die Insekten erwartet, vor allem die Hummeln.

Eine Insekt fliegt an und fährt schon den Saugapparat aus. Wenn es jetzt weiter bis zum Ende der Blütenkronröhre kriecht, streift sie an der Narbe die Pollenkörner ab, die vom letzten Blütenbesuch auf ihrem „Pelz“ hängen geblieben sind. Befinden sich Pollen des Wiesensalbeis darunter, ist die Blüte bestäubt.

Eigentlich haben die meisten Lippenblütengewächse 4 Staubblätter in jeder Blüte. Beim Wiesensalbei sind die 4 Staubblätter zu zwei Staubblätter mit Staubbeuteln am einen Ende und  mit einer Art „Klappmechanismus am anderen Ende verwachsen. Wenn nun das anfliegende Insekt mit dem Rüssel in die Blütenkronröhre vordringt, dann stößt es die beiden Staubblätter nach hinten – und diese  Staubblätter klappen wie „Bahnschranken“ nach unten und berühren mit den Staubbeuteln den Rücken des Insekts. Durch  Bewegungen werden die Pollen ausgeschüttelt und auf dem Rückenpelz verteilt.  Wenn dann die nächste Blüte besucht wird , werden dort die mitgebrachten Pollen an der nächsten Narbe abgestreift.

Hier kann man sowohl die Narbe als auch die Staubblätter auf dem Rücken der Hummel erkennen.

Weil sich der Nektar ganz weit an Grunde der Blütenkronröhre befindet, haben eigentlich nur Hummeln die Chance, an den Nektar heranzukommen. Denn bei den Honig- und vielen Wildbienen ist der Saugapparat zu kurz. Trotzdem haben diese Insekten dann einen Weg gefunden. Sie fliegen seitlich an die Blüte heran und beißen sich durch die Kelchblätter bis zur Blütenkronröhre durch. So kommen auch sie an den Nektar, ohne die Blüte bestäubt zu haben. Deswegen bezeichnete man diese Insekten als manchmal als „Honig-Diebe“.

 

Große Brennnessel

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Die große Brennnessel ist für viele Menschen das Unkraut schlechthin. Dabei ist sie aus ökologischer Sicht sehr wertvoll. Und auch für uns Menschen hat sie eine große Bedeutung. Ihr Einsatzgebiet ist vielfältig: Verwendung in Salaten, in kosmetischen Produkten, pharmazeutische Produkte, Insektizide und vieles mehr.Wo sie wächst, befinden sich viele Nährstoffe im Boden. Die Brennessel ist ein Nährstoffzeiger. Sie kommt mit fast allen Bodenbedingungen zurecht.  Ihre Brennhaare brechen bei Berührung an der Spitze ab und wirken dann wie kleine Injektionsnadeln. Im Naturhaushalt sind Brennnesseln ebenfalls sehr wichtig. Für viele Tierarten, vor allem Schmetterlinge und andere Insektenarten sind sie die Hauptnahrung. So kann eigentlich jeder etwas für die Erhaltung von Schmetterlingen tun, wenn er in seinem Garten ein paar Brennnesseln duldet.

Lebensraum Hecke: Sträucher und Bäume

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Hecken sind wichtige Rückzugsräume. Sie grenzen meist an landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Wege. Deswegen stellen sich in diesem Bereich Vögel der Feldflur, aber auch reine Heckenbewohner ein. Sind die Heckenstreifen lang und breit genug, stellen sie echte Schutzräume für die verschiedensten Tiere dar. Aber auch die Sträucher und Bäume in der Hecke bieten zahlreichen Tieren mit ihren Beeren  und anderen Früchten ein breites Nahrungsangebot. Vor allem in den vegetationsarmen Jahreszeiten ist dies besonders von Bedeutung. Die folgende Bildergalerie umfasst die wichtigsten Sträucher einer Hecke, wie sie bei uns im Kraichtal vorzufinden ist.

Schwarzdorn

Blühende Schwarzdornhecken gehören bei uns schon Ende März bis in den Mai hinein zum Landschaftsbild. In der sonst noch kahlen Landschaft sehen sie wie Wattetupfer aus. Die Blüten und Früchte des Schwarzdorns oder der Schlehe zeigen die enge Verwandtschaft zu anderen Rosengewächsen: Kirsche, Zwetschge, Mirabelle haben ähnliche Blüten. Die Früchte sind für die Tiere der Hecke sehr wichtig.

Schwarzer Holunder

Der Schwarze Holunder ist auch kaum aus den Hecken wegzudenken. Auch er bietet mit seinen Blüten und Früchten ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Zudem dient er vielen Vögeln als Nist- und Brutplatz. Während der Schwarzdorn zu den Frühblühern gehört, blüht der schwarze Holunder meist erst im Juni. Schon seit der frühen Menschheitsgeschichte hatte der Holunder als wichtige Heilpflanze einen hohen Stellenwert. In der letzten Zeit haben auch wir wieder einmal die Vorzüge des Holunders entdeckt: neben therapeutischen Zwecken werden zum Beispiel  die Blüten und Früchte  zu Süßspeisen oder zu Getränken verarbeitet.

Das Judasohr (meist auf Holunder)

Diesen Pilz kann man manchmal an alten Holunderstämmen entdecken: Das Judasohr, das oft als Ersatz asiatischer Pilze („Mu Err“) bei uns als Speisepilz verwendet wird. Dabei ist er eher geschmacksneutral.  Man sieht auch hier an der aufgesprungenen Rinde, dass er  auf bereits abgestorbenen Holz lebt und  dort die „Weißfäule“ erzeugt. Das Juadasohr gehört zur Familie der Ohrlappenpilze. Das obere Bild zeigt einen intakten Stamm des Schwarzen Holunders.

Heckenrosen

In den Hecken bei uns gibt es zahlreiche Arten der Heckenrose. Dies kommt daher, dass zur Begrünung oder zur Befestigung von Wegen und Rainen Hecken mit kultivierten Heckenrosen-Arten bepflanzt werden. Die meisten haben aber gemeinsam, dass sie schöne weiße, rosafarbene oder rote Blüten – und Hagebutten erzeugen, die wiederum vielen Tieren als Nahrung dienen. Zudem bieten die stachelbewehrten Heckenrosen einen Schutz vor Eindringlingen, was vor allem für Rebhühner, den Jagdfasan, aber auch für viele Kleinsäuger wichtig ist.

Rote Heckenkirsche

Die Rote Heckenkirsche gehört zu den Geißblattgewächsen. Man findet sie in den Feldhecken, aber auch am Waldrand und entlang von Lichtungen uund Waldwegen. Die Früchte sind bei vielen Vogelarten sehr beliebt.

Gemeiner Schneeball

Ein auffällig blühender Strauch, der ebenfalls für viele Tiere mit seinen Beeren ein großes Nahrungsangebot hat. Die Blüten des Schneeballs gehören zu den schönsten Blüten in einer Hecke. Auch die Früchte, die im Herbst reif sind, werden von vielen Tieren erwartet.

Roter Hartriegel

Auch der Rote Hartriegel produziert viele Beeren. Seinen Namen hat er von der herbstlichen Rotfärbung seiner Zweige.

Eberesche oder Vogelbeere

Die Eberesche oder Vogelbeere ist ein Baum aus der Familie der Rosengewächs, und dass er den Namen „Vogelbeere“ oder „Vogelbeerbaum“ hat, liegt an seinem großen herbstlichen Angebot an „Vogelbeeren“, das die Vögel auch sehr schätzen.

Haselstrauch

Der Haselstrauch oder die Hasel gehört zu den Birkengewächsen. Sein Angebot an Früchten wendet sich sowohl an Vögel (Spechte, Kleiber, Eichelhäher) wie den  als auch an die verschiedensten Kleinsäuger wie Eichhörnchen und Mäuse. Er ist auch dadurch interessant, dass er eine Symbiose mit besonderen Speisepilzen eingeht, wie den Trüffelarten oder dem Steinpilz. Auch einige Käfer und Wanzen, sowie Blattläuse leben auf – und vor allem von ihm. Die Haselnüsse, die wir verzehren, stammen von einer anderen Haselart aus dem vorderen Orient.

Feldahorn

Ihn findet man bei uns in den Feldhecken sehr häufig. Man erkennt ihn an den kleinen Blättern und an den Früchten, die einen gestreckten Winkel bilden. Er ist eigentlich der typische Heckenbaum.

Eingriffeliger Weißdorn

Der eingriffelige Weißdorn ist ebenfalls ein Strauch, der zu den Rosengewächsen gehört. Er kann mehrere Meter hoch werden und bildet rote Früchte aus. Seine Blüten riechen leicht unangenehm. Er hat seinen Namen, weil  die zwittrigen Blüten  aber jeweils  nur einen Fruchtknoten – und damit auch nur einen Griffel haben. Die Fruch hat deswegen auch nur einen Kern.

Zweigriffeliger Weißdorn

Dieser hat – im Gegensatz zum eingriffeligen Weißdorn eine andere Blattform, vor allem aber mehrere Fruchtknoten (2-3) in einer Blüte – und damit auch mehrere Kerne in der Frucht. Da die ursprünglichen Wildformen nach dem 2. Weltkrieg bei uns durch Beseitigung von Hecken zugunsten von Ackerland verschwanden,  wurden im Zuge der Renaturierung oder Neupflanzung von Hecken meist kultivierte Formen angepflanzt. Darum findet man heute viele Mischformen. Beide Arten haben aber für Vögel, Säuger und Insekten eine große Bedeutung.

Waldrebe

Die Waldrebe hat im Kampf ums Licht, das ja in der Hecke oder im Wald eine ganz besondere Rolle spielt, eine ganz besondere Strategie entwickelt. Anfangs ist sie krautig und schlingt sich an Sträuchern und Bäumen empor. Danach bildet sie strickartige Triebe aus, die mehrere Zentimeter Durchmesser haben können. Durch ihre Struktur sind die Triebe elastisch und sehr belastbar. So kann die Pflanze innerhalb weniger Jahre bis an die Spitze der Hecke oder des Waldrandes kommen, ohne dass sie einen stabilen Stamm entwickeln muss, wie dies bei den Bäumen der Fall ist. So kann sie die Oberfläche einer Hecke mit ihren Trieben überwuchern und befindet sich so in der „ersten Reihe“ beim Kampf um das lebensnotwendige Licht. Eine ähnliche Strategie hat auch das Efeu entwickelt.

Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen gehört zu den Spindelbaumgewächsen. Aus seinem zähen Holz wurden früher unter anderem Spindeln hergestellt (Spindelbaumgewächse). Der Strauch ist bei uns im Kraichtal eine sehr häufige Heckenpflanze, die sehr dicht wuchert. Den Namen Pfaffenhütchen hat er von der Ähnlichkeit seiner kantigen Früchte mit der traditionellen Kopfbedeckung von Priestern (Birett). Ein wichtiges Merkmal des Pfaffenhütchens ist sein grünes Holz.

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Liguster

Der Liguster gehört zu den Ölbaumgewächsen. Er ist giftig. Weltweit gibt es viele Arten, bei uns findet man aber nur den Gewöhnlichen Liguster. Er findet sich in vielen Hecken und Waldrändern. In Gärten wird er oft als Schnitthecke verwendet. Dann handelt es sich aber meist um kultivierte Formen des Ligusters, der überwiegend aus Asien stammt. Für die Insekten sind seine Blüten ein beliebtes Ziel (hier Rosenkäfer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blütenpflanzen und Insekten

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Es ist kein Zufall, dass auf dem Bild der Blütenstand des Wiesensalbeis und eine Wildbiene zu sehen sind. Blütenpflanzen haben sich erst entwickelt, seit es Insekten gibt. Im Laufe der Entwicklung haben sich hochspezialisierte Beziehungen zwischen Pflanzen und den Insekten entwickelt; gerade der Wiesensalbei ist ein Paradebeispiel dafür. Im Kraichtal kann man viele Pflanzenarten entdecken, die alle eine wichtige Rolle im jeweiligen Öko-System haben. Es gibt nicht nur Pflanzen, die zur Fortpflanzung Insekten brauchen. Viele Pflanzen nutzen den Wind als Bestäuber. So kann jeder, der sich mit den Pflanzen beschäftigt, spannende Entdeckungen machen. Wegen der strukturierten Landschaft des Kraichgaus gibt es bei uns auch Pflanzenarten, die anderswo nicht mehr zu finden sind, darunter einige botanische Kostbarkeiten.