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Schwarzrandspanner

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Der Schwarzrandspanner ist ein tagaktiver Nachtschmetterling aus der Familie der Spanner. Er hat eine Flügelspannweite von knapp 40 mm und ist auch am Tag aktiv. Wegen seiner besonderen Flügelzeichnung kann er mit keiner anderen Schmetterlingsart verwechselt werden. Die Grundfarbe der Flügel ist weiß, das Fleckenmuster ist dunkelbraun bis schwarz und variiert innerhalb der Art sehr häufig.Bei uns im Kraichtal fliegen zwei Generationen pro Jahr. Die Raupen verpuppen sich und überwintern in der Erde. Die Futterpflanzen der Raupen sind Weide, Pappel, Birke, Hasel. Man kann sie in Bruchwäldern, Waldrändern, gewässerbegleitenden Gehölzen und Lichtungen beobachten.Die erwachsenen Schmetterlinge ernähren sich von Blütenpflanzen aller Art. Dieser Schmetterling saugt gerade am Blütenstand einer Kanadischen Goldrute.Der Schwarzrandspanner gilt bei uns als nicht gefährdet. Trotzdem ist er ein schöner Schmetterling, den man nicht sehr oft beobachten kann. Bei Blütenbesuchen fällt er natürlich auf.

Rotrandbär

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Der Rotrandbär kommt im Kraichtal gelegtlich vor und gehört innerhalb der Gruppe der Schmetterlinge zur Familie der Bärenspinner. Die Männchen sind auf der Flügeloberseite hellgelb gefärbt und haben auf jedem Flügel einen roten Fleck. Die Flügel tragen einen roten Rand. Die Flügelspannweite beträgt etwa 3 cm.Diesen Schmetterling kann man auf feuchten Wiesen, in Bruchwäldern oder an Waldrändern finden. Der Rotrandbär ist ein tag- und nachtaktiver Schmetterling. Im Kraichtal kann man sie bis Anfang August fliegen sehen. Der Rotrandbär kommt bei uns – je nach Wetterlage – in zwei Generationen vor. Die Raupen überwintern an einem geschützten Ort. Leider sind die Bestände des Rotrandbärs rückläufig. Er befindet sich deswegen auf der Vorwarnliste für bedrohte Tierarten.

Ampferspanner

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Der Ampferspanner ist ein Nachtfalter, der innerhalb der Schmetterlinge zur Familie der Spanner gehört. Er erreicht eine Flügelspannweite von ca. 30 mm. Ein Erkennungsmerkmal ist die rötlich-braune Linie auf den Vorder- und Hinterflügeln. In der Ruhestellung fügen sich diese zu einer Linie zusammen. Zudem zeigt er auf den Vorderflügeln einen Punkt in der gleichen Farbe. Der Ampferspanner fliegt bei uns in 2 Generationen,von Mitte Mai bis Ende Juni und von Juli bis Oktober.Ampferspanner verstecken sich tagsüber und sind deswegen nur schwer zu entdecken. Dieser Schmetterling wurde in seinem Versteck gestört und landete kurzzeitig auf dem Blatt einer Zaunwinde. Dort saß er aber nur kurze Zeit und versteckte sich dann in der dichten Vegetation. Die besten Aussichten, den Ampferspanner zu beobachten, hat man bei bedecktem Himmel oder gegen Abend. Als Lebensraum bevorzugt er Böschungen, Raine, Unkrautfluren, Brachen aber auch wie in diesem Fall den Rand eines Erlen-Bruchwaldes. Weil seine Raupen vor allem an Ampfer- und Knötericharten fressen, hat er seinen Namen „Ampfer-Spanner“ erhalten. Den Namen „Spanner“ hat die Schmetterlingsfamilie wegen der Fortbewegung ihrer Raupen erhalten. Es ist beabsichtigt, darüber einen eigenen Beitrag in diesem Blog zu erstellen.

Kleiner Feuerfalter

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Der Kleine Feuerfalter gehört innerhalb der Gruppe der Schmetterlinge zur Familie der Bläulinge. Er ist im Kraichtal nicht selten, obwohl er eigentlich nicht in „Kalk-Gebieten“ anzutreffen ist. Trotzdem begegnet man ihm an sonnigen, blütenreichen Stellen. Der Kleine Feuerfalter ist recht klein; seine Flügel erreichen eine Spannweite von 22-27 mm. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt und lassen sich nur sehr schwer unterscheiden. Die orangefarbenen Flügel sind mit schwarzen Flecken versehen. Die Flügelunterseiten sind braun und weisen schwarze Flecken auf. Man kann ihn – je nach Witterung vom späten Frühjahr bis in den Herbst hinein in mehreren Generationen fliegen sehen. Die Falter besuchen mehrere Pflanzenarten, zum Beispiel den Wasserdost, den Echten Dost, Baldian und einige andere Wiesenblumen wie zum Beispiel die Tauben-Skabiose.Hier saugt ein Kleiner Feuerfalter gerade am Blütenstand des Baldrians Und so sieht die Unterseite der Flügel aus: Braunrot mit kleinen schwarzen Punkten Kleiner Feuerfalter auf DostKleiner Feuerfalter am Rande eines Weinbergs; hier auf Echtem Dost, Oregano oder Wildem Majoran, wie er oft genannt wird. Der Wilde Majoran ist eine Superpflanze für Insekten. Zahlreiche Schmetterlingsarten, Bienen, Wildbienen, aber auch Schwebfliegen besuchen ihn. Obwohl man ihn bei uns nicht so häufig entdeckt, ist der Kleine Feuerfalter  derzeit (noch) nicht gefährdet.

Er gehört zum Kraichtaler Sommer: Der Kleine Fuchs

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Der Kleine Fuchs gehört innerhalb der Schmetterlinge  zur Familie der Edelfalter. Im Kraichtal ist er in diesem Jahr häufig anzutreffen. Zur Zeit fliegt er gerade. Wie viele andere Schmetterlingsarten sind seine Raupen auf Brennnesseln angewiesen. Deswegen wird er auch oft als „Nessel-Falter“ bezeichnet. Die Grundfärbung dieses wunderschönen Schmetterlings ist leuchtend orange. In der Mitte der Vorderflügel befinden sich drei schwarze Flecke, nämlich ein großer Fleck und zwei kleine. Dies ist ein sicheres Erkennungsmerkmal. Die Flügel weisen schwarz eingefasste blaue Randfelder auf.Dies ist ein Schmetterling, der Anfang April fotografiert wurde. Er hat wahrscheinlich gerade sein Winterquartier an einer geschützten Stelle (Keller, Dachböden, Garagen, Nistkästen,  Schuppen, Feldscheune, etc.) verlassen. Deutlich sind die drei schwarzen Flecke auf den Vorderflügeln zu sehen. Die Färbung des Falters ist blasser, als dies bei den Schmetterlingen der Sommer-Generationen der Fall sein wird. Ab April bis Ende Mai fliegen diese Falter und legen auf Brennnesseln ihre Eier ab. Dabei werden die Eier in Gruppen von 50 Eiern bis 200 Eiern abgelegt. Die sich daraus entwickelnden Raupen beginnen sofort zu fressen und häuten sich dabei mehrfach. Wenn die Raupen ausgewachsen sind, verlassen sie die Gruppe und verpuppen sich einzeln an sicheren Stellen.Das ist eine voll entwickelte Raupe des Kleinen Fuchses. Sie ist stachelbewehrt und zeigt auffällige schwarz-gelbe Färbung. Deswegen wird sie auch kaum von Vögeln gefressen. Allerdings fallen viele Raupen den zahlreichen Arten der Raubfliegen zum Opfer, die ihre Eier auf die Raupen ablegen. Die Unterseite der Flügel ist braun gefärbt mit einem gelb-orangenen Flügelfeld. Hier saugt gerade ein Kleiner Fuchs an einer Witwenblume. Der Kleine Fuchs ist ein „Wanderfalter“ der innerhalb eines Gebietes teils größere Wanderungen unternimmt. Da die erwachsenen Falter nicht auf bestimmte Futterpflanzen spezialisiert sind, kann man sie bei uns auf ganz vielen Blütenpflanzen beobachten. Zur Zeit findet man sie im Kraichtal vor allem auf den Witwenblumen und den ersten Disteln. Im Sommer kann man sie ab August auch auf der einheimischen „Super-Schmetterlingspflanze“, dem „Wasserdost“,  antreffen. Bei uns gibt es  – je nach Witterung – regelmäßig zwei bis drei Generationen des Kleinen Fuchses. Bei uns im Kraichtal kann man also den „Kleinen Fuchs“ von April bis in den Oktober hinein fliegen sehen. Manchmal kann man den Kleinen Fuchs auch auf dem Boden entdecken.Und was den Kleinen Fuchs auch noch von einigen anderen Schmetterlingsarten unterscheidet: Er besucht unsere Gärten, weil er mit vielen – nicht einheimischen – Blütenpflanzen etwas anzufangen weiß, wie hier auf einem Lavendel. Und solche Arten gibt es in unseren Gärten inzwischen sehr viele. Von diesen werden einige Arten nur vom Kleinen Fuchs besucht.

Wenn „ER“ wieder fliegt, ist es Frühling: Der Zitronenfalter

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Die Winter können in Deutschland sehr kalt werden. Deswegen gibt es nur ganz wenige Schmetterlingsarten, welche als voll entwickelte Falter bei uns überwintern. Der Zitronenfalter gehört dazu. Was ihn aber von den anderen Arten unterscheidet, ist die Art der Überwinterung. Während der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge oder der C-Falter zur Überwinterung frostgeschützte Orte wie Dachböden, Scheunen, Keller oder Industrie- und Wohngebäude aufsuchen, bleibt der Zitronenfalter in der „freien Natur“. Er versteckt sich im Spätherbst lediglich im Brombegestrüpp oder unter Efeuzweigen. Manchmal sitzt er auf Zweigen oder im trockenen Laub auf dem Boden. Dann verbringt er in seinem „Versteck“ die Wintermonate

Dabei fällt er in die sogenannte „Winterstarre“. Damit er auch Frostnächte und -tage überleben kann, scheidet er alle Körperflüssigkeit, die er nicht benötigt aus – und produziert ein spezielles „Frostschutzmittel“, das vor allem aus Glycerin und anderen Stoffen besteht. Der Stoffwechsel wird stark zurückgefahren. Dadurch wird verhindert, dass seine Körperzellen durch den Frost geschädigt oder zerstört werden. So kann er – zumindest kurzfristig – problemlos Temperaturen bis -20° C. aushalten. Es macht ihm auch nichts aus, wenn er in seinem Versteck völlig mit Schnee bedeckt wird. Ab Ende März-Anfang April wird er dann wieder aktiv und beginnt sofort mit der Nahrungssuche. Dabei findet man ihn häufig auf den Taubnesseln, die schon im zeitigen Frühjahr in recht großen Beständen blühen. Und der Zitronenfalter kommt mit seinem langen Rüssel problemlos an die Nektar-Vorräte in den Lippenblüten heran. Im April und Mai geht er dann auf die Suche nach Weibchen, die ebenfalls überwintert haben. Der männliche Zitronenfalter besucht hier gerade eine Rote Taubnessel. Das Männchen ist auffallend gelb gefärbt. Ein weiteres Merkmal sind die braunroten Punkte auf den Vorder- und Hinterflügeln. Typisch sind auch die ausgezogenen Flügelspitzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Schmetterlingsarten sieht man ihn kaum mit ausgebreiteten Flügeln sitzen; er „sonnt“ sich nur mit zusammengeklappten Flügeln. Die überwinterten Weibchen sehen ähnlich aus wie Kohlweißlinge. Sie sind nicht gelb gefärbt sondern weißlich-grün, zeigen aber auch die typischen braunroten Punkte auf den Flügeln und die gleiche Form der Flügel. Mit Kohlweißlingen kann man sie im März/April aber nicht verwechseln, denn diese gibt es im März/Anfang April noch nicht. Zudem finden sich keine schwarzen Flecke auf den Flügeln oder an den Flügelrändern. Die Kohlweißlinge haben auch keine spitzen Flügelecken. (Das Bild zeigt ein Weibchen des Zitronenfalters im Juli an der Blüte der Wald-Platterbse)

Nach der Paarung legt das Weibchen die Eier ausschließlich auf die Blätter einiger Faulbaum- oder Kreuzdorn-Arten. Damit endet der Lebenszyklus der Zitronenfalter. Immerhin werden die Zitronenfalter fast ein Jahr alt, von dem sie aber einen Großteil verschlafen. Damit haben  die Zitronenfalter die höchste Lebenserwartung aller mitteleuropäischen Schmetterlinge.  2 Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Raupen und ernähren sich ausschließlich von den Futterpflanzen.  Ende Juni bis Anfang August schlüpfen die Schmetterlinge. Die neue Generation fliegt von Juni bis Juli; im August erfolgt eine „Sommer-Ruhe“. Ab September fliegen sie wieder, bis sie mit den ersten kalten Temperaturen in „Kältestarre“ den Winter über in ihrem Versteck verbringen. Im nächsten Jahr werden sie wieder für Nachwuchs sorgen.

Admiral

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Der Admiral ist eine für das Kraichtal sehr typische Schmetterlingsart. Er gehört zu den Edelfaltern und fällt durch seine auffallende Flügelzeichnungen auf. Wegen der weißen Zeichen, die in ähnlicher Form auch auf historischen Admiralsuniformen zu sehen waren, hat man ihm diesen Namen gegeben.

Der Admiral gehört zu den „Brennnessel-Faltern“ , weil sich seine Raupen ausschließlich von der Großen Brennnessel ernähren.

Der Admiral fliegt bei uns in einer Generation von Juni bis Oktober. In warmen Regionen Mitteleuropas gibt es bis zu 4 Generationen, die von Februar bis November fliegen. Hier saugt ein Weibchen gerade an Tierkot. Man kann das Weibchen an winzig kleinen weißen Flecken im roten Flügelstreifen erkennen.

Der Admiral ernährt sich von verschiedenen Blütenpflanzen (Schmetterlingsflieder, Brombeeren, Wasserdost, etc.), aber auch von den in Exkrementen oder in Aas enthaltenen Nährstoffen (z. Beispiel Tierkot, kleinen Kadavern). Im Herbst stellt er sich oft in den Streuobstwiesen ein, wo er an geplatzten oder zerquetschten Früchten saugt. Wie zu sehen ist, unterscheidet sich die Unterseite der Flügel deutlich von der Oberseite.

Die Männchen des Admirals warten  von höheren Standorten aus (hier der Stamm eines Obstbaums in einer Streuobstwiese) auf vorbeifliegende Weibchen. Die Männchen kann man daran erkennen, dass sie in den roten Streifen keine weißen Flecken besitzen. Wegen des günstigen Klimas überwintern viele Schmetterlinge aus unserer Region bei uns – oder in anderen warmen Teilen Südwestdeutschlands oder Frankreichs. Schmetterlinge aus Mitteleuropa ziehen im Sommer nach Norden bis Südskandinavien – und kehren im Winter in ihre Überwinterungsgebiete in Südwestdeutschland und Ostfrankreich zurück.

Es ist Oktober. Hier besucht gerade ein Admiral die jetzt in Vollblüte stehenden Blütenstände des Efeus. Der Admiral  hat offensichtlich schon ziemlich viel mitgemacht, er ist ziemlich „abgeflogen“ – und er scheint manchem Vogelangriff entkommen zu sein.

C-Falter

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Der C-Falter ist im Kraichtal recht häufig anzutreffen. Er gehört zur Familie der Edelfalter und hat eine Flügelspannweite von 50 mm. In seiner Färbung ist er recht variabel; es gibt helle und dunkel gefärbte Exemplare.  Seinen Namen hat er erhalten, weil er auf den Unterseiten der Hinterflügel eine weiße „C-förmige“ Zeichnung trägt.

    Der C-Falter ist bei uns den ganzen Sommer über zu sehen. Sie sind bei uns in 2 Generationen anzutreffen. Die Sommergeneration kann bei uns meist überwintern.

Neben Blütenpflanzen wie hier der Wasserdost oder der Sommerflieder kann man den C-Falter auch an zerquetschtem Obst antreffen.

Brennnesseln, Disteln & Co

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Es ist Ende August. Die Felder sind abgeerntet, die Wiesen alle gemäht. Doch es gibt noch „grüne Inseln“ in der Flur. Entlang eines Weges hat man nicht gemäht und alles so stehen lassen, wie es gewachsen ist. Brennnesseln, Disteln, verschiedene Gräser, Doldengewächse und einige andere Pflanzen bilden einen dichten Bestand. Und man kann erkennen, dass es in diesem Jahr sehr heiß und trocken war. Selbst die Brennnesseln sehen nicht mehr ganz so frisch aus. Das saftige Grün der Pflanzen ist verschwunden; eigentlich erinnert der Wegrand jetzt an ein verwildertes Gelände. Wer aber glaubt, dass hier dringend gemäht werden müsste, für den lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen:

Brennnesseln und Disteln stehen bei vielen Menschen auf der „Abschussliste“. Doch sie sind für viele Tiere sehr wichtig. Für viele Vogelarten, die sich von Sämereien oder Körnern ernähren,  ist der Tisch nach der Getreideernte nicht mehr so reichhaltig gedeckt. Die Nahrung wird knapp. Jetzt sieht man zum Beispiel Distelfinken, die das tun, wofür sie ihren Namen erhalten haben. Sie ernähren sich von Distelsamen.

Dazu pflücken sie die Korbblüten regelrecht auseinander und ziehen die Samen heraus.

Und am Ende sind die Blütenstände der Distel völlig aufgefasert 

Dies gilt auch für andere Vogelarten oder zahlreiche Insekten

So kann man häufig den Schwalbenschwanz, einen auch bei uns recht seltenen Schmetterling auf den Disteln beobachten, weil sie auch jetzt noch Nektar anbieten

Dieser Schwalbenschwanz hat schon einen Teil des linken Hinterflügels verloren.  Trotzdem kann er noch problemlos die Blüten anfliegen.

Die große Zahl von Vögeln und Insekten, welche sich von den verschiedenen Disteln, aber auch von den Brennnesseln ernähren,  ist gewaltig.  Deswegen sollte man sie, so lange wie dies möglich ist, auch stehen lassen. Auch wenn uns ihr Anblick manchmal stört – für viele Tiere sind diese Pflanzen zum Überleben notwendig.

Brauner Bär

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Bei uns im Kraichtal ist er nur selten zu sehen: der Braune Bär, ein Schmetterling aus der Familie der Bärenspinner. Das liegt aber nicht nur daran, dass es ihn bei uns kaum noch gibt – sondern weil er ein Nachtschmetterling ist, der sich tagsüber gut getarnt versteckt. Tatsächlich aber ist der Braune Bär sehr selten und durch das Naturschutzgesetz streng geschützt. Auch in Baden-Württemberg insgesamt gilt er als eine vom Aussterben stark bedrohte Art. In diesem Falle wurde er in einem Industriebetrieb gefunden, wo er sich in Bodennähe verkrochen hatte. Dorthin hatte er sich offenbar verflogen,  weil er – wie dies viele Nachtfalter tun – nächtliche Lichtquellen anfliegt  (In diesem Betrieb wird rund um die Uhr gearbeitet).  Da er dort wohl keine Überlebenschance hatte, kam er in einen Karton.

Schon allein die Flügelzeichnung zeigt seine Verwandtschaft mit dem „Russischen Bären“ und dem „Schönbären“. Dabei kann die Zeichnung der Vorderflügel innerhalb dieser Art stark variieren. Die braunen Vorderflügel zeigen meist ein weißes, netzartiges Muster, das vom Flügelrand ausgeht. Dazu kommen noch längliche Flecken am Flügelrand. Die Vorderflügel können auch fast ganz weiß sein.

Der Braune Bär sitzt mit „dachartig“ geschlossenen Flügeln in seinem Versteck. Dies ist seine „Tarnstellung“. Wenn er sich bedroht fühlt, öffnet er schlagartig seine Flügel. Dann werden die orangeroten Hinterflügel mit den blauen, meist schwarz umrandeten Punkten sichtbar. Damit warnt und erschreckt er viele Fressfeinde. Der Braune Bär kommt in allen Bereichen des Waldes vor, aber auch in extensiv bewirtschafteten Wiesen mit Hecken und Büschen. Sogar in Parks und großen naturnahen Gärten, aber auch an Wegen, Böschungen und Straßenrändern kann man ihn vereinzelt finden.

Aus dem Karton wurde er nun in ein geeignetes Biotop innerhalb eines Waldes im Kraichtal gebracht. Sofort zeigte seine „Schreckstellung“. Dazu klappte er in schneller Folge die Vorderflügel auf und zu. Die orangeroten, blau und schwarz gepunkteten Hinterflügel werden dabei sichtbar.

Deutlich ist das weiße Netzmuster an den Vorderflügeln zu sehen. Der abgebildete Schmetterling zeigt, dass er schon leicht „abgeflogen“ ist. Ein Fühler fehlt und auch die Flügel zeigen erste Abnutzungs-Spuren.

Die Falter des Braunen Bären fliegen von Juli bis September. Schon ab Juli werden die Eier an die Unterseite der Blätter der entsprechenden Futterpflanzen gelegt  (Brennnessel, Mädesüß, Brombeere, Himbeere und viele mehr). Die Raupen schlüpfen im August und überwintern an geschützten Stellen im Boden. Im Juni/Juli des folgenden Jahres verpuppen sie sich und schlüpfen von Juli bis August. Übrigens: Was er normalerweise macht, ist auch hier geschehen. Nachdem er mehrfach die Flügel auf- und zugeklappt hat, flog er auf und suchte sich einen neuen und sicheren Unterschlupf.