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Feldgrille

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Bei uns im Kraichtal sind die Feldgrillen auf den Wiesen und Feldern die Stimme des Sommers. Je wärmer es ist, desto häufiger kann  man das Zirpern hören, denn Grillen lieben warme und trockene Wiesen, in denen sie ihre bis zu 20 cm tiefen Röhren graben. Die zu den Heuschrecken zählenden Insekten sind Allesfresser, ernähren sich aber vorwiegend von pflanzlicher Nahrung, aber auch kleine Bodentiere oder Aas  wird verzehrt. Im Gegensatz zu den meisten einheimischen Heuschrecken können sie nicht fliegen. Die zirpenden Laute werden nur von den Männchen erzeugt. Dabei werden die Geräusche mit den Flügeln erzeugt. Die abgebildete Grille ist ein Männchen. Das Männchen singt mit dem Kopf in Richtung Höhleneingang. Damit lockt es Weibchen an und zeigt, dass es paarungsbereit ist. Treffen Rivalen aufeinander kann es zu schweren Kämpfen kommen, die sogar tödlich enden können.  Weibchen kann man an der langen Legeröhre erkennen, mit denen sie  im Sommer die Eier im Boden ablegt. Die Grillen sind nach dem Schlüpfen noch ohne Flügel und machen mehr als  10 Häutungen durch, bis sie erwachsen und geschlechtsreif sind. Im Herbst vergraben sie sich und kommen im nächsten Frühjahr als erwachsene und geschlechtsreife Tiere zum Vorschein.

Bei uns im Kraichtal kann man sie noch hören; in vielen Gegenden ist sie aber selten geworden oder gar verschwunden, weil ihre Lebensräume schwinden. In Deutschland war die Feldgrille Insekt des Jahres 2003.

Perlpilz

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Der Perlpilz ist ein sehr guter Speisepilz. Doch gerade in diesem Fall birgt das Sammeln Risiken. Es gibt einen gefährlichen Doppelgänger, den man auf keinen Fall verspeisen sollte: der Pantherpilz. Was die ganze Sache noch komplizierter macht, ist die Tatsache, dass beide Pilzarten zur gleichen Zeit in der gleichen Umgebung vorkommen können – oft nur wenige Meter voneinander getrennt. Deswegen ist es wichtig, beide Pilzarten genau zu kennen. Dann kann man sicher eine Verwechslung vermeiden. Abgesehen davon, dass auch der Perlpilz giftig ist – und nur dann gegessen werden kann, wenn man ihn zuvor gart. Denn das in ihm enthaltene Gift wird durch gründliches Garen zerstört.

Beide Pilzarten haben auf ihren Hüten noch Restflocken der Pilzhaut, in welche der Pilz eingehüllt war. Durch Regen können diese Reste aber abgewaschen werden.

Unterschied 1:

Der Hutrand des Perlpilzes ist glatt und nicht gerieft – oder weist nur wenige Riefen auf; der Hutrand beim Pantherpilz ist rundum gerieft.

Unterschied 2:

Die Stielmanschette ist beim Perlpilz gerieft und sieht ähnlich aus wie ein Plisseerock, beim Pantherpilz hat die häutige Stielmanschette keine Riefen. Allerdings: bei ganz jungen Perlpilzen mit geschlossenem Hut ist dieses Merkmal noch nicht ausgeprägt!

Unterschied 3: Der Perlpilz hat eine rübenförmige Knolle ohne Scheide. Beim Pantherpilz steckt die Knolle in einer Hautscheide.

Unterschied 4: Bei Verletzungen (z.B. Schneckenfraß) färbt sich der Perlpilz an den Fraßstellen rot; der Pantherpilz bleibt weiß.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Pantherpilz

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Der Pantherpilz ist ein gefährlicher Giftpilz, weil er mit dem Perlpilz verwechselt werden kann. Es gibt aber deutliche Unterschiede zum Perlpilz, der gut durchgegart ein guter Speisepilz ist. Der Pantherpilz wächst oft an den gleichen Orten  – und zur gleichen Zeit wie der Perlpilz. Jedes Jahr gibt es in Deutschland zahlreiche Verwechslungen – und damit schwere Vergiftungsfälle.

Unterschied 1:

Der Pantherpilz hat am Hutrand Riefen

Unterschied 2:

Der Hautring am Stiel ist glatt, besitzt keine Riefen und liegt mehr oder weniger am Stiel an.

Unterschied 3: Bei Verletzungen oder Schneckenfraß bleibt das Fruchtfleisch weiß und rötet nicht

Unterschied 4:

Die Knolle steckt in einer häutigen Scheide. Beim Perlpilz fehlt diese.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Anis-Champignon

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Der Anis-Champignon unterscheidet sich vom Wiesenchampignon vor allem durch seinen anisartigen, würzigen Geruch. Darüber hinaus zeigt er oft gelbliche Verfärbungen auf dem Hut. Im Gegensatz zum Giftchampignon riecht er aber nicht nach Medizin oder Tinte –  oder sonst unangenehm.  Seine Lamellen sind hell- bis schokoladenbraun. Der Stiel weist am Ende eine knollenartige Verdickung auf, aber die Knolle steckt nicht in einer häutigen Hülle. Somit ist bei geöffnetem Hut kaum eine Verwechslung mit den Knollenblätterpilzen möglich. Dieser Pilz ist geradezu  ein Paradebeispiel dafür, dass es notwendig ist, gerade bei Champignons eine Geruchsprobe zu machen um Verwechslungen zu vermeiden.  Der Anischampignon wurde im Wald im Bereich eines Waldweges fotografiert. Laub- Nadel- und Mischwälder, aber auch Weiden sind mögliche Standorte des Pilzes. Er ist ein guter Speisepilz.

Um Verwechslungen und Vergiftungen zu vermeiden: Nur Pilze sammeln, die man genau kennt! Im Zweifel eine Pilzberatungsstelle aufsuchen! – Oder noch besser: unbekannte Pilze stehen lassen!

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Uhu

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Der Uhu ist die größte einheimische Eule.  Er teilte das Schicksal aller Greifvögel. Jahrhunderte lange rigorose Jagd auf alle „Krummschnäbel“ brachte viele Greifvögel und Eulen an den Rand der Ausrottung. Um 1950 war der Uhu aus Baden-Württemberg als regelmäßiger Brutvogel so gut wie verschwunden. Lange Zeit gab es ihn nur noch  ganz sporadisch in den Felsregionen der Schwäbischen Alb und an der oberen Donau. Mit neuen und wirksamen Naturschutzgesetzen in den 1930er Jahren begann das Umdenken. Erste Wiedereibürgerungsversuche mißlangen aber. Mit der Umweltbewegung in den 60er und 70er Jahren  kam neuer Schwung in die Bemühungen. Und es scheint Erfolg zu bringen: Nach intensiven Schutzmaßnahmen hat der Uhu in den letzten Jahren  auch wieder im Flachland Fuß gefasst. Nun kann man ihn auch bei uns wieder hören.

Der abgebildete Uhu ist kein Volierenvogel. Er war in der Nacht in einen Hühnerstall am Ortsrand eingeflogen und wollte dort offensichtlich Ratten jagen, denn die Hühner befanden sich  im Stall – unerreichbar für den Uhu.  Am Morgen konnte er wegen der installierten Greifvogel-Schutznetze über dem Gehege den Ausgang nicht mehr finden. Zum Glück gelang es, den Uhu sanft aus dem Gehege hinauszubegleiten. Kaum in Freiheit flog er sofort in Richtung seines Ruheplatzes davon.  Seither hat er das Gehege nicht mehr aufgesucht, ist aber – so wie es derzeit aussieht – im Gebiet geblieben. Beeindruckend bei dem mächtigen Vogel sind seine Augen und die kräftigen Fänge mit den langen Krallen. Er jagt kleine bis mittelgroße Säugetiere und Vögel. Igel, Ratten, Kaninchen, Feldhasen, Rabenvögel, Tauben und Enten.

Schwefel-Porling

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Der Schwefelporling fällt zunächst durch seine schwefelgelbe Färbung auf. Er ist eigentlich ein Pilz, der vor allem an den Laubbäumen entlang von Straßen, Streuobstwiesen, aber auch in Wäldern vorkommt. Dabei dringt er durch Wunden in den Baum ein und ruft dort die Braunfäule hervor. Befallen werden vor allem überalterte, geschwächte und geschädigte Bäume. Diese werden durch den Pilz anfällig für Windbruch. Trotzdem ist der Pilz  – wenn er noch jung und saftig ist – ein guter Speisepilz, der nach der Zubereitung nach Hähnchen schmecken soll … Deswegen hat er den englischen Namen „chicken of the woods“. Allerdings wird beschrieben, dass Schwefelporlinge, die auf Eiben oder Robinien gewachsen sind, bei empfindlichen Menschen Durchfälle und Erbrechen hervorrufen können …

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Kornweihe

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Die Kornweihe gehört zur Gruppe der Greifvögel. Im Kraichtal kann man sie allerdings meist nur während der Wintermonate beobachten. Das Weibchen ist unauffällig gefärbt. Lediglich der ausgeprägte weiße Fleck auf dem Rücken vor dem Schwanz ist zunächst ein wichtiges Erkennungsmerkmal. Vor allem das Männchen fällt durch sein Gefieder und seine Flugweise auf. Auf den ersten Blick glaubt man, dass da eine große schwarz-weiße Möwe fliegt. Der schaukelnde Flug knapp über den Boden mit überraschenden Wendungen lässt dann allerdings in Richtung eines Greifvogels denken. Tatsächlich fliegt die Kornweihe knapp über dem Boden – und mit einer plötzlichen Beschleunigung macht sie aus kurzer Distanz Beute. Vor allem Kleinsäuger oder Vögel werden von ihr gejagt. Die Kornweihe steht auf der Roten Liste der bedrohten Brutvögel in Deutschland. Die Bilder zeigen ein Männchen auf der Jagd im Januar 2017 in einem Feld mit Blühmischung. Das dokumentiert nochmals die Bedeutung solcher Feldflächen. Ein hohes Lob an die Landwirte, welche diese Flächen während der Wintermonate sich selbst überlassen.

 

Eisvogel

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Der Eisvogel ist im Kraichtal recht häufig zu beobachten. Entlang der Kraich, an Bächen,  Gräben und Fischzuchtanlagen ist er regelmäßig zu sehen. Er braucht klare, langsam oder schnell fließende Gewässer mit geeigneten Sitzwarten. Er jagt kleine Fische, Insekten, Kaulquappen und kleine Froschlurche. Seine Jungen zieht er in Bruthöhlen auf, die er  im Uferbereich der Gewässer gebaut hat. In strengen Wintern ist er auf freie Stellen im Wasser angewiesen; er weicht dann oft auf benachbarte Biotope, wo er geeignete Gelegenheiten findet,  aus.

Von Bäumen oder Büschen aus geht er auf Jagd. Beeindruckend sind die leuchtenden Farben und der hellblau-türkisfarbene Rückenstreif. Hier allerdings im Regenwetter bei schlechtem Licht aufgenommen.

Schopf-Tintling

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Der Schopftintling ist ein häufig vorkommender Pilz, der vom Frühjahr bis in den November hinein gesammelt werden kann. Junge Pilze sind essbar, ältere Pilze lösen sich auf und zerfließen in einer schwarzen tintenartigen Flüssigkeit. Verwechslungsgefahr besteht kaum.

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Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Herbstlorchel

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Die Herbstlorchel ist vom Spätsommer an zu finden. Im Wald steht sie meist an den Rändern der Waldwege. Sie wird bis zu 25 cm hoch und entwickelt unterschiedliche Formen. Wegen ihrer Farbe und Form gibt es auch keine Verwechslungsmöglichkeiten. Sie ist essbar, allerdings sollte sie zur Vermeidung von Bauchbeschwerden vor dem Verzehr gekocht werden.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.