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Käppchen-Morchel

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Die Käppchen-Morchel ist im Kraichtal sehr selten und meist nur in Auwäldern und entlang von Gewässern zu finden. Diese Morchel-Art, die bis zu 20 cm groß werden kann,  findet man im Kraichtal – je nach Witterung – von Mitte April bis Anfang Mai.  Die abgebildete Morchel ist etwa 10 cm lang. Wie alle Morchel-Arten ist auch die Käppchen-Morchel giftig und nur bei ausreichender Erhitzung oder langer Trocknung genießbar. Obwohl sie essbar ist, wird sie vom Geschmack her nicht so hoch eingeschätzt wie die Spitz-Morchel oder die Speise-Morchel. Der Stiel hat einen Durchmesser von 1 cm bis 3 cm. Der spitz zulaufende Hut zeigt durch seine wabenartigen Strukturen mit den schwärzlichen Längsrippen ein deutliches Unterscheidungsmerkmal. Die Farbe des Hutes kann von hell- bis dunkelbraun variieren. Wie alle Morchel-Arten steht auch die Käppchen-Morchel in Deutschland unter Naturschutz. Sie ist sehr selten – und man sollte sie deswegen auch schonen.Nur weil dieses Exemplar schon am Boden lag – der Pilz hatte etwa die Größe einer Zigarette – wurde er aufgeschnitten, um ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu zeigen: Der gesamte Fruchtkörper ist hohl;   im Gegensatz zur sehr giftigen  Frühjahrs-Lorchel, die einen lappenartigen Hut ohne wabenartige Strukturen hat- und bei der weder der Hut noch der Stiel hohl sind. Auf einem Trampelpfad in einem Erlen-Bruchwald im Kraichtal befanden sich einige Exemplare der Käppchen-Morchel.Allerdings kann man sie leicht übersehen: Auf diesem Bild sind 3 Exemplare der Käppchen-Morchel abgebildet. Können Sie alle  entdecken?Wie viele Käppchen-Morcheln haben sie auf diesem Bild finden können?  Um Ihnen bei der Suche zu helfen, finden Sie zu beiden Bildern entsprechende Vergrößerungen:

Such-Hilfe Bild 1:

Such-Hilfe Bild 2:

 

 

Speise-Morchel

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Die Speise-Morchel gehört innerhalb der Pilze zur Familie der Morchelverwandten. Es gibt einige Morchelarten bei uns im Kraichtal.  Morcheln findet man bei uns vom April bis – je nach Wetterlage -zum Juni. Ihr Erscheinen hängt aber wesentlich vom Wettergeschehen ab. In einem sehr trockenen Frühjahr mit wenig Niederschlägen wird man diesen Pilz kaum finden.   Es kommt auch vor, dass es deswegen in manchen Jahren überhaupt keine Morcheln gibt.Morcheln sind sehr teure und begehrte Speisepilze. Man findet sie auch im Kraichtal auf ungedüngten Wiesenflächen, alten Parkanlagen, die noch nie oder ganz selten gedüngt wurden, aber auch manchmal  in naturbelassenen Gärten – wie im Beispiel der Morcheln auf dem Titelbild. Speisemorchelnwachsen wachsen oft in Gruppen, manchmal aber auch einzeln.Typisch für die Speise-Morchel  ist der kegelförmige, gerippte Hut, der unregelmäßige wabenartige Strukturen ausbildet. Die Farbe kann von hellbraun bis dunkelbraun und gelblichen Tönen variieren. Die Speisemorchel kann über 10 cm groß werden. Schneidet man die Morchel der Länge nach durch, so wird ein weiteres Erkennungsmerkmal deutlich: Stiel und Hut sind hohl.Das Bild zeigt eine aufgeschnittene Speise-Morchel. Da es sich hier um einen schon älteren Pilz handelt, ist er beim Aufschneide im Bereich des Fußes zerbrochen.Das Bild zeigt Morcheln auf einer typischen ehemaligen Streuobstwiese, bei der zwar viele Obstbäume inzwischen verschwunden sind, die aber wegen ihrer hügeligen Geländestruktur nicht gedüngt wird. Dieses Vorkommen besteht schon seit mehreren Jahren, denn die Speise-Morchel ist standorttreu und kommt oft in größeren Gruppen vor.  Es gibt einige Morchel-Arten bei uns. Obwohl sie alle giftig sind, gelten sie unter Kennern als die besten Speisepilze überhaupt. Dies mag ein Widerspruch sein, aber bei der hier vorgestellten „Speise-Morchel“ spielt die Art der Zubereitung eine entscheidende  Rolle. Grundsätzlich gilt: Die Speise-Morchel darf nicht frisch und roh gegessen werden. Dann ist sie giftig. Wenn man sie essen will, muss man sie vorher mindestens 5 Minuten lang auf ca. 80° erhitzen – oder bis zu einem halben Jahr trocknen.  Ganz sicher geht man, wenn man sie zum Beispiel in einer Soße über längere Zeit mitkocht.Aber hier gilt: Wer Pilze sammeln will, muss die Pilze  – und auch deren Doppelgänger kennen, sonst kann das schwere und schlimme Folgeschäden nach sich ziehen.  Dabei hat die Speisemorchel einige wichtige Unterscheidungsmerkmale zu ihren gefährlichen Doppelgängern:  Die Speisemorchel hat einen Hut, der wabenförmige Strukturen aufweist. Hut und Stiel sind hohl. Die gefährliche Frühjahrslorchel hat keine wabenförmige Struktur – sondern hat eine lappige Hutoberfläche ohne Wabenkammern. Zudem ist sie nicht hohl.Weil sie sehr selten sind, werden diese Speise-Morcheln nicht geerntet.

Speise-Morcheln sind sehr selten. Deswegen stehen sie in Deutschland unter Naturschutz! Das besagt, dass alle essbaren Morchel-Arten nur für den Eigenbedarf – und nur in geringen Mengen gesammelt werden dürfen. 

Schon „Ötzi“ kannte den Birkenporling

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Der Birkenporling gehört innerhalb der Pilze zur Familie der Stielporlinge. Wie sein Name schon andeutet, ist er nur auf Birken anzutreffen. Dort verursacht er die „Braunfäule“, was dazu führt, dass das Holz brüchig wird. Bei entsprechenden Wetterlagen kann es deswegen auch zum Windbruch kommen, wie es im dargestellten Beispiel  bei dieser noch recht jungen Birke der Fall war. Im Kraichtal ist er nicht sehr häufig, weil es größere Birkenbestände bei uns im Kraichtal kaum gibt. Der Birkenporling gelangt meist durch Verletzungen in den Baum; aber er befällt auch Totholz.Die junge Birke in einem Erlen-Bruchwald im Kraichtal wurde vom Birkenporling befallen und brach als Folge davon bei einem Sturm im vergangenen Herbst ab.Hier zeigt sich das typische Schadbild der „Braunfäule“: Die Zellulose im Holz wird zersetzt; das braune Lignin bleibt erhalten. Das Holz verfärbt sich dunkelbraun und bricht in plattenartige Blöcke oder in würfelartige Strukturen.  Bei fortgeschrittener Braunfäule lassen sich die einzelnen Holzbruchstücke zwischen den Fingern zerreiben. Einen Tag später, nach weiteren Windböen. Der Stamm kann nun dem Wind nichts mehr entgegensetzen. Der Baum ist jetzt bis zum Fruchtkörper des Birkenporlings gespalten. Die Stammbruchstücke haben sich blockartig gelöst.Der Bruch hat sich verstärkt; der Stamm hat sich in einzelne Blöcke aufgelöst. Die künftigen Bruchstücke sind schon deutlich zu erkennen. Es ist eine Frage der Zeit, wann der gesamte Stamm zusammengebrochen sein wird.Der Fruchtkörper des Birkenporlings  ist flach und sieht wie ein nierenförmiges Kissen aus. Daneben gibt es eine weitere Gruppe von Baumpilzen. Diese bewirken bei den befallenen Bäumen die „Weißfäule“. Der Zunderschwamm“ ist zum Beispiel ein typischer Vertreter dieser Gruppe. Das nächste Bild zeigt einen Zunderschwamm, der ebenfalls eine  Birke befallen hat. Im Gegensatz zum Birkenporling sieht der Zunderschwamm von der Seite gesehen aber eher aus wie eine „Zwergenmütze“Bei der „Weißfäule“ färbt sich das Holz nicht braun sondern weißlich. Der Lignin-Bestandteil im Holz wird zersetzt, die Zellulose bleibt erhalten. Dadurch wird das Holz faserig, wie auf dem Bild zu sehen ist. Bei fortgeschrittener Weißfäule kann man das Holz leicht mit den Händen zerteilen. Aber auch bei der Weißfäule verliert der Stamm an Stabilität und bricht dann zusammen.

Zurück zum Birkenporling:Bei jungen Birkenporlingen ist die Sporenschicht wie der gesamte Hut anfangs weiß, später verfärbt sich die Oberseite bräunlich und die Sporenschicht wird braungrau. Wenn der Stamm gefallen ist, dreht sich der Fruchtkörper so, dass die Sporenschicht nach unten zeigt – und die Sporen auch dann leicht verbreitet werden können. Der eigentliche Pilz, das Pilzmyzel,  bleibt aktiv, bis die vom Pilz benötigten Nährstoffe im Stamm vorhanden sind.Bei älteren Fruchtkörpern wird die Haut rissig. Abgestorbene Fruchkörper werden oft von speziellen Insekten und anderen Kleinlebewesen selbst recycelt – und so auch wieder dem Nährstoffkreislauf zugeführt.Wie man hier erkennen kann, ist der junge Baum an der Stelle seines Pilzbefalles abgebrochen, weil dort das Holz durch die Braunfäule abgebaut wurde – und so die Stabilität des Stammes verloren ging. Im unteren Bild sieht man, dass sich der Fruchtkörper des Pilzes  so gedreht hat, dass die Pilzsporen ungehindert nach unten austreten und so leicht ausgestreut werden können.Offenbar kannte man schon in der Jungsteinzeit die antibiotische und entzündungshemmende Wirkung des Birkenporlings. Das wird dadurch belegt, dass  beim „Ötzi“, der Gletschermumie aus der Steinzeit, zwei Birkenporlinge gefunden wurden. Dieser führte sie wahrscheinlich wegen dieser Eigenschaften mit.  Bis fast in die heutige Zeit hinein wurden die in dünne Scheiben geschnittenen Fruchtkörper des Birkenporlings  wegen ihrer antibiotischen Wirkung als Wundauflage verwendet. Als Speisepilz spielt er – obwohl er als junger Pilz essbar ist – kaum noch eine Rolle. Dagegen wird er heute mancherorts als wertvoller Vitalpilz geschätzt.

Mutterkorn – ein gefürchteter Pilz

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Der Mutterkornpilz ist auch im Kraichtal zu finden. Immer, wenn das Frühjahr nass ist und dann ein heißer Frühsommer mit viel Wind folgt,  sind das ideale Bedingungen für die Ausbreitung des Mutterkorns. Der Mutterkornpilz ist hauptsächlich auf Roggen zu finden, kann aber auch die anderen Brotgetreide befallen – allerdings kommt das nicht so häufig vor. Insgesamt wurde der Mutterkornpilz auf mehreren hundert Grasarten nachgewiesen. Früher hielt man das Mutterkorn, das aus der Roggenähre herausragt, für besonders wertvoll. Es war lange nicht bekannt, dass dieser Pilz zu den besonders stark giftigen Pilzen gehört. Tatsächlich verursachte der Mutterkornpilz in den vergangenen Jahrhunderten zahlreiche Vergiftungen, die mit furchtbaren Krankeitsbildern einhergingen. Auch heute besteht noch die Gefahr, sich mit Mutterkorn zu vergiften, wenn ungereinigtes Getreide, bei dem keine Auslese durch Reinigungsmaschineniz in der Mühle stattgefunden hat,  verzehrt wird.  Moderne Reinigungs- und Ausleseverfahren in den Mühlen haben die Gefahr einer Vergiftung deutlich reduziert.

Mutterkornpilze, wie sie aus dieser Roggenähre herausragen, enthalten eine Vielzahl von Giftstoffen. Da sich die Masse der Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten von Roggen und Getreidesorten ernährte, bei denen es häufig zum Befall mit Mutterkorn kam, folgte immer wieder in feuchten Jahren eine Massenerkrankung durch den Pilz. Durchfälle, Erbrechen, Durchblutungsstörungen oder Wahnvorstellungen, die immer wiederkehren können; Verlust von Gliedmaßen können bei schweren Vergiftungen die Folge sein. In vielen Fällen endete die Vergiftung damals tödlich. Heute sind Vergiftungsfälle mit Mutterkorn seltener geworden.

Man nannte die Krankheit, deren Ursache man lange nicht kannte, wegen der brennenden und lang anhaltenden Schmerzen  „Antoniusfeuer“.  Als Beleg für die „haluzinogene Wirkung“ des Mutterkorns kann die Tatsache gelten, dass aus den Wirkstoffen des Mutterkorns das berüchtigte Rauschmittel LSD hergestellt werden kann.

Der Mutterkornpilz hat seinen Namen erhalten, weil er bei der Geburtshilfe als Wehenmittel und nach der Geburt als Mittel zur Blutstillung eingesetzt wurde.

Ein Roggenfeld mit überwiegend pilzfreien Ähren, aber einigen Mutterkorn tragenden Pflanzen.

So sieht das Mutterkorn aus. Schon eine sehr geringe Menge reicht für eine bedrohliche Vergiftung mit furchtbaren Folgen.

Zunderschwamm

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Der Zunderschwamm ist ein Pilz, den man im Kraichtal in den Wäldern noch recht häufig finden kann. Meistens sind es geschwächte Laubbäume in denen er sich entwickelt und die typischen Fruchtkörper ausbildet. Meist kann man diese vor allem auf Buchen und Birken entdecken. Aber auch auf anderen Laubbäumen taucht er gelegentlich auf. Seine frühere Verwendung als „Zunder“ gab ihm seinen Namen; die Bezeichnung „Schwamm“ bezieht sich auf die Fähigkeit der Baumpilze, Wasser zu binden. Zunderschwämme werden zwar als Forstschädlinge eingestuft; doch hat er auch eine lange Geschichte als Arzneipflanze. Seit einigen Jahren  wird er als wertvoller Vitalpilz eingeschätzt.

Hier ist es eine Birke, welche vom Zunderschwamm besiedelt ist.  Auf dem Bild sind vier Fruchtkörper zu sehen.

Die Fruchkörper des Zunderschwamms können sehr alt und auch sehr groß werden. Bei den abgebildeten Fruchtkörpern handelt es sich um relativ  „junge“ Exemplare. Ohnehin sind die Fruchtkörper bei Birken nicht so groß wie auf Buchen.

Die äußere Schicht des Fruchtkörpers, der von der Seite wie eine „Zwergenmütze“ aussieht, ist sehr hart und zäh. Unten – auf der dem Boden zugewandten  Seite  befindet sich die Röhrenschicht, aus der die Pilzsporen freigesetzt werden.

Hier werden die Pilzsporen freigesetzt. Der Fruchtkörper wächst immer so, dass die Sporenschicht dem Boden zugewandt bleibt. Fällt der Baum um, dann können sich die Fruchtkörper um 90° drehen und so die Sporen wieder auf den Boden abgeben.

Der obere Teil des Baumstammes ist abgebrochen und liegt in mehreren Teilen verstreut auf dem Waldboden.

Der Zunderschwamm erzeugt in den befallenen Bäumen die Weißfäule. Die Bäume verlieren ihre Festigkeit und Stabilität, das befallene Holz wird weiß. Es lässt sich leicht zerbröseln

Ergebnis der Weißfäule: Die Stämme verlieren an Stabilität, zerbrechen dann beim Fallen in mehrere Teile oder fallen ganz um. Im Nahrungskreislauf bedeutet das, dass aus den Stämmen wieder verwertbarer Humus entsteht.

Auf der linken Stammseite hat sich ein Fruchkörper nach dem Fallen des Stammes um 90° nach rechts gedreht. Jetzt zeigt die Sporenschicht wieder auf den Boden. Auch am bereits abgestorbenen Baum kann der Zunderschwamm so lange weiterleben, bis die benötigten Nährstoffe abgebaut sind.

Perlpilz

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Der Perlpilz ist ein sehr guter Speisepilz. Doch gerade in diesem Fall birgt das Sammeln Risiken. Es gibt einen gefährlichen Doppelgänger, den man auf keinen Fall verspeisen sollte: der Pantherpilz. Was die ganze Sache noch komplizierter macht, ist die Tatsache, dass beide Pilzarten zur gleichen Zeit in der gleichen Umgebung vorkommen können – oft nur wenige Meter voneinander getrennt. Deswegen ist es wichtig, beide Pilzarten genau zu kennen. Dann kann man sicher eine Verwechslung vermeiden. Abgesehen davon, dass auch der Perlpilz giftig ist – und nur dann gegessen werden kann, wenn man ihn zuvor gart. Denn das in ihm enthaltene Gift wird durch gründliches Garen zerstört.

Beide Pilzarten haben auf ihren Hüten noch Restflocken der Pilzhaut, in welche der Pilz eingehüllt war. Durch Regen können diese Reste aber abgewaschen werden.

Unterschied 1:

Der Hutrand des Perlpilzes ist glatt und nicht gerieft – oder weist nur wenige Riefen auf; der Hutrand beim Pantherpilz ist rundum gerieft.

Unterschied 2:

Die Stielmanschette ist beim Perlpilz gerieft und sieht ähnlich aus wie ein Plisseerock, beim Pantherpilz hat die häutige Stielmanschette keine Riefen. Allerdings: bei ganz jungen Perlpilzen mit geschlossenem Hut ist dieses Merkmal noch nicht ausgeprägt!

Unterschied 3: Der Perlpilz hat eine rübenförmige Knolle ohne Scheide. Beim Pantherpilz steckt die Knolle in einer Hautscheide.

Unterschied 4: Bei Verletzungen (z.B. Schneckenfraß) färbt sich der Perlpilz an den Fraßstellen rot; der Pantherpilz bleibt weiß.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Pantherpilz

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Der Pantherpilz ist ein gefährlicher Giftpilz, weil er mit dem Perlpilz verwechselt werden kann. Es gibt aber deutliche Unterschiede zum Perlpilz, der gut durchgegart ein guter Speisepilz ist. Der Pantherpilz wächst oft an den gleichen Orten  – und zur gleichen Zeit wie der Perlpilz. Jedes Jahr gibt es in Deutschland zahlreiche Verwechslungen – und damit schwere Vergiftungsfälle.

Unterschied 1:

Der Pantherpilz hat am Hutrand Riefen

Unterschied 2:

Der Hautring am Stiel ist glatt, besitzt keine Riefen und liegt mehr oder weniger am Stiel an.

Unterschied 3: Bei Verletzungen oder Schneckenfraß bleibt das Fruchtfleisch weiß und rötet nicht

Unterschied 4:

Die Knolle steckt in einer häutigen Scheide. Beim Perlpilz fehlt diese.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Anis-Champignon

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Der Anis-Champignon unterscheidet sich vom Wiesenchampignon vor allem durch seinen anisartigen, würzigen Geruch. Darüber hinaus zeigt er oft gelbliche Verfärbungen auf dem Hut. Im Gegensatz zum Giftchampignon riecht er aber nicht nach Medizin oder Tinte –  oder sonst unangenehm.  Seine Lamellen sind hell- bis schokoladenbraun. Der Stiel weist am Ende eine knollenartige Verdickung auf, aber die Knolle steckt nicht in einer häutigen Hülle. Somit ist bei geöffnetem Hut kaum eine Verwechslung mit den Knollenblätterpilzen möglich. Dieser Pilz ist geradezu  ein Paradebeispiel dafür, dass es notwendig ist, gerade bei Champignons eine Geruchsprobe zu machen um Verwechslungen zu vermeiden.  Der Anischampignon wurde im Wald im Bereich eines Waldweges fotografiert. Laub- Nadel- und Mischwälder, aber auch Weiden sind mögliche Standorte des Pilzes. Er ist ein guter Speisepilz.

Um Verwechslungen und Vergiftungen zu vermeiden: Nur Pilze sammeln, die man genau kennt! Im Zweifel eine Pilzberatungsstelle aufsuchen! – Oder noch besser: unbekannte Pilze stehen lassen!

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Schwefel-Porling

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Der Schwefelporling fällt zunächst durch seine schwefelgelbe Färbung auf. Er ist eigentlich ein Pilz, der vor allem an den Laubbäumen entlang von Straßen, Streuobstwiesen, aber auch in Wäldern vorkommt. Dabei dringt er durch Wunden in den Baum ein und ruft dort die Braunfäule hervor. Befallen werden vor allem überalterte, geschwächte und geschädigte Bäume. Diese werden durch den Pilz anfällig für Windbruch. Trotzdem ist der Pilz  – wenn er noch jung und saftig ist – ein guter Speisepilz, der nach der Zubereitung nach Hähnchen schmecken soll … Deswegen hat er den englischen Namen „chicken of the woods“. Allerdings wird beschrieben, dass Schwefelporlinge, die auf Eiben oder Robinien gewachsen sind, bei empfindlichen Menschen Durchfälle und Erbrechen hervorrufen können …

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Schopf-Tintling

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Der Schopftintling ist ein häufig vorkommender Pilz, der vom Frühjahr bis in den November hinein gesammelt werden kann. Junge Pilze sind essbar, ältere Pilze lösen sich auf und zerfließen in einer schwarzen tintenartigen Flüssigkeit. Verwechslungsgefahr besteht kaum.

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