Der Moschusbock gehört zur artenreichen Familie der Bockkäfer. Weil er aus seinen Drüsen eine nach Moschus riechende Flüssigkeit aussondern kann, hat er seinen Namen erhalten. Er wird knapp 4 cm lang und fällt durch seine langen Fühler und vor allem durch seine Färbung auf.Wenn sich der Käfer nicht bewegt, wird er trotz seiner Färbung oft übersehen.Die Käfer glänzen metallisch. Dabei kann die Färbung von kupfer- bis bronzefarbig, grünlich oder blauviolett variieren.  Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Länge der Fühler. Die Larven des Moschusbocks brauchen zwei bis drei Jahre für ihre Entwicklung. Sie ernähren sich von Totholz, vor allem in Kopfweiden, Pappeln oder auch Erlen. Deswegen sind neben den Weidenbeständen auch Auwälder mit Erlen und Pappeln gute Entwicklungsorte für die Moschusbock-Larven.Beim Männchen sind die Fühler länger als der Körper, beim Weibchen höchstens körperlang oder kürzer. Die erwachsenen Tiere ernähren sich von Pollen und Baumsäften. Man findet sie in totholzreichen Wäldern, aber auch in Gärten und Parkanlagen. Bei ihren Blütenbesuchen bevorzugen sie große Blütenstände, wie sie zum Beispiel beim Schwarzen Holunder oder beim Bärenklau vorkommen.Je nach Lichteinfall glänzen die Moschuskäfer von bronzefarben und hellgrün bis blaugrün.

 

Hier sitzt ein Moschusbock auf der Rinde eines alten Birnbaums in der Nähe einer stark befahrenen Straße. Es ist gegen Mittag; Sonne und Wolken wechseln sich ab; ein leichter Wind geht, der manchmal etwas stärker wird. Die wechselnden Lichtverhältnisse sind am Farbenspiel des Käfers zu erkennen. Während Kopf und Flügeldecken gold-bronzefarben und grün glänzen, sind  die Fühler violett.

Übrigens: Weil Lebensräume wie totholzreiche Wälder und Auwälder zunehmend verschwinden, ist auch der Moschusbock in seinem Bestand gefährdet. Deswegen ist er bei uns  „besonders geschützt“. Die erwachsenen Käfer leben nur wenige Wochen. Man findet sie bei uns von Juni bis Ende August.