Diese große Schnake kommt im Kraichtal recht häufig vor. Sie gehört zwar innerhalb der Zweiflügler zur Familie der Schnaken, aber vor ihr braucht man sich nicht zu fürchten. Da sie – wie alle anderen Schnaken keinen Stachel besitzt – kann sie nicht stechen; und weil sie auch über keine stechenden Mundwerkzeuge verfügt, ist sie völlig harmlos. In den Sommermonaten fliegen die Kohlschnaken vor allem in den Abendstunden umher und bilden über Wiesen oft kleine Schwärme. Dies geschieht oft bis in den Oktober hinein. Manchmal geraten sie auch in unsere Wohnungen und sorgen dabei  – wegen ihrer Größe und langen Beine – oft für panische Reaktionen. Erwachsene Kohlschnaken können nur flüssige Nahrung und Nektar zu sich nehmen. Ihre Larven können aber bei Massenbefall Schäden an Kulturpflanzen (z.B. an Kohl) anrichten, deren Wurzeln sie benagen.Bei dieser Kohlschnake handelt es sich um ein Männchen. Der Hinterleib endet rund  und ist im Gegensatz zu dem des Weibchens nicht spitz ausgezogen. Interessant sind hier die beiden „Schwingkölbchen“, die sich hinter dem vorderen Flügelpaar befinden. Die hinteren Flügel sind umgewandelt und sehen wie ein Trommelschlegel aus (auf diesem Bild ist das linke Schwingkölbchen deutlich zu sehen). Die Schwingkölbchen dienen der Steuerung und Stabilisierung beim Flug.