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Die ersten Amseln singen schon ….

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Es ist Mitte Januar. Heute (16.01.2019) war zum ersten Mal in diesem Jahr im Kraichtal eine Amsel zu hören, die zwar noch recht zaghaft – aber immerhin deutlich hörbar sang. Das ist recht früh, denn normalerweise hört man die Amseln bei uns erst ab Februar. Wie bei den meisten Vogelarten singen auch bei den Amseln nur die erwachsenen Männchen. Es gibt eine Erklärung dafür: Zur Zeit macht der Winter im Kraichtal eine kleine Pause, und die Luft fühlt sich manchmal schon recht frühlingshaft an.   Jetzt, da die Tage allmählich etwas länger werden (Der Sonnenaufgang findet schon 6 min früher statt als am 21. Dezember) – und  es bei nur teilweise bedecktem Himmel deutlich über Null Grad Celsius hatte, waren die Bedingungen für diesen frühen Gesang günstig. Dieser beginnt bei der Amsel meist ungefähr eine Dreiviertelstunde vor  Sonnenaufgang. Deswegen auch  der frühe Gesang, denn der  richtet sich vor allem nach dem Licht und den vorherrschenden Temperaturen.   Jetzt – Ende Januar/Anfang Februar –  dient er vor allem dazu, Weibchen anzulocken. Je näher aber die Brutzeit rückt, desto intensiver, länger und variantenreicher fällt der Gesang aus, der dann bei der Amsel bis in den späten Abend hinein zu hören ist.  Denn während der Brutzeit dient der Gesang vor allem zur Markierung und Verteidigung des Reviers.Amselmännchen; erkennbar am schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel.Amselweibchen; Weibchen haben keinen gelben Schnabel und ein schwarzbraunes Gefieder. Sie singen nicht, aber  sie können trotzdem rufen, wenn sie zum Beispiel bei Gefahr ihre Warnrufe ertönen lassen. Dann hört man ihre lauten, spitzen Schreie oft minutenlang, die erst dann enden, wenn mögliche Feinde (Katzen, Elstern, usw.) vergrämt sind. Zudem kann man auch die Lockrufe der Weibchen hören, wenn sie mit den ausgeflogenen Jungvögeln, die sich in Nestnähe versteckt haben, in Kontakt treten.Ein singendes Amselmännchen während der Brutzeit im April in einem Walnussbaum. Leider ist die Zahl der Amseln durch das „Amselsterben“ auch bei uns etwas zurückgegangen. Bleibt zu hoffen, dass die eingetretenen Verluste in diesem Jahr wieder durch die Bruten ausgeglichen werden können.

Amseln im Winter

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Amseln gehören zur Familie der Drosseln. Wie alle Drosseln suchen auch die Amseln ihre Nahrung vorwiegend am Boden. Auf der Suche nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren durchstöbern sie den Boden unter den Hecken oder suchen unter dem Laub nach Nahrung. Im Winter kommen sie zwar auch an Futterstellen, holen sich dort aber meist die Nahrung am Boden. Dabei verzehren sie oft das, was aus den Futterhäuschen oder -silos heruntergefallen ist.

Im Gegensatz zu den „Stadt-Amseln“, die Kulturfolger des Menschen geworden sind und sich fast ausschließlich in den Siedlungen und Dörfern aufhalten, sind die Amseln der Feldflur und des Waldes sehr scheu geblieben und haben eine recht große Fluchtdistanz bewahrt. So halten sie sich bei ihrer Futtersuche auf Streuobstwiesen oder in der Feldflur meist in der Nähe von Feldhecken auf. Immer wieder machen sie eine Pause, um zu sehen, ob sich irgendwo ein Feind aufhält. So sind im Winter oft immer mehrere Amseln gemeinsam in einer Gruppe unterwegs. Das ändert sich allerdings während der  Brutperiode, wo Paar-Reviere gebildet – und diese strikt verteidigt werden.

Hier ist der Unterschied im Gefieder beider Geschlechter ziemlich deutlich. Das Männchen ist ganz schwarz mit gelbem Schnabel, das Weibchen ist dunkelbraun gefleckt und der Schnabel ist braun-gelb gefärbt.

Hier sucht eine Amsel an einem Wald-Teich in der Laubschicht nach Nahrung. Weil es hier feucht ist, besteht eine gute Aussicht auf Beute, weil es unter dem Laub noch recht feucht ist. Zudem regnet es gerade etwas – und es ist noch frostfrei.

Ab Herbst, wenn die Insektennahrung knapp wird, finden die Amseln  – wie andere Drosseln auch – reichlich Nahrung in den Feldhecken, wo Schwarz- und Weißdorn, Hartriegel, Heckenrose oder Schneeball und weitere Sträucher wie Holunder oder Liguster ein reiches Früchte-Angebot bereithalten.

Hier bedient sich gerade ein Amselweibchen an den Früchten des Weißdorns.

Auch nicht geerntetes Obst oder Fallobst ist ein wichtiger Nahrungsbestandteil während des Herbstes und im Winter.

Seit einigen Tagen  kann man erste Gesänge der Amsel bei uns im Kraichtal hören. In wenigen Wochen beginnt die Brutzeit, in der die Amseln wahrscheinlich zwei Bruten haben werden. Über diese spannende Zeit sind  weiterere Beiträge geplant ….