Der Mäusebussard dürfte – gemeinsam mit dem Turmfalken – die häufigste Greifvogelart im Kraichtal sein. Es gibt ihn in vielen Farbvarianten, von dunkelbraun bis fast weiß. Jetzt im August kann man den Mäusebussard häufig auf den Wiesen und Feldern antreffen, weil sie jetzt gemäht und größtenteils abgeerntet sind – und so dem Bussard und anderen Greifvögeln freie Sicht auf mögliche Beutetiere bieten. Lediglich Mais-, Soja- und Zwischenfruchtfelder – sowie einige Blühstreifen und Zuckerrübenfelder bieten den Kleinsäugern, Vögeln und anderen Beutetieren noch etwas Schutz. Auch Hecken und andere Feldgehölze, aber auch Weinberge bieten Versteckmöglichkeiten und Deckung.Der Mäusebussard hat gerade gejagt und war offenbar erfolgreich. Nachdem er aus einer großen Wiese, wo er etwas gefressen hatte, aufgestiegen war, flog er zu einem Dunghaufen auf dem benachbarten Feld. Bis der Dunghaufen untergearbeitet wird,  bietet er einen guten Ansitzplatz, von dem aus der Mäusebussard seinen nächsten Jagdflug starten kann. Dass er gerade in der noch taufrischen Wiese war, kann man an seinem nassen Bürzelgefieder erkennen.Er bleibt eine Weile auf dem Dunghaufen sitzen und schaut in alle Richtungen nach Beute.Doch dann beginnt er, die Überreste der letzten Jagd als „Gewölle“ auszuwürgen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Knochen, Haare oder Federn der Beutetiere, die er nicht verdauen konnte. Offenbar hat er beim Auswürgen noch Probleme …. Das Würgen geht weiter … bis er schließlich mit dem Auswürgen aufhört.Er wird sicher bald einen neuen Versuch staren, das „Gewölle“ auszuwürgen. Doch jetzt will er weg. Denn es nähert sich ein Mann, der seinen Hund ausführt.Er muss sich jetzt einen neuen Ansitzplatz suchen …. In der Umgebung hat er zahlreiche Möglichkeiten. Und schon ist er unterwegs. Tatsächlich verschwindet er in einem kleinen Wäldchen, wo er einen guten Ausblick auf die umliegenden Wiesen und Felder haben wird.