Die Herbstzeitlose gehört innerhalb der Gruppe der Lilienartigen Pflanzen zu der Familie der Zeitlosengewächse und ist im Kraichtal weit verbreitet. Sie blüht bei uns ab Mitte August und ist bis in den Oktober hinein zu finden. Sie wächst auf nährstoffreichen, feuchten Wiesen, an Rainen und warmen Standorten. Auch in Auwäldern kann man sie antreffen.Hier blühen mehrere Herbstzeitlose auf einer großen Wiese. Da aber eine Pflanze bis zu fünf Blüten hervorbringt, kann man die genaue Anzahl der Pflanzen hier nicht bestimmen. Leider gehört die Herbstzeitlose aber zu den giftigsten Pflanzen, die bei uns wachsen. Jedes Jahr kommen viele Vergiftungsfälle, aber auch einige Todesfälle vor. Dabei spielen die blühenden Pflanzen keine Rolle. Die krokusähnlichen Blüten kann man bei uns im Kraichtal eigentlich nicht mit anderen Blütenpflanzen verwechseln. Tatsächlich bietet die Pflanze eine Besonderheit: Blätter und Blüten sind nie gleichzeitig zu sehen. Im Frühjahr erscheinen nur die Blätter, die im Sommer wieder verschwinden und im Herbst sind die Blüten zu sehen. Leider sind es die Blätter, welche für die zahlreichen Vergiftungen verantwortlich sind, denn es werden die Blätter der Herbstzeitlose  immer wieder mit den Blättern des Bärlauchs verwechselt, wodurch es zu den schon beschriebenen Vergiftungen und Todesfällen kommt.Herbstzeitlose an einem Wegrain. Auf vielen Wiesen bei uns gibt es ein Massenvorkommen der Herbstzeitlose. Dies macht dort die Weidehaltung sehr schwierig oder sogar unmöglich, denn auch für das Weidevieh sind die Blätter der Herbstzeitlose hoch giftig! Deswegen versuchen viele Landwirte, die Pflanze mechanisch zu entfernen, was wegen der sehr tief wurzelnden Pflanzen recht schwierig ist.

Wie man die Blätter der Herbstzeitlose und die Blätter anderer giftigen Pflanzen vom Bärlauch unterscheiden kann, können Sie im Beitrag   „Wer Bärlauch sammeln will, sollte genau hinsehen …“ nachlesen.

 

Hinweis auf die Veranstaltung am 17.10. um 19.30 Uhr im „SELLAWIE“ in Forst:  Termine und Veranstaltungen 2019