Der Kleine Fuchs gehört innerhalb der Schmetterlinge  zur Familie der Edelfalter. Im Kraichtal ist er in diesem Jahr häufig anzutreffen. Zur Zeit fliegt er gerade. Wie viele andere Schmetterlingsarten sind seine Raupen auf Brennnesseln angewiesen. Deswegen wird er auch oft als „Nessel-Falter“ bezeichnet. Die Grundfärbung dieses wunderschönen Schmetterlings ist leuchtend orange. In der Mitte der Vorderflügel befinden sich drei schwarze Flecke, nämlich ein großer Fleck und zwei kleine. Dies ist ein sicheres Erkennungsmerkmal. Die Flügel weisen schwarz eingefasste blaue Randfelder auf.Dies ist ein Schmetterling, der Anfang April fotografiert wurde. Er hat wahrscheinlich gerade sein Winterquartier an einer geschützten Stelle (Keller, Dachböden, Garagen, Nistkästen,  Schuppen, Feldscheune, etc.) verlassen. Deutlich sind die drei schwarzen Flecke auf den Vorderflügeln zu sehen. Die Färbung des Falters ist blasser, als dies bei den Schmetterlingen der Sommer-Generationen der Fall sein wird. Ab April bis Ende Mai fliegen diese Falter und legen auf Brennnesseln ihre Eier ab. Dabei werden die Eier in Gruppen von 50 Eiern bis 200 Eiern abgelegt. Die sich daraus entwickelnden Raupen beginnen sofort zu fressen und häuten sich dabei mehrfach. Wenn die Raupen ausgewachsen sind, verlassen sie die Gruppe und verpuppen sich einzeln an sicheren Stellen.Das ist eine voll entwickelte Raupe des Kleinen Fuchses. Sie ist stachelbewehrt und zeigt auffällige schwarz-gelbe Färbung. Deswegen wird sie auch kaum von Vögeln gefressen. Allerdings fallen viele Raupen den zahlreichen Arten der Raubfliegen zum Opfer, die ihre Eier auf die Raupen ablegen. Die Unterseite der Flügel ist braun gefärbt mit einem gelb-orangenen Flügelfeld. Hier saugt gerade ein Kleiner Fuchs an einer Witwenblume. Der Kleine Fuchs ist ein „Wanderfalter“ der innerhalb eines Gebietes teils größere Wanderungen unternimmt. Da die erwachsenen Falter nicht auf bestimmte Futterpflanzen spezialisiert sind, kann man sie bei uns auf ganz vielen Blütenpflanzen beobachten. Zur Zeit findet man sie im Kraichtal vor allem auf den Witwenblumen und den ersten Disteln. Im Sommer kann man sie ab August auch auf der einheimischen „Super-Schmetterlingspflanze“, dem „Wasserdost“,  antreffen. Bei uns gibt es  – je nach Witterung – regelmäßig zwei bis drei Generationen des Kleinen Fuchses. Bei uns im Kraichtal kann man also den „Kleinen Fuchs“ von April bis in den Oktober hinein fliegen sehen. Manchmal kann man den Kleinen Fuchs auch auf dem Boden entdecken.Und was den Kleinen Fuchs auch noch von einigen anderen Schmetterlingsarten unterscheidet: Er besucht unsere Gärten, weil er mit vielen – nicht einheimischen – Blütenpflanzen etwas anzufangen weiß, wie hier auf einem Lavendel. Und solche Arten gibt es in unseren Gärten inzwischen sehr viele. Von diesen werden einige Arten nur vom Kleinen Fuchs besucht.