Seit Jahren haben wir Igel in unserem Garten. In manchen Jahren konnten wir auch schon ganze Igelfamilien beobachten, die von unserem Garten aus in die benachbarten Gärten gewandert sind. So haben uns auch Nachbarn berichtet, dass sie „unseren  Igel“  in ihrem Garten gesehen haben. Tatsächlich sind die meisten Gärten in unserer Straße für Igel leicht zugänglich. Und das ist toll.  Denn dadurch kommen die Igel  an genügend Nahrung, die sie in den verschiedenen Hausgärten finden können. Aber es kommt auch vor, dass sie sich auf ihren nächtlichen Streifzügen auch mal am Futter  für unsere Haustiere bedienen.So auch hier: Lautes Schmatzen und Knacken im Hof verriet, dass hier ein Igel am Werk war. An trockenen und heißen Tagen, an denen weniger Schnecken unterwegs sind, kann es hilfreich sein, wenn er sich mal an solchen Nahrungsquellen „bedienen kann“. Ob eine ständige Fütterung Sinn macht, darüber streiten sich die Experten. Wenn Fütterung, dann sollte es aber ein Futter sein, welches den Igel nicht fett macht. Ausgesprochenes Igelfutter wird aber oft vom Igel nicht angenommen.  Auf keinen Fall sollte ihm Milch angeboten werden! Denn dies führt beim Igel zu Durchfällen, die für ihn gefährlich werden können.Dieser Igel macht einen gesunden Eindruck. Schnell und zielsicher sucht er die Schälchen mit dem Katzenfutter auf. Und wenn er genügend gefressen und auch getrunken hat, geht es wieder ab in den Garten…Was aber immer angeboten werden sollte, wenn man Igel im Garten hat  – oder dort welche vermutet, ist frisches Wasser.  Gerade nach heißen Tagen benötigen sie viel Wasser. Und wenn es in einem Garten  Laub- oder Reisighaufen gibt, dann sind das ideale Versteckmöglichkeiten, in denen Igel nicht nur den Tag verbringen sondern auch überwintern können. Allerdings halten es Igel nicht unbedingt mit umfassender Hygiene: Morgens kann man dann die „Hinterlassenschaften“ der stacheligen Gesellen überall im Bereich der Futterstelle entdecken. Das muss natürlich gesäubert werden. Trotzdem ist es schön, wenn Igel unsere Gärten aufsuchen. Weil Igel als Insektenfresser und durch das Vertilgen von Nacktschnecken einen wichtigen Beitrag zur „biologischen Schädlingsbekämpfung“ leisten, stellen sie für Gartenbesitzer eine nicht zu unterschätzende Hilfe dar. Zwar brauchen Igel normalerweise keine Dauerfütterung, doch bietet eine Fütterung gerade für Kinder die Möglichkeit, erste Begegnungen mit Wildtieren zu machen. Und das kann für alle Beteiligten ein tolles Naturerlebnis werden.

Das kleine Video-Beispiel zeigt, wie „unser Igel“ aus der Scheune kommt, in welcher er den Tag verbracht hat  – und eilig zum Futternapf rennt. Um den Igel nicht unnötig zu stören und ihm keinen Stress zu machen, habe ich auf  zusätzliche Lichtquellen (z.B. Blitzgerät, Scheinwerfer…) verzichtet.

Übrigens: Ein weiterer Beitrag über Igel ist für den Herbst geplant, wenn sich die Igel ein Versteck zum Überwintern suchen.