Bärlauch

Bärlauch kommt im Kraichtal zuweilen großflächig vor; vor allem in Auwald-Bereichen ist er zu finden. Bärlauch gehört zu den Liliengewächsen, einer artenreichen Pflanzenfamile, von der im Kraichtal einige Arten zu finden sind. So ist er mit Schnittlauch, dem Knoblach, dem Lauch und den Zwiebeln verwandt. In den letzten Jahren hat Bärlauch als „Wilder Knoblauch“ an Bedeutung gewonnen und wird daher eifrig gesammelt. Allerdings muss man auch in diesem Falle beachten, dass es giftige Doppelgänger gibt: Maiglöckchen und Herbstzeitlose, die von der Blattform her ähnlich gebaut sind. Wird Bärlauch auf Wiesen gesammelt, kann vor allem das Verwechseln mit der Herbstzeitlose  sehr gefährlich werden. Zwar kann es bei blühenden Exemplaren eigentlich keine Verwechslung geben; die Gefahr besteht aber darin, dass Bärlauch im allgemeinen schon vor der Blüte gesammelt wird. Zwar ist der typische Knoblauchgeruch der Blätter ein wesentliches Erkennungsmerkmal; wer aber schon einige Bärlauchpflanzen gesammelt hat, der hat schon den Knoblauchgeruch in der Nase und an den Händen. Dann riecht jede Pflanze nach Knoblauch, weil der Geruch lange an der Haut haften bleibt. Wer ganz sicher gehen will, der sollte Bärlauch kaufen – oder im eigenen Garten anbauen. Dies gelingt vor allem dann, wenn man  in einer Gegend wohnt, wo Bärlauch auch wild vorkommt. Wer ihn für die eigene Küche verwenden will, sollte ihn gut kennen. Darüber hinaus gilt es, den im Wald gesammelten Bärlauch gut zu waschen, um Infektionen mit Parasiten (z.B. Fuchsbandwurm) zu vermeiden.

Große Ansammlung von Bärlauch-Pflanzen in einem Auwald.

Während der Blütezeit kann der Bärlauch im Auwald beeindruckende Blütenteppiche hervorbringen

Blüten des Bärlauchs

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