natur-erleben-online

Schuppiger Stielporling

Mehr lesen

 

Der Schuppige Stielporling kommt bei uns von Ende April bis in den Sommer  hinein vor. Er ist mit bis zu 50 cm Hutbreite der größte Porling bei uns. Er befällt vor allem Laubbäume. Dabei kann der Schuppige Stielporling auch lebende, aber geschwächte Bäume besiedeln, wo er die Weißfäule hervorruft. Durch sie wird die harte Holzsubstanz (Lignin) abgebaut; das weiche Zellulose-Gewebe kann den Baum nicht mehr stützen. Der Baum bricht ab. In jungem Zustand kann man den Porling essen; im Alter wird er zäh und ungenießbar.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

 

Stockente

Mehr lesen

Die Stockente ist die größte europäische Schwimmente. Auch bei uns im Kraichtal kommt sie vereinzelt vor. Bei uns kann man sie an Bachläufen, Gräben oder Teichen beobachten. Teilweise sind die Stockenten auf abgelegeneren, siedlungsfernen Gewässern bei uns aber recht scheu.  Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Männchen haben im Balzkleid einen grün-schillernden Kopf, einen weißen Halsring und einen leuchtend gelben Schnabel. Dazu kommt noch eine lockenförmge Feder im Schwanzbereich.Weibchen sind unauffällig braun gemustert. So fallen die Weibchen beim Bebrüten des Geleges nicht auf. In den Städten hat sich die Stockente oft an den Menschen gewöhnt  und ist in Gärten und Parkanlagen anzutreffen. Da sich Stockenten sowohl mit Hausenten als auch mit anderen Schwimmenten paaren, finden sich in Städten, wo sich viele Arten treffen, oft Mischformen der Stockente mit „Fehlfärbungen“. Dass Enten sich in der Umgebung des Menschen gut zurechtfinden, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass Enten sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich nehmen. Sie sind „Allesfresser“.

Die folgenden Bilder entstanden im Mai 2013 am Rhein bei Leopoldshafen, wo sich regelmäßig zahlreiche Schwimmenten einfinden, weil sie dort von Besuchern gefüttert werden. Die abgebildete Ente ist offenbar eine Mischform unter Beteiligung der Stockente (weißer Halsring, Spiegel).

 

Neuntöter

Mehr lesen

Der Neuntöter gehört zur Gruppe der Sperlingsvögel und zur Familie der Würger. Das sind Vögel, die vor allem am kräftigen Schnabel mit abwärts gebogener Spitze und der dunklen „Augenmaske“ zu erkennen sind. Das Weibchen des Neuntöters zeigt ein anderes Gefieder. Der dunkle Augenstreif fehlt (s. Bild oben). Der Rücken ist braun, die Bauchseite ist hell und mit Mustern versehen. Meist kann man sie auf Sträuchern in Hecken beobachten, wo sie auf Beute lauern. Sie jagen Insekten, Eidechsen, Mäuse, Vögel. Bei uns im Kraichtal sind sie nur vom April bis zum September zu beobachten. Wenn sie aufgeregt sind, wippen sie mit dem Schwanz auf und ab. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Das Männchen  trägt während der Brutperiode das „Prachtkleid“.

 

Schwarzspecht

Mehr lesen

Der Schwarzspecht ist der größte europäische Specht. Wie schon der Name sagt, ist sein Gefieder überwiegend schwarz. Männchen und Weibchen unterscheiden sich durch die rote Färbung am Kopf. Beim Männchen beginnt die rote Kopfplatte am Scheitel und reicht bis weit in den Nacken. Beim Weibchen findet sich lediglich ein kleine rote Markierung im Bereich des Schädels. Schwarzspechte bauen ihre Bruthöhle vor allem in hochstämmigen Buchen. Diese Bruthöhlen finden dann irgend wann Nachmieter aus der Vogelwelt,vor allem die Hohltaube,  aber auch Kleinsäuger findet man manchmal in solchen Bruthöhlen. Der Schwarzspecht ernährt sich vor allem von Insekten und deren Larven. Auch er ist ein ausgesprochener Ameisen-Spezialist.

Weibchen

Bilder unten: Männchen

Am Bau der Bruthöhle sind beide Altvögel beteiligt. Im Bild unten ist deutlich zu sehen, wie sich Schwarzspechte mit Hilfe ihrer Schwanzfedern am Baumstamm abstützen.

Das Einflugloch ist so gestaltet, dass von oben herabfließender Regen nicht in die Bruthöhle hineinlaufen kann. Der innere Rand des Einflugloches bildet nach außen ein Gefälle. So kann das Wasser außen abfließen.

So kann es aussehen, wenn der Schwarzspecht einen Baum nach Insektenlarven durchsucht. Diese Weide ist von Weißfäule befallen; in ihr waren  sicher Larven des Weidenbohrers versteckt.

Steinpilz

Mehr lesen

Der Steinpilz ist ein wertvoller Speisepilz. Er hat seinen Namen, weil er ein festes Fruchtfleisch hat. Sein Hut ist bräunlich, die Hutunterseite zeigt bei jungen Pilzen weiße, später dann blassgelbe Röhren. Der Stiel zeigt meist ein netzartiges Muster. Steinpilze können sehr groß werden. Bei Druck gibt es in der Röhrenschicht keine Verfärbungen. Allerdings sind auch die Steinpilze oft von Würmern befallen oder werden von Schnecken gefressen. Von den Steinpilzen gibt es mehrere Unterarten, die nicht leicht voneinander zu unterscheiden sind.

     

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Goldröhrling

Mehr lesen

Der Goldröhrling oder Lärchenröhrling ist an das Vorkommen von Lärchen gebunden. In Ausnahmefällen kann man ihn auch unter Douglasien finden. Er ist ein guter Speisepilz. Allerdings ist sein Hut etwas schleimig. Ältere Exemplare sind  oft von Würmern befallen oder von Schnecken angefressen.

,

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Herbsttrompete

Mehr lesen

Die Herbsttrompete oder Totentrompete ist ein Pilz des Buchenwaldes. Er bildet Trichter, die einen Durchmesser von mehr als 10 cm aufweisen können. Ab September bis zu den ersten Frosttagen kann man ihn finden. Der Pilz ist ein sehr guter Speisepilz, der sich auch gut zum Würzen eignet. Auch kann man ihn leicht trocknen und so sehr lange aufbewahren. Die Herbst- oder Totentrompete ist mit den Pfifferlingen verwandt.

 

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Auf Wiesen und Weiden

Mehr lesen

Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die seit einigen Jahren bei uns zu beobachten ist. Auf vielen Streuobstwiesen oder Brachen sieht man Schafe, Ziegen, Rinder und Pferde. Gerade in unserer hügeligen Landschaft  werden so schwer zu bewirtschaftende Flächen freigehalten. Und die Weidehaltung bringt viele Vorteile: Landschaftspflege, vielfältiges Futter, in Folge daraus Lebensraum für Insekten,  Vögel und Kleinsäuger, die dort Futter finden. Und darüber hinaus bringt es Leben in die Landschaft – und nicht zuletzt Entdeckungsmöglichkeiten, die es sonst kaum mehr gibt.  Dabei kann man manche Überraschung erleben.

Eindrucksvoll: Der Boss mit der „Rose“ auf der Stirn

Ziegen in der „Sommerfrische“

Viele Grüße von der Streuobstwiese! ….

…. und neue Gesichter im Kraichgau

Rotfußröhrling

Mehr lesen

Der Rotfußröhrling gehört zu den Röhrenpilzen. Er ist ein typischer Herbstpilz – und er ist essbar. Es gibt ihn in vielen Variationen und Färbungen; oft verfärbt er sich  – je nach Art – intensiv blau oder gelb. Man kann ihn im Laub- und Nadelwald von Juni bis Oktober finden. Er hat einen leicht säuerlichen Geschmack und eignet sich vor allem für Mischpilz-Gerichte. Allerdings sollten nur junge und festfleischige Exemplare verspeist werden! Rotfußröhrlinge sind oft von Pilzen befallen. Dies macht den Pilz ungenießbar und giftig. Bei uns im Kraichtal ist er in diesem Jahr – wie viele andere Pilzarten auch – wegen der lang anhaltenden Trockenheit nicht sehr häufig.

Hinweis für Pilzsammler: Grundsätzlich sollte man nur die Pilze sammeln, die man genau kennt!

Dieser Rotfußröhrling ist von einem Pilz befallen – und damit ungenießbar geworden. Die gelbe Röhrenschicht unter dem Hut verfärbt sich blau, wenn man seine Festigkeit prüft. Die Färbung tritt sehr schnell auf. Auf dem Bild sieht man die beginnende Verfärbung (Daumen-Abdruck).

Ein weiteres Merkmal: Fraßstellen färben sich im Bereich des Hutes oft rot.

 

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Wiesensalbei

Mehr lesen

Der Wiesensalbei gehört zu der großen Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Diesen Namen hat die Familie, weil fast alle Lippenblütler Blüten mit einer Ober- und Unterlippe haben, also von der Seite aussehen wie ein geöffneter Mund. Der Wiesensalbei blüht von Ende Mai bis Ende August oder September.  Dabei zeigt diese Pflanze eine ganz besondere Anpassung an die Bestäubung:

Aus der Blüte ragt die leicht nach unten gebogene, zweigeteilte Narbe (blau, fadenförmig) hervor. In der Oberlippe der rechten oberen Blüte sieht man die beiden Staubblätter mit den beiden Staubbeuteln hervorschauen. Die breitgefächerte Unterlippe dient als Landebahn für die anfliegenden Insekten. Das, was diese in der Blüte suchen, ist der Nektar, der sich ganz weit hinten, im Bereich der grünen Kelchblätter befindet. Nun werden die Insekten erwartet, vor allem die Hummeln.

Eine Insekt fliegt an und fährt schon den Saugapparat aus. Wenn es jetzt weiter bis zum Ende der Blütenkronröhre kriecht, streift sie an der Narbe die Pollenkörner ab, die vom letzten Blütenbesuch auf ihrem „Pelz“ hängen geblieben sind. Befinden sich Pollen des Wiesensalbeis darunter, ist die Blüte bestäubt.

Eigentlich haben die meisten Lippenblütengewächse 4 Staubblätter in jeder Blüte. Beim Wiesensalbei sind die 4 Staubblätter zu zwei Staubblätter mit Staubbeuteln am einen Ende und  mit einer Art „Klappmechanismus am anderen Ende verwachsen. Wenn nun das anfliegende Insekt mit dem Rüssel in die Blütenkronröhre vordringt, dann stößt es die beiden Staubblätter nach hinten – und diese  Staubblätter klappen wie „Bahnschranken“ nach unten und berühren mit den Staubbeuteln den Rücken des Insekts. Durch  Bewegungen werden die Pollen ausgeschüttelt und auf dem Rückenpelz verteilt.  Wenn dann die nächste Blüte besucht wird , werden dort die mitgebrachten Pollen an der nächsten Narbe abgestreift.

Hier kann man sowohl die Narbe als auch die Staubblätter auf dem Rücken der Hummel erkennen.

Weil sich der Nektar ganz weit an Grunde der Blütenkronröhre befindet, haben eigentlich nur Hummeln die Chance, an den Nektar heranzukommen. Denn bei den Honig- und vielen Wildbienen ist der Saugapparat zu kurz. Trotzdem haben diese Insekten dann einen Weg gefunden. Sie fliegen seitlich an die Blüte heran und beißen sich durch die Kelchblätter bis zur Blütenkronröhre durch. So kommen auch sie an den Nektar, ohne die Blüte bestäubt zu haben. Deswegen bezeichnete man diese Insekten als manchmal als „Honig-Diebe“.