Der Große Kohlweißling gehört zur Schmetterlingsfamilie der Weißlinge. Er ist bei uns weit verbreitet. Man findet ihn auf Äckern und Feldern, aber ebenso in Gärten und überall dort, wo Kreuzblütengewächse vorkommen. Als erwachsenen Schmetterling sieht man ihn vor allem an Disteln und Flockenblumen, aber auch an zahlreichen Nektar  spendenden Blütenpflanzen wie hier am Dost  – oder sogar in den Hausgärten am Lavendel.

Die Weibchen tragen auf den Vorderflügeln schwarze Flecken, die bei den Männchen völlig fehlen. Der Kohlweißling tritt in 2 bis 3 Generationen von Mitte März bis Oktober auf. Von Juni bis Oktober kann man auch die Raupen finden.

Das Weibchen legt auf die Unterseite der Blätter der  Futterpflanzen bis zu 100 Eier in Gruppen ab. Diese schlüpfen etwa 14 Tage später und verpuppen sich dann etwa 4 Wochen später. Die Herbstgeneration überwintert als Puppe.

Bei den männlichen Faltern fehlen die schwarzen Flecken an den Vorderflügeln.

Seit einigen Jahren werden die Kohlweißlinge mit biologischen Mitteln bekämpft, indem man Eier der Kohlweißlings-Schlupfwespe in den entsprechenden Gemüse-Kulturen ausbringt – übrigens bisher mit großem Erfolg.