Bäume haben im Verständnis vieler Menschen von jeher etwas Mystisches. Tatsächlich gibt es viele Märchen, Sagen – und andere  literarische Vorlagen,  in denen Bäume als zauberhafte Wesen oder als Sitz von Gottheiten und Geistern eine wichtige Rolle spielen. So verehren viele Naturreligionen Bäume als Sitz der Götter. Sie spenden uns Schatten, liefern Früchte – aber vor allen Dingen: Sie werden alt, viel älter als wir. Wenn nun ältere oder alte Bäume aufgrund von Verletzungen, Krankheiten oder Wachstumserscheinungen dann auch noch körperähnliche Strukturen ausbilden, die uns an Menschen oder uns bekannten Lebewesen ähneln, dann sind  wir bereit, in diesen Gebilden Gesichter, Augen oder Körperteile zu sehen; der Baum wird zu einem lebendigen Wesen (was er ja eigentlich ohnehin schon ist) und sogar zu einer „Person“. Vielleicht liegt es aber  auch daran, dass in neuerer Zeit  Filme wie der Zyklus „Der Herr der Ringe“, wo „Ents“ als bewegliche und sprachbegabte Baumgeister für den Schutz der Natur kämpfen, uns auf eine andere Sicht der Natur um uns herum gebracht haben – und wir plötzlich Dinge entdecken, die wir zuvor übersehen haben.

Ein Walnussbaum am Wegrand hat ein „Gesicht“ ausgebildet.

Die flechtenbedeckten Augen folgen scheinbar jeder Bewegung; der „Gesichtsausdruck“ wirkt irgendwie ängstlich und vorsichtig …

Ein anderes Baumgesicht in einem anderen Walnussbaum wirkt leicht belustigt und freundlich …,

… während sein Partner, der an eine Figur aus „Star Wars“ erinnert,  wenige Zentimeter oberhalb konzentriert und aufmerksam zu sein scheint.

Und so sehen die beiden „Baumgesichter“, welche der Stamm ausgebildet hat, gemeinsam aus …

Das Wesen mit dem großen reptilienartigen „Auge“ beobachtet aufmerksam die Umgebung. Das Maul ist geschlossen, scheint aber jederzeit zum Zuschnappen bereit.

Und dieser alte Baum ist mit Flechten und Moosen überzogen. Doch – wie viele Gestalten zeigen sich hier?

….   das bleibt der Fantasie des jeweiligen Betrachters überlassen ……….

Und hier haben Schatten von Blättern und Zweigen auf einer Buche ein  etwas unheimliches „Schattengesicht gebildet, das im leichten Wind sogar ein „Mienenspiel“ zeigt. Es ist nur natürlich, wenn wir angesichts solcher Bilder anfangen zu träumen und Fantassiegestalten entwickeln.

Doch: Abgesehen von Esoterik und Fantasy: Tatsächlich haben Bäume für uns und unsere Umwelt eine enorme Bedeutung. Es wäre manchmal gut, wenn wir dies anerkennen würden – und bereit wären, Bäume einmal nicht nur als Wirtschaftsfaktor oder Nutzpflanzen zu sehen.  Vielleicht begeben Sie sich jetzt auch einmal auf die Suche nach den „Baumgesichtern“. Möglicherweise entdecken auch Sie dann auf diese Weise ihren „Lieblings-Baum“.