natur-erleben-online

Sie sind bei jedem Wetter auf der Jagd: Veränderliche Krabbenspinnen

Mehr lesen

In einem Feld  wachsen zwischen den Kulturpflanzen zahlreiche Vogel-Wicken. Und auf den Blütenständen dieser Vogel-Wicken haben sich einige Krabbenspinnen auf die Jagd gelegt. Auch durch den starken Schauer, der gerade niedergeht, lassen sie sich nicht abschrecken.   Bei den abgebildeten Spinnen handelt es sich um Weibchen, denn nur diese können die Farbe wechseln. Die viel kleineren Männchen können dies nicht.Trotz des Regens wartet hier eine Veränderliche Krabbenspinne  auf nektarsuchende Insekten. Eine andere lauert versteckt hinter drei Einzelblüten, die sie mit ihren beiden letzten Beinpaaren zusammenhält. Die beiden vorderen Beinpaare, die sie wie eine Krabbe ausgestreckt hält, dienen zum Fangen und Festhalten der Beute. So lauert sie, bis sich ein Insekt nähert ….Wenn ein Insekt in ihre Reichweite kommt, packt sie blitzschnell zu, injiziert ihr Gift in ihre Beute und hält diese mit ihren vorderen Beinpaaren fest. Mit den hinteren Beinpaaren hält sie sich fest. Dabei kann sie recht große Insekten und Schmetterlinge überwältigen. Dann wartet sie bis das Gift wirkt. Ihr schnell wirkendes Gift enthält Stoffe, welche das Innere des Insekts verflüssigt. Jetzt kann die Krabbenspinne ihre Beute aussaugen. Von der bleibt lediglich die äußere Hülle übrig.Hier hat es schon geklappt: Eine andere Veränderliche Krabbenspinne ist gerade dabei, ein erbeutetes Insekt (?) auszusaugen.Die Beute ist gelähmt und kann sich nicht mehr wehren. Um welches Insekt es sich bei der Beute handelt, ist auf dem Bild nicht zu klären.  Jedenfalls benötigt sie jetzt auch ihre Vorderbeine zum Festhalten der Beute nicht mehr. Sie ist jetzt schon mit dem Aussaugen beschäftigt.

Es gibt einen weiteren Beitrag zum Thema in diesem Blog:

Veränderliche Krabbenspinne

Veränderliche Krabbenspinne

Mehr lesen

Die Veränderliche Krabbenspinne gehört zur Familie der Krabbenspinnen. Sie kommt bei uns im Kraichtal recht häufig vor, obwohl man sie oft übersieht.  „Krabbenspinne“ heißt sie, weil ihre beiden Vorderbeinpaare sehr lang sind – und sie in ihrer Lauerstellung eher einer Krabbe ähnelt als einer Spinne. Den Namen Veränderliche Krabbenspinne“ hat sie bekommen, weil die Weibchen dieser Spinnenart ihre Farbe aktiv ändern können. So gibt es weiße, grünliche und gelbgefärbte Weibchen.

Weibchen und Männchen sehen unterschiedlich aus – und sind auch unterschiedlich groß. Die Männchen sind nur mit 3 bis 5 Millimeter viel kleiner als die weiblichen Tiere, die bis zu 11 Millimeter groß werden können. Wie bei vielen Spinnenarten ist auch die Paarung für die Männchen der Veränderlichen Krabbenspinne nicht ungefährlich. Oft werden diese selbst zur Beute.

Hier ist ein weiß gefärbtes Weibchen auf dem Weg zu „ihrer“ Blüte. Tatsächlich verbringen viele Spinnen oft ihr ganzes Leben auf einer Pflanze.

Diese weiß gefärbte Veränderliche Krabbenspinne lauert auf  den weißen Blüten einer Wilden Möhre auf Beute. Wegen ihrer Tarnfärbung ist sie für anfliegende Insekten kaum zu entdecken. Sie kann Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Hummeln, große Schmetterlinge und sogar Hornissen überwältigen.

Hier hat sie gerade eine Wildbiene erbeutet. Nachdem sie das Gift in ihr Opfer injiziert hat, hält sie die Beute mit den weit gestreckten Vorderbeinpaaren auf Abstand. So schützt sie sich gegen die Stiche ihrer Opfer.

Hier lauert ein gelb gefärbtes Weibchen auf  dem Blütenstand einer Sonnenblume auf Beute. Wenn die Biene auf der linken Seite in die Nähe der Spinne kommt, hat sie keine Chance.

Die beiden Bilder zeigen ein anderes Weibchen, das im zentralen Bereich des Blütenstandes auf Beute lauert. Auf dem unteren Bild ist auch die Spinne in Erwartung eines Beutetieres zu sehen.  Während sie sich mit den Hinterbeinen an den Blüten festhält, sind die Vorderbeine in Fangstellung ausgebreitet. Mit ihnen hält sie die Beute auch fest.

Tatsächlich hat die Spinne hier eine Körperhaltung eingenommen, die sie wie eine „Krabbe“ aussehen lässt. Die Veränderliche Krabbenspinne mag es warm. Man findet sie auf Wiesen, an Wegrändern oder an sonnenbeschienenen Waldrändern, aber auch auf Feldern – wie hier auf einem großen Feld mit Sonnenblumen.

Hier ist sie gerade dabei, einen C-Falter zu überraschen.  Selbst so große Schmetterlinge kann sie überwältigen.