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Nilgänse: Nistplatz gesucht

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Am Rande eines kleinen Feldgehölzes sind die beiden Nilgänse unterwegs. Offenbar suchen sie einen geeigneten Nistplatz. Ein kleines Gestrüpp mit einer alten Weide hat anscheinend ihr Interesse geweckt.  Offenbar bietet die Stelle all das, was Nilgänse brauchen.  Sie brüten meist in Bodennähe in dichtem Gestrüpp oder Gebüsch und in Baumhöhlen, aber auch in alten Nestern. Zwar beginnt die eigentliche Brutzeit erst im März, doch scheint die Wahl eines Nistplatzes Ende Januar /Anfang Februar durchaus wahrscheinlich.Zunächst wird das Gestrüpp umrundet und genau untersucht. Dabei wird vor allem das Weibchen aktiv, während das Männchen immer aufmerksam abwartend in der Nähe bleibt. Das Weibchen (im Hintergrund) ist daran zu erkennen, dass es etwas kleiner ist als das Männchen.Die Nilgans fliegt auf den Stumpf, während der Ganter am Boden vor dem Gehölz bleibt.     Nun untersucht das Weibchen die Stelle ganz genau. Wenn sich das Paar für den Nestplatz entscheidet, ist es auch die Gans, die das Nest allein bauen wird. Der Ganter übernimmt die Wache. Die Untersuchung des möglichen Nistplatzes ist sehr gründlich  und erstreckt sich über mehrere Minuten. Während der ganzen Zeit beobachtet der Ganter das Weibchen ganz genau. Offenbar hat die Gans das Nest oder den Unterschlupf einer Rabenkrähe entdeckt. Rechts – im hinteren Bereich des Gestrüpps ist eine Rabenkrähe gelandet und beobachtet die Gans bei ihren Untersuchungen. Die lässt sich aber von der Krähe nicht stören, während der Ganter aufmerksam die Krähe beobachtet – und bereit scheint, bei Gefahr einzugreifen.Die Gans hat nun den möglichen Nistplatz verlassen und umrundet nochmals das gesamte Gehölz.    Dabei schaut sie sich alle möglichen Schlupflöcher und Zugänge an.Danach wandern die beiden auf der Wiese weiter. Die Gans bleibt ganz dicht beim Ganter. Dieser beginnt zu rufen. Ob das Paar den begutachteten Nistplatz annehmen wird, zeigt sich spätestens in ein paar Wochen.

Die Nilgänse sind wieder im Kraichtal

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In den letzten Tagen hat es kräftig geregnet. Und schon zeigen sich in einzelnen Wiesen in der Nähe von Bächen, Gräben und anderen Kleingewässern einige überschwemmte Stellen. Und wie schon oft in den vergangenen Jahren sind die Nilgänse bei uns im Winter – meist ab Januar bis Ende April –  zu Gast. So auch die beiden Nilgänse, die in den Überschwemmungsflächen einer Wiese gerade nach Nahrung suchen.Die besteht überwiegend aus pflanzlicher Nahrung, aber auch Würmer und Schnecken werden gerne verzehrt.Leider haben Nilgänse einen schlechten Ruf. Man sagt ihnen aggressives Verhalten anderen Tieren und auch dem Menschen gegenüber nach. Das mag in dicht besiedelten Lebensräumen in Stadt- oder Siedlungsnähe der Fall sein (Parkanlagen, Schwimmbäder, etc.) – hier im Kraichtal zeigen sich Nilgänse eher scheu und weichen Begegnungen aus. Während der Brutzeit reagieren sie allerdings heftig, wenn man dem Nestbereich zu nahe kommt. Gleiches gilt auch für Elterntiere, die Junge führen.  Dieses Verhalten nützt aber Vogelarten wie Enten oder auch Kiebitzen, deren Brut auch durch das Revierverhalten der Nilgänse geschützt wird, weil sie deren Lebensraum teilen. Neuere Forschungen lassen derzeit vermuten, dass Nilgänse für andere Arten nicht schädlich sind. Und aggressives Verhalten ist auch bei vielen anderen Wasservogel-Arten zu beobachten.  Ich freue mich jedenfalls über die Nilgänse im Kraichtal, die meiner Meinung nach die Vogelwelt im Kraichtal um eine sehenswerte Art bereichern.  Ähnlich sehen dies inzwischen auch viele Umweltverbände. So bestätigt auch der NABU Deutschland auf seiner Info-Seite im Internet diese Sicht der Dinge. Bei diesen beiden handelt es sich wahrscheinlich um ein Paar. Dies zeigt vor allem die Art und Weise, wie sie sich gemeinsam bewegen und immerin der Nähe des Partners bleiben. Vom Gefieder her sind sie allerdings nur sehr schwer zu unterscheiden.Dass es sich hier um erwachsene Gänse handelt, sieht man an den dunklen Augenflecken und dem „Schmutzfleck“ auf der Brust. Diese Merkmale fehlen bei Jungvögeln noch.  Auf diesem Feld suchen sie gerade nach Regenwürmern. Ein Erkennungsmerkmal der Nilgans ist der dunkle Fleck, der „Schmutzfleck“  auf der Brust … … und die weißen Oberflügel, die beim Flug deutlich sichtbar werden.

Und wenn sie auffliegen, bietet sich ein tolles Bild. Im Flugbild werden die schwarz-weißen Flügel deutlich sichtbar.

Weitere Infos zu diesen schönen und bemerkenswerten Vögeln finden Sie auch in einem weiteren Beitrag in diesem BLOG unter https://natur-erleben-online.de/nilgans