Der Gewöhnliche Löwenzahn ist eine artenreiche Pflanzengruppe, die zur Familie der Korbblütengewächse gehört.  Der „Löwenzahn“, wie alle ähnlichen Pflanzen dieser Gruppe bezeichnet werden, ist – neben dem „Gänseblümchen“ – wahrscheinlich unsere bekannteste Blütenpflanze. Sie dominiert mit ihrer gelben Blütenpracht die Wiesen und Wegränder im Frühling. Sie liebt nährstoffreiche Böden. Man kann den Löwenzahn aber auch auf Unkrautflächen, Mauerritzen oder auf Gehwegen finden. Obwohl er oft wegen seines massenhaften Vorkommens in unseren Hausgärten massiv bekämpft wird, hat er in manchen Regionen eine große Bedeutung als Nahrungs- und Genussmittel. Aber auch in der Medizin, Volksheilkunde und Homöopathie spielte und spielt er eine bedeutende Rolle.Eine Wiese im April. Hier hat der Löwenzahn große Bestände gebildet. Offenbar wurde die Wiese bisher noch nicht gemäht. Deswegen sind die  Blütenstiele recht lang.Am Rand einer Böschung, die häufig gemäht wird, bildet der Löwenzahn nur ganz kurze Triebe aus, wie dies auch in den Rasenflächen der Hausgärten der Fall ist. Die Blütenstiele liegen oft am Boden an und überstehen dadurch das Mähen.Diese kräftige Pflanze hat am Rande eines Ackers die Bodenbearbeitung überlebt. Man sieht ihr an, dass der Boden gut mit Nährstoffen versorgt ist. Hier kann man auch erkennen, woher der Löwenzahn seinen Namen bekommen hat. Die gezahnten Blätter wurden mit dem Gebiss eines Löwen in Verbindung gebracht. Junge Blätter werden auch in manchen Gegenden als Gemüse oder Salat verwendet.  Dies kann allerdings Folgen haben: Wegen der harntreibenden und leicht abführenden Inhaltsstoffe des Löwenzahns hat er im Volksmund auch die entsprechenden Namen erhalten : „Bettnässer“ oder „Bettschisser“ und viele andere mehr. Weil der Löwenzahn viele Bitterstoffe enthält, werden inzwischen auch einige kultivierte Löwenzahn-Züchtungen zur Verwendung angeboten.Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal des Löwenzahns ist der hohle Stiel des Blütenstandes. Bei vielen ähnlichen Verwandten ist der Stängel nicht hohl. Der Löwenzahn wird auch als „Kuhblume“ oder bei uns im Kraichtal als „Milchbusch“ bezeichnet, weil er einen weißen, milchartigen Saft enthält. Hier sieht man, wie der weiße Milchsaft aus dem abgetrennten Blütenstiel quillt. In der Volksheilkunde wird dieser auch als Mittel gegen Warzen und Hühneraugen empfohlen. Was wie eine Blüte aussieht, ist keine Blüte – sondern eigentlich eine Ansammlung von ganz vielen Einzelblüten. Die gelben, leicht gezähnten,  zungenförmigen Blütenblätter  am Rand des Blütenstandes verstärken nur die Lockwirkung der vielen Blüten für mögliche bestäubende Insekten.Alle Korbblütengewächse bilden ein tellerartig vertieftes Körbchen aus,  in welchem sich die vielen Einzelblüten befinden. Durch die vielen Hüllblätter wirkt der gesamte Blütenstand wie ein Korb, aus dem dann die Blütenblätter hervorragen. Während der Nacht und bei Regen sind die Blütenstände während der mehrere Tage andauernden Blütezeit geschlossen. Morgens öffnen sie sich dann wieder.Der Löwenzahn spielt als „Bienenweide“ eine sehr große Rolle, weil er relativ früh im Jahr in großen Mengen vorkommt. Seine Blüten locken zahlreiche  Insekten an: Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen, aber auch viele Käferarten profitieren vom reichen Nektar- und Pollenangebot. Die einzelnen Blüten reifen von außen nach innen. Bei dieser Biene ist auch das gelbe Pollenpaket an den Hinterbeinen sichtbar.Auf dem Bild ist gerade ein Trauer-Rosenkäfer, der besonders gern die Blütenstände von Korbblütengewächsen besucht, dabei, an die Nektar-Vorräte der vielen Blüten zu kommen. Meist beschäftigen sich die Käfer minutenlang an einem Blütenstand, den sie dann mit deutlich sichtbaren Spuren verlassen.Gegen Ende der Blütezeit verfärben sich die zahlreichen Hüllblätter braun. Dann schließt sich der Blütenstand und die getrockneten Blütenblätter fallen ab.

Ein reifer Löwenzahn; jetzt nennt man ihn „Pusteblume“. Die Flugfrüchte warten nun auf Wind

Die gelben Blütenblätter sind abgefallen, die Kelchblätter nach unten geklappt. Der Blütenboden des „Körbchens“ ist leicht nach oben gewellt. Die reifen Flugfrüchte bilden jetzt eine weiße Kugel.Jede Frucht hat ihren eigenen „Fallschirm“. Die Früchte besitzen zahlreiche Häkchen. Hier die Früchte des Löwenzahns in Vergroßerung. Deutlich sichtbar sind die Stellen, an denen kurz zuvor noch andere Früchte mit ihren Fallschirmchen gestanden haben.