Das Kleine Granatauge ist eine Kleinlibelle aus der Familie der „Schlanklibellen“.  Das Männchen hat leuchtend rote Augen und ist in Teilen hellblau bis türkisblau gefärbt. Wegen der Augenfarbe der Männchen hat die Art auch ihren Namen erhalten. Im Kraichtal findet man sie an stehenden oder langsam fließenden Gewäss.ern, die einen dichten Pflanzenbewuchs aufweisen. Bei uns kann man sie von Juni bis September beobachten.  Ihre Körperlänge beträgt etwa 30 mm. Die Weibchen haben grüne Augen; ihr Körper ist neben Blautönen grünlich gefärbt. Wie andere Kleinlibellen werden sie oft übersehen. Wie die Paarung beim „Kleinen Granatauge“ abläuft, zeigen die nächsten Bilder:Das Männchen (vorn) hat das Weibchen hinter dem Kopf gepackt. In dieser Formation fliegen sie „im Tandem“ zu einer Pflanze am Gewässerrand oder auf dem Gewässer,  auf der sie sich dann niederlassen ….Dann biegt das Weibchen, das hinter dem Kopf vom Männchen festgehalten wird,  seinen Hinterleib nach vorne und presst ihn gegen die Geschlechtsöffnung des Männchens.Daraufhin gibt das Männchen seine Geschlechtszellen (Spermien) an das Weibchen ab. Dies dauert einige Minuten.Danach  löst das Weibchen seinen Hinterteil  vom Männchen ab… und  biegt ihn wieder nach hinten weg. bis der Hinterleib des Weibchens wieder gestreckt ist.  Jetzt sind sie wieder in „Tandemstellung“.  Nachdem sie sich etwas ausgeruht haben, beginnt nun die Eiablage.  Diese findet ebenbfalls im „Tandemflug“ statt. Das Männchen zieht das Weibchen im Flug hinterher. Dabei fliegen sie knapp über der Wasseroberfläche. Das Weibchen legt während des Fluges die  Eier ab. Der Hintergrund dieses Verhaltens besteht darin, dass das Männchen dadurch sichergeht, dass das Weibchen nur  die von ihm befruchteten Eier ablegt. Durch das „Tandem“ ist das Weibchen während der Eiablage unter der Kontrolle des Männchens. Die Eier werden vom Weibchen in die Blätter oder Wurzeln der oben schwimmenden Wasserpflanzen eingestochen. Die Libellenlarven schlüpfen im Juni des nächsten Jahres. Ab Juli werden sie dann fliegen.