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Eichhörnchen-Männchen haben jetzt „viel zu tun“ …

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Nach der Paarung, wird das Männchen vom Weibchen vertrieben. Doch für das Männchen ist die Paarungszeit aber noch lange nicht vorbei. Es warten noch einige anstrengende Tage und Wochen auf ihn. Das Männchen wird auf die Suche nach einem anderen Weibchen gehen, mit dem es sich paaren kann. Denn Eichhörnchen-Männchen verpaaren sich während der Paarungszeit von März bis Ende Mai üblicherweise mit mehreren Weibchen. Das ganze Spiel wird also von vorn beginnen. Doch zuerst muss er ein Weibchen finden. Und dann muss er das Weibchen auch noch überzeugen, dass er der Richtige ist. Deswegen geht er in der Umgebung sofort auf die Suche nach einem neuen Weibchen. Sein ausgezeichneter Geruchssinn hilft ihm dabei. Er kann ein Weibchen über große Entfernungen wahrnehmen.Zunächst sucht das Männchen alle Bäume in der Umgebung nach den Duftspuren eines paarungsbereiten Weibchens ab. Dabei geht es unzählige Male stammauf-stammab.Und immer wird nach dem verlockenden Geruch eines Weibchens gesucht. Ab und zu macht er eine Pause und schaut sich sorgfältig um. Er muss auch aufpassen, dass ihm keine Gefahr droht.Doch plötzlich scheint er eine Geruchsspur gefunden zu haben. Eilig geht es den Stamm hinauf bis ganz an die Spitze eines Gipfelastes.Und schon beginnt das Männchen, die verlockende Duftspur zu verfolgen.    Das Ende des Astes ist erreicht. Und mit dem Ast endet auch die Duftspur. Ob er nochmal ein Weibchen finden wird? Man wird sehen ….

Bei den Eichhörnchen wird es bald Nachwuchs geben …

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Zur Zeit finden im Kraichtal in den Wäldern wieder wilde Jagden von Eichhörnchen  statt. Dabei geht es in schnellen Spiralen um die Baumstämme und Verfolgungen stammauf – stammab. Manchmal ist es nicht zu erkennen, wer eigentlich wen jagt. Doch hier ist es offensichtlich ein Männchen, das einem Weibchen hinterher jagt. Dann folgen oft kurze Momente der Ruhe, bis es wieder losgeht. Oft geht diese Szenerie tagelang – und tatsächlich entscheidet letztlich das Weibchen, welches der verfolgenden Männchen zum Zug kommt. Männchen können die paarungsbereiten Weibchen aus großer Entfernung riechen. Und so ist es auch kein Wunder, wenn anfangs mehrere Männchen dem gleichen Weibchen hinterher jagen. Dann gibt es aufregende Szenen in den Baumwipfeln, wenn sich konkurrierende  Männchen gegenseitig mit dem  Weibchen Verfolgungsjagden liefern.Hier ist ein Männchen, das offenbar das Weibchen entdeckt hat, dem er schon mehrere Tage hinterherläuft.

Das Weibchen sitzt ein Stück tiefer am Stamm und beobachtet das Männchen.Das Männchen prüft die Luft. Offenbar sind die Gerüche, die er aufnimmt, sehr verlockend. Ein Sprung – und schon hat er das Weibchen im Griff. Damit sie nicht entkommen kann stützt er sich mit dem Vorderbein ab, bis er die richtige Position eingenommen hat. Er versucht mit beiden Vorderbeinen, das Weibchen festzuhalten und in die richtige Lage zu rücken. Wenn das geklappt hat, kann er sich mit dem Weibchen paaren.Jetzt hat er das Weibchen fest im Griff.Die Paarung dauert aber nur einige Sekunden. Dann versucht das Weibchen, sich vom Männchen zu lösen.Er versucht zwar, sie festzuhalten, aber sie kann sich „aus dem Schwitzkasten“ befreien. Jetzt reißt sie sich los und springt auf einen benachbarten Baum.Das Männchen bleibt noch kurz auf der Astgabel sitzen, aber dann folgt es schon wieder dem Weibchen. Das Spiel wiederholt sich. Die wilde Jagd beginnt erneut.Ein neuer Versuch. Das Männchen hat das Weibchen wieder entdeckt. Ein Sprung – und er drückt  das Weibchen am Hinterleib und am Schwanz gegen den Stamm, doch das Weibchen kann ihm vorerst entkommen. Dann verschwinden beide in wilder Jagd in dem Wäldchen.

Wenn die Paarung – wie es aussieht – erfolgreich war, dann wird das Weibchen in etwa 40 Tagen 2 bis 5 Junge im „Wurfkobel“ so heißt das Nest, in welchem sich die Mutter mit den Jungen aufhält – zur Welt bringen. Um die Aufzucht der Jungtiere kümmert sich das Weibchen alleine. Aus Sicherheitsgründen werden mehrere Kobel angelegt, in welche das Weibchen die Jungen bei Gefahr bringen kann.  Das Männchen wird nach erfolgreicher Paarung vom Weibchen vertrieben und nicht mehr in Nestnähe geduldet. Nach der Geburt werden die Jungen noch ca. 8 Wochen von der Mutter gesäugt. Im Spätsommer paaren sich die Eichhörnchen nochmals.

Eichhörnchen auf Nahrungssuche

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Seit einigen Tagen lässt sich die Sonne wieder im Kraichtal blicken. Und schon werden die Zeiträume größer, in denen sich die Eichhörnchen tagsüber auf Nahrungssuche begeben. In einem Erlen-Bruchwald entlang der Kraich ist auch der Tisch für sie reich gedeckt. Denn dort gibt es genügend samentragende Bäume und Sträucher. Auf dem Bild ist ein Eichhörnchen zu sehen, das gerade auf eine Schwarzerle geklettert ist und sich dort über die jungen Triebe und Knospen hermacht.Es gibt kaum ruhige Momente; rastlos eilt das Hörnchen auf den Ästen umher.Jetzt hat es ein paar Knospen in Reichweite und lässt sich am Stamm zum Fressen nieder.Und schon geht es wieder abwärts, dem Boden entgegen. Deutlich ist der buschige Schwanz und die weiße Körperunterseite des Eichhörnchens zu sehen. Dabei ermöglicht der Schwanz  dem Eichhörnchen beim Klettern und Springen – ähnlich wie eine Balancierstange – das Gleichgewicht zu halten. Beim Springen übernimmt er die Rolle einer Steuerhilfe. Während der Winterruhe im Kobel dient er als „Bettdecke“ mit der sich das Hörnchen komplett zudecken kann. Die Färbung der Eichhörnchen ist sehr variabel und reicht bei uns im Kraichtal von hell bis dunkelrot.In einem Gebüsch in Bodennähe hat es wieder etwas Fressbares entdeckt. Trotzdem huscht es gleich wieder an eine andere Stelle. Am Boden und in Bodennähe sind die Eichhörnchen immer in Gefahr. Deswegen ist der Aufenthalt dort so kurz wie möglich.Jetzt klettert es den nächsten Baum hinauf. Es ist erstaunlich, wie geschickt und wie flink sich das Eichhörnchen beim Klettern bewegt.Gleich springt es auf den benachbarten Baum hinüber. Dort hat es wieder etwas Fressbares entdeckt: Die Früchte eines Bergahorns sind es, die jetzt vom Hörnchen verzehrt werden.Eichhörnchen sind Allesfresser. Dabei richten sie sich in erster Linie nach dem jahreszeitlichen Angebot in ihrem Revier. Sie ernähren sich von Nüssen und Samen (Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern, Samen der verschiedenen Ahornarten), aber auch von Knospen und frischen Trieben  von Bäumen und Sträuchern. In Parks und Siedlungen besuchen sie auch winterliche Futterstellen, wo sie vor allem Sonnenblumenkerne fressen. Und im Herbst stehen Beeren, Pilze aber auch Obst auf ihrem Speiseplan. Leider gilt dies  im Frühjahr auch für Jungvögel und die Gelege von Singvögeln. Hier im Kraichtal finden Eichhörnchen noch die Vegetation, die sie brauchen. Die zahlreichen Hecken und kleinen Wäldchen mit vielen beerentragenden Sträuchern,  Haselnusshecken und Walnussbäumen stellen für die Eichhörnchen einen idealen Lebensraum dar. Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf, sie halten Winterruhe. Damit sie diese Zeit überleben, legen sie an verschiedenen geeigneten Stellen Futtervorräte an. Mehr Infos zu den Eichhörnchen finden sie unter dem Schlagwort „Eichhörnchen“ in weiteren Beiträgen in diesem Blog.

Sie sind auch im Winter unterwegs: Eichhörnchen

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Entgegen landläufiger Meinungen halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf. Denn Eichhörnchen fressen sich im Herbst kein Fettpolster an – sondern richten überall in ihrem Revier an geeigneten Orten zahlreiche Nahrungsverstecke ein. Diese enthalten vor allem Samen von Bäumen und Sträuchern. Dieses Verhalten ist angeboren. Weil sie aber längst nicht alle ihre „Nahrungsdepots“ wiederfinden, tragen sie dadurch zur Vermehrung von Bäumen und Sträuchern bei – und werden deswegen auch oft als „Förster des Waldes“ bezeichnet. Während der Wintermonate sind sie – ja nach Wetterlage –  meist nur wenige Stunden am Tag zur Futtersuche unterwegs. Den größten Teil des Tages verbringen sie  in ihren kugelförmigen Reisignestern, den „Kobeln“. Sie halten „Winterruhe“.  Dabei dient ihnen der buschige Schwanz auch als wärmende „Bettdecke“.Am Boden sind die Eichhörnchen stark durch Fressfeinde wie Habicht, Marder, aber auch durch wildernde Katzen gefährdet. Deswegen verbringen sie dort nur kurze Zeit, wenn sie auf der Suche nach ihren Nahrungsvorräten sind – oder aber einen Weg überqueren wollen, wenn das von einem Baum aus nicht möglich ist.Auch dieses Eichhörnchen blieb nur wenige Sekunden sitzen und zog sich anschlließend blitzschnell auf  einen nahen Baum zurück. Denn dort sind sie viel sicherer als am Boden. Hier haben sie sehr erfolgreich unterschiedliche Strategien entwickelt, wie sie sich vor fliegenden (Habicht) oder kletternden (Marder) Feinden in Sicherheit bringen können.

 

Die folgenden Aufnahmen stammen von Mitte März 2018:Mit Beginn der Paarungszeit ab Ende Januar (je nach Witterung) kann man auch die Eichhörnchen auf ihrer wilden Jagd durch die Baumwipfel beobachten. In dieser Zeit sind sie besonders gefährdet, weil sie jetzt auch sehr unvorsichtig (hormonbedingt!) sind.

Eichhörnchen

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Das Eichhörnchen ist ein Säugetier und gehört zu der Gruppe der Nagetiere. Bei uns im Kraichtal ist es noch relativ häufig zu beobachten. Zwar ist sein Lebensraum der Wald, doch bei uns kann man es auch in den waldnahen Streuobstwiesen und den wegbegleitenden Gehölzstreifen antreffen, vor allem, wenn es dort Nussbäume oder Haselsträucher gibt. Seine Hauptnahrung sind Nüsse und Beeren, aber auch Pilze und Obst werden aufgenommen. Eichhörnchen sind Allesfresser, die ihre Ernährung jahreszeitlich an die Gegebenheiten anpassen. So stehen im Frühjahr und Frühsommer auch Vogeleier oder Nestlinge auf dem Speiseplan. Normalerweise gibt es zwei Fortpflanzungsperioden bei den Eichhörnchen: eine im zeitigen Frühjahr und die zweite im Frühsommer. Ob es in einem Jahr tatsächlich zwei Jungenaufzuchten gibt, hängt wesentlich vom Nahrungsangebot ab. Bei fehlender Nahrung entfällt oft die erste Fortpflanzungsperiode im zeitigen Frühjahr.

Die wichtigsten Feinde des Eichhörnchens sind der Baummarder und der Habicht. Daneben kommen noch der Uhu und der Mäusebussard als Fressfeinde in Frage. In Deutschland gilt das Eichhörnchen als besonders geschützte einheimische Art – und darf daher weder gefangen, getötet noch privat gehalten werden.