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Eichhörnchen auf Nahrungssuche

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Seit einigen Tagen lässt sich die Sonne wieder im Kraichtal blicken. Und schon werden die Zeiträume größer, in denen sich die Eichhörnchen tagsüber auf Nahrungssuche begeben. In einem Erlen-Bruchwald entlang der Kraich ist auch der Tisch für sie reich gedeckt. Denn dort gibt es genügend samentragende Bäume und Sträucher. Auf dem Bild ist ein Eichhörnchen zu sehen, das gerade auf eine Schwarzerle geklettert ist und sich dort über die jungen Triebe und Knospen hermacht.Es gibt kaum ruhige Momente; rastlos eilt das Hörnchen auf den Ästen umher.Jetzt hat es ein paar Knospen in Reichweite und lässt sich am Stamm zum Fressen nieder.Und schon geht es wieder abwärts, dem Boden entgegen. Deutlich ist der buschige Schwanz und die weiße Körperunterseite des Eichhörnchens zu sehen. Dabei ermöglicht der Schwanz  dem Eichhörnchen beim Klettern und Springen – ähnlich wie eine Balancierstange – das Gleichgewicht zu halten. Beim Springen übernimmt er die Rolle einer Steuerhilfe. Während der Winterruhe im Kobel dient er als „Bettdecke“ mit der sich das Hörnchen komplett zudecken kann. Die Färbung der Eichhörnchen ist sehr variabel und reicht bei uns im Kraichtal von hell bis dunkelrot.In einem Gebüsch in Bodennähe hat es wieder etwas Fressbares entdeckt. Trotzdem huscht es gleich wieder an eine andere Stelle. Am Boden und in Bodennähe sind die Eichhörnchen immer in Gefahr. Deswegen ist der Aufenthalt dort so kurz wie möglich.Jetzt klettert es den nächsten Baum hinauf. Es ist erstaunlich, wie geschickt und wie flink sich das Eichhörnchen beim Klettern bewegt.Gleich springt es auf den benachbarten Baum hinüber. Dort hat es wieder etwas Fressbares entdeckt: Die Früchte eines Bergahorns sind es, die jetzt vom Hörnchen verzehrt werden.Eichhörnchen sind Allesfresser. Dabei richten sie sich in erster Linie nach dem jahreszeitlichen Angebot in ihrem Revier. Sie ernähren sich von Nüssen und Samen (Haselnüsse, Walnüsse, Bucheckern, Samen der verschiedenen Ahornarten), aber auch von Knospen und frischen Trieben  von Bäumen und Sträuchern. In Parks und Siedlungen besuchen sie auch winterliche Futterstellen, wo sie vor allem Sonnenblumenkerne fressen. Und im Herbst stehen Beeren, Pilze aber auch Obst auf ihrem Speiseplan. Leider gilt dies  im Frühjahr auch für Jungvögel und die Gelege von Singvögeln. Hier im Kraichtal finden Eichhörnchen noch die Vegetation, die sie brauchen. Die zahlreichen Hecken und kleinen Wäldchen mit vielen beerentragenden Sträuchern,  Haselnusshecken und Walnussbäumen stellen für die Eichhörnchen einen idealen Lebensraum dar. Eichhörnchen machen keinen Winterschlaf, sie halten Winterruhe. Damit sie diese Zeit überleben, legen sie an verschiedenen geeigneten Stellen Futtervorräte an. Mehr Infos zu den Eichhörnchen finden sie unter dem Schlagwort „Eichhörnchen“ in weiteren Beiträgen in diesem Blog.

Sie sind auch im Winter unterwegs: Eichhörnchen

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Entgegen landläufiger Meinungen halten Eichhörnchen keinen Winterschlaf. Denn Eichhörnchen fressen sich im Herbst kein Fettpolster an – sondern richten überall in ihrem Revier an geeigneten Orten zahlreiche Nahrungsverstecke ein. Diese enthalten vor allem Samen von Bäumen und Sträuchern. Dieses Verhalten ist angeboren. Weil sie aber längst nicht alle ihre „Nahrungsdepots“ wiederfinden, tragen sie dadurch zur Vermehrung von Bäumen und Sträuchern bei – und werden deswegen auch oft als „Förster des Waldes“ bezeichnet. Während der Wintermonate sind sie – ja nach Wetterlage –  meist nur wenige Stunden am Tag zur Futtersuche unterwegs. Den größten Teil des Tages verbringen sie  in ihren kugelförmigen Reisignestern, den „Kobeln“. Sie halten „Winterruhe“.  Dabei dient ihnen der buschige Schwanz auch als wärmende „Bettdecke“.Am Boden sind die Eichhörnchen stark durch Fressfeinde wie Habicht, Marder, aber auch durch wildernde Katzen gefährdet. Deswegen verbringen sie dort nur kurze Zeit, wenn sie auf der Suche nach ihren Nahrungsvorräten sind – oder aber einen Weg überqueren wollen, wenn das von einem Baum aus nicht möglich ist.Auch dieses Eichhörnchen blieb nur wenige Sekunden sitzen und zog sich anschlließend blitzschnell auf  einen nahen Baum zurück. Denn dort sind sie viel sicherer als am Boden. Hier haben sie sehr erfolgreich unterschiedliche Strategien entwickelt, wie sie sich vor fliegenden (Habicht) oder kletternden (Marder) Feinden in Sicherheit bringen können.

 

Die folgenden Aufnahmen stammen von Mitte März 2018:Mit Beginn der Paarungszeit ab Ende Januar (je nach Witterung) kann man auch die Eichhörnchen auf ihrer wilden Jagd durch die Baumwipfel beobachten. In dieser Zeit sind sie besonders gefährdet, weil sie jetzt auch sehr unvorsichtig (hormonbedingt!) sind.

Eichhörnchen

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Das Eichhörnchen ist ein Säugetier und gehört zu der Gruppe der Nagetiere. Bei uns im Kraichtal ist es noch relativ häufig zu beobachten. Zwar ist sein Lebensraum der Wald, doch bei uns kann man es auch in den waldnahen Streuobstwiesen und den wegbegleitenden Gehölzstreifen antreffen, vor allem, wenn es dort Nussbäume oder Haselsträucher gibt. Seine Hauptnahrung sind Nüsse und Beeren, aber auch Pilze und Obst werden aufgenommen. Eichhörnchen sind Allesfresser, die ihre Ernährung jahreszeitlich an die Gegebenheiten anpassen. So stehen im Frühjahr und Frühsommer auch Vogeleier oder Nestlinge auf dem Speiseplan. Normalerweise gibt es zwei Fortpflanzungsperioden bei den Eichhörnchen: eine im zeitigen Frühjahr und die zweite im Frühsommer. Ob es in einem Jahr tatsächlich zwei Jungenaufzuchten gibt, hängt wesentlich vom Nahrungsangebot ab. Bei fehlender Nahrung entfällt oft die erste Fortpflanzungsperiode im zeitigen Frühjahr.

Die wichtigsten Feinde des Eichhörnchens sind der Baummarder und der Habicht. Daneben kommen noch der Uhu und der Mäusebussard als Fressfeinde in Frage. In Deutschland gilt das Eichhörnchen als besonders geschützte einheimische Art – und darf daher weder gefangen, getötet noch privat gehalten werden.