Eigentlich ist „Junikäfer“ gar nicht sein richtiger Name: Wissenschaftlich heißt er: „Gerippter Brachkäfer“ und gehört wie sein naher Verwandter, der Maikäfer, zur Käferfamilie der „Blatthornkäfer“. Weil er aber im Juni/Juli oft in Massen unterwegs ist, hat er den Namen „Junikäfer“ erhalten. So kann man gerade zur Zeit in der Abend-Dämmerung Junikäfer beobachten. Maikäfer sind jetzt nur noch ganz selten unterwegs. Deren Haupt-Flugzeit ist tatsächlich der Zeitraum von Mitte April bis Anfang Juni. Zwar sind der Maikäfer und der Junikäfer miteinander verwandt, aber es gibt deutliche Unterschiede:Junikäfer: Junikäfer sind nur halb so groß wie die Maikäfer. Der gesamte Körper ist  mehr oder weniger braun. Das Halsschild ist braun mit einem hellen Streifen in der Mitte. Halsschild und Flügeldecken sind behaart.Auch die Unterseite ist braun. Lediglich die Enden der Beine sind schwarzbraun. An den Körperseiten fehlt das typische weiße Maikäfermuster. Flugzeit: Mitte/Ende Juni bis höchstens Ende Juli nur in den Abenddämmerung und nachts. Tagsüber verstecken sie sich in der Vegetation. Auch in der Entwicklung gibt es Unterschiede: Die Larven (Engerlinge) sind deutlich kleiner. Bereits nach 3 Jahren ist die Entwicklung der Junikäfer abgeschlossen.Maikäfer: Beim Maikäfer sind Halsschild und Unterseite schwarz. An den Körperseiten erscheint das typische Maikäfer-Muster. Flugzeit: Ende Apri bis Anfang Juni in der Abenddämmerung, aber auch tagsüber. Bei den Maikäfern dauert die Entwicklung vom Ei über den Engerling bis zum voll entwickelten Käfer insgesamt 4 Jahre.Das Bild zeigt einen Junikäfer am Morgen nach einer heftigen Regennacht.  In einer Hecke hat er sich auf einem Blatt versteckt. Tagsüber sind sie kaum zu sehen. Erst mit der Abenddämmerung werden sie wieder aktiv.Die Unterseite des Junikäferst zeigt die starke Behaarung und die dunkelbraune Färbung. Auch die dunklen Enden der Beine sind deutlich zu erkennen. Auf den Flügeldecken sind die Rippen zu erkennen. Daher auch sein Name „Gerippter Brachkäfer“. Seine Nahrung besteht aus Blättern und Blüten. Weil er oft in Massen auftritt, kann er Schäden verursachen. Junikäfer sind keine geschickten Flieger. Das brauchen sie auch nicht zu sein; ist er doch in der Nacht unterwegs, wo er kaum auf Fressfeinde trifft. Und auch der Mensch ist erst in der Nacht unterwegs, seit es Elektrizität gibt. So kann es vorkommen, dass sich Menschen gestört fühlen, wenn ihnen ein ungeschickter Junikäfer auf den Kopf fliegt oder beim abendlichen Grillen auf dem Tisch oder im Glas landet.