Anfang September. Die Zeichen stehen auch im Kraichtal auf Herbst. Man sieht es überall. Die Schwalben sammeln sich. Hier sind es Rauchschwalben, die den Sommer über in den umliegenden Bauernhöfen einer landwirtschaftlichen Siedlung im Kraichtal gebrütet haben. Im Gegensatz zu den Mehlschwalben bauen die Rauchschwalben ihr Nest im Inneren von Gebäuden. So sind Stallungen aller Art geradezu ideale Orte für die meist zwei Jahresbruten der Schwalben. Auf der Schnur einer großen Pferdekoppel sitzen sie nun nebeneinander. Alt- und Jungvögel üben den Flug. Immer wieder fliegen die Vögel auf und gehen auf die Jagd nach Insekten. Dabei bilden die Vögel eines Gebietes oft  große Gemeinschaften – und jagen auch mit ihren Verwandten, den Mehlschwalben, oft gemeinsam.

Auf dem Seil sitzen gerade zwei Altvögel und ein Jungvogel, zu erkennen am noch kurzen gegabelten Schwanz. Kennzeichen der Rauchschwalbe sind ihr langer, gegabelter Schwanz und die spitzen Flügel. Die Oberseite ist blauschwarz; ein schwarzes Brustband und die weiße Unterseite sind weitere Kennzeichen.. Kinn, Kehle und Stirn sind braunrot.

Bei diesem Jungvogel sind die kurzen Schwanzfedern und die noch helle Zeichnung auf Stirn und Kehle erkennbar.

Auch der Jungvogel fliegt immer wieder auf und geht ebenfalls auf die Jagd.

Auch Pfähle sind willkommene Ruhepunkte.

Wenn ein Schwarm Rauchschwalben auf die Jagd geht, ist dies ein beeindruckendes Schauspiel. In geringer Höhe und mit enormer Geschwindigkeit jagen sie knapp über dem Boden und weichen akrobatisch allen Hindernissen auf.

Ab September bis Oktober machen sich die Schwalben auf den Weg zu ihren Winterquartieren in Afrika.