Der Traubenholunder trägt als erster der drei im Kraichtal vorkommenden Holunderarten Früchte. Im Gegensatz zu den anderen beiden Arten sehen die Fruchtstände aus wie bei den Weintrauben. Daher hat er auch seinen Namen bekommen. Bei den anderen Arten sind die Fruchtstände teller- oder scheibenförmig. Da die Früchte des Traubenholunders leuchtend rot sind, trägt er auch den Namen „Roter Holunder“. Die beiden anderen Arten haben schwarze Früchte. 

Roh sind die Früchte giftig. Wenn man sie verwenden will, muss man sie kochen, aber die Samen vorher aus der Frucht entfernen, da das darin enthaltene Gift nicht durch Kochen unschädlich gemacht werden kann.

Wenn die Beeren trotzdem genossen werden, können sie zu schweren Brech-Durchfällen führen. Deswegen wurden die Früchte früher als Brech- und Abführmittel verwendet.

Die Früchte reifen – je nach Witterung – Ende Juni bis August. Auf den Früchten befindet sich übrigens eine noch nicht fertig entwickelte grüne Stinkwanze.

Ein Blatt des Traubenholunders: Junge Blätter sind kupferfarbig, später färben sie sich grün. Ältere Blätter sehen wie die Blätter des Schwarzen Holunders aus; auch haben sie den gleichen Geruch wie die Blätter der beiden anderen Arten.