Eigentlich eilt dem Mai der Ruf eines sonnigen, warmen und „farbigen“ Monats voraus. Doch in diesem Jahr ist manches anders. Es ist bisher recht kühl – und die Nächte sind immer noch kalt. Doch im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren hat es im Mai bei uns schon mehrfach geregnet. Und das Wasser wurde auch dringend benötigt. Obwohl es so kühl ist, hat der Regen in diesem Jahr die Farben auf die Wiesen und Felder gebracht. Überall blüht es- und auch im Gegensatz zu den letzten Jahren brummen wieder Bienen und Hummeln über die Fluren.  Erste Schmetterlinge lassen sich in den blühenden Wiesen finden. Und im Gegensatz zu anderen Gegenden kann man im Kraichtal in diesen Tagen hoch in der Luft wieder den „Sound des Frühlings und Sommers“,  den Gesang der Lerchen hören.Noch beherrscht das Gelb des Löwenzahns viele Wiesen  und Weiden:  Hier wartet schon alles auf den Wind. Tausende „Flieger“ stehen bereit.Aber auch die anderen Farben sind wieder da: Rot, Blau und saftiges Grün gibt hier den Ton an.Und jetzt ist er da: Ein kühler Wind streicht über die Felder und Wiesen. Auch die zarten Karthäuser-Nelken biegen sich im Wind Karthäuser-Nelken: Seltene und wunderschöne rote Blütensterne im Kraichtal Doch auch die Futter-Esparsette kann da mit ihrem vornehm gestreiften Muster mithalten … Der Wiesensalbei bringt Blau ins Grün. Toll, dass es solche Wiesen und Weiden mit dieser Blütenpracht noch gibt. Wo sonst sollen Schmetterlinge, Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten ihre Nahrung finden?