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Echtes Leinkraut

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Wenn im Kraichtal die ersten Blüten des Echten Leinkrauts am Wegrand oder  am Rand von Gräben erscheinen, dann ist es Hochsommer. Die gelben Blüten sind dann bis in den Herbst hinein zu sehen. Bis Ende Oktober bieten sie dann den Insekten wie Hummeln, großen Wildbienen und einigen Schmetterlingen Nahrung. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.Wenn man die Blüten betrachtet, erklärt sich auch der volkstümlicher Name: „Kleines Löwenmaul“, den das Echte Leinkraut erhalten hat.  Die schwefelgelben Blüten besitzen einen langen Sporn. Bestäubt werden können sie nur von Hummeln und großen Wildbienen, denn die Unterlippe ist an die Oberlippe gepresst, die sich nur mit einiger Kraft öffnen lässt. Allerdings kommen auch manche Schmetterlinge mit ihrem langen und schmalen Rüssel an den Nektar.Hier fliegt gerade eine Wiesenhummel an.Nur kräftige Insekten mit langem Rüssel können das Echte Leinkraut bestäuben. Dazu muss die Unterlippe nach unten gebogen werden, was einigen Kraftaufwand bedeutet.Jetzt hat sie es geschafft und kann mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreichen, der sich im langen Sporn befindet. Weil sie dabei an den Staubblättern entlang streift, bestäubt sie – wenn sie beim nächsten Blütenbesuch an der Narbe vorbeistreicht – die Blüte. Die Fruchtkapseln werden vom Wind oder von Tieren bewegt und streuen dann die darin enthaltenen Samen aus. Die Samen sind wegen ihres Hautrandes „Segelflieger“ werden aber auch von Ameisen verbreitet.

Eine besondere Schönheit im Kraichtal: Der Große Ehrenpreis

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Der Große Ehrenpreis gehört zur artenreichen Pflanzenfamilie der Braunwurzgewächse und ist im Kraichtal überall dort anzutreffen, wo es trockene, warme Lehmböden gibt. Man kann ihn entlang von Wegrainen, auf Halbtrockenrasen und in sonnigen Hecken finden. Er kann recht groß werden. Seine vielblütigen Blütenstände tragen Blüten, die ein intensives Azur- oder Himmelblau aufweisen. Die Nerven der Blütenblätter sind dunkel gefärbt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Ehrenpreis-Arten.Wie bei vielen Blütenpflanzen blühen auch hier die Blütenstände von unten nach oben auf.Den Großen Ehrenpreis kann man auch in einer Wiese kaum übersehen, da er bis zu 1 m groß werden kann.Die Blätter sitzen direkt am Stängel und haben keinen oder nur einen sehr kurzen Stiel. Der Blattrand ist „gesägt“. Der Große Ehrenpreis blüht bei uns im Kraichtal von Mai bis Ende Juli.

Schwarze oder Dunkle Königskerze

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Die Schwarze oder Dunkle Königskerze ist bei uns im Kraichtal häufig anzutreffen. Sie gehört zur artenreichen Familie der Braunwurzgewächse. Die Pflanze kann Wuchshöhen von 1,5 Meter erreichen. Im Gegensatz zu den anderen Königskerzen-Arten sind ihre Blätter kaum behaart und sehen deswegen  grün aus.

Man findet sie an Böschungen, Weg- und Ackerrändern, aber auch auf Schuttplätzen und Unkrautflächen.

Die leuchtend gelben Blütenblätter sind außen behaart. Die rotvioletten oder purpurvioletten Staubblätter weisen eine dichte wollige Behaarung auf.

Die schwarze Königskerze blüht von Mai bis zum Oktober.

Die Unterseiten der Blätter sind behaart, die Oberseiten nicht.

Der Stängel ist kantig und rot überlaufen.

Persischer Ehrenpreis

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Der Persische Ehrenpreis geört zu den Braunwurzgewächsen und blüht schon sehr früh im Jahr. Bei entsprechend milden Klima kommt es vor, dass man ihn das ganze Jahr über blühen sieht. Normalerweise ist er aber ab Ende Januar bei uns zu entdecken. Er stammt aus dem Gebiet des Kaukasus und wurde vorwiegend in Botanischen Gärten angepflanzt.  Er liebt von Menschen geschaffene nährstoffreiche Lebensräume (Gärten, Felder, Weinberge, Unkrautfluren). Der Persische Ehrenpreis ist ein Lehmzeiger. Die kleinen, aber sehr schönen Blüten haben einen Durchmesser von 8 – 10 mm. Der Persische Ehrenpreis ist ein früh blühender Vertreter einer artenreichen Pflanzenfamilie.

Für uns ist er auch deswegen von großer Bedeutung, weil sich an diesem Beispiel  zeigt, wie schnell sich eine Art bei günstigen Bedingungen ausbreiten kann. Laut zeitgenössischen Berichten soll er 1805 aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe „verwildert sein“ und ist heute in ganz Mitteleuropa verbreitet. Wie schnell seine Ausbreitung ablief, soll ein konkreter Fall aufzeigen: Nachdem er um 1805  aus dem Botanischen Garten in Karlsruhe verwilderte – wurde er im Jahre 1826 für die Gegend um Freiburg schon als „häufig vorkommend“ beschrieben. Das sind immerhin 115 km Luftlinie. Ein erstaunlicher Wert, zumal die heute für die Verbreitung von Wildpflanzen üblichen „Transportwege“ (Bahn, LKW, Auto, Flugzeug) noch nicht – oder nicht in relevanter Größe verfügbar waren.

Obwohl er  bei uns im Kraichtal gerade blüht, wird er  oft übersehen – so schön wie er ist – der Persische Ehrenpreis ….