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Rotrandbär

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Der Rotrandbär kommt im Kraichtal gelegtlich vor und gehört innerhalb der Gruppe der Schmetterlinge zur Familie der Bärenspinner. Die Männchen sind auf der Flügeloberseite hellgelb gefärbt und haben auf jedem Flügel einen roten Fleck. Die Flügel tragen einen roten Rand. Die Flügelspannweite beträgt etwa 3 cm.Diesen Schmetterling kann man auf feuchten Wiesen, in Bruchwäldern oder an Waldrändern finden. Der Rotrandbär ist ein tag- und nachtaktiver Schmetterling. Im Kraichtal kann man sie bis Anfang August fliegen sehen. Der Rotrandbär kommt bei uns – je nach Wetterlage – in zwei Generationen vor. Die Raupen überwintern an einem geschützten Ort. Leider sind die Bestände des Rotrandbärs rückläufig. Er befindet sich deswegen auf der Vorwarnliste für bedrohte Tierarten.

Brauner Bär

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Bei uns im Kraichtal ist er nur selten zu sehen: der Braune Bär, ein Schmetterling aus der Familie der Bärenspinner. Das liegt aber nicht nur daran, dass es ihn bei uns kaum noch gibt – sondern weil er ein Nachtschmetterling ist, der sich tagsüber gut getarnt versteckt. Tatsächlich aber ist der Braune Bär sehr selten und durch das Naturschutzgesetz streng geschützt. Auch in Baden-Württemberg insgesamt gilt er als eine vom Aussterben stark bedrohte Art. In diesem Falle wurde er in einem Industriebetrieb gefunden, wo er sich in Bodennähe verkrochen hatte. Dorthin hatte er sich offenbar verflogen,  weil er – wie dies viele Nachtfalter tun – nächtliche Lichtquellen anfliegt  (In diesem Betrieb wird rund um die Uhr gearbeitet).  Da er dort wohl keine Überlebenschance hatte, kam er in einen Karton.

Schon allein die Flügelzeichnung zeigt seine Verwandtschaft mit dem „Russischen Bären“ und dem „Schönbären“. Dabei kann die Zeichnung der Vorderflügel innerhalb dieser Art stark variieren. Die braunen Vorderflügel zeigen meist ein weißes, netzartiges Muster, das vom Flügelrand ausgeht. Dazu kommen noch längliche Flecken am Flügelrand. Die Vorderflügel können auch fast ganz weiß sein.

Der Braune Bär sitzt mit „dachartig“ geschlossenen Flügeln in seinem Versteck. Dies ist seine „Tarnstellung“. Wenn er sich bedroht fühlt, öffnet er schlagartig seine Flügel. Dann werden die orangeroten Hinterflügel mit den blauen, meist schwarz umrandeten Punkten sichtbar. Damit warnt und erschreckt er viele Fressfeinde. Der Braune Bär kommt in allen Bereichen des Waldes vor, aber auch in extensiv bewirtschafteten Wiesen mit Hecken und Büschen. Sogar in Parks und großen naturnahen Gärten, aber auch an Wegen, Böschungen und Straßenrändern kann man ihn vereinzelt finden.

Aus dem Karton wurde er nun in ein geeignetes Biotop innerhalb eines Waldes im Kraichtal gebracht. Sofort zeigte seine „Schreckstellung“. Dazu klappte er in schneller Folge die Vorderflügel auf und zu. Die orangeroten, blau und schwarz gepunkteten Hinterflügel werden dabei sichtbar.

Deutlich ist das weiße Netzmuster an den Vorderflügeln zu sehen. Der abgebildete Schmetterling zeigt, dass er schon leicht „abgeflogen“ ist. Ein Fühler fehlt und auch die Flügel zeigen erste Abnutzungs-Spuren.

Die Falter des Braunen Bären fliegen von Juli bis September. Schon ab Juli werden die Eier an die Unterseite der Blätter der entsprechenden Futterpflanzen gelegt  (Brennnessel, Mädesüß, Brombeere, Himbeere und viele mehr). Die Raupen schlüpfen im August und überwintern an geschützten Stellen im Boden. Im Juni/Juli des folgenden Jahres verpuppen sie sich und schlüpfen von Juli bis August. Übrigens: Was er normalerweise macht, ist auch hier geschehen. Nachdem er mehrfach die Flügel auf- und zugeklappt hat, flog er auf und suchte sich einen neuen und sicheren Unterschlupf.

Russischer Bär

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Ende Juli, Anfang August: Der Wasserdost blüht – und schon kann man den Russischen Bär entdecken. Er gehört zur Familie der Eulenfalter und der Unterfamilie der Bärenspinner. Der Wasserdost gehört für den tagaktiven Nachtfalter zu den absoluten Favoriten. Bei uns im Kraichtal kommt er in manchen Jahren sehr häufig vor; in anderen Jahren ist er bei uns aber kaum zu finden. Er wird wegen seiner Flügelfarben auch „Spanische Flagge“ genannt. Der Schönbär ist eine verwandte Art, die bei uns aber viel seltener vorkommt.

Die Falter haben schwarze Vorderflügel mit weißen oder gelben Streifen, die sich  an der Flügelspitze zu einem „V“ verbinden.

Die orangefarbenen Hinterflügel weisen mehrere schwarze Flecken auf.

Der Russische Bär hat einen gut entwickelten Saugrüssel, der ihm erlaubt, Nektar aus den Blüten zu saugen.

Der Körper ist hell orange gefärbt mit schwarzen Punkten; auch die Flügelunterseite ist leuchtend hell orange gefärbt. Beim Auffliegen fällt der Falter durch diese Farben sofort auf.

Der Russische Bär ist nicht so „hektisch“ wie andere Schmetterlingsarten. Oft ruht er sich auf den Pflanzen aus oder er sonnt sich. Dann hat er allerdings die Flügel meist geschlossen.

 

 

Schönbär

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Der  Schönbär ist ein Schmetterling aus der Familie der Eulenfalter, den man im Kraichtal nicht sehr häufig sehen kann. Er gehört zur Unterfamilie der Bärenspinner und ist ein tagaktiver Nachtfalter. Der Schönbär kommt in feuchten Wäldern vor oder man kann ihn in  der Umgebung von Feuchtgebieten finden: Bachufer, Sumpf- und Feuchtwiesen in Waldähe, aber auch an Teichen und Tümpeln.

Die Falter haben schwarze Vorderflügel mit gelben, orangen und weißen Flecken. Die Hinterflügel sind entweder rot oder gelb und haben schwarze Flecken.

Die Schmetterlinge sind vorwiegend nachtaktiv, fliegen aber auch tagsüber.

Der Schönbär lebt in einer Generation pro Jahr. Man kann ihn beim Besuch der Blütenpflanzen beobachten.

Der Schönbär ist nicht so sehr auf eine bestimmte Wirtspflanze für die Raupen angewiesen. Die Raupen können sich von zahlreichen Sträuchern ernähren, z. B., Himbeere, Hasel, Große Brennnessel, Heckenkirsche, Mädesüß oder Kohldistel. Dies sind Pflanzen, die in seinem Lebenraum recht häufig vorkommen. Die Raupen überwintern gemeinsam, werden nach dem Überwintern allerdings Einzelgänger. Sie verpuppen sich im Frühjahr und schlüpfen im Juni.