Die Ölkäfer tauchen bei uns im Frühjahr auf. Man findet sie dort, wo es sonnig ist – und wo es viele blühende Pflanzen hat. Die voll entwickelten Käfer ernähren sich von Pollen. Dabei haben die Ölkäfer, die wegen der ölartigen Substanz, die sie bei Gefahr aus den Gelenken ausscheiden und ihres „wurmähnlichen Hinterleibs“ auch ihren Namen und im Volksmund auch „Maiwurm“ genannt werden – eine sehr interessante Lebensweise. Es gibt bei uns mehrere Arten von ihnen.

Das Weibchen gräbt sich in den Erdboden und legt dort ein Nest an, in welches sie mehrere Tausend Eier ablegt. Die sich daraus entwickelnden Larven machen mehrere Entwicklungstadien durch. Zunächst sind sie mit einer Klaue und zwei klauenartigen Borsten ausgerüstet. Man bezeichnet die Larven in diesem Stadium als „Dreiklauer“. Sie klettern auf Blüten und warten dort auf blütenbesuchende Insekten. Dann klammern sie sich an diese und lassen sich von ihnen in deren Bau tragen. Wenn sie bei verschiedenen Arten der einezln lebenden Wildbienen gelandet sind, verzehren sie zunächst den Futtervorrat der Wildbienen-Larven und dann auch die sich entwickelnden Wildbienen-Larven selbst. Dann häuten sie sich erneut und überwintern im Nest der Wildbienen. Sie verpuppen sich und schlüpfen im nächsten Frühjahr als voll entwickelte Käfer aus. ..  Ölkäfer sind also Parasiten der Wildbienen.  Wenn sie als Larve in den Nestern der Hummeln oder der Honigbiene landen, haben sie Pech. Dort können sie sich nicht enwickeln,weil sie von den Arbeiterinnen entdeckt und getötet werden.

Ölkäfer können bis zu 35 mm lang werden.  Ihre kurzen Deckflügel, die den Hinterleib nicht bedecken, glänzen metallisch.

Beim Männchen sind die Fühler geknickt DerÖlkäfer hat fein punktierte, stark verkürzte Flügel   Ölkäfer scheiden bei Gefahr eine sehr giftige, wie Öl aussehende Flüssigkeit aus, die schwere Verletzungen auf der Haut bewirken können.  Werden Käfer verschluckt, dann kann es zu gefährlichen Vergiftungen kommen, die auch zum Tod führen können. Daher werden die Käfer oft auch als „Blasenkäfer“ bezeichnet. Deswegen sollte man Ölkäfer wenn möglich nicht berühren – aber auf jeden Fall nach einem Kontakt mit ihnen gründlich die Hände waschen. Verschiedene Insekten, aber auch andere Tiergruppen fressen die Käfer, um  deren Gift in ihrem Körper anzreichern – und schützen sich so davor, selbst gefressen zu werden.