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Wiesensalbei

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Der Wiesensalbei gehört zu der großen Pflanzenfamilie der Lippenblütler. Diesen Namen hat die Familie, weil fast alle Lippenblütler Blüten mit einer Ober- und Unterlippe haben, also von der Seite aussehen wie ein geöffneter Mund. Der Wiesensalbei blüht von Ende Mai bis Ende August oder September.  Dabei zeigt diese Pflanze eine ganz besondere Anpassung an die Bestäubung:

Aus der Blüte ragt die leicht nach unten gebogene, zweigeteilte Narbe (blau, fadenförmig) hervor. In der Oberlippe der rechten oberen Blüte sieht man die beiden Staubblätter mit den beiden Staubbeuteln hervorschauen. Die breitgefächerte Unterlippe dient als Landebahn für die anfliegenden Insekten. Das, was diese in der Blüte suchen, ist der Nektar, der sich ganz weit hinten, im Bereich der grünen Kelchblätter befindet. Nun werden die Insekten erwartet, vor allem die Hummeln.

Eine Insekt fliegt an und fährt schon den Saugapparat aus. Wenn es jetzt weiter bis zum Ende der Blütenkronröhre kriecht, streift sie an der Narbe die Pollenkörner ab, die vom letzten Blütenbesuch auf ihrem „Pelz“ hängen geblieben sind. Befinden sich Pollen des Wiesensalbeis darunter, ist die Blüte bestäubt.

Eigentlich haben die meisten Lippenblütengewächse 4 Staubblätter in jeder Blüte. Beim Wiesensalbei sind die 4 Staubblätter zu zwei Staubblätter mit Staubbeuteln am einen Ende und  mit einer Art „Klappmechanismus am anderen Ende verwachsen. Wenn nun das anfliegende Insekt mit dem Rüssel in die Blütenkronröhre vordringt, dann stößt es die beiden Staubblätter nach hinten – und diese  Staubblätter klappen wie „Bahnschranken“ nach unten und berühren mit den Staubbeuteln den Rücken des Insekts. Durch  Bewegungen werden die Pollen ausgeschüttelt und auf dem Rückenpelz verteilt.  Wenn dann die nächste Blüte besucht wird , werden dort die mitgebrachten Pollen an der nächsten Narbe abgestreift.

Hier kann man sowohl die Narbe als auch die Staubblätter auf dem Rücken der Hummel erkennen.

Weil sich der Nektar ganz weit an Grunde der Blütenkronröhre befindet, haben eigentlich nur Hummeln die Chance, an den Nektar heranzukommen. Denn bei den Honig- und vielen Wildbienen ist der Saugapparat zu kurz. Trotzdem haben diese Insekten dann einen Weg gefunden. Sie fliegen seitlich an die Blüte heran und beißen sich durch die Kelchblätter bis zur Blütenkronröhre durch. So kommen auch sie an den Nektar, ohne die Blüte bestäubt zu haben. Deswegen bezeichnete man diese Insekten als manchmal als „Honig-Diebe“.

 

Tagpfauenauge

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Das Tagpfauenauge aus der Familie der Edelfalter ist ein Beispiel für die Zusammenhänge in der Natur, die für viele verborgen bleiben. Er kommt nur dort vor, wo Brennnesseln wachsen, denn seine Raupen ernähren sich fast ausschließlich von Brennnesseln. Daneben gibt es viele andere Schmetterlingsarten, welche die Brennnessel für die Ernährung der Raupen brauchen.  Tagpfauenaugen fliegen in zwei Generationen. Die erste Generation fliegt von Juni bis August, die zweite Generation fliegt von August bis Oktober. Die Überwinterung erfolgt an geschützten Orten.

 

Große Brennnessel

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Die große Brennnessel ist für viele Menschen das Unkraut schlechthin. Dabei ist sie aus ökologischer Sicht sehr wertvoll. Und auch für uns Menschen hat sie eine große Bedeutung. Ihr Einsatzgebiet ist vielfältig: Verwendung in Salaten, in kosmetischen Produkten, pharmazeutische Produkte, Insektizide und vieles mehr.Wo sie wächst, befinden sich viele Nährstoffe im Boden. Die Brennessel ist ein Nährstoffzeiger. Sie kommt mit fast allen Bodenbedingungen zurecht.  Ihre Brennhaare brechen bei Berührung an der Spitze ab und wirken dann wie kleine Injektionsnadeln. Im Naturhaushalt sind Brennnesseln ebenfalls sehr wichtig. Für viele Tierarten, vor allem Schmetterlinge und andere Insektenarten sind sie die Hauptnahrung. So kann eigentlich jeder etwas für die Erhaltung von Schmetterlingen tun, wenn er in seinem Garten ein paar Brennnesseln duldet.

Schillerfalter

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Der Schillerfalter ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Er war im Jahre 2011 Schmetterling des Jahres. Bei uns im Kraichtal ist er nicht sehr häufig. An Blüten kann man ihn kaum beobachten. Oft findet man ihn auf dem Boden, wo er sich vor allem von den im Aas oder Kot vorhandenen Nährstoffen ernährt. Von Juni bis August kann man ihn bei uns mit etwas Glück beobachten. Seinen Namen hat er von der schillern blau-violetten Färbung seiner Flügel, die in einem bestimmten Betrachtungswinkel zu sehen ist. Die Unterseite des Schmetterlings zeigt interessante Muster. Auffällig ist auch der gelbe Saugrüssel. Die Raupen ernähren sich vor allem von Weiden.

Rotmilan

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Der Rotmilan ist ein mittelgroßer Greifvogel, der lange Flügel und einen langen, gegabelten Schwanz hat. War er vor einigen  Jahren noch recht selten bei uns zu beobachten, so hat sich der Bestand des Rotmilans inzwischen im Kraichtal wieder leicht erholt. Auch er ist ein typischer Bewohner der Feldflur. Wie der Mäusebussard bezieht der Rotmilan Sitzwarten auf Bäumen und hohen Sträuchern. Meist aber ist er in der Luft zu sehen, wo er an seinem Flugbild leicht zu erkennen ist. Er ist viel wendiger und wirkt eleganter in seinem Flug als der Mäusebussard. Im Flug lässt er oft den Kopf leicht herabhängen und beobachtet so das überflogene Gebiet. In seiner Ernährung ist er nicht wählerisch; von Insekten bis zu Kleinsäugern, Aas oder Abfälle gehören zu seinem großen Nahrungsspektrum. Manchmal jagt er auch anderen Vögeln die Beute ab. Im Herbst sammeln sich aber die Rotmilane und warten gemeinsam auf günstigen Wind, der ihnen den Flug ins Winterquartier erleichtert. Ab Ende März kann man sie meist wieder bei uns im Kraichtal beobachten. Allerdings konnte man in den letzten beiden Jahren auch im Winter Rotmilane im Kraichtal beobachten. Ob es sich dabei aber um Brutvögel vor Ort – oder um Teilzieher aus anderen Gegenden handelt, konnte nicht festegestellt werden.

Wie schon gesagt, ist ihr Flug sehr elegant. Wenn sie von Krähen belästigt werden, dann scheinen sie mit den Krähen zu spielen. Ihr Flug wirkt lässig. Die Schwanzfedern werden ständig bewegt  und gedreht.

Wenn dann im Frühjahr die Brutzeit beginnt, kann es zu Konflikten mit anderen Greifvögeln kommen, wenn sie ihr Nest in deren Revier bauen. Aber auch hier zeigt sich, dass sie mit ihren Flugkünsten zumindest dem Mäusebussard mit Gelassenheit davonfliegen, wenn sie angegriffen werden.

Hier ist ein Rotmilan in das Revier eines Mäusebussards eingeflogen. Der Mäusebussard greift an. Der Rotmilan fliegt auf, dreht eine elegante Kurve nach rechts oben – und ist weg …

Abgesehen davon,  dass Krähen lästig werden können, gibt es kaum Probleme.