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Schwarzmilan

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Der Schwarzmilan ist nicht so häufig bei uns anzutreffen, aber auch er ist ein Brutvogel im Kraichtal. Er ist nur im Sommer bei uns. Den Winter verbringt er in Afrika. Sein Lebensraum gleicht dem des Rotmilans. Im Frühjahr kann man oft beide Arten am Himmel bei ihren akrobatischen Flugmanövern beobachten. Das Gefieder des Schwarzmilans ist etwas dunkler – und der Schwanz ist nicht so stark gegabelt wie beim Rotmilan.

Reh

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Das Reh gehört innerhalb der Gruppe der Hirsche zu den Rehen. Ursprünglich ist der Lebensraum der Rehe der Wald und waldnahe Gebiete, im Kraichtal kann man sie aber auch in der offenen Feldflur beobachten, wo sie sich im Frühjahr oft zu großen Gruppen zusammenschließen. Das ändert sich dramatisch, wenn die Brunftzeit beginnt. Leider fallen Rehe oft dem Straßenverkehr zum Opfer.

Die Rehkitze werden an einer gut geschützten Stelle in einer Wiese oder in der Nähe eines Feldgehölzes abgelegt – und bleiben völlig ruhig liegen, wenn man sie entdeckt hat. In dieser Zeit bleibt das Rehkitz unter Beobachtung der Ricke (weibl. Tier), die auch das Gebiet gegen andere Weibchen verteidigt. Dass man die Kitze in ihrem Lager nicht anfassen darf, dürfte sich inzwischen ja herumgesprochen haben. Wenn man den Fundort schnell wieder verlässt, hat eine solche Begegnung keine schlimmen Folgen für das Kitz.

Rotfuchs

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Man sieht ihn tagsüber nur selten – und wenn, dann muss alles schnell gehen, wenn man ihn fotografieren will.  So schnell wie er erscheint, ist es auch wieder weg. Obwohl es nur wenig spontane Beobachtungsmöglichkeiten gibt, kann man bei uns noch Füchse antreffen. Vor allem, wenn Junge im Bau sind und Nahrung herbeigeschafft werden muss.

Der Rotfuchs gehört innerhalb der Raubtiere zur Gruppe der Hunde. Rotfüchse haben ein rotbraunes Fell und können fast einen Meter lang und 40 cm hoch werden. Ihr Schwanz ist buschig, die Schnauze spitz und die Ohren sind aufgerichtet. Füchse sind Allesfresser. Mäuse, Insekten, Vögel, Frösche, Früchte, Beeren, Würmer, aber auch Aas stehen auf ihrem Speisezettel. Leider können sie die Tollwut übertragen und werden deswegen bejagt. Trotzdem gilt der Fuchs bei uns als nicht gefährdet. Die folgenden Bilder zeigen einen Fuchs auf einer verschneiten Wiese, wo er gerade Mäuse gejagt hat.

Der Fuchs ist ebenfalls Gegenstand zahlreicher Legenden, Fabeln und Mythen. Er gilt als besonders schlau. In Fabeln (Goethe: „Reineke Fuchs“) heißt der Fuchs „Reineke“. Das bedeutet „Schlaukopf, Schlaumeier, Schlawiner, Schlitzohr“

Die „Grünspecht-Schule“

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Dieser Beitrag zeigt, wie das Lernen bei den Grünspechten abläuft: In diesem Fall bringt das Grünspecht-Weibchen ihren Jungen bei, wie und wo man Ameisen finden kann.  Die Jungvögel beobachten das Weibchen und ahmen dann die Bewegungen nach. Ab und zu wird ein Jungvogel doch noch mit den gerade gefundenen Ameisen gefüttert.  Nach einiger Zeit reagiert das Weibchen aber nicht mehr auf das Betteln der Jungen nach Futter sondern zeigt, wie man im Boden stochert und nach Ameisen sucht.

Das Weibchen ist erkennbar am hellen Bauchgefieder, der roten Kappe und der schwarzen „Gesichtsmaske“ mit dem schwarzen Wangenstreifen.

Die beiden Jungvögel im Vordergrund suchen schon selbständig, das dritte Junge sucht auch schon etwas entfernt von der Mutter im Hintergrund.

Distelfink oder Stieglitz

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Es ist Ende Oktober, Anfang November. Der junge Distelfink ist gerade in der Mauser und wird sein Erwachsenenkleid mit dieser Mauser erhalten. Dann wird sein Gefieder vor allem am Kopf ein kräftiges rotes „Gesicht“ und schwarze Streifen erhalten. Er wird dann zu den farbenprächtigsten Vögeln bei uns im Kraichtal gehören. Der Distelfink war der „Vogel des Jahres 2016“

Der Distelfink ist auf die offene Feldflur spezialisiert. Brachliegende Felder mit einem hohen Distelbestand, Unkrautflächen, aber auch Getreide- und Rapsfelder oder Sonnenblumen werden regelmäßig besucht. Er gehört bei uns zu den farbenprächtigsten Vögeln. Er ist ein Standvogel, das heißt, auch im Winter bleibt er bei uns und besucht die zahlreich angebotenen Futterstellen im Feld und in den Dörfern. Auch er tritt immer in kleinen Trupps auf, die sich gegenseitig vor Feinden warnen. Die Fluchtdistanz ist meist sehr groß.

Wendehals

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Der Wendehals ist bei uns im Kraichgau eigentlich nur während der Brutzeit gut zu beobachten. Während dieser Zeit ist sein Verhalten auffälliger als sonst im Jahr. Zudem kann man seinen Gesang hören. Der Wendehals gehört zu den Spechten, obwohl er selbst keine Höhlen bauen kann und deswegen auf verlassene Bruthöhlen oder angebotene Nisthilfen angewiesen ist. Er wiegt ca. 50 Gramm und hat ungefähr die Größe der Feldlerche. Im Frühherbst zieht er nach Afrika, wo er südlich der Sahara überwintert. Sein absolutes Spezialgebiet ist die Ameisenjagd. Deswegen kann man ihn auf Streuobstwiesen oder auch an Wegrändern meist am Boden entdecken.  Das Kraichtal ist mit seiner reich gegliederten Landschaft mit vielen Hecken, Streuobstwiesen und Weinbergen geradezu maßgeschneidert für ihn. Hier findet er genug Nahrung als auch Deckung und Nistgelegenheiten.  Auch in alten Trockenmauern wurde er schon bei der Brut beobachtet. In den letzten Jahren hat der Bestand bei uns wieder etwas zugenommen.

 

Wendehals – Gefahr liegt in der Luft

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Die folgende Bildreihe zeigt, wie Wendehälse reagieren, wenn sich ein Greifvogel am Himmel zeigt: Ein Wendehals frisst gerade Ameisen, die er in der Betonfuge eines Wirtschaftsweges in den Weinbergen entdeckt hat. Immer wieder schaut er nach oben. Dann ändert sich sein Verhalten plötzlich.

Ein kurzer Blick nach oben – und er hat einen Bussard entdeckt. Der Wendehals legt sich flach auf den Boden und drückt den Kopf leicht nach unten. Trotzdem ist er fluchtbereit. Die Beine sind angelegt und sprungbereit, die Flügel leicht abgespreizt.

Solange ein Greifvogel wie der Mäusebussard dieser in der Nähe ist, bleibt der Wendehals bewegungslos, aber fluchtbereit liegen. Wenn man die Rückseite des Wendehalses betrachtet, wird schnell klar, dass er von oben nur sehr schwer zu entdecken ist. Er „verschmilzt“ gewissermaßen mit dem Untergrund.

Wenn die Gefahr vorüber ist, widmet sich der Wendehals wieder der Ameisenjagd. Bei einem Sperber oder Habicht hat der Wendehals mit dieser Taktik schlechtere Karten. Diese Greifvögel beobachten von der Deckung aus, was sich in der Gegend tut – und schlagen, wenn sie etwas entdeckt haben, blitzschnell und unerwartet zu.

Wasserfrösche

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Wasserfrösche ist eigentlich ein Sammelbegriff von vielen unterschiedlichen Formen der Art. Eigentlich gibt es bei uns ursprünglich nur den Kleinen Wasserfrosch und den größeren  Seefrosch.  Da es aber innerhalb der Gruppe zu zahlreichen Hybridisierungen gekommen ist, kann man die einzelnen Froscharten durch äußere Merkmale allein oft nicht mehr sicher voneinander unterscheiden. Man bezeichnet also Wasserfrösche als Frösche, die überwiegend am und im Wasser leben. Jedenfalls gibt es bei uns Wasserfrösche, welcher Art auch immer. Sie machen sich vor allem im Frühjahr und Frühsommer durch ihr „Froschkonzert“, das tags, aber auch nachts stattfindet, bemerkbar. Sie ernähren sich von Insekten und anderen Kleinlebewesen. Während der Fortpflanzungszeit versammeln sich oft viele Frösche in den Tümpeln und Teichen – und gehen mit Rivalen sehr robust um,wie die folgenden Bilder zeigen. Die Fortpflanzung ist aufgrund genetischer Besonderheiten recht kompliziert. Wasserfrösche gehören zu den sogenannten „Grünfröschen“.

Zustand des Teiches im Juni 2016:

 

Perlpilz

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Der Perlpilz ist ein sehr guter Speisepilz. Doch gerade in diesem Fall birgt das Sammeln Risiken. Es gibt einen gefährlichen Doppelgänger, den man auf keinen Fall verspeisen sollte: der Pantherpilz. Was die ganze Sache noch komplizierter macht, ist die Tatsache, dass beide Pilzarten zur gleichen Zeit in der gleichen Umgebung vorkommen können – oft nur wenige Meter voneinander getrennt. Deswegen ist es wichtig, beide Pilzarten genau zu kennen. Dann kann man sicher eine Verwechslung vermeiden. Abgesehen davon, dass auch der Perlpilz giftig ist – und nur dann gegessen werden kann, wenn man ihn zuvor gart. Denn das in ihm enthaltene Gift wird durch gründliches Garen zerstört.

Beide Pilzarten haben auf ihren Hüten noch Restflocken der Pilzhaut, in welche der Pilz eingehüllt war. Durch Regen können diese Reste aber abgewaschen werden.

Unterschied 1:

Der Hutrand des Perlpilzes ist glatt und nicht gerieft – oder weist nur wenige Riefen auf; der Hutrand beim Pantherpilz ist rundum gerieft.

Unterschied 2:

Die Stielmanschette ist beim Perlpilz gerieft und sieht ähnlich aus wie ein Plisseerock, beim Pantherpilz hat die häutige Stielmanschette keine Riefen. Allerdings: bei ganz jungen Perlpilzen mit geschlossenem Hut ist dieses Merkmal noch nicht ausgeprägt!

Unterschied 3: Der Perlpilz hat eine rübenförmige Knolle ohne Scheide. Beim Pantherpilz steckt die Knolle in einer Hautscheide.

Unterschied 4: Bei Verletzungen (z.B. Schneckenfraß) färbt sich der Perlpilz an den Fraßstellen rot; der Pantherpilz bleibt weiß.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.

Pantherpilz

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Der Pantherpilz ist ein gefährlicher Giftpilz, weil er mit dem Perlpilz verwechselt werden kann. Es gibt aber deutliche Unterschiede zum Perlpilz, der gut durchgegart ein guter Speisepilz ist. Der Pantherpilz wächst oft an den gleichen Orten  – und zur gleichen Zeit wie der Perlpilz. Jedes Jahr gibt es in Deutschland zahlreiche Verwechslungen – und damit schwere Vergiftungsfälle.

Unterschied 1:

Der Pantherpilz hat am Hutrand Riefen

Unterschied 2:

Der Hautring am Stiel ist glatt, besitzt keine Riefen und liegt mehr oder weniger am Stiel an.

Unterschied 3: Bei Verletzungen oder Schneckenfraß bleibt das Fruchtfleisch weiß und rötet nicht

Unterschied 4:

Die Knolle steckt in einer häutigen Scheide. Beim Perlpilz fehlt diese.

Da Pilze – je nach Umgebung – sehr variabel sein können, kann auch dieser Blog, kein Buch oder das Internet für Ihre Sicherheit garantieren. Sie selber sollten die Pilze, die sie zum Verzehr sammeln, ganz genau kennen – oder ganz einfach stehen lassen.