Plötzlich war es da. Am hellichten Tag wuselte es bei uns über den Hof, lief in die Scheune, durchstöberte anschließend einen Holzstapel, rannte an der Katze vorbei, die fauchte und einen Buckel machte, kroch in den ausgehölten Kürbis, der um diese Jahreszeit eine wichtige Lichtquelle darstellt,  und verschwand – ohne sich um uns zu kümmern – in unserem Garten. Zweifelsfrei handelte es sich hier um ein zahmes Frettchen, das zwar wie ein Iltis aussieht, aber von irgend jemand als Haustier gehalten wird. Offenbar konnte es von dort entwischen …. Beim Frettchen handelt es sich um die Haustierform des Europäischen Iltis. Ob es sich bei unserem Besucher um ein Männchen oder Weibchen handelte, lässt sich nicht genau sagen. Jedenfalls sind Männchen etwas größer als die Weibchen. Bei den Frettchen gibt es verschiedene Zuchtformen mit unterschiedlichen Fell-Farb-Varianten. Dieses hier ähnelt vom Aussehen her einem Iltis, ist aber letztlich ein Haustier. Die Haltung von Frettchen erfordert viel Platz, Zeit und eine ausgewogene Ernärung.Frettchen sind heute überwiegend Haustiere, die bei entsprechender Haltung und Pflege sehr zahm werden können. Ursprünglich wurden sie aber zur Jagd eingesetzt, vor allem auf Kaninchen, die sie aus ihren Bauten heraustrieben. Heute findet die Jagd mit Frettchen oft in Verbindung mit Falken statt. Wer mit Frettchen jagen will, braucht dafür aber einen Jagdschein. Sonst besteht die Nahrung der Frettchen überwiegend aus tierischer Nahrung, vor allem Kleinsäuger stehen auf ihrem Speiseplan.  So haben Mäuse und Ratten ein Problem, wenn ein Frettchen im Revier ist.Allerdings brauchen Frettchen in sehr kurzen Abständen immer wieder Nahrung. Deswegen ist es für sie recht schwierig, in der freien Natur zu überleben – es sei denn, sie kommen in eine Umgebung, in der es genügend Beute gibt. Bleibt zu wünschen, dass das Frettchen möglichst bald wieder sein Zuhause findet ….