Die folgende Bildreihe zeigt, wie Wendehälse reagieren, wenn sich ein Greifvogel am Himmel zeigt: Ein Wendehals frisst gerade Ameisen, die er in der Betonfuge eines Wirtschaftsweges in den Weinbergen entdeckt hat. Immer wieder schaut er nach oben. Dann ändert sich sein Verhalten plötzlich.

Ein kurzer Blick nach oben – und er hat einen Bussard entdeckt. Der Wendehals legt sich flach auf den Boden und drückt den Kopf leicht nach unten. Trotzdem ist er fluchtbereit. Die Beine sind angelegt und sprungbereit, die Flügel leicht abgespreizt.

Solange ein Greifvogel wie der Mäusebussard dieser in der Nähe ist, bleibt der Wendehals bewegungslos, aber fluchtbereit liegen. Wenn man die Rückseite des Wendehalses betrachtet, wird schnell klar, dass er von oben nur sehr schwer zu entdecken ist. Er „verschmilzt“ gewissermaßen mit dem Untergrund.

Wenn die Gefahr vorüber ist, widmet sich der Wendehals wieder der Ameisenjagd. Bei einem Sperber oder Habicht hat der Wendehals mit dieser Taktik schlechtere Karten. Diese Greifvögel beobachten von der Deckung aus, was sich in der Gegend tut – und schlagen, wenn sie etwas entdeckt haben, blitzschnell und unerwartet zu.