Der Zunderschwamm ist ein Pilz, den man im Kraichtal in den Wäldern noch recht häufig finden kann. Meistens sind es geschwächte Laubbäume in denen er sich entwickelt und die typischen Fruchtkörper ausbildet. Meist kann man diese vor allem auf Buchen und Birken entdecken. Aber auch auf anderen Laubbäumen taucht er gelegentlich auf. Seine frühere Verwendung als „Zunder“ gab ihm seinen Namen; die Bezeichnung „Schwamm“ bezieht sich auf die Fähigkeit der Baumpilze, Wasser zu binden. Zunderschwämme werden zwar als Forstschädlinge eingestuft; doch hat er auch eine lange Geschichte als Arzneipflanze. Seit einigen Jahren  wird er als wertvoller Vitalpilz eingeschätzt.

Hier ist es eine Birke, welche vom Zunderschwamm besiedelt ist.  Auf dem Bild sind vier Fruchtkörper zu sehen.

Die Fruchkörper des Zunderschwamms können sehr alt und auch sehr groß werden. Bei den abgebildeten Fruchtkörpern handelt es sich um relativ  „junge“ Exemplare. Ohnehin sind die Fruchtkörper bei Birken nicht so groß wie auf Buchen.

Die äußere Schicht des Fruchtkörpers, der von der Seite wie eine „Zwergenmütze“ aussieht, ist sehr hart und zäh. Unten – auf der dem Boden zugewandten  Seite  befindet sich die Röhrenschicht, aus der die Pilzsporen freigesetzt werden.

Hier werden die Pilzsporen freigesetzt. Der Fruchtkörper wächst immer so, dass die Sporenschicht dem Boden zugewandt bleibt. Fällt der Baum um, dann können sich die Fruchtkörper um 90° drehen und so die Sporen wieder auf den Boden abgeben.

Der obere Teil des Baumstammes ist abgebrochen und liegt in mehreren Teilen verstreut auf dem Waldboden.

Der Zunderschwamm erzeugt in den befallenen Bäumen die Weißfäule. Die Bäume verlieren ihre Festigkeit und Stabilität, das befallene Holz wird weiß. Es lässt sich leicht zerbröseln

Ergebnis der Weißfäule: Die Stämme verlieren an Stabilität, zerbrechen dann beim Fallen in mehrere Teile oder fallen ganz um. Im Nahrungskreislauf bedeutet das, dass aus den Stämmen wieder verwertbarer Humus entsteht.

Auf der linken Stammseite hat sich ein Fruchkörper nach dem Fallen des Stammes um 90° nach rechts gedreht. Jetzt zeigt die Sporenschicht wieder auf den Boden. Auch am bereits abgestorbenen Baum kann der Zunderschwamm so lange weiterleben, bis die benötigten Nährstoffe abgebaut sind.