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Mit der Stille im Wald ist es vorbei

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Es ist Mitte Februar. Ein paar schöne und sonnige Tage liegen hinter uns. Und schon merkt man, dass der Frühling mit großen Schritten naht.  Man hört wieder Vögel singen: Amseln, Meisen, trommelnde Spechte und dazwischen den hohen und feinen Gesang des Zaunkönigs. Obwohl er zu den kleinsten einheimischen Singvögeln gehört – überhören kann man ihn nicht. Für seine Größe hat er einen erstaunlich lauten und trillernden Gesang.  Und schon sieht man ihn im Unterholz gewässerbegleitender Gehölze umherfliegen. Und wenn er einen Rivalen wahrnimmt, eilt er sofort herbei und trägt auf allen möglichen Singwarten seinen Gesang vor. Damit grenzt er sein Revier ab, das er während der Brutzeit auch lautstark verteidigt.Ein Zaunkönig-Männchen hat auf einem umgestürzten Baumstamm seine Singwarte bezogen.So nahe bekommt man ihn allerdings nicht oft zu sehen. In diesem Fall war aber ein in der Nähe singender Rivale die Ursache für seinen Standort.Ein kleiner, flinker Vogel, der oft übersehen  – aber kaum überhört werden kann.Nur knapp 10 cm lang und  9 g schwer schmettert der Zaunkönig seinen Gesang mit einer ungeahnten Lautstärke. Sein Gesang ist auch fast immer  herauszuhören, wenn viele andere und viel größere Singvögel ihren Gesang ertönen lassen.

Zaunkönig

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Der Zaunkönig ist einer der  kleinsten Singvögeln bei uns im Kraichtal, hat aber eine laute, beeindruckende Stimme. Auch sein schmetternd vorgetragenes Lied ist sehr melodisch. Der Zaunkönig ist ein sehr guter Sänger. Vor allem während der Brutzeit, wenn er auf Ästen oder Büschen im Wald sein Lied vorträgt, kann man ihn beobachten. Er gehört innerhalb der Sperlingsvögel zur Familie der Zaunkönige. Ein typisches Kennzeichen von ihm ist neben seiner geringen Größe auch sein meist steil aufgerichteter, kurzer Schwanz. Er bevorzugt Wälder mit dichtem Unterwuchs oder Hecken – und ist meist in Gewässernähe anzutreffen. Im Winter kann man ihn aber auch in Siedlungsnähe beobachten, wo er nach in den Gärten nach tierischer Nahrung sucht.

Sogar im Winter kann man ihn manchmal singen hören; deswegen erhielt er in manchen Gegenden den Namen „Schneekönig“.

Der lange, spitze Schnabel zeigt, dass er sich überwiegend von Insekten und Kleintieren ernährt. Auch der gelbweiße Augenstreif ist eines seiner typischen Merkmale.

Der Zaunkönig baut sein kugelförmiges Nest mit seitlichem Eingang immer sehr gut versteckt in Bodennähe in Gebüschen, Totholz oder sogar in aufgelassenen Bruthöhlen anderer Vogelarten (z.B. Eisvogel). Zaunkönige brüten 2mal im Jahr, wobei das Männchen in der Regel mit mehreren Weibchen zusammenlebt.