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Wie Thomas Bratzel die Natur im Kraichtal sieht und darstellt

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Und hier wieder einmal ein künstlerischer Beitrag über Tiere, die man hier bei uns noch beobachten kann. Gezeichnet wurden diese tollen Bilder  – wie die anderen Grafiken in meinem BLOG auch  – von Thomas Bratzel. Warum ich diese Grafiken veröffentliche? Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens, weil ich sie für schön finde – und zum zweiten, weil man in einer Grafik alle wichtigen Merkmale besonders deutlich herausstellen kann, wie dies bei einem Foto nicht immer möglich ist. Und zudem ist es mir zum Beispiel kaum möglich, Fotos von einem Hecht in seiner natürlichen Umgebung zu machen. Denn ein solches Foto werde ich wahrscheinlich nie liefern können. Dafür fehlen mir einfach die technischen Voraussetzungen, die man für solche Unterwasserbilder braucht. Und ob ich Lust hätte, mich in den Tonbergsee bei Gochsheim zu stürzen – um vielleicht nach etlichen  vergeblichen Tauchgängen einmal einen Hecht fotografieren zu können- diese Frage brauche ich mir erst gar nicht zu stellen. Und ein Foto braucht man sowieso nicht, wenn man einen solch begabten Künstler als Bildquelle hat.

Tipp: Wenn Sie im BLOG auf  die Suche nach den Grafiken und Beiträgen von Thomas Bratzel gehen, dann müssen Sie nur den Begriff „Grafik“ oder „Thomas Bratzel“ eingeben; dann werden alle Grafiken und Infos zu diesen Kategorien aufgelistet.

 Thomas Bratzel: „Braunkehlchen“ vom 11.03.04

Thomas Bratzel: „Gartenrotschwanz“ vom 14.09.99

Thomas Bratzel: „Mauersegler“ vom 14.09.99

*Die Veröffentlichung der Bilder von Thomas Bratzel in diesem BLOG erfolgt im Einvernehmen mit dem Künstler. Auch für die Verwendung dieser Bilder gelten die Bestimmungen des Urheberrechts (Weitere Infos unter Datenschutz und Impressum).

Gartenrotschwanz

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Der Gartenrotschwanz ist heute nicht mehr so oft im Kraichtal anzutreffen wie dies noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war.  Aber:  Der Bestand des Gartenrotschwanzes hat sich in den letzten Jahren wieder stabilisiert. Man kann ihn bei uns wieder häufiger beobachten. 2011 war er Vogel des Jahres in Deutschland. Er liebt strukturierte Landschaften, zum Beispiel Streuobstwiesen. Denn er ist als Halbhöhlenbrüter auf alte Bäume angewiesen. Wenn die Umgebung passt, dann ist er auch in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden. In einer Zeit, als es noch baumreiche Hausgärten gab, war das sein eigentlicher Lebensraum. Daher auch seine Name. Aber er nimmt auch Nistkästen als Brutstätte an. Diese haben wegen des notwendigen Lichteinfalls vergrößerte oder mehrere Öffnungen. Der auf dem Titelbild zu sehende Nistkasten wird vom Gartenrotschwanz nur selten angenommen.

Der Gartenrotschwanz ist von Ende April bis Ende August bei uns. Er überwintert in Afrika jenseits der Sahara. Er ist also ein Langstreckenzieher. Das Gartenrotschwanz-Männchen ist auffällig gefärbt. Das Gesicht und die Kehle sind schwarz, der Kopf und die Flügel sind grau und die Bauchseite ist kräftig rostrot bis orange gefärbt. Auch der Schwanz ist rostrot. Auf der Stirn oberhalb des Schnabels ist er weiß.

Wenn er Ende April aus Afrika ankommt, sucht er sofort nach einer passenden Nisthöhle. Oft greift er dabei auf die Bruthöhle des Vorjahres zurück. Hat er ein Weibchen gefunden, inspiziert dieses die angebotene Nisthöhle. Als Halbhöhlenbrüter muss sie auch im Inneren zumindest einen schwachen Lichteinfall bieten. So brütet der Gartenrotschwanz oft in Spechthöhlen mit großer Einflugöffnung oder Mauerlücken, aber auch hinter Bretterverschalungen oder in Holzstapeln.

Das Weibchen inspiziert die angebotene Bruthöhle in einem „Insekten-Hotel“ hinter der Holzverschalung. Es ist nicht so kontrastreich gefärbt wie das Männchen. Aber auch hier findet sich ein rostroter Schwanz. Die Kehle und die Bauchseite sind grau-rötlich gemustert.

Das Männchen zeigt dem Weibchen die Bruthöhle.

Das Weibchen inspiziert die Höhle, fliegt hinein und bleibt in der Höhle.

Jetzt kann die Brutzeit beginnen! Das Paar hat sich gefunden und bleibt für diese Saison zusammen. Beim Gartenrotschwanz gibt es nur eine Jahresbrut, weil er recht früh mit dem Rückflug nach Afrika beginnt.