Wenn im Kraichtal die ersten Blüten des Echten Leinkrauts am Wegrand oder  am Rand von Gräben erscheinen, dann ist es Hochsommer. Die gelben Blüten sind dann bis in den Herbst hinein zu sehen. Bis Ende Oktober bieten sie dann den Insekten wie Hummeln, großen Wildbienen und einigen Schmetterlingen Nahrung. Sie gehört zur Familie der Braunwurzgewächse.Wenn man die Blüten betrachtet, erklärt sich auch der volkstümlicher Name: „Kleines Löwenmaul“, den das Echte Leinkraut erhalten hat.  Die schwefelgelben Blüten besitzen einen langen Sporn. Bestäubt werden können sie nur von Hummeln und großen Wildbienen, denn die Unterlippe ist an die Oberlippe gepresst, die sich nur mit einiger Kraft öffnen lässt. Allerdings kommen auch manche Schmetterlinge mit ihrem langen und schmalen Rüssel an den Nektar.Hier fliegt gerade eine Wiesenhummel an.Nur kräftige Insekten mit langem Rüssel können das Echte Leinkraut bestäuben. Dazu muss die Unterlippe nach unten gebogen werden, was einigen Kraftaufwand bedeutet.Jetzt hat sie es geschafft und kann mit ihrem langen Rüssel den Nektar erreichen, der sich im langen Sporn befindet. Weil sie dabei an den Staubblättern entlang streift, bestäubt sie – wenn sie beim nächsten Blütenbesuch an der Narbe vorbeistreicht – die Blüte. Die Fruchtkapseln werden vom Wind oder von Tieren bewegt und streuen dann die darin enthaltenen Samen aus. Die Samen sind wegen ihres Hautrandes „Segelflieger“ werden aber auch von Ameisen verbreitet.